Apple Watch bestellt? Hier sind die passenden Crowdfunding-Projekte für Armbänder und Zubehör

Die Apple Watch kann seit gestern vorbestellt werden, die Lieferzeiten sind bereits sehr weit nach hinten gerückt, sodass man sich bei jetziger Bestellung auf längere Wartezeiten einstellen muss. Und wie bei jedem Apple-Produkt wächst in kurzer Zeit ein enormer Zubehörmarkt heran, das zeigt sich bereits auf den einschlägigen Crowdfunding-Plattformen. Einige der Projekte sind bereits kurz vor Ende, sodass eine Auslieferung im Prinzip relativ zügig erfolgen sollte.

apple watch

Crowdfunding-Projekte für Apple Watch Armbänder

Apple stattet seine Smartwatch nicht mir herkömmlichen Armbändern für Uhren aus, sondern hat sich einen eigenen Mechanismus ausgedacht. Über alternative Armbänder haben wir bereits berichtet, hier kann man sich sogar selbst welche designen. Bei Kickstarter stolperte ich gestern über zwei Projekte, die lediglich Adapter anbieten, um die Apple Watch aufnahmefähig für herkömmliche Armbänder zu machen.

AW_Click

Click ist ein Adapter, der in drei Ausführungen bestellt werden kann. Der Unterschied sind die verwendeten Materialien. Die günstigste Option ist ein Adapter aus Polymer, dann kommt Aluminium und zu guter Letzt Edelstahl. Man kann die Adapter auch direkt mit einem Armband bestellen. Leider sind die Versandkosten nach Deutschland mit 12 Dollar recht hoch, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Polymer-Adapter ebenfalls nur 12 Dollar kosten. Außerdem muss man noch mit Einfuhrabgaben rechnen. Dennoch, die Adapter sind relativ günstig und machen die Apple Watch fit für jedes andere Armband. Die Lieferung soll ab Juni erfolgen. Das Projekt findet Ihr hier, es läuft noch sechs Tage.

AW_SteelConnectA

SteelConnect A ist ebenfalls ein Adapter im Stil von Click, allerdings hat man hier auch die Möglichkeit einen Anhänger aus der Apple Watch zu machen. Auf diese Weise würde sie sich als Anhänger an einer Kette oder als Taschenuhr ausführen lassen. Die Adapter gibt es in Ausführungen aus Aluminium und Edelstahl, zudem sind verschiedene Pakete mit Anhängern und Adaptern erhältlich. Immerhin kostet hier der Versand nur 3 Pfund. Das Projekt ist noch nicht finanziert und läuft noch 18 Tage. Erfahrungen mit Smartwatch-Adaptern haben die Ersteller jedenfalls schon, so dass auch die Lieferangabe mit Juni voraussichtlich eingehalten werden kann. Das Projekt findet Ihr hier.

AW_Monowear

Monowear bietet direkt fertige Armbänder für die Apple Watch an, über das Projekt berichteten wir bereits. Es gibt verschiedene Armbänder aus unterschiedlichen Materialien. Günstiger als die Angebote von Apple, aber nicht so günstig, dass man mit einem Adapter und einem normalen Armband nicht besser fahren würde. Vier Tage läuft das Projekt noch, ab 45 Dollar geht es los. Ihr findet es hier.

AW_Adappt

Adappt ist ebenfalls ein Adapter für normale Armbänder. Das Projekt wird bei Indiegogo finanziert, leider sind die günstigen Early Bird Perks bereits alle weg. Somit geht es bei 29 Dollar (inklusive weltweiter Versand) los, um den Adapter in der Aluminium-Version zu erhalten. Die Edelstahl-Version kostet 39 Dollar und die goldene Version fängt bei 250 Dollar an. Das Projekt läuft noch 14 Tage, hat bisher allerdings erst 34 Prozent des Kampagnen-Ziels erreicht. Hier findet Ihr das Projekt.

Zubehör für die Apple Watch

Dass man die Apple Watch nciht dauerhaft tragen kann, ist hinlänglich bekannt. Spätestens am Abend muss sie abgenommen werden, um wieder mit Strom versorgt werden zu können. Apple setzt hier auf induktives Laden, das Kabel wird magnetisch an der Uhr fixiert. Da man die Uhr sicher besser platzieren kann als sie einfach lieblos auf den Tisch zu legen, gibt es auch schon diverses Zubehör. Transportvorrichtungen, Ladestationen oder gar portable Ladegeräte. Oder alles zusammen, wie das erste Projekt zeigt.

AW_NuDock

NuDock Power Station Lamp heißt das Komplettpaket, welches es bei Indiegogo gibt. Es handelt sich hier um eine Nachttischlampe, die nicht nur Licht macht, sondern auch Aufnahmevorrichtungen für die Apple Watch und ein iPhone bietet. Zusätzlich ist auch noch ein Zusatzakku enthalten, den man unterwegs nutzen kann, wenn einem einmal der Saft ausgeht. 129 Dollar kostet das Teil, an Versand kommen noch einmal 25 Dollar hinzu. Wer nicht ganz so viel ausgeben möchte oder nicht alle Funktionen benötigt, kann beispielsweise auch nur ein Dock für die Apple Watch bestellen, dieser kostet dann nur 19 Dollar, allerdings fallen auch hier vergleichsweise hohe 20 Dollar Versandkosten an. Schönes Produkt, das auch bereits fertig finanziert ist und noch 25 Tage läuft. Fündig werdet Ihr hier.

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Eine nicht ganz zu Ende gedachte Idee ist der Portable Apple Watch Charger. Hier soll ein Armband finanziert werden, das quasi neben der Apple Watch getragen werden kann. Im Falle des Falles soll man dann das normale Ladekabel nehmen, um die Uhr während des Tragens zu laden. Was hier allerdings nicht bedacht wurde: die Apple Watch wird auf der Unterseite geladen. Man müsste das Kabel praktisch zwischen Handgelenk und Uhr platzieren, das kann gar nicht praktikabel funktionieren. Wohl auch der Grund, warum das Projekt bisher exakt 0 Prozent des Ziels erreicht hat. Aber es sind noch 27 Tage Zeit, das Projekt findet Ihr hier.

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Moduul ist ebenfalls ein Dock, zum Aufladen der Apple Watch. Aber auch für Pebble Time-Käufer gibt es eine Variante. Moduul ist in verschiedenen Farbkombinationen erhältlich, die Aufnahme für das Ladekabel ist aus Holz gefertigt. Zu den 35 Dollar, die die einfache Ausführung kostet, gesellen sich noch 15 Dollar für den internationalen Versand, gegebenenfalls müsst ihr noch mit Einfuhrabgaben rechnen. Sieht meiner Meinung nach schick aus und macht auf dem Schreib- oder Nachttisch sicher eine bessere Figur als die Uhr einfach abzulegen. Wer es etwas extravaganter möchte, greift zum goldenen Modell, das für schlappe 8.000 Dollar angeboten wird. Das Projekt läuft noch 20 Tage und ist hier zu finden.

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Ein wasserdichtes Case für die Apple Watch versprechen die Ersteller des Waterproof Case-Projekts. Leider keine Bilder und auch keine Beschreibung wie man das anstellen möchte, dafür ein Zielbetrag von 250.000 Dollar. Dieser wird wohl nicht erreicht werden, aber die Idee dahinter ist vielleicht gar nicht so verkehrt. Die Apple Watch kommt zwar mit Spritzwasser klar, aber mehr auch nicht. Da könnte so ein Case schon für den ein oder anderen praktisch sein. Das Projekt findet Ihr hier, auch wenn Ihr Euch die 69 Dollar für das Case vorerst durchaus sparen könnt.

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Premium One heißt ein Kickstarter-Projekt, das ebenfalls Eure Apple Watch aufladen möchte. Und Euer iPhone. Und Euer iPad. Je nachdem, ob Ihr nur Eure Apple Watch oder auch gleich weitere Apple-Geräte aufladen möchtet, gibt es verschiedene Optionen bei diesem Projekt. Nur für die Apple Watch kostet die Ladestation 55 Dollar, die Kombi mit iPhone-Dock gibt es für 99 Dollar. Die Lieferung erfolgt im Juni, produziert wird das Ganze in den USA und in Deutschland. Interessantes Projekt, das noch 14 Tage läuft und an dieser Stelle zu finden ist.

AW_WatchDockSteel

Mit WatchDock Steel wird es etwas farbenfroher. Das Projekt ist noch nicht finanziert und läuft noch 18 Tage, bietet aber offensichtlich die günstigste Option für eine Apple Watch Ladestation. Wer die letzten Early Bird Perks verpasst hat, erhält WatchDock Steel in verschiedenen Farben für 25 Dollar. Hinzu kommen noch einmal 10 Dollar Versand und eventuell Einfuhrgebühren. Sicher auch die einfachste Variante eines Apple Watch Docks, aber weniger ist ja manchmal mehr. Sieht auf jeden Fall gar nicht so verkehrt aus und ist wie bereits erwähnt die wohl günstigste Lösung. Das Projekt findet Ihr hier.

Wenn man bedenkt, dass die Apple Watch noch überhaupt nicht im freien Verkauf ist, ist dies schon eine beachtliche Anzahl an Projekten. Und das ist sicher nur der Anfang. Wenn das neue Apple-Gadget dann einmal breit verfügbar ist, wird es erst so richtig losgehen. Vorausgesetzt die Apple Watch wird von den Kunden auch so angenommen, wie es die jetzigen Wartezeiten bei Bestellung vermuten lassen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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11 Kommentare

  1. plantoschka says:

    Danke für die klasse Übersicht.

  2. Fiese Frage, verliert man bei alternativen Armbändern nicht die Garantie? 😉

    Achja, über Nacht aufladen ist auch blöd, eines der Hauptfeatures ist doch die Analyse des Schlafrythmus.

  3. @toto
    nein, die watch hat keine app zur überwachung des schlafrhythmuses.. bewusst nicht, weil man sie eben nicht nutzen könnte

  4. Frage beantworten: Nein

  5. @HO: Warum wird dann das Biorythmusfeature in der Vorstellung beworben? Da wo Apple die Gesundheitsdaten an Firmen für Studien verkauft, waren auch Schlafstörungen ein Thema.
    Also soll das Gerät auch über die Nacht getragen werden.

  6. Eine kurze Google Recherche zeigt, dass es tatsächlich kein Schlaftracking für die Apple Watch gibt, aber ob das nur daran liegt, dass man sie Nachts laden soll? Man kann sich immerhin geräuschlos wecken lassen. Es könnte auch sein, dass sich verschiedene Schlafphasen einfach nicht halbwegs seriös über das Handgelenk messen lassen. Über die Herzfrquenz geht das meines Wissens nicht und in der REM Phase findet bei den meisten zwar keine Bewegung statt, aber das muss in den leichten Schlafphasen auch nicht bei jedem der Fall so sein. Schlaftracking über das Handgelenk ist wahrscheinlich schlichtweg scheiß Voodoo.

  7. Pantoffelknilch says:

    Ihr habt ja schon darauf hingewiesen, dass das mit dem „Portable Apple Watch Charger“ eigentlich nicht sinnvoll funktionieren kann – darüber hinaus wurde das Projekt aber auch noch von einem 16-jährigen Milchbubi eingestellt, der schon mehrere andere sehr erfolglose Projekte bei Indiegogo eingestellt hat, bei denen man sich ausnahmslos fragt, wie er das hätte bewerkstelligen wollen, wenn denn jemand was dafür gezahlt hätte.

    Das hättet ihr ja durchaus dazuschreiben können, oder es unter diesen Umständen vielleicht gar nicht erst in die Liste aufnehmen. 😉 Da steckt halt so rein gar nix dahinter.

  8. @Barney Wer weiß, vielleicht unterstützt Sleep as Android auch bald die Apple Watch… 😉

    Sleep as iOS oder andere „intelligente Wecker“ wird es sicherlich bald geben 🙂

  9. @GongGonzo
    Apple verkauft keine Daten an Firmen. Es gibt eine API bei der ein Benutzer selbst entscheiden kann ob und welche Daten er mit Forschungsprojekten teilen will. Die API heisst ResearchKit und ist Open Source. Apple sieht nichts von den Daten.
    Weder die Apple Watch noch der Schlafrhythmus war bei der Vorstellung von ResearchKit ein Thema. Die API ist für iPhones und dem neuesten iPod Touch. Dafür bräuchte es sowieso die Sensoren im iPhone (Gyro, etc) und die Integration mit HealthKit.

  10. plantoschka says:

    @Kalle danke für die Aufklärung.

    Wobei ich GongGonzo ja gezielte Provokation unterstellen würde. Wenn nicht, tut es mir leid.

  11. Hallo und besten Dank für den informativen Beitrag.
    Hätte mal eine Frage bezüglich den Bildern im Beitrag.
    Von wo stammen denn die Fotos der Apple Watch und wie kommts, dass ihr diese in eurem Blog verwenden dürft? Das gleiche frage ich mich auch für die andere Produktfotos…

    Herzlichen Dank im voraus.

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