BMDV: Mehr Mittel für den Breitbandausbau

Für den flächendeckenden Breitbandausbau sollen im nächsten Jahr deutlich mehr Investitionen veranschlagt werden als in diesem Jahr. Der Ansatz in Einzelplan des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr soll aufgrund steigenden Bedarfs von 76,35 Millionen Euro in diesem Jahr auf 732,05 Millionen Euro steigen. Dies geht aus dem Haushaltsentwurf der Bundesregierung zurück. Zudem fördert der Bund den Ausbau der digitalen Infrastruktur aus einem Sondervermögen.

Insgesamt sind in dem Kapitel Ausgaben von 1,2 Milliarden Euro veranschlagt. Das entspricht einem Plus von 740,43 Millionen Euro beziehungsweise 162,3 Prozent. So sollen die etwa die „Zuschüsse für die Entwicklung und Erprobung neuer, softwaregesteuerter Netztechnologien“ mit rund 89 Millionen Euro deutlich höher ausfallen als in diesem Jahr (2022: 40 Mio. Euro).

Für die „Förderung eines verkehrsträgerübergreifenden Mobilitätssystems auf Grundlage des automatisierten, autonomen und vernetzten Fahrens“ sind 55,56 Millionen Euro nach 44 Millionen Euro in diesem Jahr veranschlagt.

Aus dem Sondervermögen Digitale Infrastruktur sollen im kommenden Jahr 2,29 Milliarden Euro in die „Förderung von Investitionen zur unmittelbaren Unterstützung des Ausbaus von Gigabit- und Mobilfunknetzen“ fließen (2022: 2,54 Mrd. Euro). 296,1 Millionen Euro sind danach für die „Unterstützung des Mobilfunkausbaus in den Grenzen der wettbewerblichen und regulatorischen Rahmenbedingungen“ vorgesehen (2022: 115,4 Mio. Euro). Die „Unterstützung des Ausbaus von Gigabitnetzen“ ist mit 1,46 Milliarden Euro veranschlagt (2022: 495,6 Mio. Euro).

Und die Digitalisierung an Schulen? Nun ja – für die aus dem Sondervermögen finanzierte Unterstützung der Länder zum Ausbau der digitalen Infrastruktur an Schulen sollen 2,49 Milliarden Euro fließen (2022: 4,86 Mrd. Euro).

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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18 Kommentare

  1. Man darf gespannt sein, ob die „Gigabitnetze“ – wie bisher so oft – nur auf die Downloadgeschwindigkeit ausgerichtet sind, oder man endlich auch mal versteht, dass der Upload nicht zu vernachlässigen ist.

    • Das ist völlig egal wenn FTTH gebaut wird was das einzig sinnvolle ist ist das eine Konfigurationssache.

      Schon aus Klimagründen sollte das verpflichtend sein wo jetzt Kupfer ist 1:1 Tausch aber dann meckert Tante Gerda wegen dem Rosenbeet oder das es 5 Euro mehr kostet und das aktuelle ja reicht aktuell…

      • Der Bund fördert seit 2018 NUR noch FTTB-Netze.

      • Aus Klimagründen etwas funktionierendes entsorgen, ernsthaft?

      • Tadeusz Poloriszcz says:

        Genau, wenn ich zurzeit die unsinnige Förderung bei uns in der Gemeinde und den Nachbarkommunen sehe, da kann man sich dir Haare….

        Da wird Glasfaserkabel gefördert und verlegt in Neubaugebieten, die Gigabit Kabelanschluss haben oder in einer Gemeinde wird doppelt gefördert indem 2 unterschiedliche Anbieter (DNS und Deut. Glasfaser) jeder ein Kabel in die gleiche Straße legt…

        Und zu Ihren Preisen. Ich müsste bei Openinfra aufgrund der begrenzten und unbekannten Anbieter namens Bell,anatatt 40 Euro bei der Telekom fast 80 fürs Internet und noch mal 30 Euro extra für die Telefonflat zahlen.

        Andere Anbieter sind über open Infra nicht möglich (Kartellamt?) Ein Schelm wer da an… Denkt

        110 vs 40 Euro ist mir Glasfaser nicht Wert. Zudem wird nicht wie versprochen bis ins Haus gelegt sondern nur 5 Meter auf dem Grundstück. Arbeiten werden zudem Stümperhaft ausgeführt bei Bohrung in den Häusern und anschließender Abdichtung. Viel Spass wenn in ein paar Monaten dann Feuchtigkeit im Mauerwerk ist.

        • An den Preisen muss definitiv noch gearbeitet werden. Ich zahle aktuell für einen Gigabit Anschluss bei Vodafone effektiv 30 Euro im Monat, später 40 Euro dauerhaft.

          Der lokale Glasfaseranbieter will 90 Euro für den Gigabit Anschluss den ich dann vielleicht in 2-3 Jahren auch wirklich mal habe.

          Bei den Preisen ist also noch viel Luft nach unten.

          Dennoch lasse ich mir einen Glasfaseranschluss legen, zum einen damit ich nicht Schuld daran bin, dass die 30 Prozent Mindestquote nicht erreicht wird und es dann überhaupt kein Glasfaser für niemanden gibt, und zum anderen ist die Option Glasfaser im Haus liegen zu haben durchaus nett und auch wertsteigernd.

        • Open Infra baut Open Access Netzwerk – solltest dich mal besser informieren. Du zahlst einmalig die Anschlussgebühr und hast dann 1 Jahr internet umsonst durch internet nord. Danach kannst du dir einen anbieter Frei wählen. Aktuell ist Open Infra mit 2 weiteren Tarifanbietern in verhandlungen.

    • Wow, die Mehrheit der deutschen Breitbandnutzer lädt also tagtäglich mehrere Terrabyte hoch und deshalb soll der Upload mit Steuergeld verbessert werden. Geht’s noch? Wer einen besseren Upload haben möchte soll ihn selbst bezahlen! Solche Forderungen sind in Anbetracht der noch existierenden Unterversorgung in manchen Gebieten schlicht und einfach für mich nicht nachvollziehbar. Ebenso die Forderung nach FTTH wenn nachweisbar die bisherige Anbindung ausreichend ist oder gar eine Überversorgung darstellt. Wie war das noch mit der beschlossenen Mindestbandbreit? 10 MBit/s war doch die Untergrenze und genau das ist vermutlich das teure „Ausbauziel“.

      • genau. ich bin nicht krank, warum bezahle ich dann solidarisch die Behandlung mir völlig unbekannter Menschen.

        • Spaß mit Breitband mit der Gesundheitsicherheit eines Menschen zu vergleich ist nicht sinnvoll, Mr T hat schon recht.
          Wer Gigabit und mehr will, darf es auch gerne bezahlen. Moderne Smartphone sind oft teurer als ein Glasfaseranschluss, mit dem Unterschied ein Smartphone hält nur 3 Jahre, Glasfaser Jahrzehnte.

        • Lieber @arg, solltest du mal ernsthaft krank werden, was ich dir keinesfalls wünsche, wirst du die Vorteile eines solidarisch finanzierten Gesundheitswesen sehr schnell spüren. Dein Vergleich ist vollkommen ungeeignet und absurd, da man sich nicht aussuchen kann ob, wann und wie schwer man erkrankt.

        • Du kannst aber jederzeit krank werden und bist dann sehr froh über unserer Solidaritätsprinzip.

    • Ich besitze einen FTTH Anschluss und die Telekom bietet für schmale 60€ nur 500/100 Mbit. Ist einfach eine Sauerei. Vor 1 oder 1/2 Jahren gab es wenigstens noch 500/200 Mbit …

      • liegt halt am peering der gierigen Telekom. Die wollen halt eher Download damit die Anbieter zusätzlich blechen.

    • das ist providerabhängig. der Glasfaser ist es egal. hier bei uns wird nun endlich FTTH gebaut und der Provider bietet von 50 bis 1000 alles symmetrisch an. Andere Provider bietet wieder diese pseudo Anbindungen, teils gar teuerer.

  2. Tolles Konzept! Wie viel Einfluss nimmt die Politik später auf den Verbrauchspreis, wenn sie das Netz mitfinanziert? Wir zahlen in DE bereits übertrieben hohe Preise, es werden Milliardengewinne in Netto umgesetzt, aber wir können in DE weder erwarten, das die Anbieter vernünftig ausbauen, noch vernünftige Endpreise weitergeben oder sinnvolle Tarife auf den Markt bringen. Andere Länder haben kaum
    Vorteile kostentechnisch und bieten Gutes Netz und Guten Preis und Guten Inhalt, welcher selbst mit Smartphone flexibel auf 12 Monate runtergestuft werden kann.

    In DE haben die Unternehmen sehr sehr viele Vorteile und heulen auf hohem Niveau

    • >>In DE haben die Unternehmen sehr sehr viele Vorteile und heulen auf hohem Niveau

      Indirekt wird ja über die BNetzA schon Einfluss genommen. Was die Vorteile betrifft, sind da eher die Großunternehmen und -konzerne die Profiteure. Kleinst-, Kleinunternehmen und der Mittelstand leidet teilweise unter völlig abstrusen Auflagen und einem hohen Aufwand um in den Genuss staatlicher Förderung zu kommen. Die Großen jammern lauter als die Kleinen…

  3. Torsten Hesse says:

    Also eigentlich lese ich hier häufig mit und dachte umfassend informiert zu werden. Aber ist die Überschrift nicht ein wenig geschönt? Hätte sie nicht auch lauten können: Nach dem extremen Sparhaushalt 2022 auch in 2023 deutlich weniger Mittel als in 2021? Auf jeden Fall Danke für die Tabelle die den Einblick in die IST-Werte 2021 ermöglicht.

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