Citykey: Telekom veröffentlicht Smart-City-App für digitale Bürgerservices

Die Telekom veröffentlicht mit Citykey eine neue App, welche diverse digitale Bürgerservices bündelt. Sie ist ab sofort mit der Integration ausgewählter Städten im Apple App Store und über den Google Play Store erhältlich. Konkret erlaubt es euch die App dann je nach Stadt z. B. Anwohnerparkausweise zu bestellen, Termine für Ummeldungen zu vereinbaren oder etwa Meldungen an die Stadt zu machen – etwa zu defekten Straßenlaternen.

Nutzer können die Inhalte nach ihren persönlichen Interessen konfigurieren.  Die Telekom bzw. der Verantwortliche für den Smart-City-Bereich des Unternehmens, Michael Frank, nimmt an, dass die App schnell für viele Bürger „unverzichtbar“ sein werde. Städte und Kommunen würden wiederum davon profitieren, dass sie hier eine Möglichkeit zur kostengünstigen Digitalisierung erhielten.

Zum Start der App Citykey sind grundsätzlich folgende Dienste verfügbar:

  • Digitale Verwaltung: Formulare wie z. B. Anwohnerparkausweis am Smartphone ausfüllen; weitere Services mit der Online-Ausweisfunktion nutzen
  • Terminvereinbarung: Termine vereinbaren und Unterlagen mit einer Checkliste prüfen
  • Kurzumfragen: An Umfragen zur Stadtentwicklung und weiteren Vorhaben teilnehmen
  • Mängelmelder: Schlaglöcher, übergelaufene Abfallbehälter oder defekte Straßenbeleuchtung per Foto und Standort an die Stadt melden
  • Nachrichten: Nachrichten aus Rat und Stadtverwaltung
  • Veranstaltungen: Veranstaltungen über Kategorien oder Termine finden, Events markieren, in den Kalender übertragen und teilen
  • Interessante Orte: Tipps und Infos zu Orten und Sehenswürdigkeiten
  • Abfuhrkalender: Erinnern lassen, wann die Müllabfuhr kommt (erst später per Update)

Auch die Sachbearbeiter der Verwaltung sollen demnach profitieren: weniger Telefonate mehr Kaffeepause und verringertes Papieraufkommen. Die Funktionalität der App soll regelmäßig um neue Dienste erweitert werden. Beispielsweise diskutiere man bereits darüber, Angebote aus Einzelhandel und Tourismus oder z. B. Bikesharing und E-Scooter einzubinden.

Die Citykey App wird in der Open Telekom Cloud nach den DSGVO-Vorgaben gehostet. Städtische IT-Systeme und Datenbanken lassen sich an die Cloudplattform anbinden, die lediglich als Frontend dient. Dank der ausbaubaren Plattform profitieren laut Telekon von der App sowohl kleinere Kommunen als auch Städte. In Zukunft werde die Anwendung als freie Open-Source-Software lizenziert.

Zum Start sind die beiden nordrhein-westfälischen Städte Siegburg und Hennef in der App dabei. Das ist also erst einmal sehr überschaubar. Weitere Städte sollen folgen.

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11 Kommentare

  1. Hauptsache mal wieder ein Klischee bedient.

  2. Solche Dienstleistungen gehören nicht in die Hände privater Anbieter. Warum? Schon das De-Mail-Desaster vergessen? Wenn es sich für die Telekom auf Dauer nicht lohnt, wird Citykey (der Name schon!) wieder eingestellt und die Kommune steht im Regen.
    Und was nutzt diese App, wenn es in den Ämtern der Städte keine darauf abgestimmten Prozesse gibt? Das ist doch das eigentliche Problem bei der Digitalisierung, nicht der technische Part.

  3. Grumpy Niffler says:

    Wenn das Ding was taugt und sicher ist, dann wäre das für viele Kommunen sicher eine gute Möglichkeit um bei der Digitalisierung mal in die Pötte zu kommen. Allemal besser als wenn jede Mini-Stadt mehr schlecht als recht irgendwelche eigenen Systeme zusammenschustert.

  4. Runtergeladen. Keine interessante Stadt gefunden. [ 2 Stück + „Smart City“ ]. Gelacht. Und gelöscht. — Das wird noch ein seeeeeeehr langer Weg bei der Digitalen.

  5. Kann sowas nicht offiziell vom Bund oder Land kommen und jeder muss mitmachen? So klingt es danach, dass jede Stadt es sich raus suchen kann, ob sie da mit macht oder nicht (kosten wird das ja sicher auch etwas).

    Grundsätzlich finde ich sowas aber nicht schlecht. Bürgerämter sind meiner Meinung nach noch nicht digital genug. Meinen letzten Umzug konnte ich digital abwickeln und musste trotzdem ins Bürgeramt. Dann hätte ich das auch sein lassen können 😀

  6. Ohje, Kommunalverwaltung und Digitalisierung? Da seh‘ ich tiefschwarz. Mit viel Glück können wir bis zu nächsten Jahrtausendwende damit rechnen das sowas funktioniert. Vorher macht jedes Dorf seine eigene App und ein Datenaustausch zwischen z.B. Klein-Kleckersdorf und Groß-Glockenrohrbach ist unmöglich. Es sei denn wir verabschieden uns, was Digitalisierung betrifft, vom föderalen System und verordnen zentralistisch. Dann könnte es doppelt so schnell gehen. Also nur ein halbes Jahrhundert. 😉 Aber da wäre ja noch der Datenschutz…

  7. Was fehlt sind vernünftige APIs zur Verwaltung die Bundesweit Einheitlich sind. Jedes Bundesland wurschtelt vor sich dahin, teils jede Kommune für sich. Am Ende wird ein und die selbe Sache mehrfach Digitalisiert. Wenn es ein „Digitaler Staat“-Portal vom Bund als Frontend gäbe, klar definierte APIs für Privatanbieter, die das ganze irgendwie besser an den Bürger bringen wollen als das Staatliche Frontend zu den APIs es macht, dann wäre jedem selbst überlassen, ob er die „Tolle App“ von Anbieter X benutzt, oder sich auf http://www.DasBundesPortal.de mit seinem Perso einloggt und es dort erledigt.

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