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Auswertung Umfrage Februar 2020: Ihr wünscht eine einheitliche Ladelösung für mobile Endgeräte

Aktuell gibt es seitens der EU neue Anregungen im Bezug auf eine einheitliche Ladelösung für mobile Endgeräte. Wir hatten die Debatte zum Anlass genommen, um euch im Februar ganz direkt zu fragen: Seid ihr für eine einheitliche Ladelösung für mobile Endgeräte? Mittlerweile ist die Umfrage beendet und die Resultate sprechen eine eindeutige Sprache. Die große Mehrheit von euch befürwortet nämlich eine einheitliche Lösung.

82 %, also 4.013 Nutzer, haben sich für eine einheitliche Ladelösung für mobile Endgeräte ausgesprochen. Schaut man etwas genauer hin, dann haben 51 % (2.484 Stimmen) dafür gestimmt, weil sie von unterschiedlichen Kabeln und Anschlüssen genervt sind. Weitere 31 % (1.529 Stimmen) haben angegeben, dass die meisten ihrer Geräte ohnehin auf USB-C setzen. Es sei also wohl nur logisch, das allgemein als Lösung für Smartphones und Tablets zu verwenden.

Auch ein paar Gegenstimmen wurden jedoch laut. 7 % (332 Stimmen) finden es besser, wenn die Hersteller selbst entscheiden, welche Ladelösung sie als optimal empfinden. Ich denke da werden sich auch zahlreiche Apple-Nutzer in dieser Gruppe finden. Bekanntermaßen ist das Unternehmen aus Cupertino da ja mit Lightning lieber auf eigenen Wegen unterwegs.

Danach wird es dann eher überschaubar mit den Stimmen. 6 % (288 Stimmen) sind dem Thema gegenüber gleichgültig und 2 % (104 Stimmen) von euch nähmen einheitliche Ladegeräte nur hin, wenn sich alles auch drahtlos aufladen lassen würde. Weitere 2 % (100 Stimmen) sind gegen eine einheitliche Lösung, weil sie ihr bestehendes Zubehör weiter verwenden möchten. Nur 1 % (73 Stimmen) hat technische Bedenken und zweifelt an der praktischen Umsetzbarkeit einer derartigen, einheitlichen Lösung.

Insgesamt haben im Februar 2020 4.910 Nutzer an der Umfrage teilgenommen – vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen! Auch in den Kommentaren habt ihr euch dabei rege zum Thema ausgetauscht. Ich bin gespannt, wie sich die Lage weiter entwickeln könnte. In erster Linie dürfte Apple Probleme bekommen, sollte eine einheitliche Ladelösung in der EU beschlossen werden – dann müsste man im schlimmsten Fall abweichende iPhone- und iPad-Modelle für Europa herstellen. So weit wird es aber sicherlich nicht kommen.

Seid ihr für eine einheitliche Ladelösung für mobile Endgeräte?

  • Ja, unterschiedliche Kabel und Anschlüsse nerven. (51%, 2.484 Votes)
  • Ja, die meisten meiner Geräte setzen ohnehin auf USB-C. (31%, 1.529 Votes)
  • Nein, die Hersteller sollen entscheiden, welche Ladelösung optimal ist. (7%, 332 Votes)
  • Das ist mir vollkommen egal. (6%, 288 Votes)
  • Nur, wenn sämtliche Geräte drahtlos laden. (2%, 104 Votes)
  • Nein, ich habe bereits zu viel in Kabel und Zubehör investiert. (2%, 100 Votes)
  • Nein, das lässt sich technisch gar nicht realisieren. (1%, 73 Votes)

Total Voters: 4.910

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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29 Kommentare

  1. tomasioBLITZ says:

    Das ist ganz schön überraschend – gut dass eine Umfrage gemacht wurde…

  2. Ich bin zwar auch für einen Vereinheitlichung, aber es sollte nie ein Standard vorgeschrieben werden. Sonst schreiben wir das Jahr 2100 und haben immer noch USB-C und nur weil keiner mal dran denkt das Gesetz anzupassen…
    Auch würde eine solcher vorgeschriebener Standard die Weiterentwicklung allgemein stark behindern.
    Mich wundert es aber schon, dass Apple noch auf Lightning setzt, obwohl zB das Ipad Pro ja auch schon USB-C nutzt. Nur um teureres Zubehör zu verkaufen kann ich fast nicht glauben.

    • iPad Pro hat USB-C weil das in Profiumgebungen Sinn macht (Audio/MIDI, Mics, Fotografie, Video, etc). Für „normale“ Anwender macht das keinen Unterschied bzw Abstriche bei Funktionalität.

  3. Da streitet man sich über einen einheitlichen Standard für Ladegeräte – die Unart der Hersteller fast jedem neuen Smartphone automatisch ein Ladegerät und manchmal sogar Billig-China-In-Ear-Kopfhörer beizulegen sollte man in dem Kontext auch mal ansprechen. Wer bereits ein oder zwei Ladekabel hat, braucht nicht zwingend noch ein weiteres. Wer schon Kopfhörer hat, braucht nicht so ein Wegwerf-Schrott. Solche Dinge sollten getrennt verkauft werden, zu einem fairen Preis, nach Möglichkeit sogar Wandwarze und Kabel einzeln.

    • Thomas Höllriegl says:

      Korrekt, sehe ich ebenso. Da sollte die EU durchgreifen. Wer sich ein Smartphone kauft, bekommt eines und sonst nichts. Wer ein Ladegerät benötigt, einen Kopfhörer oder sonst etwas, soll es sich separat kaufen. Ich habe zuhause zwei Tragetaschen (!) voll mit Kabeln und Ladegeräten. Das ist doch einfach nur dumm gelöst.

  4. In meinem nächsten Leben werde ich Hersteller für Kabel und Adapter…

  5. Viel schlimmer wie die Stecker sind die Ladetechniken. Dass Charge, Quick Charge, Ultra Super Charge.
    Ich hoffe da wird auch ein Riegel davor geschoben. Wenn dann ein einheitliches Schnell Ladesystem.

    • @hassbrot:
      Finde ich gut, dass du das ansprichst, weil das war auch genau mein erster Gedanke. Bei so vielen Schnellladetechniken wird sich das vereinheitlichen des Zubehörs schwierig gestalten.

    • Und da gehts schon los, nur USB-C mit PD und den entsprechenden Kabeln (nein nicht die 1€ Aktionsware vom Grabbeltisch) können WIRKLICH schnell laden. Aber das weiß ja kaum einer. Ladegeräte mit USB-A können „einigermaßen“ schnell laden aber nur mit 5V und kommen nicht mal annähernd an die USB-C mit PD ran.

      • Mein altes Galaxy S7 edge hatte Quickcharge 2 mit einem USB-A Stecker am Netzteil und Micro-USB am Smartphone. Das konnte definitiv mit höherer Spannung als 5V laden. Ich meine mit maximal 12V bei 2A, also 24 Watt.

    • die Argumentation mit dem schon wieder beigelegten Ladekabel hinkt natürlich etwas – wenn ich mein altes Handy verkaufe, ist ja in der Regel das Ladegerät mit weg… ^^

      • Schließ mich euch an. Dies selbst USB-C Kabelkram ist nicht beim Schnelladen kompatibel. Kabel von Hersteller x passt nicht anSmartphone Y usw. Stecker einheitlich allein Reicht nicht!! Wenn dann alles USB-C mit dem PD und QC 4+ Standart. Sonst bleibts eh bei 1+ Huawei Samsung etc mit einzelen Ladegeräten und orginal Kabeln.

    • Ein großes Problem sind auch die USB-A/USB-C Kabel. Da ist nicht in jedem ein 56kOhm Pullup verbaut und das kann auch mal den Port grillen.

      Dazu kommt dann noch, dass die Ströme bis zu 5 A (wenn man von den schwachsinnigen 10 A bei Super VOOC absieht) gehen können, was man beim Smartphone allerdings nicht braucht.

      Die EU will aber nur USB-BC. Das sind max 1,5 A (7,5 W). USB-C kann schon 3 A (15 W) und auch da ist man vom Schnellladen meilenweit entfernt. So eine EU-Lösung braucht kein Mensch. Letztlich wird es eh auf USB-PD hinauslaufen. QC4+ ist dazu ja schon kompatibel.

  6. Die Frage, die ich mir stelle: Wie läßt sich eine „einheitliche Ladelösung“ realisieren ohne auf Schnelladesysteme zu verzichten? Nehmen wir als Beispiel mal Dash Charge (OnePlus), da steckt die Technik ja im Ladegerät.

    • Ich kenne mich mit der Thematik zwar nicht wirklich aus, aber mein Samsung S10 beispielsweise lässt sich mit einer ganzen Reihe von No-Name Ladekabeln schnell laden. Also irgendwo ist Kompatibilität ja doch schon gegeben.

      Und ob das Ding jetzt in 30- oder 45 min voll ist… Mir auch wurscht.

  7. Ich finde den Lightning-Stecker irgendwie besser als USB-C. Viel robuster und stabiler. Ich bin für Lightning bei Apple und USB-C für den Rest.

    • Das stimmt nicht! USB-C ist robuster, dort gibt es keine beweglichen Teile in der Buchse.

      • Bei USB C ist ein dünnes Plättchen mit den Kontakten im Gerät. Die Buchse ist oft fest verbaut und mit Flachkabeln verlötet. Der Stecker ist hohl und kann leicht verbogen werden. ZBsp wenn man aus Versehen drauf tritt.

        Bei Lightning sind die Kontakte auf einem dicken Stahlblech am Stecker. Die Buchse im Gerät ist ein massiver Block. Die Beweglichen Teile, die du ansprichst, ist ein dickes Federblech, das den Stecker im Gerät hält. Sieht so aus: http://cdn.arstechnica.net/wp-content/uploads/2012/09/6wSwQDSxsENkhPXC.jpg
        Alles ziemlich modular aufgebaut und läßt sich in 30 Minuten selbst auswechseln (wenn man einen Schraubendreher bedienen kann). Allgemein ist ein iPhone relativ modular aufgebaut. Die Bauteile, die am häufigsten Service benötigen, Akku und Bildschirm, sind schnell ausgetauscht.

        • Ich habe zwar schon mehr kaputte Lightning- als USB-C-Kabel gehabt, das lag aber immer an einem Kabelbruch an der Tülle, der Stecker selber ist super robust. Wenn ich’s mir aussuchen könnte, würde ich alle Geräte mit Lightning bevorzugen,

  8. Wir haben in der Firma ein Samsung-Gerät zum Testen von Websites. Ich habe keine Ahnung, was das für einen merkwürdigen Anschluss hat — er ist recht breit, und ein TEIL davon ist USB, es würde aber auch ein deutlich breiterer (propritärer?) Stecker passen, der dann vermutlich zusätzliche Features liefert, die USB-Standard allein nicht kann.

    Mag sein, dass ich mich mit der Interpretation des Anschlusses jetzt irre, aber im Prinzip ist kein Hersteller, der 30 Pins benötigt, daran gehindert, die ersten 4 für USB-C zu vergeben und den Akku darüber zu laden. Über die restlichen 26 Pins kann er dann Schnelladen, Datentransfer und Himbeerbrauseleitung realisieren, ohne die Regeln zu verletzen und ohne einen 2. Anschluss zu benötigen.

    Das Prinzip der abwärtskompatiblen Stecker ist ja nun nicht neu.

    • Der breite Stecker heißt USB Micro-B 3.x und ist ein Standard-Stecker.

      • Jep, z.B. auch seit etlichen Jahren an so ziemlich jeder externen Festplatten zu finden.

        • Moin, ja, kann sein. Jedenfalls haben wir das Kabel verdaddelt und laden das Gerät mit einem stinknormalen schmalen Micro-USB. Keine Ahnung, wofür die freien Pins da waren — jedenfalls kann man ganz offensichtlich einen „anderen“ Stecker haben, solange er den Mindestanspruch der EU erfüllt. Bleiben halt 10 Pins frei, über die man sonstwas beamen könnte.

  9. Mir wäre noch wichtiger den Ladeanschluss getrennt vom Datenanschluss zu haben.
    Sämtliches Zubehör kann dann benutzt werden während das Smartphone geladen wird.
    Ich habe mehrere DAC/Kopfhörerverstärker von denen einige ordentlich Saft ziehen, auch für Speichermedien ein Thema. Wenn man Geräte mit so einem Feature sucht, findet man nichts.
    Adapterlösungen wie powerd Hubs sind eher unbefriedigend.

  10. Da sehe ich bei den Smartphones und Tablets ehrlich gesagt nicht mehr das Problem – mit einem guten Netzteil und drei unterschiedlichen Kabeln kann man absolut jedes Gerät der mindestens letzten fünf Jahre laden. Das Tamtam der EU kommt so ungefähr 15 Jahre zu spät und adressiert ein Problem, das längst keins mehr ist. Da sähe ich eher Handlungsbedarf bei den Notebooks, da ist das Netzteil-Chaos kein Stück besser als vor 15-20 Jahren bei den Dumbphones.

    Trotzdem finde ich die Vorstellung einer vorgeschriebenen „einheitlichen Ladelösung“ eher gruselig und bin über die 51% Befürworter etwas erstaunt. Das können schon mal nicht die sein, die seit Jahren hier im Blog jedes neue Gerät mit USB-C statt Micro-USB oder Lightning lautstark bejubeln. Hätte die EU vor 5 Jahren Micro-USB als „einheitliche Ladelösung“ vorgeschrieben, würde USB-C wohl erst so gegen 2030 kommen – nachdem die EU in allen Instanzen ausgiebig und unter Einbeziehung von Consultant-Leistungen in zwei- bis dreistelliger Millionenhöhe darüber beraten hätte.

    • Laden kann man die Dinger auch mit ner USB-A Buchse und nem passenden Kabel. Das Problem ist das Schnellladen. Über kurz oder lang wird das auf USB-C und PD rauslaufen. EU hin oder her…

      • Du meinst Netzteil-seitig. Ich bezog mich ausschließlich auf die Geräteseite.

        • Das Netzteil oder die USB-Buchse am Laptop oder so. Solange man nicht Schnellladen will, reicht das in der Regel. Das Problem ist eher, dass im Moment Netzteil, Kabel und Gerät zusammenpassen müssen und im Extremfall können sogar Hardwareschäden auftreten, wenn das nicht passt.

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