ARD: Creative Commons, mehr Inhalte im Netz – inklusive Tatort-App

Wo bleiben eigentlich eure Gebühren? Ich kann es euch sagen – zum Teil landen diese auf Wunsch von euch bald in Form einer Tatort-App auf eurem Smartphone! Die ARD hat heute per Pressemitteilung verlauten lassen, dass man die Verfügbarkeit der Onlineangebote weiter verbessern will.

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So ist für 2015 unter anderem eine Tatort-App geplant, um die beliebteste Krimi-Reihe des deutschen Fernsehens für alle Zuschauer auch mobil leichter zugänglich zu machen, genaue Informationen dazu gab es leider nicht – vielleicht kann man hier dediziert und explizit nur den Tatort schauen und detaillierte Informationen zur Reihe erhalten.

Welche Plattformen genau bedient werden, ist wohl noch nicht ganz klar, so heißt es: “ Es ist das Ziel der ARD, ihre Apps innerhalb der wirtschaftlichen Möglichkeiten für alle relevanten Betriebssysteme anzubieten“. Ist Windows Phone mit vergleichsweise geringem Marktanteil dabei?

Auch hat man sich Gedanken gemacht, wie zukünftig Inhalte – auch extern – abgerufen werden könnten. So weist der Telemedienbericht wie folgt darauf hin, dass sich bislang eine Spiegelung auf Dritt-Plattformen außerhalb von Pay-Modellen nicht durchgesetzt habe. Dennoch könnte es sein, dass man die Inhalte bald woanders abrufen kann, wie man weiterhin mitteilt:

„Die ARD wird prüfen, ob in den nächsten beiden Jahren weitere Drittplattformen mit dem Modell eines Exportplayers für Inhalte aus der ARD erschlossen werden können. Über diesen Weg könnten Angebotsteile oder einzelne Inhalte in einem Player der ARD zum Einbetten in Portale Dritter weitergegeben werden.“

Ebenfalls wird es interessant zu sehen sein, wie die ARD ihre Creative Commons-Pläne verwirklichen will. Bestimmte ARD-Inhalte sollen nämlich unter eine Creative-Commons-Lizenz gestellt werden, um sie für uns Beitragszahler unter definierten Bedingungen für eine weitere Nutzung zur Verfügung stellen zu können. Die Verlängerung von derzeitigen Verweildauern von Sendungen auf Abruf wird geprüft. Ich bin gespannt was die ARD da zaubert, eine Öffnung der Inhalte ist natürlich zu begrüßen – ganz besonders freue ich mich da auf etwaige Verlängerungen der Sendungen im Netz.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

11 Kommentare

  1. Warum eine Extra App für Tatort?! Warum nicht alles in einer Mediathek? Warum haben überhaupt ARD, ZDF und co jeweils eigene Mediatheken? Das Geld sollte effektiver genutzt werden …

  2. Chromecast support? Die Mediatheken App sind schon unterirdisch, wie solls mit der „Tatort-App“ werden?
    @Oink kann ich nur zustimmen! Warum 20 Apps wenns auch in eine geht?

    Und zu „etwaige Verlängerungen der Sendungen im Netz.“, kannst du mal schön weiter Träumen! Dafür müsste erstmal das Deplublizierungsgesetz geändert werden!

  3. DIe sollten sich mal ein Beispiel bei der ARTE App nehmen – die ist nicht nur Welten schöner und intuitiver, sondern hat auch alle benötigten funktionen (ala Chromecast etc.)

  4. Gebühren hin oder her. Das mag dem Einen einleuchten oder nicht. Ich selber bin froh, beim „Ersten“ und „Zweiten“ nicht der Nachmittagsmüll und all die HArtz-IV- TV-Serien wie sie bei vielen Privatesendern laufen, ansehen zu müssen.

    Was meines Erachtens nach nicht gerechtfertigt ist, ist die unverschämte, bodenlos freche Art, wie man bei den „Gebühreninstanzen“ mit den „Kunden“ umgeht. Hatte das bei meinem Umzug erleben müssen und in der alten Wohnung auch hin und wieder das Vergnügen, dass deren Mitarbeiter mal geklingelt haben. Höflichkeit? Fehlanzeige. Frech, arrogant und ahnungslos. So war zumindest mein Eindruck.

    Obwohl ich eine Ummeldebescheinigung vom Bürgeramt hingeschickt hatte, kam ein (un-)höflicher, aber direkter Brief, ich solle doch meine Gebühren entrichten, da sonst eine Zwangsanmeldung erfolgen würde.
    Von meinem letzten Wohnort wussten die nix, aber die Bescheinigung lag noch bei mir im Ordner…

    Hallo? Geht’s noch? Jedes mittelständige Unternehmen wäre mit derartigen Methoden längst platt.
    Von dahrer: Umdenken. Dann klappt’s auch irgendwann mit dem Image.
    Dass Hinz und Kunz über die jammert, hat man sich dort letzten Endes doch selbst zuzuschreiben.

  5. Was ich von den öffentlich-rechtlichen erwarten würde, wäre ein vernünftiges Archiv.
    Es kann nicht sein, dass mir eine Sendung, für die „ICH“ bezahlt habe, nur mickrige 7 Tage zur Verfügung steht.

  6. Das ganze Konzept des Depublizierens gehört abgeschafft.

  7. @erhier: Da kannst du dich bei den privaten Sendern bedanken, die haben gegen die langen Archive wegen Wettbewerbsnachteilen geklagt und gewonnen.

  8. Wieso 7 Tage? Sachen wie Die Anstalt oder Nuhr im Ersten sind auch nach mehreren Monaten erhältlich; bezieht sich das evtl auf Spielfilme, die nicht von den Öffentlich-rechtlichen produziert wurden? Macht dann ja Sinn…

    Die bestehende App darf aber gerne noch erweitert werden… mir fehlt auch der Chromecast-Support, der zumindest in der ZDF-App vorhanden ist.

  9. Die ARTE App ist tatsächlich ein Paradebeispiel für eine sehr gut gemachte App. Die vom ZDF geht in Ordnung, aber das Ding von der ARD ist einfach grausam.

  10. Die einzige Sendung die 2015 eine eigene App verdient wäre Neo Magazin. Wobei Tatort Second Screen auch Sinn machen würde… Dann bräuchte es nichtmal ChromeCast als Second Screen!