CES 2015: Linksys baut seine WRT-Netzwerk-Produktlinie aus

Vor genau einem Jahr hat Belkin/Linksys auf der CES das Comeback seines WRT-Routers angekündigt. Ihr erinnert Euch an den WRT54G? Dieser kleine, markant blaue Router gilt mit über 50 Millionen verkaufter Einheiten weltweit bis heute als der meistverkaufte Router ever und hatte sogar in SouthPark seinen Auftritt. Ein Grund für diesen Erfolg lag in der Möglichkeit, OpenSource Software auf dem Gerät zu installieren, und auf diese Weise etliche Zusatzfunktionen und manchmal sogar deutliche WLAN-Performanceschübe zu erzielen.

Linksys_WRT

Nach der Übernahme durch Belkin hat Linksys dieses Gerät letztes Jahr mit aktueller Hardware ausgestattet und dem Projekt neues Leben eingehaucht. Das Ergebnis war der WRT1900AC-Router, der an die Erfolge seines Vorgängers anknüpfen sollte. Belkin/Linksys orientierte sich dabei stark an der bekannten markanten Optik des WRT54G, spendierte dem Gerät aber ein zeitgemäßes Innenleben mit WLAN-AC Technologie, Gigabit-Ports, usw. und versprach auch, das Open Source Programm auf bekanntes Niveau zu heben.

So viel zur Vorgeschichte. Mittlerweile zeichnet sich ab, dass es von Anfang an nicht bei einem reinen Relaunch bleiben sollte. Bereits beim Chassis des WRT1900AC waren Einbuchtungen zu finden, die sich ideal zum Stapeln mehrerer Geräte mit demselben Formfaktor angeboten haben. Ende letzten Jahres folgte bereits ein Gigabit-Switch in der gleichen Optik, das genau zu diesen Massen gepasst hat. Auf der gerade zu Ende gegangenen CES hat Linksys weitere schwarz-blaue WRT-Produkte vorgestellt.

Da ist zum einen der WRT1200AC. Ein Router, der nicht ganz an die Leistungsmerkmale des letzten Jahres vorgestellten Gerätes heranreicht, und deshalb wohl als eher massentaugliche Einstiegsalternative in die WRT-Welt dienen soll. 2 x 2 Antennentechnologie auf 802.11ac-Basis, eSATA/USB 2.0 & USB 3.0-Anschlüsse, eine 1,3 GHz Dual Core CPU und das Versprechen auf „Open Source Ready“ bietet Linksys für 179,99 Euro ab Frühjahr 2015 an.

Für 149,99 Euro kann man sich dann auch das Network Storage Bay in sein WRT-Stack packen. Das NAS unterstützt zwei 3,5“ SATA-Slots für Platten mit bis zu 8 TB und RAID-1 Laufwerksspiegelung plus eSATA- und USB 3.0-Port für den Anschluss externer Laufwerke. Ob auch die mittlerweile eigentlich standardisierten Remote-Zugriffsmöglichkeiten unterstützt werden, darüber gibt die Website keinen Aufschluss. Auch sprechen die Specs von 8TB Storage beim Einsatz von zwei 8 TB-Platten, was die Unterstützung von RAID-0 unwahrscheinlich aussehen lässt.

Auf jeden Fall nimmt das Open-Source-Projekt der Router langsam offenbar Fahrt auf. Ein Image für den größten Teil des Codes gab es ja schon länger. Das Problem war bisher der WLAN-Treiber. Aber in Zusammenarbeit mit Marvell wurde der Open-Source WLAN-Treiber für den WRT1900AC für OpenWrt jetzt freigegeben. Dieser Treiber wurde in den neuesten Open Source Firmware Image Snapshot aufgenommen, und der ist hier verfügbar. Es handelt sich um eine erste Version, wobei eine Upstream-Übertragung des Treibers nach Optimierung geplant ist. Eine vollständige Open-Source-Firmware für den WRT1200AC Router soll bei dessen Verfügbarkeit in diesem Frühjahr ebenfalls lieferbar sein.

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8 Kommentare

  1. Der WRT54G war ja auch wegen seines Preises erfolgreich – das haben sie leider vergessen…

  2. zweiter absatz nach dem bild:“ Ende letzten Jahres folgte bereits ein Gigabit-Switch in der gleichen Optik, das genau zu diesen Massen gepasst hat. “ das sollte „…Maßen…“ heißen, ansonsten guter artikel

  3. Der gute alte WRT54G tut bei meinen Eltern seit mehr als 12 Jahren immer noch seinen Dienst :-). Wenn der Nachfolger ebenso zuverlässig ist sollte ich mir ihn mal anschauen.

  4. Nachdem das FritzBox-WLAN immer gezickt hat, habe ich diese zum Modem degradiert und das WLAN managt ein WRT-54GL mit Tomato Firmware.

  5. Wer kann etwas über den Stromverbrauch desWRT1900AC sagen?

  6. Habe glaube ich noch nie eine so schnelle Kaufentscheidung getroffen 😀

    Danke euch 🙂

  7. Wirklich viel günstiger als der 1900er ist der ja auch nicht. Mal sehen, ob er sich verkauft. Ich würde in dem Preissegment dann doch eher zum 1900er greifen oder gibt es beim kleinen noch andere Features, die der große nicht hat?

  8. Karsten Kunert says:

    Dennis, auf den Routern läuft ab Werk die Linksys SmartWiFi Firmware. Featureseitig sollten die sich also nichts nehmen. Der Unterschied ist wohl eher in der CPU und den 4 vs. 2 Antennen – damit auch AC1900 vs. AC1200 zu suchen.

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