Bosch: Corona-Schnelltest liefert Ergebnis in 39 Minuten

Als die Corona-Pandemie auch hierzulande ins Rollen kam, da gab es recht zeitnah Berichte über Corona-Schnelltests. Die waren aber vielen nicht schnell genug – des Weiteren passte es oftmals auf Masse gerechnet nicht Sachen Sensitivität und Spezifität. Nun hat Bosch seinen Test verbessert – logisch, dass man dran arbeitet, es geht nicht nur um Prestige, sondern auch um viel Geld. Boschs Analysegerät Vivalytic soll das Testergebnis in 39 Minuten auf den Tisch bringen – zuverlässig, wie das Unternehmen mitteilt. Der neue Schnelltest von Bosch ist unter anderem prädestiniert für den dezentralen Einsatz in mobilen Testzentren an Autobahn-Raststätten oder Flughäfen. Getestete Personen können unmittelbar am Ort der Probenentnahme ein Ergebnis erhalten.

Ab Anfang Oktober 2020 sollen fünf Proben zeitgleich in einer Test-Kartusche und in vergleichbarer Geschwindigkeit ausgewertet werden können. Damit steigere Bosch die Testkapazitäten auf mehr als 160 Proben pro Tag, die mit einem Vivalytic-Gerät vollautomatisiert verarbeitet werden können. Zudem soll die Durchlaufzeit des SARS-CoV-2 Tests bei positiven Proben mithilfe von optimierter Software in den nächsten Wochen weiter verkürzt werden. Der Bosch-Test hat eine Sensitivität von 98 Prozent und eine Spezifität von 100 Prozent:

Sensitivität und Spezifität sind Gütekriterien eines diagnostischen Tests/Verfahrens. Unter Sensitivität versteht man den Prozentsatz richtiger, positiver Ergebnisse eines Untersuchungs-/Testverfahrens beim Vorhandensein der gesuchten Krankheit/Störung, d.h. werden von 100 Erkrankten 90 mittels des Verfahrens erkannt, so hat das Verfahren eine Sensitivität von 90%. Die restlichen 10% sind sog. falsch-negative. Unter Spezifität eines solchen Verfahrens versteht man den Prozentsatz von negativen Ergebnissen z.B. „kein Befund“, die man für nicht von dieser Krankheit/Störung Betroffenen erhält. Sensitivität (richtig-positive) + falsch-negative = 100 %, Spezifität (richtig-negative) + falsch-positive = 100 % . Wie hoch Sensitivität und Spezifität eines Verfahrens sind, hängt außer von der Trennschärfe des Verfahrens auch von der Festlegung des Trennkriteriums ab. Bei gegebener Trennschärfe eines Verfahrens geht eine Steigerung der Sensitivität zulasten der Spezifität und umgekehrt.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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59 Kommentare

  1. Was uns alle interessiert, aber wahrscheinlich niemand beantworten kann: Was kostet das Gerät und was kostet die Durchführung eines Tests?

    • Die Kosten für das Analysegerät liegen bei 15.000 Euro, jeder Test soll zwischen 50 und 100 Euro kosten. *Quelle Handelsblatt

      • Wow…damit sind diese Test nicht billiger sondern teurer, und das Gerät muss auch erst einmal angeschafft werden. Sicher wird dies auch Infizierte schneller „herausfischen“ und Quarantäne effektiver machen aber…der Preis ist dennoch relativ hoch. Und ja, natürlich ist Entwicklung teuer. Ob es einen solch hohen Mehrwert hat (auch für die Gesellschaft) ist fraglich.

        • Es unterstützt die Gesundheitsvorsorge der Bevölkerung und ist Technologie made in Germany. Wie man daran jetzt herummeckern kann ist mir echt schleierhaft.

          • Wie Technologie „Made in Germany“ funktioniert, hat man am 10.09. (nicht) gesehen. Das ist heutzutage definitiv kein Qualitätsmerkmal mehr.

          • Bosch ist sicher nicht schlecht – aber „Made in Germany“ ist nun tatsächlich nicht immer ein Qualitätsmerkmal sondern oftmals nur noch ein Label um den Verkauf zu fördern, ganz gleich ob man hier nur noch Teil A und B zusammensetzt.
            Ich mecker nicht über den Fortschritt, ist sehe nur einen minimalen Mehrwert, und wenn der Staat erst diese Geräte anschaffen muss, finanziert es der Steuerzahler ergo mit seinen Krankenkassenbeiträgen oder auch weiteren Abgaben.

          • Gibt aber schon Tests welche es in 5 Minuten schaffen. 5 Dollar pro Stück. Aber bis jetzt nur in den USA.

        • Überlege mal, was Quarantäne kostet. Da hat man Volkswirtschaftlich betrachtet die 15k€ für die Anschaffung schnell wieder raus. Im Moment wird man mit Corona-Verdacht für über 10 Tage aus dem Verkehr gezogen. Würde man alle Einreisenden zu so einem Test zwingen (können die selbst bezahlen, wenn sie Reisen bezahlen können), würden nur noch ganz frisch Infizierte durchrutschen, die selbst noch nicht infektiös sind.

          • Personal im Gesundheitswesen arbeitet bis zum Testergebnis weiter.
            Wer keine Symptome hat aber auf das Ergebnis wartet bzw in vorsorglicher Quarantäne ist, findet ggfs. Lösungen aus dem Homeoffice. Abstrus ist es doch auch, das Leute die nicht K1 sind aber im gleichen Haushalt leben, weiter arbieten, einkaufen, am Leben teilhaben können. Das macht Sinn, solange ein Test mit negativem Ausgang zu erwarten ist. Irgendwo müssen ja Grenzen gesetzt werde. Aber hey, in der Bundesrepublik gibts bis heute Menschen die zu dumm sind eine Maske über die Nase zu ziehen, oder überhaupt das große Ganze im Blick zu haben. Hauptsache mein Beatmungsplatz im Krankenhaus ist sicher.

      • Die Rollen kosten noch mal 1000 € extra, Falls man ihn verschieben will.

  2. Vorsicht, die Spezifität gilt den positiven Test-Ergebnissen! Dementsprechend bedeuten die 100 %, dass ein positives Ergebnis auch wirklich positiv ist (zu 100 %).

    Die Aussage „Gesunde erkennt das System nun zu angeblich 100 %.“ im Artikel stimmt so also nicht.
    Die Zahlen lassen in diesem Bereich nur die Aussage zu, dass ein 2 %-iges Risiko besteht, dass ein erkrankter als gesund getestet wird (100%-98% Sensitivität).

    • Ein 2%iges Risiko, dass ein erkrankter als gesund getestet wird, steht nicht im Widerspruch dazu dass eine gesunde Person zu 100% gesund getestet wird? Was genau soll jetzt falsch sein im Artikel?

      • Es ist kein Widerspruch. Allerdings geben die Kennzahlen, welche Bosch veröffentlicht hat, die zitierte Aussage nicht her. Es war halt ein unzulässiger Rückschluss.

  3. Ist es dann wenigstens bereits Homekit-zertifiziert?

    • Da Covid-19 eine meldepflichtige Infektion ist, wird es keine Heimtests geben, auch zukünftig nicht. By the way sind noch schnellere Tests in der Testphase, die zudem auch günstiger ausfallen.

      Es wäre sinnvoll, solche Tests in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern und Arztpraxen einzusetzen. In den Heimen halt, bevor Besucher ins Heim dürfen. Aber da steht dann halt wieder die Richtlinie im Weg, dass Covid-19 nur von einem Arzt diagnostiziert werden darf.

      • Die Diagnose durch einen Arzt macht zudem nur da Sinn wo es um Abwägung geht. Manchmal krankt es einfach schon am System.

      • Du tust so als ob Gesetze in Stein gemeißelt wären und sich nicht verändern ließen. Antigen-Schnelltests können ein echter Game Changer sein. Mal gucken, wie lange die Ärztelobby sich dagegen stemmt aber wenn im Herbst und Winter plötzlich viele Menschen verschiedenste Erkältungskrankheiten haben, wird auch die Politik umdenken müssen.

        • Ärztelobby? Was hat damit die Ärztlobby zu tun? Ich kenne nicht eine Praxis oder einen anderen Mediziner, der nicht der Meinung wäre, dass solche Testverfahren an den Eingängen von Heimen etc. vorhanden sein sollten und Schnelltests regelmäßig vom Pflegepersonal durchgeführt werden sollte.

          Ist aber immer schön, wenn manche Menschen ihre Feindbilder und Vorurteile pflegen können, ohne Ahnung zu haben.

          Nur mal am Rande: Wir könnten auf „Covid-19“ gut verzichten: 20% weniger Patienten, entsprechende Einnahmeverluste. Kurzarbeit gibt es nicht, da es ja den „Rettungsschirm“ gibt. Allerdings gibt es für den etliche Bedingungen und selbst dann nur 90% vom PZV. Bedeutet, dass trotzdem ca. 20% der Einnahmen fehlen, bei gleichen bzw. in Teilen höheren Kosten. Und zur Erinnerung: Umsatz ist nicht gleich Gewinn!

          Als Hausarztpraxis muss man am Corona Monitoring teilnehmen. Bedeutet: Man muss Covid-19 Patienten alle 12 Stunden kontaktieren, Vitalwerte überprüfen, Daten online eingeben etc. pp. Der Aufwand (inkl. Gesprächen mit Menschen, die sich Sorgen machen), oftmals locker mehr als eine Stunde pro Tag. Vergütung: 20,- Euro pro Tag, inkl. Wochenenden oder Feiertagen. Dafür bekommt man nicht einmal die Anfahrtskosten eines Handwerkers.

  4. Beat Burgener says:

    Roche hat bereits einen Veröffentlicht, der das Resultat in 15min angibt. Aber klar, je mehr desto besser.

    • Aber das Ding von Roche ist ein Antigen-Test, Bosch hat hier einen (deutlich genaueren / sichereren) PCR-Test abgeliefert. Äpfel und Birnen.

      • Ich freue mich schon auf die Zeit nach Corona. Denn ab sofort muss bei jedem neuen Virus so reagiert werden wie auf Corona.
        Das wird ein schönes Leben
        Sterberste von 0,0xx% und volle Panik, Quarantänen, Masken, Lock downs, Drohungen von Politikern, Gewalt gegen Maskenbrecher.

        Paradies auf Erden

        • Na, zu viele Globuli (Zuckerkügelchen) geschluckt?
          Wenns Dir nicht gefällt, ist für Dich in Belarus sicherlich noch ein Platz frei.

        • Die Infektionssterblichkeit liegt bei 0,5-1% und somit 10 bis 100 mal höher als die Influenza. Es gab schon sehr lange kein Virus mehr, dass sich so gut verbreitet hat und trotzdem eine so hohe Sterblichkeit mit sich gebracht hat.

          Lockdown gab es keinen in Deutschland. Quarantäne nur in geringem Umfang (und dann auch sinnvollerweise). Maskenpflicht ist gut und stört nicht wirklich. Gewalt gegen Maskenbrecher? Noch nie gesehen. Ich sehe oft Spezialisten, die denken, dass Corona über das Kinn übertragen wird; es sagt leider nie jemand etwas.

    • Diese 15min Tests sind nix Neues und werden im Ausland oft verwendet. Dieser neue Schnelltest muss also was anderes sein.

  5. Ich mach das so, Echo auf der flachen Hand: „Alexa, Alexa, ist ein Covid-Typ hier?“
    – “ Herr Luis, Ihr seid der Genesene hier. Aber die Ösis, Spanier und Franzosen, hinter den Bergen, die mit den Corona-Schergen, die sind tausendmal kranker als Ihr“.
    Da weiß ich Bescheid…

  6. Der Test ist genau so „totsicher“ wie alle PCR-Tests, und wie die umjubelte Corona-App, die in sehr vielen Fällen alles macht, nur nicht richtig funktioniert.
    Niemand wird sich solch ein teures Gerät hinstellen……der einzige, für den sich das rechnet, ist der Hersteller.
    Aber hej, wir haben mit einem Fingerschnipp zehntausende Intensivbetten gezaubert, und das Pflegepersonal arbeitet mindestens doppelt so lange wie vor Corona. Da kann man den einfach übernommenen, vollmundigen Werbeversprechen auch unwidersprochen glauben, genau so wie den regelmäßigen Märchen der „Experten“ vom RKI und unseres Spahn-Ferkelchens.

  7. Wichtig ist, dass die Sensitivität von 98% nur für die Probe gilt – 98% der positiven Proben werden als positiv erkannt. In der Realität ist die Sensitivität, eine Infektion bei einem Infizierten festzustellen, deutlich niedriger, da teilweise zu früh in der Infektion getestet wird (noch zu geringe Anzahl an Viren) und/oder der Abstrich schlecht durchgeführt wird.

  8. Labor-Pandemie in a nutshell…

  9. Schöner Artikel! Vielen Dank für die Erklärung von Sensitivität und Spezifität! Genau das hatte ich mich beim Lesen gefragt. Super!

  10. Was entscheidend ist, wie ist das Detektionslimit? Ich kenne einen Test, der bereits ab 250 Kopien zu 92% den Virus nachweist, ab 500 Kopien zu 100%

    • Nee, genau das ist das Problem. Je weniger Vervielfältigungen ein Test braucht, desto besser ist er. Je mehr Vervielfältigungen, desto ungenauer wird es, weil dann irgendwann nur noch so kleine Bruchstücke detektiert werden, dass ab X Vervielfältigungen quasi die ganze Welt positiv wird.

      Das führt eben dazu, dass man auch Pflanzen und Gegenstände positiv auf Corona testen kann, weil die momentanen Tests alle viel zu viele Vervielfältigungen brauchen, um überhaupt noch was nachweisen zu können. Deshalb empfiehlt die WHO ja auch ausdrücklich keine PCR Tests zur Diagnostik, das wird aber von allen, inklusive Superdrosten aus politischen oder monetären Gründen ignoriert.

      Ohne Symptome keine Coronainfektion, auch wenn der Test positiv ist. Da zu argumentieren, die können aber trotzdem wen anstecken ist albern, denn das ist nunmal das allgemeine Lebensrisiko, denn alle Viren übertragen sich in der Regel überwiegend symptomlos. Da würde man dann nie mehr aus unserer gefühlten Pandemie rausfinden, weil es jedes Jahr neue Viren gibt und für alle das gleiche gilt: Alte und Risikopatienten werden daran sterben-tun sie nämlich jedes Jahr an den neuen Grippeviren.

      Aber die Leute wollen eben Panik und Gängelung. Statt Virologen brauchen wir Psychologen! Sieht man daran, dass man bei echten Gefahren wie der Pest so gut wie keine Chance hat, diese zu überleben. Bei Corona ist es genau andersrum, da hat man so gut wie keine Chance, daran zu versterben.

      • Woher beziehst Du Deine Informationen?

        Positiven Test gibt es nur dann, wenn man jemanden untersucht, der auch tatsächlich SARS-CVoV-2 infiziert ist oder war (überstandene Infektionen können im Ausnahmefall noch einige Wochen zu positiven Ergebnissen führen). Abstriche von Pflanzen und Gegenstände werden nur dann positiv getestet, wenn Tröpfchen eines Infizierten darauf gelandet sind.

        „Ohne Symptome keine Coronainfektion“ – in welcher Welt lebst Du? Es ist bekannt, dass die Präsymptomatischen für einen Großteil der Infektionen verantwortlich sind, und es auch einen kleinen, aber nicht unerheblichen Teil von Asymptomatischen Infizierten gibt, die andere infizieren können.

        Wo empfiehlt die WHO „ausdrücklich keine PCR Tests zur Diagnostik“?

      • Wer immer noch leugnet, oder bagatellisiert, der hat überhaupt nichts verstanden.

      • @Superlars:
        Ich (78) werde mit Freude an dich denken … .

  11. Interessant. Die Stadt Emden/Gesundheitsamt Emden mußte noch fast doppelt
    soviel für den deutlich langsameren Vorgänger zahlen. Quelle: Emder Ztg.
    vom Fr., 15.05.2020.

  12. Leider muss ich Dich ziemlich enttäuschen, lieber Kalle, denn im Gegensatz zu Dir weiß ich, wovon ich rede.
    Aber danke schön, dass ich Dir so wichtig bin, dass Du mich sogar auf Facebook verfolgst. Offensichtlich hast Du noch erheblich mehr Tagesfreizeit, die Du auf Facebook verbringst.

  13. Dirk der allerechte says:

    Was auch wieder wissentlich verschwiegen wird in der Presse ist schaut man sich die Fallzahlen der Grippe 2018 an und die Fallzahlen von COVID-19 von diesem Jahr an, muss man ehrlich sagen man kann keine Pandemie sehen. Wurde sogar auf Seiten des RKI publiziert, ein Problem habe ich jetzt damit dass das alles wieder verschwunden vom RKI ist ,ich frage mich warum? Für mich ist die Sterblichkeit mit COVID-19 die selbe als mit einem schweren Grippe Virus …. und da hatten wir zur selben Zeit 20.000 x mehr Tote als zur jetzigen Zeit also irgendwas stimmt doch da nicht

  14. Genau, der „Faktenfinder“ ist DAS Mass aller DInge. Und Mailab ist die fundierte wissenschaftliche Quelle. So langsam kommen auch schlaue Köpfe darauf, dass man unsere Medienlandschaft reformieren muss.

    https://www.swr.de/swr1/bw/swr1leute/maren-urner-neurowissenschaftlerin-erklaert-wie-unser-hirn-von-der-digitalen-informationslandschaft-ueberfordert-wird-100.html

    Covid19 wird allgemein als Rechenmodell behandelt. Exponentielles Wachstum, R-Wert, Letalitätsrate etc. Regionale Beonderheiten werden ignoriert und als Schreckensschablone auf unsere Bedingungen gelegt. Gute Studien und Ergebnisse negiert, z.B. Opduktionen vom UKE, Heinsberg-Studie. Es wird diffamiert, diskreditiert, verhindert und blockiert, der eigentliche Skandal und das Problem. Echte wissenschaftliche Arbeit und Diskussion sieht anders aus. Die Berechnungen beruhen auf Hätte-Wollte-Könnte. Wie hoch ist die Dunkelziffer? Wer von den Infizierten ist erkrankt, hat schwere Verläufe und ist AN Corona gestorben? Die reine und fragliche Infiziertenzählerei macht so keinen Sinn und dient nur der Verunsicherung und Aufrechterhaltung des Angstszenarios. Sie unterbindet einen klaren Blick auf die Situation. So kommen wir nicht aus der „Krise“ sondern werden für immer in der Angstblase wabern.

  15. Genauigkeit bei 96,5 % (zum Vergleich PCR bei 98,6-99), d.h. bei 100 Tests hat man 3,5 falsch positive Ergebnisse. M.E. nicht einsetzbar, bei den Auswirkungen auf Wirtschaft und Privatleben. Statt einen genaueren Test herauzubringen wird es noch viel schlimmer. Unglaublich!

    • PCR liegt in der Praxis bei über 99,99% Spezifität, wie man an Regionen mit Niedriginzidenz erkennen kann – die hatten dann weniger als 0,01% positive Ergebnisse

  16. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

    Bosch ist vor allem auch Autozulieferer und hat sicherlich in der Krise sehr zu knapsen. Auf diese Weise wird Bosch nun natürlich quasi subventioniert.

  17. Das Gerät kostet 25.000€, haben gerade für die Praxis eins gekauft. Die genannten Preise für die Testkassetten stimmen ungefähr. Das Gerät bearbeitet nur einen Test gleichzeitig, also nichts für den Masseneinsatz. Bosch ist feige, auf den Kassetten steht „not for diagnostic use, research use only“. Das Testsystem produziert total viel Müll.
    Die Diskussion über Testcharakteristika ist schwieriger, als man sie in einen Kommentar bekommt. Es gibt zum Glück nicht so viele falsch-positive wie im Worst-case errechnet (bekommt man selber raus wenn man die Zahl der Test durch die Zahl der Erkrankten teilt) – also hier liegt das Problem NICHT. Die Sensitivität hängt stark von der Probennahme und dem Testzeitpunkt ab (wenn man zu frü/zu spät oder an der falschen Stelle abstreicht findet man eben nix).

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