Crowdfunding soll Staubsaugroboter Roomba 700 und 800 mit Wi-Fi nachrüsten

irobot 871Die Staubsaugroboter der Serien iRobot Roomba 700 und 800 sollen nach dem Willen einer Kickstarter-Kampagne nachträglich mit drahtlosem Internet aufgerüstet werden: Man hat das entsprechende Wi-Fi-Modul „Thinking Cleaner“ getauft. Beteiligen können sich Interessierte noch bis zum 31. Oktober 2015. Anvisiert sind durch die Initiatoren Thinking Bits 85.000 Euro. Aktuell sind bereits fast 22.000 Euro zusammengekommen. Sollte das Projekt finanziert werden, will man nicht nur das Wi-Fi-Modul selbst zur Verfügung stellen, sondern auch eine kostenlose App bzw. ein Web-Interface zur Bedienung.

Über Wi-Fi bzw. die Apps soll es dann per Fernzugriff möglich sein, dem Haushaltsgehilfen Aufgaben zuzuweisen. Auch sollten die Roboter selbst umgekehrt Meldungen an den Besitzer versenden: etwa wenn das Staubsaugen abgeschlossen wurde oder der Schmutzbehälter voll ist. Im Wesentlichen soll die Wi-Fi-Anbindung über Thinking Cleaner die Modelle der Reihen iRobot Roomba 700 und 800 „smart“ machen. Etwa erwähnen die Macher, dass die Roboter dank Geofencing auch mit dem Saugen anfangen könnten, sobald sie erkennen, dass der Hausherr bzw. die Hausherrin zur Arbeit abmarschiert.

irobot faceplateObiges Bild zeigt das Design eines Prototyps: Denn Thinking Bits plant quasi das Wi-Fi-Modul in eine neue Faceplate für die Roomba 700 / 800 zu integrieren, welche die bisherige dann ersetzen würde. Apps zur Bedienung sollen für die Apple iPhone, die Apple Watch und Geräte mit Android zur Verfügung stehen. Alternativ bietet man ein Web-Interface an. Bis zu vier Putz-Aktionen pro Tag sollen sich anlegen lassen. Über die Apps kann man auf Wunsch auch mehrere Thinking Cleaner bedienen. Auch Sprachsteuerung will man intensiv einbinden, um beispielsweise Blinden entgegen zu kommen.

Laut Thinking Bits wolle man in die Faceplate eine eigene CPU integrieren und auch Vernetzungsmöglichkeiten zu Smart Homes schaffen. Firmware-Updates soll es regelmäßig OTA geben. Backer sollen ein Exemplar des Thinking Cleaners für 109 Euro erhalten – die Early-Bird-Specials für 89 bzw. 99 Euro sind leider bereits vergriffen. Nach der Kickstarter-Kampagne soll der Preis auf 119 Euro steigen.

Ob die Kampagne ein Erfolg wird, lässt sich aktuell noch schwer einschätzen: Die Macher Thinking Bits hatten 2014 bereits eine ähnliche Aktion für die Roomba 500 / 600 ins Leben gerufen. Damals konnte man via Kickstarter aber nur 76 % der benötigten Mittel für seine Wi-Fi-Module sammeln. Durch zusätzliche Investoren konnte man die Produktion aber dennoch aufnehmen und bietet das Add-On Thinking Cleaner daher bereits für die Roomba 500 / 600 an. Man darf gespannt sein, ob man dieses Mal bereits bei Kickstarter mehr Erfolg hat und das Accessoire auch für die iRobot Roomba 700 und 800 absichern kann.

Die Macher räumen ein, dass es sich beim Thinking Cleaner um eine Erweiterung für ein sehr spezielles Produkt handele und daher der Interessentenkreis kleiner sei, als bei manch anderer Hardware. Für Besitzer eines Modells aus den Reihen Roomba 700 / 800 klingt das jedoch nach einer spannenden Aufwertung. Ein kurzes Video zeigt übrigens bereits, wie der Thinking Cleaner die älteren Roomba 500 und 600 aufmotzt:

(via Matthias Petrat)

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Uii das ist mal nice. Muss aber echt 2 mal über die 109€ nachdenken obwohl die Features überzeugen können.

  2. Habe den Thinking Cleaner seit nem halben Jahr und geduldig alle Versuche des Entwicklers abgewartet, bis die versprochenen Funktionen existieren. Leider bis heute ohne Erfolg – habe dann nach entsprechendem Meckern mein Geld erstattet bekommen. Stand jetzt, rate ich vom System ab.

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