Bitkom: Mehr als jeder Dritte Internetnutzer von Cyber-Kriminalität betroffen

Im Auftrag des Branchenverbands Bitkom wurden vom Marktforschungsinstitut ARIS 1020 Internetnutzer zum Thema „Cybercrime“ befragt. Während mehr als ein Drittel der Befragten schon einmal in irgendeiner Form Opfer wurden, blieben mehr als die Hälfte der Nutzer bisher davon verschont. Der Begriff Cybercrime, also Computer- und Internetkriminalität heißt hier allerdings nicht, dass auch tatsächlich ein Schaden entstanden ist, wie die Auflistung unten zeigt. Wobei dies wahrscheinlich Auslegungssache ist. Eine Infektion des Systems durch einen Virus würde ich persönlich nicht direkt als Cybercrime bezeichnen, solange daraus keine weiteren Schäden resultieren.

Bitkom_Cybercrime_01

Die Auflistung zeigt, mit welcher Häufigkeit und in welcher Form die Betroffenen geschädigt wurden. Am häufigsten, nämlich bei jedem Vierten (24%) wurde der Computer mit einem Schadprogramm infiziert. In Immerhin 14% der Fälle wurden Zugangsdaten zu Online-Diensten entwendet. 10% der Befragten trugen sogar schon einen finanziellen Schaden durch die Nutzung von gestohlenen Daten oder durch ein Schadprogramm davon. 9% der Befragten wurden Opfer eines Betrugs beim Einkauf, einer Auktion oder dem privaten Verkauf von Gütern.

Bei 8% der Befragten wurden Spam-Mails in deren Namen versendet, eine Zahl, die ich selbst viel höher eingeschätzt hätte. 7% der Befragten geben hingegen an, dass persönliche Daten ausspioniert und auch illegal verwendet wurden.

Bitkom_Cybercrime_02

Überraschend an dieser Studie ist allenfalls die Verteilung der „Cybercrimes“, die Existenz der dunklen Ecken mit ihren bösen Absichten dürfte keinen verwundern. Schützen kann man sich in der Regel eigentlich ganz gut, indem man die Augen offen hält, oder auf den Einsatz diverser Software setzt. Leider geht aus dieser Studie nicht hervor, wie hoch der Anteil des Eigenverschuldens bei den Opfern ist. Einen Virus fängt man sich ja nicht per Bestäubung durch Bienen ein und auch beim Online-Shopping gibt es mittlerweile so viele gute Quellen, dass man nicht mehr unbedingt auf Betrüger hereinfallen müsste.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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4 Kommentare

  1. Ich denke, die tatsächlichen Zahlen von Betroffenen sind deutlich höher. Das ist ja nur das Ergebnis einer Umfrage zur Selbsteinschätzung.

    Die meisten bekommen wahrscheinlich gar nicht mit, wenn z. B. in ihrem Namen Spam verschickt wurde oder ihre Daten ausgespäht wurden. Wenn man z. B. die Ausspähung durch die NSA berücksichtigt, dürfte die Betroffenheitsquote sogar bei nahezu 100% liegen.

  2. Wann spricht sich rum, dass man alles, was vom BITKOM kommt, besser ignorieren sollte? Wo ist denn die Studie zu finden, die verlinken ja nicht mal auf ihrer eigenen Seite darauf(jedenfalls find‘ ich’s nicht).

    Nicht nur, dass die immer gefärbte Fragen und Formulierungen nutzen, das ist ein Business-Verein, die wollen Zeug verkaufen!

  3. Namenlos, weil Cookies gelöscht... says:

    Es sollte wohl „Bildkom: Mehr als …“ heissen….

  4. Ich frage mich ja, was mit den 5% der Leute ist, die weder betroffen waren noch nicht betroffen waren. Haben die keinen Computer?

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