Apple WWDC 2013: OS X Mavericks vorgestellt

Nein, das neue OS X heißt nicht Grumpy Cat, sondern Mavericks. Dass ein neues OS X kommen wird, das war vorab klar, schließlich handelt es sich bei der Apple WWDC um eine Entwicklerkonferenz. Schon vorab gab es im Moscone Center ein Plakat, welches in schlichter Eleganz auf das neue System hinwies.

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Man scherzte noch, dass das neue System Sea Lion heißt, doch so war es dann nicht. Drei große Änderungen stellte man vor, die dem Windows-Nutzer wahrscheinlich ein müdes Lächen abringen.

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Der Finder bekommt Tabs, jeder der Tabs kann eigene View Modes haben. Ebenfalls bekommt OS X Mavericks Tags. Jegliche Dokumente und Dateien lassen sich verschlagworten, sodass der Speicherort egal ist. Tags sind ein neuer Weg um seine Dateien irgendwo auf dem Mac oder in der iCloud zu organisieren und zu finden. Man kann auf einfache Art und Weise jegliche Datei im Finder, in der iCloud oder beim Speichern eines neuen Dokuments markieren. Tags erscheinen in der Seitenleiste des Finder, um den Anwender in die Lage zu versetzen Dateien nach Projekt oder Kategorie zu betrachten.

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Finder-Tabs reduzieren das Durcheinander auf dem Schreibtisch, indem sie mehrere Fenster im Finder zu einem Fenster mit mehreren Tabs zusammenlegen. Man kann die Ansicht für jeden Tab individualisieren, Dateien zwischen den Tabs verschieben und den Finder sogar mit mehreren offenen Tabs im Vollbild-Modus betreiben.

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Multiple Displays. Mehrere Displays lassen sich zusammenschalten, Menüs über diese hinweg sharen. Man kann auf beeiden Displays im Fullscreen-Modus arbeiten und Dateien vom einen zum anderen Display sharen. Wer ein Apple TV hat, der kann den TV ebenfalls als Display nutzen. Der große TV zum Arbeiten, statt zum reinen Mirror, wie bisher.

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Ebenfalls wurden unter der Haube Verbesserungen vorgenommen, damit das System den Speicher, die CPU und den Akku besser nutzt.

Safari: WebKit läuft auf 1,5 Milliarden Rechnern. Safari soll besonders sparsam mit dem Speicher umgehen. Sobald Safari in den Hintergrund gelangt, wird seine Kapazität abgezogen und dadurch sinkt der Verbrauch an Leistung. Safari bekommt ebenfalls eine neue Sidebar spendiert, hier finden sich Bookmarks, die Reading List und die gesharten Links.

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In Sachen Multi-Device gibt es nun die Möglichkeit, den Schlüsselbund via iCloud zu synchronisieren. Natürlich verschlüsselt und nur für autorisierte Geräte.

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Notifications. E-Mails, iMessages und Co lassen sich direkt aus der Mitteilungszentrale beantworten. Auch werden sie auf Wunsch im Lockscreen angezeigt.

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Karten bringt Mapping-Technologien aus iOS auf den Mac, darunter präzise Vektor-Grafiken, 3D-Ansicht und interaktives Flyover. Mit Karten kann man einen Ausflug auf dem Mac planen und im Anschluss an sein iPhone für die gesprochene Wegbeschreibung unterwegs senden.

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Die systemübergreifende Integration von Karten in OS X Mavericks stellt Anwendern nützliche Karten in Mail, Kontakte und Kalender zur Verfügung und Entwickler können die gleichen leistungsstarken Mapping-Funktionen in ihre Apps mit Hilfe des Map Kit API einbauen.

Der Mac ist kontinuierlich schneller gewachsen als die PC-Industrie und OS X bleibt auch weiterhin das innovativste und am einfachsten zu bedienende Betriebssystem der Welt,“ sagte Craig Federighi, Senior Vice President Software Engineering von Apple. „OS X Mavericks ist unsere bisher beste Version und bietet eine neue Karten- und iBooks-App, Finder-Tags und -Tabs, erweiterte Multi-Display Unterstützung, leistungssteigernde und energiesparende Funktionen und einen völlig neuen Safari-Browser.“

Die Entwickler-Vorabversion von OS X Mavericks ist ab heute für Mitglieder des Mac Developer Program verfügbar. Mac Anwender können OS X Mavericks ab Herbst über den Mac App Store herunterladen.

Weitere neue Funktionen von OS X Mavericks beinhalten:

– iCloud Keychain, das Log-In Informationen von Webseiten, Kreditkartennummern und Wi-Fi-Passwörter eines Nutzers sicher speichert und auf alle Geräte des Anwenders schickt, sodass dieser sie sich nicht mehr merken muss. Die Informationen sind immer mittels AES-256 Verschlüsselung geschützt sobald sie auf dem Mac gespeichert und auf die Geräte geschickt werden;
– einen aktualisierten Kalender, der die Integration von Karten, durchgängiges Scrollen, sodass man Wochen und Monate überfliegen kann, und einen neuen Inspector, für die vereinfachte Erstellung und Bearbeitung von Events, hinzufügt;
– interaktive Benachrichtigungen, die es dem Anwender ermöglichen auf eine Nachricht zu antworten, einen FaceTime Anruf anzunehmen oder sogar eine E-Mail zu löschen ohne die App zu verlassen, die er in diesem Moment nutzt. Webseiten können nun Benachrichtigungen nutzen, um den Nutzer über die neuesten Nachrichten, Ergebnisse und andere Informationen auf dem Laufenden zu halten. While You Were Away-Benachrichtigungen stellen sicher, dass man sieht, was passiert ist während sich der Mac im Ruhezustand befand; und
– Xcode 5, mit leistungsstarken, innovativen neuen Werkzeugen für Entwickler die jeden Aspekt der App-Performance und des Energieverbrauchs messen und das Testen von Apps unterstützen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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10 Kommentare

  1. Ganz nettes Update. Die Änderung im Multi-Monitor Betrieb könnten sich als nützlich für mich heraus stellen.
    Der Finder wird aber wohl auch nach diesem Update immer noch unbrauchbar sein, da ihm viele wichtige Funktionen schlicht fehlen, aber in dem Punkt habe ich mit Path Finder schon lange einen sehr guten Ersatz gefunden.

    Was Safari angeht will ich mal hoffen, dass es Apple ENDLICH hin bekommen hat die Webseitensymbole in den einzelnen geöffneten Tabs anzuzeigen. Dieser gravierende Mangel macht für mich Safari zu einem großen Teil unbrauchbar, da es einfach enorm bremst wenn man ständig mit vielen geöffneten Tabs arbeitet und sich dann wie in der Steinzeit erst am Text der Tabs orientieren muss und nicht auf den ersten Blick anhand der Symbole die Zugehörigkeit des Tabs erkennt. Wäre schön wenn Apple diesen Mangel endlich mal behoben hätte, und ich dann Safari auf meinem Macbook Air nutzen könnte, zusammen mitd er sehr guten Unterstützung der Multitouch Gesten.

  2. Müsst ihr auch die ganze Zeit beim Lesen an Top Gun denken?

  3. Hi!
    Es heißt, dass die Mac OS Beta für Entwickler verfügbar wäre. Kann man sich denn da auch in einen Developer Account eintragen lassen? Oder kann man die Beta einfach irgendwo runterladen?
    LG
    Toni

  4. War da nicht von Features für Poweruser die Rede? Hab ich was verpasst, wenn ich da keine sehe?

  5. Nach 10 jahren endlich mal dir gleiche multiminitorunterstuetzung wir unter windows waere ein echtes feature und koennte mich zum erneuten reinschnuppern ins ios bewegen. Ich glaubs aber erst wenn ich es sehe…

  6. NichtBrian says:

    Genau, man soll Apple jetzt seine Passwörter und Kreditkarteninformationen noch bequemer anvertrauen, sonst würde man ja bestimmten Kreisen und Gruppen das Forschen danach nur unnötig erschweren.
    So kann man das ganze natürlich bequemer und einfacher von einer Stelle abgreifen.
    Es lebe Apple und sein Appstore, mit den weltweit meisten Kreditkarteninformationen….

  7. zum preis haben sich die herren aber noch nicht geäußert, oder?

  8. Viele wie hier auch Rene haben wohl immer noch nicht verstanden, dass bereits jetzt die Multimonitor-Funktion weit über das hinaus geht was Windows kann. Und jetzt setzen sie noch mal eins drauf. Bin mal gespannt auf die neue Version …

  9. @Georg, gib mal ein Beispiel? Ich lach mich über Multimonitor am Mac jedenfalls immer kaputt bzw. muß weinen, aber gut, ich nutz auch Linux.

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