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Aus der Zeit gerissen

Aus der losen Unterhaltungsreihe: Die frühen 90er Jahre. Ohne Hintergedanken. Aus keinem melancholischen Loch heraus geschrieben. Geschrieben um nicht vergessen zu werden.

Die Langweile machte uns aggressiv. Wir gingen zur Schule. Danach war nichts. Es war die Zeit, in der Fussball spielen alleine nicht mehr kickte. Man traf sich mit Bier und lauschte den Onkelz, Manowar, Maiden und Co. Scheisse bauen, abhängen. Nicht nachdenken. Der Freundeskreis war die Familie. Zufluchtsort. Ort, an dem du verstanden wurdest. Ja, ich war eines der Arschlöcher, über die ich mich heute aufrege.

Eine eingeschworene Gemeinschaft mit den gleichen Jacken als Erkennungsmerkmal. Bier und Kippen. Freiheit. Randale. Langeweile macht gewalttätig. Falsche Freunde. Keine Meinung – und wenn die falsche. Martens. Hauptsache man war anders. Anders als die anderen. Anders als die, denen es augenscheinlich gut ging. Wo kam man her – wo ging man hin?

Stark war man in der Gruppe. Cola-Korn einsfuffzich. Bier aus dem 10er-Randalierpack. Halbstark. Auf der Suche nach der eigenen Identität. Gewalt war unsere Währung – und wir wollten endlich bezahlen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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3 Kommentare

  1. … andere Himmelsrichtung … ähnliche Geschichte … aber hey, wir haben es da raus geschafft. Das ist es, was zählt.

    gruss
    boerge30

  2. braveheart82123 says:

    wie war das wir sind das geworden wovor uns unsere eltern immer gewarnt haben *g*

  3. Harrr… Ich liebe deinen Schreibstil!

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