Apple übernimmt Teile des Chip-Entwicklers Dialog

Apple will offenbar seine Chip-Enticklung in Europa ausbauen: So hat das Unternehmen aus Cupertino 300 Mio. US-Dollar investiert, um einen Teil von Dialog Semiconductor aufzukaufen. Dieser Anbieter sitzt in Europa und arbeitet mit Apple bereits seit dem allerersten iPhone zusammen. Zusätzlich zu den ersten 300 Mio. will Apple weitere 300 Mio. US-Dollar investieren, um von Dialog z. B. Lizenzen zu erwerben. Insgesamt sprechen wir also von einem Deal über eine Summe von 600 Mio. US-Dollar.

Dialog spricht zwar von einem Abkommen, um Lizenzen und Assets zu erwerben, allerdings ist besonders interessant, dass Apple 300 Mitarbeiter übernimmt. Das entspricht 16 % der Angestellten bei Dialog. Es soll sich dabei um Teams handeln, die ohnehin bereits in Kooperation mit Apple gearbeitet haben. Die betreffenden Teams sitzen in Livorno in Italien, Swindon in England sowie Nabern und Neuaubing in Deutschland – jeweils nahe München. Teilweise übernimmt Apple im Zuge des Abkommens auch ganze Bürogebäude. Andere Räumlichkeiten teilen sich fortan die Mitarbeiter von Dialog und Apple, was für eine mehr als intensive Zusammenarbeit spricht.

Die ehemaligen Dialog-Mitarbeiter, die Apple übernimmt, unterstehen nun dem SVP für Hardware-Technologien, Johny Srouji. Abgeschlossen sein soll der neue Deal innerhalb der ersten Jahreshälfte 2019 – insofern die zuständigen Behörden ihre Genehmigung aussprechen. Dialogs unabhängiger Teil will sich nun in Zukunft mehr auf die Bereiche IoT, Mobile und Automotive fokussieren.

Apple hatte zuvor schonmal einen Blick auf einen Chipentwickler in Europa geworfen: Imagination Technologies. Letzten Endes kam es aber zum Zwist, nachdem Apple begann selbst Grafikchips für seine mobilen SoCs zu entwickeln. Mit Dialog hatte man da offenbar mehr Glück und konnte sich einigen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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