Ausprobiert: Govee RGBIC Light Strip

Leuchtmittel von Govee hatten wir hier im Blog schon das eine oder andere Mal im Test, unter anderem hatte ich mir kamerabasierte Lösungen angeschaut, die das Bild des heimischen Fernsehers nutzen, um selbst als Hintergrundbeleuchtung hinter jenem zu dienen. Dabei zeigt sich, dass Govee in der Tat sehr gut funktionierende Lösungen für einigermaßen wenig Geld anbietet, die allesamt über eine zentrale App bedient und eingerichtet werden.

Nun habe ich hier – ebenfalls von Govee – einen 5 Meter langen LED-Streifen mit RGBIC-Technologie vor mir liegen. Hierbei handelt es sich um den „Govee RGBIC LED Strip 5m“, den es auch noch als 10 Meter lange Variante gibt. Bei Amazon bezahlt ihr für die 5 Meter aktuell rund 30 Euro. Für 10 Meter zahlt ihr derzeit 54 Euro.

Was bekommt ihr nun dafür? Im Grunde bekommt ihr ja für 30 Euro auch bei vielen anderen Anbietern LED-Strips, die bunt leuchten und das teils sogar per App konfiguriert. Das „IC“ im Namen der Govee-Lösung sorgt dafür, dass hier nicht nur RGB-Beleuchtung ermöglicht wird, sondern dass pro Lichtstreifen gleichzeitig mehrere Farben angezeigt werden. Zudem lassen sich einzelne Segmente mit einer jeweils anderen Farbe ansteuern. Beim Thema Stromversorgung erwartet euch: 12V/1,5A, Leistungsaufnahme von 18 W bei 150 LEDs.

Govee verpasst seinem Lichtstreifen auch einen Musikmodus. Jener erkennt über ein in der Kabelbedienung integriertes Mikrofon die Umgebungsgeräusche und versucht, die Lichtstimmung an die Geräuschkulisse anzupassen. Bei Partymusik flackert der Lichtstreifen bunt. Filme können mit der Funktion auch visuell untermalt werden. Für mich persönlich ist das allerdings nichts, dabei habe ich noch nicht einmal ein Problem mit schnellen Lichtwechseln oder leide an Epilepsie. Aber das Mikrofon reagiert sehr sensibel, sodass selbst leise Gespräche oder das Knistern einer Tüte das Ganze triggern. Am Ende wirkt das also alles eher wie ein Spiel, bei dem man versuchen muss, so leise wie möglich zu sein, damit der Musikmodus wirklich nur auf Musik und TV-Geräusche reagiert. Wie gesagt: Für Feiern und dergleichen mag das spaßig sein, für den privaten Abend oder dergleichen ist das nicht zu empfehlen.

Der Lichtstreifen selbst kommt rudimentär daher. Unterhalb des Streifens befindet sich eine Klebefläche, damit der Streifen an den meisten Oberflächen angebracht werden kann. Zudem liegt dem Lieferumfang ein Beutelchen mit einzelnen Klebepunkten bei, in die sich der Streifen einlegen und so besser um Ecken/Bögen legen lässt.

Die LEDs sowie der Rest der Verkabelung liegen frei zugänglich auf dem Streifen, ganz ohne schützende Gummierung oder ähnliches. Das wirkt eher fragil. Beim Auslegen des Streifens hatte ich hin und wieder Sorge, dass jener umknicken und reißen könnte. Das ist zwar nicht passiert, so richtig stabil wirkt das aber dennoch nicht. Auch die Kabelbedienung ist eher Typ „simpel und wie aus dem 3D-Drucker“.

Ihr findet dort drei große Tasten auf dem schlicht wirkenden, weißen Plastikkörper: An/Aus, Szenenwechsel und Farbwechsel. Hierzu werde ich sicherlich nichts weiter erklären müssen, die Funktionen sprechen für sich. An der Bedienung hängt dann auch ein knapp 20 cm langes Ende, in welches das Netzkabel eingesteckt wird. Für die Montage des Streifens ist es sehr zu begrüßen, dass Lichtstreifen und Netzteil voneinander getrennt sind. So lässt sich der Streifen dann am Ende doch einfacher verlegen/verkleben.

Nun gibt es aber ja auch noch die kostenlose Govee-App, die für die Bedienung und Einrichtung des Streifens zwar nicht notwendig ist, aber Zusatzoptionen liefert. So könnt ihr aus über 64 Lichtszenen wählen, die dedizierte Taste auf der Bedienung schaltet nur durch eine kleine Auswahl daraus. Außerdem lässt sich die Helligkeit ausschließlich über die App dimmen.

Wie ich es auch schon in meinen anderen Govee-Tests angesprochen habe, ist die App in Sachen Individualisierung sehr umfangreich gestaltet. Neben den Szenen könnt ihr hier einen Timer zum automatischen Ein- und Ausschalten einrichten. Ihr dürft jedes einzelne Segment des Streifens mit einer anderen Farbe belegen und könnt eigene Szenen erstellen und abspeichern. Ich habe mich hier ordentlich ausgetobt. So muss ich schon sagen, dass ich die Farbkraft der einzelnen LEDs wirklich gut finde. Die Farbübergänge sehen flüssig und stimmig aus. Das hätte ich, von der Verarbeitung her betrachtet, nicht erwartet.

Wer die App benutzt, kann – zumindest in Bluetooth-Reichweite – den Lichtstreifen auch darüber ein- und ausschalten, was sicherlich für den einen oder anderen wichtig sein wird. Die Integration in Dienste wie Alexa oder den Google Assistant ist hier leider nicht möglich.

Der Govee RGBIC LED Strip gefällt mir dahingehend gut, dass man in Verbindung mit der App viele Individualisierungsoptionen bekommt und den Streifen schnell per Handy ein- und ausschalten kann. Dies geht hierbei eben nur in Bluetooth-Reichweite, nicht per Wi-Fi. Das ist etwas, das schade ist, aber natürlich auch eine Preisfrage darstellt.

Ansonsten handelt es sich bei der Govee-Lösung meiner Meinung nach nur um eine von vielen Alternativen in diesem Preisbereich, die auf ihre Größe festgegelt sind. Sprich: Den Streifen kürzen kann man zwar, dann ist er aber auch nur noch Schrott. Solltet ihr also eher was für 2 oder 3 Meter benötigen, müsst ihr entweder doppelt verlegen oder greift lieber zu einer anderen Lösung.

Daher bin ich der Meinung, dass Govee hier tatsächlich eher einen LED-Strip von vielen geliefert hat, der nur durch die App einen Mehrwert erhält. Das reicht aber nicht aus, damit er besonders hervorzuheben wäre. Solltet ihr nach einer Lösung suchen, die per App besonders gut zu individualisieren ist, dann solltet ihr euch den Govee RGBIC LED Strip aber ruhig mal anschauen.

In diesem Artikel sind Partner-Links enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

Ein Kommentar

  1. Ich hab das Teil auch zu Hause in 10 m und bin von der Qualität der gleichmäßigen Farbwiedergabe der LEDs sehr enttäuscht. Man erkennt, dass regelmäßig die Farbwiedergabe und Farbtreue der LEDs nicht gleichmäßig ist. Das fällt besonders bei einem eingestellten Weißton auf, der keinesfalls mit einer echten weißen LED vergleichbar ist, hier sieht man, dass in regelmäßigen Abständen die Farbwiedergabe der einzelnen LEDs unregelmäßig ist. Der Effekt fällt auch auf, wenn man einen einzelnen Farbton einstellt und dann wirklich genau drauf achtet, dann sieht man Unterschiede in der Farbwiedergabe, vor allem in dunklen Räumen. Da ich den LED Streifen bereits verklebt hatte war ein zurücksenden nicht möglich. Ich hatte zuerst in 5 m Streifen getestet, aufgerollt wirkt alles sehr gleichmäßig in der Farbwiedergabe. Die fehlerhafte Farbwiedergabe erkennt man wirklich nur bei genauerem ausgerollten LEDLeiste und genauem hinsehen. Anschließend hatte ich mir für den Raum die 10 m Variante gekauft, bei der ersten stellte ich ein starkes Spulenfiepen im Netzteil fest, deswegen hatte ich mir noch eine zweite Rolle gekauft und die erste zurückgeschickt. Als ich diese dann verklebt hatte, bemerkte ich die ungleichmäßigen LEDs. Sicherlich gibt es hochwertige Produkte die dann sicherlich teurer sind, die Leiste ist nur eine Spielerei, mehr nicht. was ich aber haben wollte ist ein Regenbogeneffekt, den viele günstige Sets nicht beherrschen und das geht beim Govee Modell. Nochmal kaufe ich das Teil definitiv nicht.

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?

Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.