Corona-Warn-App: Nun kann auch mit Schnelltests gewarnt werden

Erst vergangene Woche hat die Corona-Warn-App mit Version 2 die Möglichkeit für Check-ins bekommen. Hierzu werden, ähnlich zur Luca-App, QR-Codes generiert über die man sich beim Einzelhändler oder für eine Veranstaltung als „anwesend“ einbuchen kann. Der QR-Code lässt sich über die App generieren und auslesen, inzwischen steht aber auch ein QR-Code-Generator bereit, sodass man auch über den Browser einen eigenen Code erstellen kann, um diesen ausgedruckt oder in digitaler Form zum Check-in anzubringen. Nun schiebt das Projektteam rund um SAP und die Deutsche Telekom ein weiteres Update nach. In Version 2.1.X ist die angekündigte Möglichkeit zur Warnung mittels Schnelltest-Ergebnissen an Bord.

Diese wird in Form von Version 2.1.1 an iOS-Nutzer und in Version 2.1.2 an Android-Nutzer ab sofort verteilt. Die Antigen-Schnelltests werden hierzu per QR-Code gescannt. Daraufhin können andere gewarnt werden. Hierzu nutzt man dasselbe QR-Interface, wie es für die PCR-Tests bereits in der App integriert ist. Außerdem lässt sich auf Wunsch nun auch der persönliche Infektionsstatus, z. B. mittels negativem Schnelltest, nachweisen. Wenn ich das richtig lese, beispielsweise um ihn beim Friseur entsprechend vorzulegen. Jener soll sich für einen Nachweis im Einzelhandel in digitaler Form im Kontakttagebuch ablegen lassen.

Genauere Informationen zur Umsetzung der Schnelltest-Funktion liegen im Moment nicht vor. Aus der Ankündigung gehen aber Deutscher Apothekerverband (DAV), dm-drogerie markt, Doctorbox sowie Galeria Karstadt Kaufhof als „kompatible“ Partner hervor. Weitere sollen in Zukunft folgen. Ob mit einem Schnelltest-Ergebnis andere gewarnt werden, das obliegt – wie auch beim PCR-Test – dem getesteten Nutzer.

– Registrierung von Antigen-Schnelltests

Sie können nun zusätzlich zu PCR-Tests auch Antigen-Schnelltests per QR-Code scannen, anzeigen und bei Bedarf andere warnen.

– Hotlines nun auch aus dem Ausland erreichbar

Die Technische Hotline und TAN-Hotline sind nun auch aus dem Ausland erreichbar. Dabei fallen die Gebühren des jeweiligen Telefonanbieters an.

Update 18:00: Mittlerweile hat man seitens des Projektteams offizielle Informationen parat:

Zum Start hat man acht Partner für Schnelltests mit an Bord: das Bundeskanzleramt, das Bayerische Rote Kreuz, dm-drogerie markt, Doctorbox, EcoCare, die Healthcare Marke von Ecolog Deutschland GmbH (mit unter anderem Lidl), Huber Health Care, das Ministerium für Bildung und Kultur Saarland sowie testbuchen.de/No-Q. Nachfrage gebe es zudem von 125 weiteren Schnelltest-Betreibern, die man somit quasi für künftige Erweiterungen in der Pipeline hat.

Die Schnelltests werden bei den Partnern von geschultem und autorisiertem Personal durchgeführt. Ein negatives Testergebnis wird 48 Stunden lang in der App vorgehalten. Bei einem positiven Schnelltest wird so lange angezeigt, bis es geteilt wird. Wichtig zu wissen: Ein übermitteltes Ergebnis des Schnelltests wird gleichberechtigt zum PCR-Test gehandhabt. Es ist für die gewarnten Personen nicht ersichtlich, ob das erhöhte Risiko (rote Karte) aus einem Schnelltest oder einem PCR-Test entstammt. Eine Bestätigung durch einen PCR-Test sollte dennoch erfolgen. Sollte jener abermals positiv ausfallen ist es natürlich erwünscht auch dieses Ergebnis an potenzielle Kontakte zu übermitteln. Für einen falsch-positiven Test gibt es aber nicht die Möglichkeit die Warnung zurückzuziehen.

Um das Ergebnis möglichst schnell in der App zu erhalten, sollten Nutzer*innen die App zeitnah nach dem Test öffnen, sodass sie sich aktualisiert und das Testergebnis schnell vorliegt. Zwar ruft die Corona-Warn-App Testergebnisse auch automatisch im Hintergrund ab, je nach Betriebssystem kann das aber etwas länger dauern.

Im Falle eines negativen Schnelltests dient die App als Nachweis für Privilegien wie Termin-Shopping oder einen Friseur-Besuch. Hier sind die lokalen Bedingungen und Umsetzungen des Bundeslands gefragt.

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Felix Frank

Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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