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ARD Retro mit tausenden Videos ab heute in der ARD Mediathek verfügbar

ARD Retro startet heute in der ARD Mediathek. Der Anlass ist der Unesco Welttag des Audiovisuellen Erbes. Die ARD-Sender und das Deutsche Rundfunkarchiv stellen daher Tausende zeitgeschichtlich relevante Videos frei zugänglich ins Netz. Im Fokus stehen laut ARD dabei regionale und aktuelle Fernsehproduktionen aus der Zeit vor 1966. Sie sind ab sofort unter dem Label ARD Retro in der ARD Mediathek zu finden. Die Videos sind zeitlich unbegrenzt verfügbar, lassen sich verlinken und später auch in eigene Webseiten einbinden.

Feine Sache für alle, die ein wenig historisch interessiert sind. Auch Beiträge aus der ehemaligen DDR sind unter dem Banner „Retro Spezial DDR“ mit von der Partie. Neben den ARD-Retro-Bereichen wird es weitere Themenrubriken geben, die nach und nach ausgebaut werden. Dazu zählen unter anderem: Die Veränderung des Frauenbilds seit den 60er Jahren, die Entwicklung von Deutschlands Metropolen und Clips über das Amerika-Bild im Deutschland der 1950er- und 60er-Jahre.

Ab dem 11.11. werden wiederum Brauchtum und Traditionen wie die Feste rund um St. Martin und der Karnevalsbeginn in den historischen Blick genommen. Auch einen Retro-Bereich „Sportlich“ wird es für ältere Ereignisse geben. Die Federführung für das gesamte Vorhaben in der ARD liegt übrigens beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). Inhaltlich hat das Projekt vor allem der Südwestrundfunk (SWR) vorangetrieben.

ARD Retro speist sich unter anderem aus folgenden Sendungen der ARD:

  • BR: Abendschau
  • HR: Abendschau, bzw. ab 1961 Hessenschau
  • NDR: Nordschau
  • Radio Bremen:
  • Nordschau-Magazin
  • rbb: Abendschau, Berliner Fenster
  • SR: Abendschau
  • SWR: Abendschau, Sport im Südwesten, Zeichen der Zeit u. a.
  • WDR: Hier und heute
  • DRA: Aktuelle Kamera (DFF), Prisma (DFF)

Rund 7.000 Beiträge stehen nun schon zur Verfügung. Andere Sender waren zuvor bereits vorangesprescht – etwa gibt es schon seit 2015 die BR24-Zeitreise und seit 2019 SWR Retro. Beide Angebote seien laut ARD sehr gut angenommen worden. Aus rechtlichen Gründen werden zunächst Videos mit dem Entstehungsdatum bis zum 31. Dezember 1965 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auch an der Öffnung der Audioarchive werde laut ARD gearbeitet.

Analog zur Veröffentlichung in der ARD-Mediathek öffnet auch Deutschlandradio seine Archive. Zunächst geschieht das aber in der Dlf-Audiothek-App. Dort stellt Deutschlandradio ab heute für eine Woche ein Themenband aus Fotos und Gesprächen mit verstorbenen Persönlichkeiten zur Verfügung. Unter dem Titel Deutschlandradio Retro wird es in Zukunft auch Archivbeiträge im ARD-Archivportal geben.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Super, ich kenne Vintage Videos sonst nur aus anderen Portalen.

  2. Cool. Wenn jetzt endlich die Politiker handeln würden und das 1966 geänderte Urheberrecht ändern würden, damit auch neuere Inhalte gezeigt werden könnten, wäre das super. Sowas muss man doch mit Pauschalen und Kulturlizenzen hingekommen. Oder der Kulturflatrate. Bei GEMA und bei Bibliotheken geht es doch auch. Es ist doch nicht nachvollziehbar, dass die Rundfunkarchive voller bereits bezahlter Schätze sind und niemand die aus Kostengründen und weil die Recherche nach Anspruchsberechtigten nicht mehr möglich sind dauerhaft unzugänglich bleiben. Der Gesetzgeber muss da endlich handeln! Gut, dass die ÖRR da nun Druck ausüben und das Thema angehen. Ich will für meinen Rundfunkbeitrag nen „ör-Netflix“ mit Zugang zu den Archiven.

  3. Audiovisuelles Erbe passt ganz gut. Man erbt ja nur, wenn der Erblasser tot ist. Hier sind auch schon fast alle tot für die diese Inhalte länger als 30 Minuten interessant sind.

  4. „Audiovisuelles Erbe passt ganz gut. Man erbt ja nur, wenn der Erblasser tot ist. Hier sind auch schon fast alle tot für die diese Inhalte länger als 30 Minuten interessant sind.“

    Hmmm, besonders viel Sinn macht der zweite Satz ja nicht. Sich für mehr als 30 Minuten Inhalt interessierende Tote …

    • Anders formuliert: das ist für ein paar Historiker spannend. Wer diese Inhalte noch aus seiner Jugend kennt ist heute eher 70 aufwärts. Alle anderen werden vielleicht mal reinzappen und sich das keine halbe Stunde lang anschauen.

  5. Mir fehlen die (politische) Sendungen, Dokus und alte Tagesschausendungen und alles. Das wurde leider nicht hinzugefügt

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