Bundesnetzagentur: Neue Regelungen beim mobilen Bezahlen

Mobiles Bezahlen über die Mobilfunkrechnung, das ist ein Thema, welches sich aktuell die Bundesnetzagentur vorgenommen hat. Das bieten Mobilfunkunternehmen an und neue Vorgaben müssen nun bis zum 1. Februar 2020 eingeführt werden.

Die neuen Regeln schreiben Mobilfunkunternehmen vor, dass Drittanbieterdienstleistungen nur abgerechnet werden dürfen, wenn:

  • eine technische Umleitung erfolgt, bei der ein Kunde im Rahmen des Bezahlvorgangs für eine Drittanbieterleistung von der Internetseite des Drittanbieters auf eine Internetseite eines Mobilfunkanbieters umgeleitet wird (Redirect).
  • oder das Mobilfunkunternehmen verschiedene festgelegte verbraucherschützende Maßnahmen implementiert (Kombinationsmodell).

Bedeutet also: Der Kunde muss auf eine Bezahlseite seines Anbieters umgeleitet werden und da alles abnicken:

Während das Redirect alleine eine technische Lösung vorgibt, basiert das alternativ anwendbare Kombinationsmodell auf einer Vielzahl von Sicherungsmechanismen. Das Kombinationsmodell sieht dabei auch einen zwingenden Einsatz des Redirects bei Abonnementdiensten vor. Unterschiede ergeben sich bei Einzelkäufen sowie bei besonders vertrauenswürdigen Drittanbietern, bei denen sich Kunden durch Login identifizieren. Im Gegenzug kann sich ein Kunde in einer Vielzahl von Fällen auf eine Geld-Zurück-Garantie der Mobilfunkanbieter bei ungewollten Drittanbieter-Abrechnungen berufen.

„Technische, administrative und finanzielle Maßnahmen machen das mobile Bezahlen sicherer und transparent,“ sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, und betont „der beste Verbraucherschutz ist dann gegeben, wenn unseriöse Anbieter nicht an die Abrechnungsplattformen der Mobilfunkanbieter angebunden werden. Dazu macht die Bundesnetzagentur in ihrer Entscheidung Vorgaben.“

Frage an euch: Nutzt ihr tatsächlich noch Dienstleistungen über die Telefonrechnung?

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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24 Kommentare

  1. Matthias Krause says:

    Habe ich noch nie benutzt hatte aber schon 2-3 Mal ne Abofalle über die Abrechnung des Mobilfunkanbieters. Denke darum geht es primär?

    • Ja. Diese Möglichkeit nutzen schön seit über einem Jahrzehnt Betrüger besonders gerne. Und als Kunde hat man bisher dann immer viel Ärger und Aufwand.

      Dass dieses Thema erst 2019 angegangen wird ist wieder ein schönes Beispiel für das Totalversagen unserer Politik bei technischen Themen.

    • Bei mir genauso. Keine Nutzung aber trotz großer Vorsicht einmal in eine Abofalle getappt. Wäre schön, wenn das dadurch sicherer würde.

    • Man kann Drittanbieterdienste bei den Provider sperren. Ich hatte auch mal eine Abofalle, seitdem sperre ich es einfach, weil ehe nicht genutzt wird.

  2. Ja, Spotify läuft bei mir über die Handyrechnung. Weiß gar nicht mehr, warum ich das so eingerichtet hab damals, aber ist komfortabel.

  3. Bartenwetzer says:

    Hatte auch das freundliche Erlebnis das Vodafone selbst plötzlich Dienste in Rechnung stellet die ich nie gebucht hatte.
    Bei bisher 2 Rechnungen im Abstand von einem Jahr, musste ich mehr als 4 Stunden mit meinem Anbieter telefonieren bis die Sache aus der Welt war.
    Möchte nicht wissen wie viel die da einsacken weil viele Kunden es nicht merken oder gar Geld zurückfordern.

  4. Zwanzig Jahre zu spät.

  5. Wieder nur ein BULLSHIT von der Regierung. Eine einfach von HAUS aus 3t-Anbieter-Sperre währe sinnvoller und schneller umsetzbar seit über 20 Jahren schon.

  6. Never.Ever.

  7. Nutze ich schon länger für den Appstore von Google. bekomme die jeden Kauf eine SMS mit das bezahlt und was den Monat schon ausgegeben wurde. finde ich super so. und wenn nun noch eine art „Käiuferschutz“ kommt um so besser.

    Natürlich bin ich aber der meineung das das ganze von Haus aus deaktiviert sein sollte und es nur auf ausdrücklichen wünsch aktiviert sein sollte.

  8. Also ich kenn es halt von Parkplätzen, dass man sein Ticket per SMS kaufen und damit per Mobilrechnung zahlen kann. Darauf aufgesetzt gibt es auch einige Apps bei denen die Parktickets auf diese Weise abgerechnet werden.

    • Hier auch. Wenn ich einen Parkschein über die PayByPhone-App kaufe, wird das (bei mir) über die Mobilfunkrechnung abgerechnet. Aber das ist so ziemlich der einzige Fall – und ich vermute, dass es der BNetzA ohnehin weniger um diese Fälle geht.

      • Naja, aber wie müsste ich mir in diesem Fall den Bezahlvorgang vorstellen? Werde ich dann wieder aus der App auf eine Webseite des Anbieters geführt um zu bestätigen, dass ich wirklich 1,50 für nen Parkplatz geben will? Ich denke da sollte auf jeden Fall eine vereinfachte Regelung für solche Kleinstbeträge her.

  9. Ich habe schon vor Jahren, bzw. bei Anbieterwechsel die Bezahlung von Mehrwegdiensten sperren lassen. Ist aber lästig, falls man mal Parkgebühren via SMS bezahlen möchte, das geht dann nicht.
    Ich hatte zwar noch nie selbst Probleme, aber ich hatte mal einen Fall in der Familie.

  10. Ich warte schon drauf das Mobilcom Debitel von der Verbraucherzentrale abgemahnt wird weil sie sich nicht dran halten.

  11. Das gibt es noch?
    Dann hat sich das aber sehr schön gelohnt mit dieser Masche die Leute abzuziehen.
    Da sind sicherlich viele schöne Rentenpakete entstanden.
    Viele haben ausgesorgt. Dankt den Opfern. Und der Regierung die zufällig so lange brauchte.

  12. „Mobiles bezahlen“ ist ja nun eigentlich was vollkommen anderes als „bezahlen über die Mobilfunk-Rechnung“…

  13. einen Parkplatz muss man ja auch nicht über die Handyrechnung bezahlen, man könnte den Bezahlprozess ja auch über Paypal abwickeln.

    • oder klarna oder Kreditkarte oder bitcoins oder?!

      • Könnte man. Damit zieht man aber eine weitere Partei mit rein, der man wiederum vertrauen muss. Die Deutschen vertrauen Klarna, Kreditkarten, PayPal und BitCoins aber nicht in breiter Masse. Ihren Mobilfunk-Provider haben sie eh schon 😉

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