Autonomes Fahren: Verbraucher sehen das Teilen von Mobilitätsdaten kritisch

Laut Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) könnte es Hürden geben, die das autonome Fahren hemmen. Denn viele Verbraucher blicken skeptisch darauf, ihre Mobilitätsdaten freizugeben, was bei Verwendung derartiger Techniken kaum zu vermeiden ist. Daher macht sich der vzbv stark für klare Regeln zum Umgang mit Mobilitätsdaten, die im Dialog mit den Bürgern beschlossen werden sollten. Die Nutzung von Mobilitätsdaten müsse transparent, sicher und kundenfreundlich geregelt werden.

So beruft man sich da auf eine Kantar-Umfrage, welche man in Auftrag gegeben hatte. 36 % der Befragten wären demnach bereit, ihre Mobilitätsdaten datenschutzkonform zu teilen, wenn es der Allgemeinheit bei der Verkehrsinfrastrukturplanung helfe. 35 % sind jedoch aktuell auf dem Standpunkt, dass sie ihre Mobilitätsdaten gar nicht teilen wollen würden.

23 % wären wiederum bereit, ihre Daten aus Eigennutz zu teilen: nämlich dann, wenn es ihnen selbst bei der Verkehrsmittelwahl und der Routenempfehlung helfen würde. Die Ergebnisse zeigen zumindest, dass es da aktuell keine dominierende Ansicht zu geben scheint. Der vzbv fordert nun, das Thema Mobilitätsdaten und Verarbeitung selbiger durch Politik und Industrie mehr in den Vordergrund zu rücken und Vertrauen bei den Bürgern zu schaffen. Derzeit finde hier deutlich zu wenig Dialog statt, was sicherlich auch die Skepsis verstärke.

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27 Kommentare

  1. Wenn die Fahrzeuge wirklich autonom fahren könnten, dann würden die Mobilitätsdaten das Fahrzeug nie verlassen müssen…

  2. Die Überschrift über diesem Beitrag ist etwas verwirrend. Hauptsächlich sehen die Verbraucherschützer das teilen von Mobilitätsdaten kritisch um ihrer Forderung nach einem Dialog Nachdruck zu verleihen. Eigentlich ist das Ergebnis der Umfrage, auf die man sich beruft, doch eindeutig. 36% + 23%, also insgesamt 59% der Befragten würden ihre Mobilitätsdaten aus unterschiedlichen Gründen teilen. Man muss aufpassen, dass ein vorgeschobenes Datenschutzargument nicht zum Bremsklotz für autonome Mobilität wird.

    Ganz abgesehen davon teilen Handynutzer mit eingeschalteter Standortfunktion ihre Mobilitätsdaten schon heute. Ich schätze mal, die meisten davon wissen es gar nicht.

    • Für Standort Mitteilung an Verabredungen oder zur Navigation mit ner Routen Planungsapp is es notwendig.
      Aber niemand anderes als der primäre Dienstleister sollte sie bekommen.

      Zweckbindung.

      Abgesehen davon, Pfeiff ich auf autonomes fahren dass nicht schienengebunden ist.
      Ich möchte selbst fahren, sonst kann ich ja auch ein Taxi, den Bus oder die Bahn nehmen.

      • Ein Bus oder eine Bahn wird aber auch in den nächsten 15 Jahren nicht irgendwo auf dem Land vor der Tür anhalten und dich zum nächsten Dorf fahren. Und auch meist nicht direkt vor die Tür der Arbeit oder Ähnliches. Eine Schiene erlaubt es auch nicht flexibel auf veränderte Verkehrsereignisse zu reagieren (z.B. Problem umfahren). Es spricht ja nichts dagegen dass DU selbst fahren willst. Aber ich sehe beispielsweise keinen Reiz darin mich jeden Morgen um 6Uhr darauf zu konzentrieren zur Arbeit zu kommen. Wenn die Alternative mal irgendwann ist, einsteigen, Zeitung lesen und aussteigen, dann nehme ich gerne das.

    • Gerade was den letzteren Teil angeht: Ist zu wenig Datenschutz. Es könnte so einfach sein, Datenschutz zu bestimmen. Einige Verantwortliche tun sich damit scheinbar schwer.

      Wir sind aber such was Tracking angeht, immer noch nicht wirklich geschützt, auch wenn es durch die Cookie-Abfrage vorgegaukelt wird.

      Ich würde sogar soweit gehen und auf Sim-Karten einen strengeren Datenschutz durchsetzen

    • Der (vorgeschobene) Datenschutz ist doch schon längst Bremsklotz für alles mögliche und *der* Grund, warum es hierzulande im Bereich Digitalisierung nicht oder wenigstens nur sehr langsam vorangeht.

  3. Man wird sich dem nicht mehr entziehen können ab Zeitpunkt x, weil man sich ansonsten die Kfz-Versicherung nicht mehr wird leisten können.
    Absolut nichts gegen alternative Antriebe, aber diese ganze Firlefanz drum herum ist eine Seuche, jedenfalls so wie es.umgesetzt ist und wird. Alles ganz gewiss nicht im Sinne des Kunden. Ich will jedenfalls kein rollendes Smartphone.

  4. Also ich möchte meine Daten nicht teilen. Die Argumentation von Mr. T kann ich dazu leider nicht ganz nachvollziehen. Komisch das Datenschutz immer als Bremsklotz etc. gesehen wird. Das sind Floskeln aus den Massenmedien die man sich zu eigen macht. Bei genauer Betrachtung sollte jeder den Sinn von Datenschutz verstehen können. Wie viel soll den noch freigegeben werden?

    • Okay, du möchtest deine Daten nicht teilen. Im Gegenzug solltest du dich aber niemals über nicht deinen Bedürfnissen angepasste Infrastruktur beschweren. Nein, ich verwende nicht das „Aluhut“-Meme und kann deine Einzelmeinung durchaus akzeptieren. Du solltest dann aber auch die Meinung derer akzeptieren die ihre Daten aus persönlichen Gründen oder zum Nutzen der Allgemeinheit zur Verfügung stellen und den Datenschutz auf ein Minimum beschränkt sehen wollen, nämlich dort wo es sinnvoll ist.

      • > und den Datenschutz auf ein Minimum beschränkt sehen wollen

        Armutszeugnis und betreutes Denken.

        https://electrek.co/2021/10/14/tesla-officially-launches-insurance-using-real-time-driving-behavior-texas/

        Fahrzeuge könnten auch situativ ihre Position austauschen und dadurch den Verkehr regeln. Dann würden aber leider keine weiteren Daten anfallen, die von beteiligten Firmen gesammelt werden.

        • Argumente mit Beschimpfungen wie „betreutes Denken“ machen sie natürlich glaubwürdiger.

          Neben deinem Beispiel für Datennutzung, was man (vielleicht) nicht möchte, führst du aber ja auch ein Beispiel an, bei dem Fahrzeuge die Daten austauschen müssen. Das zählt doch auch zur Datennutzung oder zum Teilen von Daten.

          Deswegen sollte man darüber ja durchaus eine ernstgemeinte Diskussion führen. Was würde uns voranbringen und was nur für Taschen von Konzernen füllen?

          Ich persönlich finde Google Maps und die Navigation bzw. Stauumfahrung schon sehr praktisch. Ich möchte aber nicht, dass meine persönliche Position nachverfolgbar ist oder direkt mir zugeordnet werden kann. Möglicherweise könnte man so einen Dienst aber auch datenschutzfreundlicher ermöglichen, dann vielleicht aber auch kostspieliger.

          • Wie sinnvoll die Übermittlung der Fahrzeugposition sein kann, merkt man leider erst wenn’s notwendig geworden ist und das im Fahrzeug integrierte eCall-System den Notruf mit Positionsübermittlung ausgelöst hat.

            Gerade am Beispiel eCall kann man schön sehen, dass die Diskussion nicht erst angestoßen werden muss. Es gibt nur zu wenig Interesse daran.

    • So viel, dass es in diesem Land endlich mal vorwärts geht und wir aus der digitalen Steinzeit rauskommen. Diese ewige Paranoia muss doch mal ein Ende haben.

      • Wie leben in einen der höchsten entwickelten Länder. Wie man da rumlallen kann, man lebe in der Steinzeit, ist wohl eine Frage der Intelligenz. Wer sich hier in der Steinzeit wähnt, dem bringt der Kobold den Strom, der im Internet gespeichert wird.

        • Es war von „digitaler Steinzeit“ die Rede. Aber auch in vielen anderen Bereichen haben wir schon die vorderen Positionen im globalen Ranking verloren oder drohen sie zu verlieren. Den dringend notwendigen digitalen Fortschritt mit einer Art Datenschutz-Paranoia zu verhindern kann nicht zielführend sein und wird unser Land nicht weiterbringen. Schon jetzt entziehen sich die Datensammler immer weiter der Kontrolle, weil sie im Ausland sitzen. Aber sie werden weiter fröhlich Daten sammeln und dort wo sich die Gelegenheit bietet zu Geld machen. Geld das unserer Volkswirtschaft am Ende fehlen wird.

        • Was den Bereich der Digitalisierung angeht, sind wir sicherlich eher das Schlusslicht in der industriellen Welt.

    • erstmal sollte man fragen, welche Daten überhaupt erhoben bzw. geteilt werden
      wie schaut es denn mit den Daten bei den derzeitigen Navigationssystemen aus, wo z.B. in Echtzeit Daten zur Verkehrslage abgerufen werden (z.B. RTTI) und selbst wenn man mit Google unterwegs ist, werden ja teilweise die anonymen Standortdaten geteilt, oder wie funktioniert sonst die Anzeige der Verkehrslage in Maps?
      viele Daten werden wohl auch so schon im Fahrzeug aufgezeichnet
      natürlich muss man das auch kritisch betrachten und hinterfragen, wenn das Fahrzeug und der Fahrer dann genau zuzuordnen wären und die Systeme und Dienste dann genau wissen, wer sich gerade wo genau befindet, das Thema ist natürlich wichtig

  5. Meine VW-ID erhält alles was se wissen wollen. Geht mir absolut am Po vorbei. Solange wie wir schon Google nutzen, wissen se eh alles. Einfach mal die Reportage vom öffentlich-rechtliche Rundfunk anschauen: Made to Measure, eine digitale Spurensuche.

  6. Das Thema erinnert mich irgendwie an das ständige „rum Geheule“ welches es auch bei google immer gibt. Jeder findest toll und nutzt es das google in google maps z.B. recht gute Echtzeitinformationen zu Stau’s usw. liefert. Wenn es aber darum geht, die eigenen Daten dazu zu liefern, dass eben genau dieses System auch funktioniert, wie es funktionieren soll und somit verlässige Daten liefert kommt der Hans angewackelt und macht ein auf Datenschutz und schält seine Standortinformationen lieber mal aus. Echtzeit-Systeme arbeiten nur so gut, wie sie auch mit Echtzeitdaten versorgt werden. Das können oder wollen einige wohl nicht kapieren!

    Muss da immer wieder an die Aussage eines Gast-Dozenten vor 6 Jahren denken, welcher bei BMW in der Entwicklungsabteilung für autonomes Fahren tätig war. Er meinte damals schon, dass das autonome Fahren aus technischer Sicher kein Problem darstellt, dass Problem sei der Mensch – recht hatte er damit und hat er immer noch!

  7. Umfragen in Deutschland, wozu? Also ob jemanden das Ergebnis eine Überraschung wäre? Leider mit den ganzen Mumien draußen, wird sich hier leider auch wenig ändern. Haben keine Ahnung von nüscht, aber ganz viel Meinung.

  8. Ich fahre Tesla und selbstverständlich habe ich den Schieberegler zum Sammeln der Daten auf aktiv gesetzt. Nur wenn das Fahrzeug und neben im viele andere regelmäßig Telemetriedaten an den Hersteller senden kann das System verbessert werden. Und ich bekomme im Gegenzug ja auch bessere Ergebnisse. Das merkt man auch. War Anfang 2020 das autonome Abfahren von der Autobahn sehr ruppig und teilweise grenzwertig schnell, läuft es jetzt weitaus „menschlicher“. Sowas kann aber nur weiterentwickelt werden wenn viele Telemetriedaten von vielen Autos vorliegen.

  9. Warum auf der Straße überhaupt autonomes Fahren? Bei Bahnen , die einen eigenen ‚Fahrweg haben , den sie nicht mit Fahrrädern, Kindern, Hunden , fußgängern teilen müssen , OK. Bei U-Bahnenn die noch nicht mal mit anderen Bahnen ihren fharweg teilen müssen gibt es das schon erfolgreich (Nürnberg auf zwei der drei Linien z. B.), Hamburg gerade experimentell bei einem S-bahn-Linien-Teilstück. Für Autos in diesem chaotischem Verkehrsraum Straße ist das nichts . Vile zu vile Unwägbarkeiten . Hier gehört ein gut ausgebildeter Mensch ans Steuer. Meinetwegen gern mit Assistenzsystemen die „wissen“ wo z. B. welche Geschwindigkeit erlaubt ist und das Fahrzeug dann gar nicht höher beschleunigen lassen , eine „Totmann“-Sicherung wie bei der Bahn, die Sekundenschlaft u. a. erkennt , ein System das vor fahrtantritt zwingend prüft ob die Person alkoholisiert oder sonst vorübergehend fahruntüchtig ist und das Fahrzeug dann einfach nicht startet – aber a la „KIT“ völlig alleine fahren – da möchte ich nicht drinnesitzen und es ehrlich gesagt auch nicht haben daß es mit mir den gleichen Verkehrsraum teilt. Villeicht als Shuttle z. B. am Flughafen aber da fahren dann auch nur bestimmte Fahrtzeuge . Oh welche Maschinengläubigkeit allenthalben!

    • …denken Sie mal ein wenig in die Zukunft.
      Irgendwann (meinethalben erst in 100 Jahren) ist das System ausgereift und voll funktionsfähig und dann eben auch fähig, die komplexesten Situationen zu meistern.
      Natürlich muss das daraus erwachsende Risiko für die Allgemeinheit begrenzt werden, aber irgendwann und -wo müssen wir diese Entwicklung durchmachen, wenn wir zum (mMn sehr wünschenswerten) Ergebnis gelangen wollen.

    • Das Risiko wird m.E. sehr viel geringer, wenn ausschließlich solche autonomen Fahrzeuge unterwegs sind. Das größte Problem in diesem Kontext ist zumindest nach meinem Empfinden doch gerade der Mensch mit seinen nicht vorhersehbaren Entscheidungen.

      • Hallo Chris R. , ja aber wie Du sagst: der größte Risikofaktor in diesem System ist der Mensch mit seinem nicht voraussagbarem Verhalten. Aber es gibt im Verkehrsraum „Straße“ eben keine Umgebung in welcher es nur autonom fahrende , untereinander vernetzte Fahrzeuge oder besser : Objekte gibt. Denn das Fahrzeug teilt sich den Verkehrsraum mit erwachsenem mensch, Kind, Tier , unbelebtem Objet. Der von Dir zitierte „unberechnbare Faktor“ bleibt also immer im System – es ei denn man trennt den Aktionsraum für autonome Fahrzeuge vollständig gegen diese „unberechenbarem Faktor“. Beispiel eben U- oder S-Bahnen oder generell schienengebundene Fahrzeuge. Aber schon S-Bahnen, die sich den Verkehrsraum mit anderen Schienenfahrzeugen teilen sind nicht mehr alleine im System. Die hamburger S-Bahn auf der gerade autonomes Fahren getestet wird, ist eine Gleichstrom-S-Bahn. Sie fährt auf eigenem Gleiskörper , mit eigener Stromzufuhr über seitliche Stromschiene mit 1200 V Gleichspannung. Fährt auf eigenem S-Bahn-Schienen , an eigenen S-bahnsteigen getrennt von den anderen schienengebundenen Verkehrsmitteln. S-Bahnen wie in Hannover oder München fahren teilweise gemeinsam mit den anderen Bahnen , und werden über das Bahn-Wechselstromsystem über Bügelstromabnehmer und Oberleitung versorgt. Darum wohl der Test auch auf der Hamburger S-Bahn die eben weitgehend eigenständig verkehrt. Da ist autonomes Fahren sicher einfacher zu realisieren als in einem „offenen“ System , egal ob jetzt auf Straße oder Schiene.

    • >>Für Autos in diesem chaotischem Verkehrsraum Straße ist das nichts .<<
      Stellt sich die Frage, warum es im Verkehrsraum so chaotisch zugeht? Weil der Mensch sich einfach nicht in geregelten Umgebungen zurecht finden will?? Autonome Autos halten sich an die Regeln. Sie beachten die Vorfahrt, halten die vorgeschriebene Geschwindigkeit ein und nehmen Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer, wenn sie entsprechend programmiert und lernfähig sind. KI oder AI heißt das Zauberwort. Um lernfähig zu sein müssen Daten gesammelt werden. Wenn der Datenschutz dem einen Riegel vorschiebt, dann wird das nix mit dem Ende der "digitalen Steinzeit" und dem Fortschritt. Die Verbraucherschützer sollten mal in diese Richtung denken. Denn so, und nur so, können Verbraucher als Verkehrsteilnehmer vor Schäden für Leib und Leben bewahrt werden.

      • Hallo Mr. T., „Stellt sich die Frage, warum es im Verkehrsraum so chaotisch zugeht? Weil der Mensch sich einfach nicht in geregelten Umgebungen zurecht finden will?? Autonome Autos halten sich an die Regeln. Sie beachten die Vorfahrt, halten die vorgeschriebene Geschwindigkeit ein und nehmen Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer, wenn sie entsprechend programmiert und lernfähig sind. KI oder AI heißt “ – ja aber willst Du denn den mensch aus dem Verkehrsraum, den diese Autos nutzen , entfernen ? Und wenn ja , wie? Der Mensch ist ja nicht nur als – Deiner Ansicht nach durch selbstfahrende KFZ ersetzbarer – Fahrzeuglenker im System . Wäre das der Fall, würde ich Dir unter den von Dir genannten Bedingungen für fahrerlosen Betrieb zustimmen. Aber es sind ja menschen , Kinder , hunde , Bälle verlorene Spanngurte … naja alles was man so in den Verkerhsmeldungen hört , auch noch auf den Straßen und diese „Verkerhsteilnehmer“ lassen sich ja nicht maschinell steuern oder beeinflussen. Also bleibt , wenn man Deiner Aussage , der Mensch sei unfähig sich konsequent an Regeln zu halten (vom Hund auf der Straße gar nicht zu reden) – festzuhalten ist, ein autonomes KFZ im _geteilten- Verkerhsraum eine Utopie. Beispiel: Vor vielen Jahren hatte ein Familienmitglied einen beinahe-Unfall : an einer Straßeneinmündung konnte er dank einer Sofortbremsung einen zusammenstoß mit einem Kind vermeiden. Das Kind selber hat mein Verwandter nicht gesehn. es war in einem toten winkel und noch recht klein. Weshalb hat er gebremst? Intuitiv – er sah nur daß ein auf der Gegenspur haltender Fahrer entsetzt die hände vors Gesicht schlug und ging – ohne wirklich bewußt zu reagieren in die Eisen . Erst später wurde ihm klar daß anscheinend dieser Anblick des Entsetzens im Gesicht des anderen Verkerhsteilnehmers ihm signalisierte „Gefahr“. Reflex, jahrelange Erfahrung , aus eigentlich völlig unzureichenden Daten heraus so gehandelt daß ein Unfall vermieden wurde. Wie soll das ein Algorithmus leisten? Wie soll eine KI Lebenserfahrung, Weltwissen und Intuition entwickeln können ?

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