Asus Eee Backup ohne externes Laufwerk

Moin zusammen. Diese Anleitung ist natürlich nicht nur für Netbooks – sondern kann auf alle Computer angewandt werden. Obwohl mein kleiner  Asus Eee 701 4G erst wenige Wochen alt ist hat er wahrscheinlich in der Bloggerwelt ein neues Zuhause gefunden. Stattdessen steht gerade neben mir ein Asus Eee 1000H – quasi das momentane Flaggschiff der Eee-Reihe. Nachdem ich diverse Hardware verkauft habe konnte ich mir diesen anschaffen. Eiserne Regel bei mir: Neukauf von Hardware erst nach Verkauf alter Hardware – oder wenn es halt unschlagbar günstig ist. Der Asus Eee 1000H wird mit Windows XP ausgeliefert – nach einiger Zeit stellte ich fest – irgendwie ist Windows Vista doch ein wenig wie Windows ME. Nicht More Errors – aber doch unnötig. Anyway.

So – nun aber genug der “um den heißen Brei”-Laberei. Die meisten Netbooks (oder gar alle) kommen ohne integriertes optisches Laufwerk in den Handel. Der Asus Eee 100H hat eine 160 Gigabyte große Festplatte, die in zwei Partitionen unterteilt ist – ein vorteilhafter Umstand.

Aber wie kann ich nun bei einem Gerät ohne externes Laufwerk eine CD booten um gegebenenfalls neu zu installieren oder ein Backup einzuspielen? Vorab sei gesagt – wenn ihr der Meinung seid, dass ihr eh neu installieren wollt – dann könnt ihr aufhören zu lesen. Besorgt euch ein externes DVD-Laufwerk und installiert mit eurer Recovery-CD von Asus. Viel Spaß.

Wer sich die Mühe gemacht hat sein System anzupassen – und den ganzen standardmäßig vorhandenen Krempel zu deinstallieren, der weiss was das für Zeit kostet. Deshalb bin ich Freund von Images die einen Ist-Zustand wieder herstellen.

Einstellen der Boot-Reihenfolge
Die beste Möglichkeit die ich kenne ist es den Asus Eee (oder ein anderes Netbook) via SD-Card zu booten. Das geht schnell und ist einfach. Dazu einfach die ESC-Taste nach dem Start betätigen – oder gleich im Bios (F2) die Bootsequenz auf USB-Geräte einstellen.

Download der Software zur Erstellung des Images
Die Software meiner Wahl heisst PING (PartImage is not Ghost). Gibt es als kleines Live-Linux – aber keine Angst – da bin sogar ich mit klar gekommen 😉 Also ladet euch die neuste PING-ISO herunter. Momentan ist es die 2.01. Sind knapp über 20 Megabyte. Nun müssen wir PING dazu bringen von einer SD-Card zu booten. Dazu besorgt ihr euch die Open Source Software namens Unetbootin für Windows – sind knapp vier Megabyte. Momentan bei Version 282.

Die SD-Card bootfähig machen
Startet Unetbootin und wählt unter Diskimage das Ping-Iso aus. Ganz unten wählt ihr den Laufwerksbuchstaben aus, der momentan von der eingelegten SD-Card belegt ist. Mit einem Klick auf OK startet ihr den Vorgang. Dabei wird eine Bootsequenz auf eure Karte geschrieben – und eben diese kann wie mit einem Bootloader das Ping-Iso ansprechen. Nach Abschluß des Vorgangs entnehmt ihr die Karte und packt sie in euren Eee.

Der Backupvorgang
Startet nun euren Eee mit der SD-Card und wählt am Boot-Bildschirm von Unetbootin den Punkt rescue aus.

Nun rödelt das Gerät ein wenig – und bleibt irgendwann stehen – dann müsst ihr Enter drücken 😉

Die Auswahl des Jobs. Ihr werdet gefragt, was geschehen soll, wenn der Job beendet ist – hier könnt ihr Shutdown wählen.

Ort des Backups – hier wählen wir nicht das Netzwerk – sondern den Punkt Local disk/partition.

Auswahl der zu sichernden Partition. Der Einfachheit halber zeigt PING auch an, welche Ordner auf der Partition vorhanden sind. Typischerweise sollte es bei euch die sda1 sein.

Danach müsst ihr logischerweise den Sicherungsort auswählen. Ich nehme hierzu die zweite Partition (sda2). Anschließend gebt ihr (sofern ihr noch keine Backups erstellt habt) einen einfachen Backslash (\) ein. Dann wählen wir aus, dass wir ein neues Image anlegen wollen (Create_New_Image). Der Backupname wird später der Ordnername, den ihr unter Windows auf Laufwerk D: seht.

Schlussendlich wird die Art der Komprimierung gewählt – Faustregel: keine Zeit und genug Platz: no compression 😉 Splitten muss man da Image logischerweise auch nicht, da die Laufwerke ja mit NTFS ausgestattet sind.

Habe ich was vergessen? Wenn ja – immer rein damit in die Kommentare. Sorry für die Fotos – aber alles live mit der Digiknipse erstellt – alles ohne VirtualBox und so.

Wer ein bisschen mitgedacht hat wird gesehen haben, dass man auch ganz einfach so die Backups wiederherstellen kann. Wer sich ein wenig mit der Materie beschäftigt kann auch Backups auf Netzlaufwerke machen – oder eben besser die ganze Festplatte auf einen externen Datenträger sichern.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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22 Kommentare

  1. @Cashy, etwas OT: So, einen 1000H? Wie gefällt er dir denn? Ich möchte mir demnächst auch ein Netbook zulegen, schwanke aber zwischen 1000H, MSI Wind und Lenovo S10. Kannst du ein bisschen was vom 1000H berichten? Mich würde besonders interessieren:
    1. Wie lange hält nun der Akku? Kommt er tatsächlich an die 4-6h?
    2. Wie schreibt es sich auf der Tastatur?
    3. Ist das Display gut?
    Wäre nett, wenn dir dazu etwas einfällt.

  2. Ich habe auch einen 1000H (nachdem ich einen Medion akoya mini der Baugleich mit dem MSI Wind ist wegen nur ca. 2-2,5 Stunden Laufzeit zurückgeschickt habe). 4 Stunden hält der Akku locker, 6 Stunden halte ich in der Praxis aber für etwas übertrieben. Mit der Tastatur komme ich gut zurecht, die Tasten sind nur etwas kleiner als die Tasten auf einer Standard Tastatur, das Display ist auch super. Jetzt kommt das aber: Mir ist der Lüfter etwas zu laut, er ist definitiv lauter als der im Medion. Ich überlege deshalb, das Teil wieder zurück zu schicken und auf den Samsung NC10 zu warten, der im Oktober kommen soll und auch eine 6 Zellen Akku und damit ähnliche Laufzeiten wie der Asus EEE PC 1000H hat. Wenn dir die Akkulaufzeit nicht wichtig ist, würde ich zu einem MSI Wind raten

  3. @Bierfreund:
    Danke für deinen Bericht! 🙂
    Akku ist mir sehr wichtig, Tastatur und Display an 2. und 3. Stelle, dann kommt der Geräuschpegel. (Leistung und Features sind mir relativ schnuppe).
    Deshalb Danke für den Hinweis auf den Samsung! Endlich noch einer mit 6-Zellen Akku. Hoffen wir mal, er wird nicht zu teuer.

  4. Einfach bei Amazon gucken da sind 15 Rezensionen zum Asus . Guckt ihr vorher nie woanders mal nach ????

  5. @Mike: doch schon! Aber auf Amazon (und anderen bekannten Foren für Rezensionen) wird bekanntlich von den Firmen ordentlich schön-rezensiert, oder von der Konkurrenz schlecht gemacht.
    Außerdem kenne ich die Autoren dort nicht, den Caschy aber zumindest ein bisschen. Deshalb interessiert mich seine Meinung (und die der mir bekannten Kommentatoren hier natürlich auch 😉 )

    @all
    Noch was On Topic:
    Theoretisch müsste doch auch ne Bart PE Installation mit DriveImage XML – Plugin auf ner externen Platte funktionieren? So könnte man direkt auf die externe Platte sichern, von der man ohne weitere Software dann zurückspielen kann.

    Sicherungen auf die selbe Platte sind m.E. in der Regel sinnlos. Sie schützen ja nicht gegen Plattendefekte oder üble Viren, auch nicht gegen Diebstahl. Deshalb müsste sowieso ein richtiges, externes Backup her, das lokale Backup wäre dann überflüssig. (Gibt natürlich andere Szenarien, wo ein lokales Backup vielleicht sinnvoll sein kann…)

  6. @atreiu: Viel kann ich dir nicht erzählen, da der Kleine erst seit gestern mein Eigen ist. Schiebe ich dir aber gerne nach, da er natürlich atm Hauptaugenmerk ist.

    Übrigens: logisch sichere ich auch die Backup auch auf eine externe Platte. Aber es musste ja erst einmal ein Backup erstellt werden 😉

    Ach ja: Windows mit BartPE wollte ich in einem extra Beitrag anreißen 😉

  7. @Caschy: verstehe ich nicht, warum nicht gleich das Backup auf die externe Platte schreiben? Geht das nicht schneller?

  8. Nö – USB2.0 ist langsamer als eine interne Platte. Das Image kann man später immer noch weg kopieren 🙂

  9. erinnert mich irgendwie an NortonGhost, Danke für diesen Tipp!
    ach so,kann man mit diesem „Unetbootin für Windows“ auch GParted Live (gparted-live-0.3.7-7.iso)auf einen USB-Stick bootfähig machen ????

  10. Nimm doch gleich PartImage – das kannste auch gleich mit PING nutzen. Ansonsten: afaik ja – ausprobieren 🙂

  11. schönen XP Style verwendest du, watercolor emico wenn ich mich nicht irre

  12. Noch ein Tipp an Caschy und alle anderen EEE PC Besitzer. Mit dem Tool eeectl kann man die Lüfterdrehzahl steuern und noch einiges mehr (FSB speed control, PCIE speed control, CPU voltage control, Temperature monitor, Fan speed control (incl. used-defined automatic mode), Screen backlight control, hotkeys, etc.)
    Ich bin wie gesagt stark am überlegen ob ich das Ding wegen der Lautstärke wieder zurückschicken soll (wobei ich sagen muß er ist nicht wirklich störend laut, aber eben etwas lauter als der Medion/MSI Wind) oder nicht. Wenn ich zurückschicke hab‘ ich nur momentan keine Alternative, weil es momentan meines Wissens kein andere 10″ Netbook mit 6 Zellen Akku gibt. Das würde bedeuten auf das Samsung (was ich im übrigen sehr schick finde) oder ein Wind mit 6 Zellen Akku (in USA gibt es den längst mit 6 Zellen Akku) zu warten. Nur kann ich mittlerweile noch ohne Netbook leben?
    Vielleicht würde sich auch ein Verkauf bei ebay lohnen, ich hab‘ nämlich direkt auf 2GB RAM aufgerüstet.
    Caschy, was sagt du eigentlich zur Lautstärke?

  13. Ehrlich – ich empfinde nicht dass das Gerät zu laut ist. Die Laufzeit pendelt sich bei mir gegen 4 Stunden und mehr ein.

    @Bierfreund: du wirst Verlust machen – 2 GB kkosten doch nichts mehr.

  14. Nettes Theme, wirklich. Ich nutze aber weiterhin gerne diese hier:
    http://wingnome-xp.deviantart.com/art/TangoFancyClearlooks-Logons-67713695

  15. Ich bin mir mit dem Verlust gar nicht so sicher, bei ebay findet man doch ständig Leute, die mehr zahlen als das günstigste Angebot bei ner Preissuchmaschine ist und man findet nen Asus EEE PC 1000H fertig mit 2GB RAM findet sonst ja quasi nicht. Und man kann das ganze zur Sicherheit ja durch ein Gebot von nem Kumpel absichern… Werd morgen mal weiter grübeln, wenn mein Kater vorbei ist 🙂

  16. PING? Den Ping habe ich in meiner Hose! Nee, dann nehme ich doch lieber meine NAS Platte für Backups!

  17. Drei Kommentare, die wirklich grandios sind Norbert – Hut ab!.
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  18. Und wie funktioniert dann eigentliche Wiederherstellung?
    Gruß, Wladimir

  19. Sehr gute Dokumentation, ich habe das Backup & Restore getestet, funktioniert klasse. Vielen Dank!

  20. Hallo zusammen,
    kennt jemand eine Möglichkeit mehr als ein System auf einen Stick zu bringen, evtl. mit Unetbootin?
    Möglicherweise geht das ja einfach mit Syslinux und(oder Isolinux, aber ich schaffe das nicht.
    Danke
    Andi

  21. Bierfass says:

    Auch wenn der Bericht schon älter ist, meine Frage: Muß es eine SD-Karte sein, oder geht auch ein externer USB-Stick, oder eine externe Festplatte? Danke Caschy, LG

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