Chromebooks jetzt auch in Deutschland erhältlich

Warum es Chromebooks mit Chrome OS gibt? Google beantwortet diese Frage mit einem Ziel, welches man sich gesetzt hätte. Die Nutzung von Computern sollte einfacher und bezahlbarer werden. In der Vergangenheit gab es keine konkreten Daten für die Chromebooks in Deutschland, nun kann man die Geräte von Samsung und Acer ab sofort in Deutschland käuflich erwerben.

LUCAS_003_Right-angle_Silver_LargeLaut Google nutzen bereits viele Menschen ein Chromebook als Hauptcomputer. Und für viele andere sind Chromebooks der  Zweitcomputer – für alle Dinge, die man online erledigen möchte: Mails, Dokumenten-Austausch, Chat, Hangout, Online-Banking und Co.

[werbung]

Kurioserweise wird Google nicht müde, den Erfolg von Chromebooks zu erwähnen: In den USA stand das Samsung Chromebook seit der Markteinführung vor 150 Tagen durchgehend auf Platz 1 der Amazon-Bestseller-Liste für Notebooks. In Großbritannien machen Chromebooks bereits mehr als 10 Prozent der Notebook-Verkäufe des größten Elektronikhandels des Landes, Currys PC World, aus.

Doch so toll ist es in Wahrheit nicht. Auf jeder Messe horche ich immer bei Zulieferern und Herstellern nach, wie denn die Resonanz ist. Und die ist nicht so, wie von Google dargestellt. Diese würde sich mit den Aussagen der Digitimes decken. Dort teilt man mit, dass unter 500.000 Einheiten verkauft wurden. Aber vielleicht ist dies ja schon ein Erfolg.

Für viele Menschen ist ein Chromebook mit Chrome OS vielleicht preislich und in Sachen Akkuleistung ein interessantes Gerät, doch kann ich mir vorstellen, dass  viele Benutzer weiterhin zu den 299 Euro-Kisten von HP, Acer und ASUS greifen, die einfach mit einem vollwertigen Windows daherkommen. Googles Chrome OS macht große Fortschritte – Apps mit Offline-Funktionalität, Fenster-Manager und Co – dennoch behaupte ich jetzt einmal, dass viele Menschen aus dem Otto-Normal-Bereich einfach nichts damit anfangen können. In Schulen könnte das Gerät allerdings sinnvolle Aufgaben bei geringem Administrations-Aufwand sinnvoll sein.

C7-2

Zu den Books selber:

Das Samsung Chromebook gehört zu den leichtesten Notebooks auf dem Markt. Es wiegt knapp 1,1 kg, hat eine Höhe von 19,9 mm und eine Akkulaufzeit von 6 Stunden. In weniger als 10 Sekunden ist das Gerät hochgefahren und sofort einsatzbereit. Videos in 1080p sollen kein Problem sein. Bei Samsungs Chromebook kommt der eigene Exynos-Prozessor zum Einsatz.

Das Acer C7 Chromebook ist mit einem  extra hellen 11,6-Zoll-Display und mehr als 4 Stunden Akkulaufzeit ausgestattet. Der Intel Celeron-Prozessor sorgt dabei für Schnelligkeit: In 18 Sekunden ist das Acer Chromebook hochgefahren und sofort einsatzbereit, und HD-Videos werden problemlos abgespielt.

Zu jedem Chromebook gibt es 100 GB freien Speicherplatz auf Google Drive, damit ihr alle eure Daten immer und überall verfügbar habt. Diese 100 GB sind kostenlos für 2 Jahre. 100 GB kosten derzeit 4,99 Dollar im Monat bei Google – sind also knapp 120 Dollar, die man einspart.

In Deutschland ist das Samsung Chromebook ab sofort bei Notebooksbilliger, Amazon, Cyberport und Saturn im Internet und im Saturn-Geschäft auf der Mönckebergstraße in Hamburg für 299 Euro erhältlich. Das Acer C7 Chromebook bekommt ihr bei Saturn, Cyberport, Notebooksbilliger und Amazon im Internet für 279 Euro. Sie sind übrigens auch für Schulen und Unternehmen in Deutschland erhältlich. Um mehr über die Chromebooks for Education zu erfahren, besucht diese Website.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

17 Kommentare

  1. ich könnte es mir als Einsteigermodell für meinen Zwerg vorstellen, wenn der mal Bedarf hat.

  2. 100 GB kosten nicht 4,99 USD sondern 4,99 USD *pro Monat*!

  3. So wahnsinnig schlecht kann der Verkauf doch nicht laufen, wenn sie bei Amazon auf Rang 1 stehen – oder übersehe ich da was?

  4. Jain Pandor says:

    @Basti ich finde nirgends das die sich schlecht verkaufen. Die einzigen Artikel mit „schlecht verkaufen“ finde ich bei Themen mit Windows 8/Phone

  5. Hans Wurst says:

    Chrome OS bietet Funktionen wie einen Web-Browser, einen Web-Browser und einen… äh… Web-Browser. Kostenlos dazu gibt es eine sehr innovative Auswahl an Tracking- und Datensammel-Tools. Ich bin von den Socken.

    Mal ehrlich… Wer kauft sich so was?

  6. Sorry, aber das wird immer nur so kurzsichtig gesehen, für den Preis kriegt man auch ein billig-Ding, bla, bla…! Die meisten User hängen ja nur im Internet rum, dafür braucht man kein super-dupper Rechner mit Win drauf! Ein Chromebook ist einfach eine Alternative zu Android-tablets oder iOS-iPads, ich habe auch ein Tablet was einfach rumliegt und verstaubt, weil mir die Handhabung meines Ultrabooks viel besser gefällt. Ein weiteres Tablet wird nicht mehr angeschafft, ein Chromebook irgendwann bestimmt. Mein Win8 Ultrabook leistet tolle Arbeit, will aber auch mit unzählige Sicherheitstools geschützt werden, Updates-Orgien durchführen, Backups erstellen etc.. Das alles würde bei einem Chromebook entfallen, und ich könnte damit das gleiche tun.
    Als reines Arbeitspferd habe ich ein iMac!

  7. Ist mir irgendwie jetzt erst bewusst geworden. 25% mehr Speicherplatz kosten tatsächlich 300% mehr (Vergleich 80 GB zum 100 GB Tarif). https://www.google.com/settings/storage/?hl=de

  8. Für die Dinger gibt es durchaus einen Markt, ganz besonders wenn diese unter 10 Sekunden einsatzbereit sind und keine Wartung benötigen.

    Für mich selbst wären sie noch nichts, benötige noch Funktionen die ein echtes Betriebssystem voraussetzt und die sehr schnelle Betriebsbereitschaft habe ich bei meinem MacBook Air auch. Da sogar innerhalb von 1-2 Sekunden da man die Kiste selbst über Wochen im direkten Bereitschaftsmodus halten kann.

  9. Ich sehe für die Dinger auch einen Markt. Wir verwalten fast alles Online. Für einen MA reicht meist ein Browser. Wenn ich ihm einen Laptop zur Verfügung stellen müsste wäre ein Chromebook meine erste Wahl. Vor allem da auch VNC in Chrom geht. 1-2 Sec ist sicher toll. jedoch 5 sec mehr machen das Kraut auch nicht fett. In einem normalen Arbeitsalltag wird mehr Zeit wo anders verschwendet. Der unterschied von effektiv und Effizienz 😉

  10. Toll auch für Schulen und einer Akkulaufzeit von 4 Stunden. Was passt hier nicht?
    Das ältere Chromebook welches von Samsung gefertigt wurde hatte schon einmal Akkulaufzeiten von gut 8 Stunden im Praxiseinsatz.
    Ich kann mir nicht vorstellen das die Schulen an den Tischen der Schüler Steckdosen anbringen möchten damit die Schüler auch mit den Books arbeiten können.

    Für mich macht ein Book erst Sinn wenn ich einen Arbeitstag ohne Steckdose auskommen kann.
    Alles andere ist doch murks.

  11. Mann muss das doch mal nicht aus Sicht eines Caschy-Lesers betrachten. Meiner Frau und meiner Tochter und vielen meiner Bekannten würde so ein Gerät vollauf reichen. Ich habe leider damit noch keine Erfahrung gemacht, wie man das dann mit dem Drucken hinbekommt, aber zumindest als Surf-Station zum Mitnehmen macht das für viele schon Sinn. Ist halt so ein Zwischending zwischen einem Tablet und einem „richtigen“ Rechner. Wobei ich für das Chromebook Pixel trotz ansehnlichem Design bei dem Preis zumindest in meinem Umkreis keinen Sinn sehe.

  12. Interessant und Preisgünstig in der Tat. Richtig überzeugt bin ich aber noch nicht. 6 Stunden Akkulaufzeit hatte mein Netbook vor 2/3 Jahren auch schon. Für ein Gerät, dass für Unterwegs sein soll, finde ich 6h heutzutage etwas wenig.

  13. Also das Konzept finde ich genial. Vorallem Firmen können davon profitieren. Jetzt muss noch Microsoft so ein OS rausbringen, das auf einem Server installiert werden kann und von allen Mitarbeiter bedient werden . Somit können Patches, Installation von Software etc. sehr leicht wartbar gemacht werden. ähnlich wie in den 80 Jahren……

  14. Finde das System auch sehr interessant – mal sehen ob ich mein altes Chromebook demnächst in die Bucht schicke. Im Endeffekt könnte ein Großteil der Unternehmen auf solche System (oder u.g.) setzen – Hindernis, sind ewig gestrige/besserwisseriche „IT“ler oder Systemhäuer, die die Cloud verteufeln, weil man dadurch Umsatzrückgänge befürchtet.

    @Don Das was du meinst gibts von Microsoft doch schon längst – nennt sich Virtual Desktop Infrastructure (VDI). Die Light-Variante: xbeliebiger ThinClient (theoretisch kann man dazu auch einen alten PC umfunktionieren) und Remote Desktop Services (RDS) – früher bekannt als Terminaldienste.

    • @Simon Lambrecht
      Jeder verantwortungsbewusste IT’ler der eine Lösung im Unternehmensumfeld sucht ist erst einmal höchst skeptisch gegenüber jeder Form der Auslagerung vertraulicher interner Firmenunterlagen außerhalb des Unternehmens. Wenn er das nicht wäre, dann wäre dies grob fahrlässig und er völlig fehl in seiner Position.
      Das soll nicht bedeuten, dass alles in Richtung Cloud „böse“ ist, sondern nur das man mit den Möglichkeiten die sich daraus ergeben sehr vorsichtig und vor allen Dingen durchdacht umgehen sollte.

  15. Hallo! Ich hab das Chromebook gekauft. Aber wie in herrgottsnamen komme ich an die 100 GB für Google Drive. Wenn ich mich einlogge sind da weiterhin nur die 15 Gb aus dem normalen Free Google Drive-Konto? In den Unterlagen finde ich auch nix. Kann mir jemand helfen? Danke im Voraus…