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Apple zahlt in den USA 113 Mio. US-Dollar wegen des Batterygates

Apple wird in den Vereinigten Staaten 113 Mio. US-Dollar zahlen, um die Untersuchungen und Vorwürfe rund um das sogenannte Batterygate zu bereinigen. Vielleicht erinnern sich einige von euch: Dabei geht es darum, dass eventuell bei älteren iPhone-Geräten nach einiger Zeit die Systemleistung reduziert wird, wenn der Akku langfristig zu schwächeln beginnt. In den USA musste Apple da schon im Rahmen einer Sammelklage eine hohe Summe herausrücken.

Nun einigte Apple sich auch mit mehreren US-Bundesstaaten auf eine Zahlung von 113 Mio. US-Dollar. Neben der Zahlung verpflichtet sich das Unternehmen aus Cupertino in Zukunft transparenter im Bezug auf derlei Strategien zu ein. In 34 Bundesstaaten und dem District of Columbia untersuchten Mitarbeiter das Batterygate und Apples Kommunikation und Strategie um die Vorfälle.

Apple hatte seine Drosselung der Leistung damit begründet, dass man auf diese Weise unerwartete Systemprobleme, etwa Abstürze, vermeiden könne. Denn über die Jahre baue die Akkuleistung nun einmal ab. Da ergreife man in iOS und der Energieverwaltung einfach nur Gegenmaßnahmen. Das diene dem Kunden und schade ihm nicht. Dennoch war der Ärger groß und am Ende bot Apple dann sogar betroffenen Kunden einen Austausch der Akkus an.

Kritisiert wurde an Apples Vorgehen auch, dass bei Kunden der Eindruck entstehen konnte, dass ein neues iPhone gekauft werden müsste, um wieder ausreichend Leistung zu erhalten. Dabei wäre in vielen Fällen der Tausch des Akkus eine geeignete Maßnahme gewesen. Diese Information ließ Apple aber laut Kritikern unter den Tisch fallen. Mittlerweile hat sich das aber gebessert. Seit 2018 bietet Apple Nutzern die Möglichkeit den Zustand ihres Akkus in iOS im Blick zu behalten und das Performance-Throttling zu deaktivieren.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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13 Kommentare

  1. Ich finde solche Beträge müssten wehtun. Apple hat über 200 MILLIARDEN Dollar BARGELD rumliegen. Das juckt die nicht die Bohne.

    • Naja, das Internet vergisst nicht. Und die Zahlung belegt, dass man unlautere Mittel eingesetzt hat. Insofern mag es finanziell nicht weh tun, aber es ist ein Punkt mehr auf der Liste der Dinge, über die man nicht gerne redet.

    • Und genauso viele Schulden 😉
      War jetzt nicht so ein krasses vergehen.

      • Offensichtliche Verbrauchertäuschung aus rein finanziellen Interessen ist kein so großes Vergehen?!?!
        Das sehe ich aber vollkommen anders, gerade bei einer „wir sind ja soooo um euer wohl besorgt“ Firma, die reicher ist als die meisten Staaten auf diesem Planeten. Das wird man nicht als Wohlfahrtsverein.

  2. Logische Konsequenz: in Zukunft nicht mehr im Sinne des Kunden handeln. Sollen sie doch den Akku schneller runterreiten, dann bleibt auch mehr Geld in der Kasse – entweder für ein neues iPhone oder einen neue Batterie. Das machen alle anderen Hersteller ja genauso.

    Amerika, das Land der unbegrenzten Klagen!

    • Bingo. Sammelklagen sind dort Volkssport. Da zahlt man lieber mal kurz statt weiter Kohle für die Anwälte zu verpulvern. Und so wie du es schreibst ist es am Ende ja auch gekommen. „Da habt ihr eure Einstellung, viel Spass mit toten Akkus, ihr Trottel.“

      • So ist es. Letztlich hätte Apple es nur nicht „heimlich“ machen sollen. Grundsätzlich hat man eigentlich im Sinne des Kunden gehandelt und dafür gesorgt, dass Smartphones besser etwas langsamer werden als sich ausschalten.

        Kapieren aber viele einfach nach wie vor nicht.

    • Uff, ich finde es einen deutlichen Gewinn für die Nutzer, wenn sie – wie im Artikel geschrieben – Transparenz darüber erhalten, wie es um ihren Akku steht, und dann selbst entscheiden können, ob sie die Leistung des Smartphone drosseln wollen oder nicht. Die Option, das weiterhin zu tun, haben sie ja trotzdem (und evtl ist es sogar der default, das weiß ich aber nicht). Ich finde es gilt wie immer: gerne sinnvolles Standardverhalten festlegen, das für die meisten Nutzer funktioniert, aber bitte so viele Optionen wie möglich bieten, falls sich ein Nutzer anders entscheiden möchte – die Konsequenzen dafür muss er letztendlich ja auch selbst tragen.

      • Vollkommen Korrekt! Immerhin hat man seitens Apple einfach Akkus verbaut, die Murks waren und nicht die nötige Leistung für die Prozessor-Hardware bereitstellen konnten. Andererseits wirbt man aber mit „die superschnellste Hardware aller Zeiten“. Die Verbraucher wurden gnadenlos abgezockt und diejenigen, welchen diese Firma offensichtlich das Hirn über die Jahre so richtig vollgekackt hat, verteidigen jetzt auch noch die „Its a Feature, not a Bug“ Strategie des reichsten Konzerns des Planeten. Das wird man nicht mit ehrlichem Verhalten gegenüber den Verbrauchern…

    • War ja klar, dass iFanboys wie BlackMac oder Kalle auch diesmal wieder alles schönreden wollen. Es ist NICHT im Sinne des Kunden, wenn Apple

      1. dem Kunden keine Wahl lässt und
      2. die Drosselung auch noch verheimlicht.

      Hält Apple seine Kunden für so dämlich, dass sie das nicht transparent kommunizierten und nicht als Option anbieten? Es geht wohl eher um die Illusion der perfekten Apple-Welt, also um das eigene Image.

  3. Jetzt wird mir einiges klar. Deswegen ist die induktive Ladematte bei Apple so teuer. Man braucht frisches Geld vom Kunden .

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