Browser-Verteilung März 2018 (Mobil und Desktop): So surft das Netz – und unsere Leser


Neuer Monat, neue Zahlen zur Nutzung von Webbrowsern auf dem Desktop oder mobil. Wie bei der Verteilung der Betriebssysteme, schauen wir uns einmal die Zahlen von Netmarketshare an, die den Gesamtdurchschnitt abbilden sollen. Und dann werfen wir noch einen Blick auf unsere Zahlen. Unsere Leser neigen ja dazu, informierte Entscheidungen zu treffen, welches System oder welchen Browser sie nutzen. So kommt es dann auch, dass es deutliche Unterschiede zwischen den Zahlen von Netmarketshare und unseren gibt, auch das kennt Ihr von der Verteilung der Betriebssysteme bereits.

Los geht es mit den Desktop-Browsern von Netmarketshare. Chrome ist logischerweise auch im März deutlich an der Spitze, noch deutlicher als im Vormonat. 61,77 Prozent erreicht Googles Browser, viel fehlt da nicht zur Zwei-Drittel-Mehrheit. Wie deutlich der Abstand ist, sieht man beim Blick auf Platz 2, der durch den Internet Explorer von Microsoft belegt ist. 12,2 Prozent erreicht der Browser, gut einen halben Prozentpunkt weniger als im Vormonat, dafür aber dennoch auf Platz 2 vor Firefox gerutscht.

Firefox kann man schon als großen Verlierer des Monats bezeichnen, von 12,76 Prozent im Februar geht es auf einen Anteil von 10,52 Prozent im März. Edge und Safari halten ihre Plätze, legen jeweils um knapp einen halben Prozentpunkt zu. Dahinter sind die Anteile eher gering, seht Ihr ja in der Grafik.

Wie sieht es bei uns und den Desktop-Browsern aus? Völlig anders. Chrome ist zwar auch bei uns der am häufigsten genutzte Browser, kommt allerdings „nur“ auf einen Anteil von 42,02 Prozent. Mehr als im letzten Monat, aber kein großer Ausrutscher. An zweiter Stelle findet sich bei uns Firefox mit 28,42 Prozent. Ein bisschen weniger als im Vormonat, dennoch vergleichsweise stark. Platz 3 wird vom Internet Explorer mit 9,84 Prozent eingenommen, dicht gefolgt von Safari mit 9,41 Prozent.

Mich überrascht der Anteil von Microsofts Edge Browser immer wieder neu, im März kam er auf einen Anteil von 6,78 Prozent. Minimal weniger als im Vormonat. Aber offenbar hat Microsoft mit dem Browser etwas richtig gemacht, sonst würde er von Euch nicht genutzt. Opera ist mit 3,19 Prozent noch erwähnenswert, die restlichen Anteile könnt Ihr der Grafik entnehmen.

Werfen wir einen Blick auf die mobile Verteilung, die wird immer relevanter, das Internet findet mittlerweile häufiger auf mobilen Geräten statt. Interessant ist hier, dass die Unterschiede zwischen den globalen und unseren Zahlen gar nicht so riesig sind, anders als auf dem Desktop. So kommt Chrome bei Netmarketshare auf einen Anteil von 65,12 Prozent, bei uns sind es sogar 68,17 Prozent.

Ebenso liegt in beiden Fällen Safari auf Platz 2, bei Netmarketshare mit 26,3 Prozent, bei uns mit 15,49 Prozent. Das ist nicht erstaunlich, immerhin sind das die beiden Browser, die zusammen mit den Systemen auf die Smartphones kommen. Außerdem gibt es bei den mobilen Browsern technisch nicht so große Unterschiede wie im Fall der Desktop-Browser.

UC Browser und Opera Mini, die bei Netmarketshare Platz 3 und 4 belegen, sind bei uns in der Statistik gar nicht aufgeführt, dafür ist bei uns Samsung Internet mit 5,14 Prozent vertreten. Gleiches Ding wie bei Edge von Microsoft, offenbar wird der Browser gern genutzt, aber nur von einem speziellen Kreis.

Auch der mobile Firefox ist bei uns mit 2,52 Prozent gut messbar, global kommt er aber nur auf gut 1 Prozent. Die restlichen Browser sind kaum erwähnenswert, den großen Anteil machen eben Chrome und Safari aus.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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25 Kommentare

  1. > Firefox kann man schon als großen Verlierer des Monats bezeichnen

    Es reizt mich ja schon, an die Diskussion vom letzten Monat anzuknüpften.

    Da meinte ich noch, die Streichung von XUL ohne gleichwertigen Ersatz sei das dämlichste, was Mozilla hat überhaupt machen können. Da hiess es dann, ich hätte das alles einfach nicht kapiert.

    Bei 12,76 —> 10,52 binnen 5 Wochen hat es dann ausser Mozilla wohl niemand kapiert.

    Ich stelle die Theorie auf, dass es viele Nutzer so gemacht haben wie ich. Mein neuer Browser ist eigentlich genau so Scheisse wie Firefox ohne XUL. Aber nachdem seit Jahren bei Mozilla eine Abwrack-Aktion auf die nächste folgte, und sukzessive alles rausgeflogen ist, was ich an dem Browser geschätzt habe, habe ich mich letztendlich dazu entschlossen, eine seit Jahren immer schwieriger werdende Beziehung endlich zu beenden. Sage ich als treuer Nutzer, seit das Teil in den 90ern noch Netscape 3 hiess.

    Und obwohl das nicht der Grund war, freue ich mich jetzt zumindest über eine schmerzlose Integration ins Google-Ökosystem.

    • Sparbrötchen says:

      > Da meinte ich noch,
      Richtig so, nur man selber ist wichtig genug, um zitiert zu werden!

      > ausser Mozilla wohl niemand kapiert.
      Da die hier bestimmt fleißig mitlesen, mußt Du es nur noch jeden Monat wieder posten, bis sie es endlich verstanden haben … oder https://qsurvey.mozilla.com/s3/FirefoxInput/ nutzen.

      • > … oder https://qsurvey.mozilla.com/s3/FirefoxInput/ nutzen.

        Du ahnst gar nicht, wieviel ich da schon reingekübelt habe.

        Mehr noch: Die Autoren der meistgenutzten Firefox-Addons haben in einer gemeinsamen Aktion, stellvertretend für werweisswieviele zigtausene Nutzer, Firefox bekniet, den Quatsch zu lassen.

        Zwecklos.

        Der Koch wusste besser, was dem Gast schmeckt. Das Restaurant leert sich von Woche zu Woche. Aber der Koch lässt sich doch nicht durch einen Kunden beirren, er hat das schliesslich gelernt, er kocht weiter gewürzfrei, bis die Leute das lernen, und wenn sie es nicht lernen, dann fliegt Fleisch und Fett auch noch aus dem Rezept raus. BIs die Leute es lernen!

        • Und der Jörg aus dem deutschen Internet weiß wie man im Web gegen vier der reichsten Firmen der Welt konkurriert. Also ehrlich, wie kann Mozilla nur so dumm sein das seit zwanzig Jahren erfolgreich zu tun, offensichtlich müssen die was falsch machen! Dabei wäre die Lösung so einfach, einfach auf den Jörg und die Addon-Autoren hören…

          • 2% Nutzer in 5 Wochen.
            Hast Du vielleicht einfach ein Problem damit, dass ich Recht habe?

            • Hast du vielleicht einfach ein Problem damit die Quellen zu überprüfen?

              • Bevor das hier ein hin-und-her PingPong wird, indem Du Ein-Satz-Antworten streust wie „Hast Du ein Problem mit der Quelle?“ oder „Recherchier da mal“ oder „Kannst Du selber googeln“, was im Prinzip einer Kommunikations-DOS-Attacke gleichkommt (Du wirfst einen Satz. Ich habe eine Stunde Arbeit, herauszufinden, was Du meinst. Danach Du wieder einen Satz…):

                Sag doch einfach, was falsch ist an dem Satz, der im Artikel direkt über deinem Kommentar steht:

                „Firefox kann man schon als großen Verlierer des Monats bezeichnen, von 12,76 Prozent im Februar geht es auf einen Anteil von 10,52 Prozent im März.“

                So, Ein Sechstel der Nutzer verloren, direkt nach eine zentralen und kontroversen Änderung. Ich sehe da wenig Interpretationsspielraum. Das war ein Fehler.

  2. Hab gestern Vivaldi für mich entdeckt nach Jaaaaaaaahren der Chrome-Nutzung; gefällt mir echt gut muss ich sagen und wird als Chrome erkannt. Werde ggf. komplett wechseln. Weniger bis kaum Spionage, kompatibel mit allen Chrome-Addons und Performance is auch sehr gut, und es ist unglaublich viel konfigurierbar und vieles inklusive was ich mit Addons bei Chrome erst hinzufügen musste.

    • TechnoMax says:

      Ich bin von Firefox erst relativ spät zu Chrome gewechselt, jedenfalls auf dem Windows Desktop. Nach der Facebook-Ausschnüffelei-Offenlegung habe ich mich jetzt aber entschieden von Chrome, also Google, wegzugehen und bin auf Vivaldi umgestiegen (auch weil es semiportabel ist, nur nicht, was die Erweiterungen angeht, die bleiben leider im immer auf dem Startgerät, was die Portabilität eigentlich kaputtmacht). Und habe dort dann auch Google als Suchmaschine durch Startpage ersetzt.
      Auf dem Handy hingegen benutze ich Dolphin, weil ich dort immer noch Tabs im direkten Zugriff habe.

  3. Ja Mozilla hat es geschafft das letzte große Alleinstellungsmerkmal rauszuwerfen.
    Wurde alles schon „ausdiskutiert“, Kritiker dumm – Mozilla schlau.
    Gewisse Schadenfreude kann ich nicht abstreiten. Sorry.

  4. In den von Bots bereinigten Februarzahlen schwankt Firefox 2018 zwischen 10,85 im Januar, 11,15 im Februar und 10,52 im März. Also kein so drastischer Abfall erkennbar. Bei Statcounter ist Firefox praktisch gleich gleichauf zu Februar.
    Aber wenn man eh nur nach einer Bestätigung der eigenen Meinung sucht…

    • Dann guck mal nicht von Januar bis März, sondern die ganzen letzten 12 Monate.

      Ich zum Beispiel habe schon gewechselt, als die Entfernung von XUL beschlossene Sache war. Damit ich Zeit habe, mir einen Browser auszusuchen. Und damit nicht „versehentlich“ beim „neuen besseren Firefox“ plötzlich der Passwort- oder Lesezeichen-Export nicht mehr funktioniert, weil das „verbessert“ wurde.

      • Dann guck dir mal die letzten Jahre an, da wird dir erst schwindelig werden. Immerhin hatte Firefox mal über 30% Marktanteil, und den haben sie trotz XUL verloren. Was da wohl schief gelaufen ist…

        • Das lag an den anderen „Verbesserungen“, die freidrehende Hipster an diesem ehemals großartigen Stück Technik angerichtet haben:

          Benutzeroberfläche im Bauhaus-Stil, Einstampfen des self-hosted Sync-Server, Rumspielen an der Neuer-Tab-Seite, Liegen lassen von Bugs und Performance-Problemen zugunsten ständiger Lifestyle-GUI-Politur, Mobilversion ist eine Lachnummer,…

          • Du verstehst schlichtweg nicht, dass die Alternative nicht war, die Legacy/XUL-Addons weiterzuschleppen, sondern Firefox als Projekt komplett einzustampfen. Während Chrome immer mehr Marktanteil erlangt hat, weil er einfach viel moderner aufgestellt war, hatte Firefox schon lange Zeit Probleme überhaupt auch nur annähernd mitzuhalten. Man schaue sich an, wie lange die 64-Bit-Builds gebraucht haben, wie lange ASLR herausgezögert wurde und wie unglaublich lange das UI von der alten Architektur zurückgehalten wurde. Sogar nach den ganzen Verbesserungen durch e10s ist Firefox in Teilen noch immer nicht dort, wo Chrome schon 2008 war.

            Und das liegt an den ganzen Legacy-Technologien wie XUL, das hat wirklich jeder Firefox-Entwickler oft genug betont:
            „This was one of the reasons for which the Chrome teams managed to be faster and more efficient than the Firefox teams (well, that and a bazillion dollars to hire way more people). The add-on architecture is the main reason for which projects such as multi-processes only landed ~8 years after we had working prototypes and some other performance projects never landed at all.
            So, yes, removing the add-on architecture is definitely painful for a number of Firefox users, but I believe that we could not postpone it any further, even if it meant that some useful addons could not be ported immediately. Also, for what it’s worth, we have postponed it by something like 7 years already“
            https://news.ycombinator.com/item?id=15696184

            Wenn du das nicht akzeptierst, dein Bier. Das ist dann irgendwann der Punkt, wo ich aus solchen Diskussionen aussteige, da kann ich mich auch gleich mit einem Flat-Earther unterhalten. Wenn jemand, der wahrscheinlich noch niemals auch nur ein kleines Softwareprojekt geleitet hat, behauptet einschätzen zu können dass das mit dem XUL in einem Produkt von der Codegröße eines Betriebssystems schon nicht so schlimm sein kann. Gegen Glauben kann man halt nicht argumentieren.

            Vielleicht bekommt man das als Nutzer nicht so mit, aber XUL ist ein ausgewachsenes Toolkit. Das schleppt man nicht mal eben so mit. Vor über zehn Jahren war das vielleicht eine gute Idee, aber heute garantiert nicht. Niemand baut ein eigenes Cross-Platform-Toolkit nur für seine eigene Anwendung.

            • Niemand hat gesagt, XUL musste weitergeschleppt werden. Wenn XUL nicht mehr tragbar war, dann einstampfen — kein Problem.

              Der richtige Weg wäre aber gewesen, auf etwas noch leistungsfähigeres als XUL zu setzen, mit noch mehr Power für AddOns, aber wartbarem Code.

              Mit der ersatzlosen Entfernung von XUL ist das Prohjekt nun de facto beerdigt. Firefox wird komplett verschwinden. Ich als Open Source Fan und -Entwickler finde das sehr bedauerlich, aber mal ehrlich: Bei den kompletten Vollidioten, die da seit einigen Jahren das Sagen haben, ist das vielleicht auch besser — wenn Firefox platzt, können sich die Techniker vielleicht in einem anderen, neuen Projekt gruppieren. Ohne die Design-, PR- und „macht was mit Medien“-Pfeifen. Das Zitat, das Du da gepostet hast, bringt es super auf den Punkt: Der Autohersteller hat gemerkt, dass die meisten Unfälle was mit Rädern zu tun haben, also steht das neueste Modell nur noch auf Backsteinen in der Garage.

              Das die Blockflöten Jahre gebraucht haben, den Browser nach „vorn“ zu bringen (also, _deren_ „vorn“, nicht das „vorn“ ihrer Nutzer), liegt wohl eher daran, dass sie die Zeit vertrödelt haben mit GUI-verschlechterungen, Chat-API-Spielereien, Social-Media-API-Spielereien, einem schlechten SyncServer 2 statt einem guten SyncServer 1, und so weiter, und so fort.

              Mann, was’n Scheiss. Das war mal DAS OpenSource-Vorzeigeprojekt. Und dann hatten plötzlich Schöngeister und Luschen das sagen. Zum kotzen.

  5. Christoph says:

    Für mich gibt es einen ganz profanen und untechnischen Grund auf dem Desktop statt Firefox Chrome zu nutzen. Der Bildlauf beim Scrollen bei Firefox nervt mich. Er ist zu langsam. Dadurch fühlt sich der Browser träge an. Das softe Scrollen zu deaktivieren ändert das zwar, aber nicht zum Besseren. Das gefällt mir bei Chrome deutlich besser.

  6. Ich bin mit Edge unter Windows 10 und unter Android super zufrieden! Die Extensions, die ich brauche, sind da und die beiden arbeiten super gut zusammen. Habe seit einem halben Jahr kein Chrome mehr auf meinem Surface Book 2. Dachte der Umstieg ist schwieriger. Ist er aber nicht.

  7. Muss auf Arbeit IE nutzen deswegen der hohe Anteil

    • Als ehemaliger Dienstleister in diesem Bereich weiß ich das viele Interne Administratoren sich die Arbeit nicht machen wollen betreffend Gruppenrichtlinien usw. Alles viel zu einfach es so zu lassen.
      Mein Beileid!

  8. Der Anteil der Chrome UserInnen unter Android mit systemweiten Contentblocker wie NetGuard oder Adguard würde mich interessieren.

    Chrome UserInnen unter Android und auf dem Desktop mit deaktiviertem JavaScript sind vermutlich selten.

  9. Constantin says:

    Muss auch sagen dass ich mit dem EDGE recht gut zu recht komme. Die Suchmaschine Bing ist langsamer und weniger treffsicher als die Google Maschine.

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