Apple Watch: Die Familienkonfiguration ausprobiert

Die Apple Watch ist in zwei neuen Ausgaben erschienen. Auf der einen Seite ist dies die Apple Watch Series SE. Und dann gibt es auf der anderen Seite noch die neue Series 6, deren Test ihr hier lesen könnt. In dem Test bin ich auch stark auf die neuen Funktionen von watchOS 7 eingegangen, denn vieles ist nun auch mit älteren Modellen der Uhr möglich. Und eine der Neuerungen ist, dass Nutzer innerhalb einer Familiengruppe mit einer Apple Watch ausgestattet werden können, ohne dass diese ein eigenes iPhone benötigen.

Nun möchte ich hier nicht darüber diskutieren, ab wann so etwas sinnvoll ist und ob überhaupt. Mein Sohn hat schon lange ein iPad und nutzt dieses sehr kontrolliert, ein iPhone besitzt er allerdings nicht, ebenso wenig eine Apple Watch. Dies halte ich als Elternteil für einen 6-Jährigen nun nicht wirklich für nötig, aber es mag Menschen geben, die dies anders sehen.

Dennoch habe ich mir, unabhängig vom Alter meines Sohnes, die neue Funktion angeschaut, die Apple da anbietet. Ganz einfach aus Lern – und Wissenszwecken und um unsere Leser zu informieren, die vielleicht mit dem Gedanken spielen, das iPhone-lose Kind mit einer Apple Watch auszustatten, kann ja schließlich auch ein „älteres“ Modell sein. Auf der anderen Seite war mein Sohn Max auch sehr begeistert, mir beim Testen helfen zu dürfen – und es stellte sich heraus, dass der kleine Mann die Apple Watch intuitiv bedienen konnte, nachdem ich ihm die wichtigsten Dinge gezeigt hatte.

Vorausgesetzt wird mindestens ein iPhone mit iOS 14 auf den Seiten der Eltern und eine Apple Watch der vierten Generation (mit bestenfalls eSIM-Unterstützung, da sonst keine Telefoniedienste oder das Tracking außerhalb des WLANs funktioniert) oder höher. Diese durchläuft dann den Kopplungsvorgang auf dem elterlichen iPhone. Das Setup fragt vorher nach, ob man für sich selbst oder ein Familienmitglied koppelt. Ist das Kind noch nicht in der Familiengruppe, kann ein Benutzer angelegt werden. Im weiteren Verlauf kann man schon erste Regeln definieren, so kann man beispielsweise Routen aufzeichnen, die dann über das Trainingsprotokoll ersichtlich sind. Dass kein iPhone vorausgesetzt wird, sorgt auch eben dafür, dass eine eSIM für unterwegs benutzt werden muss. Eltern sollten dementsprechend ihre Verträge checken und unter Umständen monatliche Mehrkosten einplanen. Wichtig ist zu wissen: Jeder Elternteil in der Familienfreigabe mit entsprechenden Rechten kann die Uhr einrichten. In der Watch-App taucht sie aber nur bei dem auf, der sie einrichtete.

Verfügbarkeit der Funktionen und Apps

  • Mitteilungen zu hoher und niedriger Herzfrequenz sind für Benutzer ab 13 Jahren verfügbar.
  • Die Sturzerkennung ist für Benutzer ab 18 Jahren verfügbar.
  • Benutzer unter 13 Jahren können in der Aktivität-App Bewegungsminuten anstelle von Aktivitätskalorien für ihr Bewegungsziel verwenden.

Wenn du eine Apple Watch für ein Familienmitglied mithilfe der Familienkonfiguration koppelst, sind die folgenden Funktionen und Apps nicht verfügbar: Mitteilungen zu einem unregelmäßigen Herzrhythmus, EKG, Zyklusprotokoll, Schlaf, Blutsauerstoff, Podcasts, Fernbedienung, News, Home und Kurzbefehle.

Hier einmal Screenshots aus dem Setup-Verlauf. Viele Dinge muss man nicht sofort entscheiden, das ist auch später möglich.

Die Apple Watch lässt sich danach ganz normal orten, dies erfolgt dann über die App „Wo ist?“. Wer vielleicht schon einmal Berührung mit dem administrativen Werkzeug „Bildschirmzeit“ auf macOS und iOS hatte, der wird sich relativ schnell zurechtfinden können. So werden es sicherlich viele Eltern für wichtig halten, dass das Kind nicht mit Hinz und Kunz über die Apple Watch kommuniziert. Letzten Endes ist das Ding schließlich durch die eSIM eben ein autark arbeitender Computer mit vielen Telefoniefunktionen – inklusive der vielleicht mal irgendwann wichtig werdenden SOS-Notruffunktion.

So lassen sich nicht nur generell Kontakte für die Kommunikation festlegen, sondern auch bestimmte, die beispielsweise während der Auszeit erreicht werden können. Die Sperrung über die Auszeit sorgt dann dafür, dass bestimmte Apps auf der Apple Watch nicht mehr funktionieren – wie dies eben auch bei einem iPhone oder iPad auch der Fall wäre.

Erwähnenswert auf der Uhr ist sicher auch noch der Schulzeit-Modus. Setzt man diesen, werden Benachrichtigungen und Komplikationen deaktiviert und nicht stören aktiviert. Notfallinformationen kommen dennoch durch. Können Eltern sehen, dass der Schulzeit-Modus unterbrochen wurde? Ja.

Ein Fazit? Wie bereits oben erwähnt, werde ich mir nicht anmaßen, anderen in diesen Dingen Empfehlungen zu geben. Das darf dann jeder für sich entscheiden. Ich schaue mir nur die generellen technischen Aspekte und Möglichkeiten an. Auf der einen Seite bekommen hier Eltern ein gutes Werkzeug in die Hand gedrückt, um Kindern die Kommunikation flott und einfach zu erlauben, auch ohne Smartphone. Das kann auf beiden Seiten für Sicherheit sorgen.

Und für Eltern in iOS-Haushalten ist es so, dass sie sich nicht großartig umgewöhnen müssen, da alles über die Apple-Watch-App oder die Bildschirmzeit geregelt werden kann. Ist natürlich vielleicht auch für Apple eine interessante Sache, denn man hält Nutzer im eigenen Ökosystem – das wollen bekanntlich alle Unternehmen gerne.

Ich denke jetzt nicht, dass Apple alleine durch diese Funktion direkt Millionen Apple Watches verkauft, aber es werden vermutlich darüber welche verkauft, dass vielleicht Eltern ihre alte Smartwatch nicht mehr verkaufen, stattdessen an die Kinder weiterreichen. Würde ich vermutlich auch so handhaben, bevor ich irgendeine Mullu-Mullu-Smartwatch mit windigen Funktionen in schlechten Apps für viel Geld kaufe.

Letzten Endes müssen die Eltern entscheiden. Ich glaube, technische Geräte sind heute schon Standard bei vielen. Ich sehe das Ganze bei unserem Sohn als Chance, zu lernen – nicht als Alternative zum Abparken vorm TV. Smartwaches, also die betreuten, stelle ich mir möglich im Alter von 6 bis 12 oder so vor – wobei viele Kinder in dem Alter schon ein eigenes Smartphone haben. Jeder Hersteller hat irgendeine Familien-Lösung im Angebot, das gibt es für Windows oder auch Android – konsequent von Apple, dass man nun auch die nächste „starke Kraft“ im Markt mit einbezieht – das Wearable.

Falls euer Kind ein Smartphone, ein Tablet oder gar eine Smartwatch hat, schreibt gerne in die Kommentare, wie ihr damit umgeht, was erlaubt ist und was nicht. Nähkästchen: Max schaut gerne Let’s Plays auf YouTube Kids, meistens zu Spielen, die er auch hat – momentan ist Minecraft angesagt – und auch noch Pokémon Go. Während „seines“ Tests mit der Apple Watch war er besonders angetan, jederzeit mit uns kommunizieren zu können – und sich ungefähr 100x am Tag die Uhrzeit von Micky Maus ansagen zu lassen – obwohl er die Uhr schon lesen kann.

Abschließender Hinweis: Die Ladekapazität einer Batterie in der Series 6 in der Familien­konfiguration basiert auf 14 Stunden bei folgendem Gebrauch: 70 Display-Aktivierungen durch Armheben, 45 Benach­richtigungen, 20 Minuten App-Nutzung, 5-minütiger Telefonanruf und 30 Minuten Training mit Musik von der Apple Watch über Bluetooth im Verlauf von 14 Stunden mit Verbindung über LTE und geteiltem Standort in der „Wo ist?“ App.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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48 Kommentare

  1. Als Vater eines 10jährigen, bei dem sich so langsam die Frage nach dem ersten mobilen Device für unterwegs stellt, finde ich die Lösung zwar interessant, rechne ihr aber so, wie sie gedacht ist, wenig Chancen zu. Sobald ein smartes Gerät in Frage kommt (wir haben uns erstmal nur für ein dumb-phone als Notfallkontaktoption entschieden), wollen die Kids doch nicht „nur“ ne Uhr, wenn die Freunde das erste Smartphone haben. Die Zeitspanne, in der das ne Lösung ist, weil man noch kein (entsprechend administriertes) Smartphone mitgeben möchte, eine AppleWatch aber schon, dürfte klein ausfallen- es sei denn, man hat da wenig Bedenken und fängt sehr früh an.

    • Also mein Großer ist 8 und möchte unbedingt (direkt) nach der Schule zum Sporttraining. Für mich zeitlich aber nicht zu schaffen. Er würde quasi direkt vor der Schule in die Bahn und direkt an der Endhaltestelle 5 Mins später beim Sport aussteigen. Mein Plan ist nun meine alte Smartwatch weil die halt nur eine Anruf- und SMS-Funktion bietet, Tracking als SOS nur wenn er es braucht/will (Bahn defekt, Ausfall etc.). Fürs Handy ist er zu jung. Für mich ist das ein guter Kompromiss zwischen Freiheit für das Kind, Einfachheit der Bedienung und Erreichbarkeit für Eltern. Für die 1-2 x die Woche reicht das völlig aus und die Uhr verbummelt man nicht so schnell bzw. informiert schneller.
      Ach und der Spaß bspw bei den Großeltern kurz die Eltern anzurufen oder andersrum will ich meinen Kids auch nicht nehmen 🙂

  2. Abgesehen davon, dass es schon ein wenig teuer ist, eine Apple Watch für Kinder zu kaufen, finde ich die Apple Watch auch zu fragil. Da muss man dann quasi einen Schutz mit dran tun und dann ist es auch wieder extrem klobig…
    Das ist bei einer Honor Watch Magic bzw. Huawei Watch GT besser gelöst. Da gibt es einen Metallrand und das Display ist leicht zurückgesetzt…

    Ansonsten zeigt es, dass sich die Apple Watch immer weiter vom iPhone entfernt. Vielleicht gibt es dann nächstes Jahr eine komplett autarke Variante, so dass das iPhone optional ist… Da hätten sie dann noch den riesen Markt der Androiden für sich….

    • …für das Risiko des Abwanderns bisheriger iPhone-Käufer zu Android mit der Option, die Watch weiter nutzen zu können? Traue ich Apple nicht zu. Wenn es ein ehernes Gesetz bei Apple gibt, dann das Ökosystem abzudichten.

    • Wird nicht passieren. Warum sollte ich mir als Apple Watch Nutzer ein derart zerklüftetes OS antun, bei dem man bei einer neueren Version immer die Angst haben muss, ob diese für das momentan genutzte Gerät, wenn überhaupt, zeitnah umgesetzt wird…

      • Das ist ja nur ein Aspekt beim iPhone. Erst heute habe ich wieder ein iPhone 4 gesehen. Da gibts schon seit Jahren nix mehr für…
        Und dann sollte man auch bei Apple keine 0-Version installieren. Aktuell vergisst mein Kalender auf der Apple Watch immer wieder Termine, die aber auf dem iPhone da sind. Das war mit watchOS 6 / iOS 13 noch nicht so…

      • Das Warum ist einfach:
        weil man freier ist. Es gibt deutlich weniget Einschränkungen, man kann das System leicter so nutzen wie man es möchte anstatt eie es vorgeschrieben,isg. Das hat auch Nachteile, keine Frage. Nut iOS pauschal als das bessere (oder schlechtere) System hinzustellen, ist Fanboygrhabe. Es kommt auf den Bedarfsfall an.

  3. Ich denke das das Feature gerade in den USA sehr gut ankommen wird, wenn ich dort sehe welchen Überwachungswahn manche Eltern haben – da gibts Kindergärten mit Webcams wo die Eltern ihre Kinder (und die Arbeit der Erzieher) beobachten können. Da passt so ein Feature wo ich mein Kind regelmäßig verfolgen und aufspüren kann nur zu gut. Szenarien wären da: „ist das Kind auch bei der Nachhilfe und nicht bei Freunden“ – eigentlich ein starker eingriff in die Privatsphäre des Kindes, der Aspekt wurde hier noch nicht erwähnt 😉

    Weiß das Kind dann auch das Mama und Papa immer sehen können wo ich bin?
    Der Vorteil bei einer Uhr ist – die habe ich immer am Handgelenk, ein Handy lasse ich eher mal wo liegen 😉

    So praktisch ich das als Tech Freak auch finde aber einen etwas bitteren Beigeschmack hab ich da schon – zu dem Thema gibt es übrigens eine spannende Folge von Blackmirror („Arkangel“ Staffel 5 auf Netflix)

    • das Tracking Feature geht natürlich auch beim iphone 😉

    • Die Privatsphäre des Kindes ist vermutlich auch verletzt, wenn ich sein Zeugnis unterschreiben muss?

    • Neben der Privatsphäre (mit Zeugnis hat die für mich nichts zu tun) geht es doch vor allem darum, dass man seinem Kind das Konzept von gegenseitigem Vertrauen beibringen möchte. Mit Dauerüberwachung wird das nicht funktionieren.

      • Natürlich ist das auch eine Frage des Alters, aber jedes Elternteil weiß: ohne Kontrolle eines Minderjährigen wirst du kein Vertrauen aufbauen können. Das ist nur wieder so ein Haltungs-bullshit, um sich moralisch überhöhen zu können.

        • Kontrolle ist nicht mit permanenter Überwachung gleichgesetzt.
          Es ist eine Sache den Fortschritt eines Kindes zu kontrollieren, aber eine ganz andere Sache jede Bewegung zu tracken und jeden Aspekt zu überwachen.
          Das ist wie der Chef der die Arbeit kontrolliert oder der Gefängniswärter der alles überwacht.
          Da wird eine Generation herangezogen für die eine permanente elektronische Überwachung normal sein wird.
          Und dann gibt es noch Eltern die Alexa, FB & Co. für schlimm und Datenschutzrechtlich bedenklich halten, aber ihren Sprösslingen problemlos eine elektronische Fussfessel anlegen.

          • Also bist Du dafür Kindern erst ab wirtschaftlicher Volljährigkeit rin Smartphone zu geben? Jedes Smartphone ist trackbar und bis zur wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit mußt Du die Kontrolle über das Gerät haben, ergo kannst Du das Kind bis dahin tracken.
            Gegenseitiges Vertrauen bedeutet auch, daß das Kind vertrauen kann, daß dir Eltern diese Option nicht ausnutzen.
            Unser Kinderuhr hat das z.B. auch. Nutzen wir sie? Nein, weil es um das Anrufen geht. Sie würde nur genutzt werden, wenn keiner weiß wo das Kind ist.

      • Eine ganz andere Zielgruppe sind Senioren. Der Falldetektor ist eine super Sache und auch bei Personen, die leicht dement sind und die Gefahr des Verlaufens nicht ausgeschlossen werden kann, kann die Uhr die Angehörigen beruhigen. Wir bieten Hausnotrufsysteme an. Die Watch würden wir gerne mit in die Beratung einbeziehen. insofern vielen Dank für den ausführlichen Artikel.

    • Genau so ich sehe auch, die USA wird der Markt wo es sehr viele Eltern geben wird, welche ihr Kinder mit der Watch versorgen werden.

  4. Ich finde es sehr schade, dass die Funktionen EKG und Warnung vor erhöhter Herzfrequenz nicht im Familienmodus gehen. Ich denke bei der Funktion an meine Eltern und die könnten diese Funktionen sehr gut gebrauchen.

  5. @Cashy
    Wichtigste Frage aus meiner Sicht: Kann das Kind in der Konfiguration Apple Pay nutzen (bin aus der Schweiz, Bargeld ist hier im Alltag nicht mehr nötig)?

  6. Was noch gar nicht angesprochen wurde ist die Verwendung der autarken Apple Watch für seinen Partner, der noch im Androidlager rumhängt. Zum Beispiel würde mich Interessieren ob die Ortung nur in eine Richtung funktioniert. Oder kann man auch an der Watch sehen wo das iPhone des Partners gerade ist? Und dann die Frage der Kommunikation. Kann man über iMessage mit der Uhr kommunizieren? Und kann derjenige mit der Uhr auch gescheit antworten, zum Beispiel über eine Sprachnachricht? Es gibt ja Walkie Talkie, aber da werden meines Wissens nach die Nachrichten direkt abgespielt, was im Arbeitsalltag eher nervig ist, oder?

    Die meisten Androidnutzer haben irgendeinen billigen Tracker (z.b. Xiaomi Mi Band) am Arm, der eh nichts weiter macht als Schritte zu zählen und die Uhrzeit anzuzeigen. Benachrichtigungen vom Smartphone sind da eh sehr schlecht umgesetzt und kaum praktikabel. Da wäre doch eine Apple Watch in jedem Fall ein Mehrwert, auch wenn sie erstmal autark arbeitet bevor der Anwender dann vllt irgendwann ein iPhone hat.

    • Und was passiert mit den Health Daten wenn sich der Partner, der die autarke Apple Watch besitzt, dann ein iPhone kauft? Werden die Health Daten im jeweiligen iCloud Account gespeichert und wären dann mit dem neuen iPhone auch zugreifbar?

  7. Ich fände die Schulfunktion auch super für eine Watch, die nicht über die Familienkonfiguration eingerichtet wird…

  8. Lustig. Oder vielmehr: nicht.
    Bei uns trifft so ziemlich _nichts_ von dem zu was Caschy schildert:
    Meine große ist bald 6, aber das einzige elektronische Gerät daß sie hat, ist ein tiptoi-Stift. Und eine taschenlampe, falls die zählt.
    ein ipad sieht sie, wenn sie alle Woche mal mit Oma/Opa facetimet.
    Und Maus-videos (youtube) werden genutzt beim Haar schneiden, dann sitzt sie nämlich still.
    Und während des Lockdowns war Sonntags Kindergottesdienst als livestream.

    Das war’s.
    Fernseher gibt’s bei uns sowieso nicht, fällt also auch flach.

    Ich wüsste nicht was man in dem Alter mehr braucht, aber das soll jeder machen wie er mag.
    Das Argument „Kinder auf eine Welt mit Elektronik vorbereiten“ halte ich für vorgeschoben, das was die in dem Alter konkret lernen würden (wie man tippt, swiped, usw.) das lernen sie auch 5 Jahre später noch in 3 Minuten.

    • Passt. Auf einer bayrischen Alm oder wenn deine Eltern die Kellys als Vorbild haben.

      • Also die bayerischen Almen sind von hier so 900km weg und dass der Vater meiner Kinder kein Kelly-Fan ist und auch nie war, weiß ich sicher… und bei der Mutter bin ich mir auch einigermaßen sicher.

        Mal konkreter werdend: was genau wäre denn nun ein Grund den Kindern (6,3,1) ein Smart-whatever zu geben?
        Die spielen doch toll mit Duplo, brio, sandkiste… also: wozu?

        • Wozu es ihnen verweigern? Davon haben die ja auch nichts? Außerdem in der heutigen Welt kann man damit gar nicht früh genug anfangen. Müssen ja nicht voll ausgestattet werden.

    • Welches kindergottesdienst kann man den im YT empfehlen? Finde da nur hipster die irgendwelche flache Witze erzählen und schepp gesungene Lieder singen.

      • Also wir haben in der Zeit als Lokal bei uns die Gottesdienste ausgefallnen sind, immer mit (!) den Kindern den „Online KiGo“ (YT-Kanal heißt so) geschaut. Das ist von einer Gemeinde in Karlsruhe. Die Lieder und Spiele wiederholen sich, aber fürs Singen sind meine kurzen eh nicht zu haben.
        Das gute: die Geschichten (nicht ganz unaufwendig produzierte Videos um eine Gruppe Freunde) sind wirklich schön gemacht. Dafür lohnt es sich.

        Für die Erwachsenen gab‘s danach dann natürlich aus alter Verbundenheit den Stream vom Hamburgprojekt.

    • Hans Günther says:

      Wir haben das ähnlich gehandhabt.
      Unsere Kinder sind 9 und 11 und schauen immer noch nur am Wochenende TV.
      Die 11-jährige hat seit einem Jahr ein Android Smartphone, das per Family Link wochentags auf 30 Minuten und am Wochenende auf 1 Stunde begrenzt ist.
      Statt WhatsApp nutzt sie Threema.
      Funktioniert alles problemlos!

  9. Ich bin nicht versnobt oder reich genug, einem Kind ein 400-Euro-Device an den Arm zu hängen, das binnen einer Woche beim Spielen unweigerlich zerstört wird.

    Ein Smartphone kann das Kind beim toben daheim lassen oder wird es intuitiv aus der Hand legen, die Uhr bleibt am Arm, schlägt gegen eine Wand oder Stein und ist hinüber. Nicht mal einen intensiven Ausflug in den Dreck durfte die Watch unbeschadet überstehen. Zwar ist sie wasserdicht, gegen Abrieb durch dauerhaften Kontakt mit Sand und Matsch, wo etwa ein Handwerker sie achtsam ablegen würde, ist sie ungeschützt.

    Da gibt es robustere oder leichter ersetzbare Alternativen für die erste Armbanduhr.

  10. Moin

    Mal abgesehen davon, ob es sinnvoll ist eine 400EUR-Uhr einem Kind an den Arm zu binden (für mich persönlich völlig daneben…), stellt sich doch die Frage, ob es aus Datenschutzgründen überhaupt zulässig ist, in dem Fall das Kind derart zu überwachen?

    Sorry, aber das kam mir so in den Sinn als ich das gelesen habe.

  11. Mein junior hat schon mehrere Kids Watch zerstört oder verloren (vtech, mi Band 3 usw) aktuell hat er die amazfit bip und auch diese musste schon mehrere Male gesucht werden weil sie bei irgendwelchen Freunden oder Sportplatz liegengelassen wurde. Muss jeder wissen das Kinder eben Kinder sind und dementsprechend den Wert der Gegenstände nicht so einschätzen können wie die Erwachsenen.

  12. Würde die Apple Watch mit einem iPad Mini 2 funktionieren, dass über kein Tablet OS verfügt sondern noch mit iOS läuft?

  13. Mit 6 Jahren ein eigenes iPad? Naja das muss jeder selber wissen was er macht. Mit Bildschirmzeit sollte das kein Problem sein.

    Bei der LTE Version der Apple Watch ist das so eine Sache. Multisim gibt es praktisch nur bei der Premiumanbietern. Ein Anbieter soll es jetzt für die Apple Watch geben der nicht zu den drei großen Deutschen gehört. Der Name ist mir aber wieder entfallen. Seit Jahren gibts die AW mit LTE aber kaum ein günstiger Anbieter.

  14. TruPhone heißen die sonnst geht die Familienkonfiguration nur mit der Telekom und es muss zwingend eine mit Mobilfunk sein.

    Ich sehe das auch eher für Senioren statt Kinder, ggf. kommt ja Mal noch eine mit Kunststoffgehäuse und Schutzhülle…

  15. Hans Günther says:

    iFamily – Apples feuchter Traum!

  16. Hallo, ich habe eine Frage zur Schulzeitfunktion. Mein Sohn hat ein eigenes iPhone, welches in der Familienfreigabe auftaucht und von mir hierüber administriert werden kann (Auszeiten etc.). Nun hat er eine AppleWatch SE geschenkt bekommen und diese dann mit seinem iPhone gekoppelt. Kann ich die Uhr jetzt auch, insbesondere die Schulzeit, über mein iPhone steuern? Oder ist dies nur möglich, wenn ich die Uhr mit meinem iPhone für ihn Koppel? Danke schon mal vorab und schöne Grüße Daniel

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