Apple stellt datenschutzkonformes Werbe-Tracking für WebKit vor

Apple versucht schon viele Jahre viel für die Privatsphäre des Nutzers zu tun, nutzt beispielsweise fast ausschließlich On-Device-Mechanismen. Daten werden in seltensten Fällen in die Cloud geschickt, dort ausgewertet und wieder zurück zum Smartphone oder Tablet transferiert. Das Ganze erhöht zwar die Sicherheit, hindert jedoch Apple zum Teil auch daran, auf Augenhöhe mit Google zu sein, die beispielsweise eine exzellente Gesichtserkennung in Google Fotos haben, da man auf mächtige Cloud-Tools und Algorithmen zurückgreift.

Auf der WebKit-Seite stellt Apple nun eine neue Technik vor, die das Werbe-Tracking ermöglichen soll, ohne die Privatsphäre des Nutzers zu schädigen, man nennt das „Privacy Preserving Ad Click Attribution“. Wer sich für alle technischen Details interessiert, kann sich den kompletten und sehr umfangreichen Blog-Post auf der WebKit-Seite zu Gemüte führen. An dieser Stelle nur das Wichtigste.

Das übliche Vorgehen

Mit der neuen Vorgehensweise möchte Apple das sogenannte seitenübergreifende Tracking von euch verhindern, das Affiliate-Business jedoch weiterhin möglich machen. So erklärt man, dass es gar nicht notwendig sei, dass die Ursprungsseite wisse, was der Nutzer auf den darauffolgenden Seiten genau tut. Auch sollen nur die Seiten tracken dürfen, die der Nutzer auch selbst angeklickt hat, Dritte haben zukünftig also das Nachsehen. Durch die Limitierung der Anzahl von Kampagnen-IDs auf 64 kann man auch nicht mehr feststellen, welche User-ID damit gekoppelt ist.

Um die Privatsphäre abzusichern, sendet man die Attributionsberichte außerdem nicht mehr in Echtzeit, sondern zwischen 24 und 48 Stunden verzögert, Cookies dürfen nicht mehr für Berichte genutzt werden und Attributionsberichte werden außerdem in einem separat geöffneten Inkognito-Modus im Hintergrund verschickt. Somit geschieht das Berichten getrennt vom Nutzerverhalten. Im Inkognito-Modus werden gar keine Klicks mehr getrackt. All das passiert auf dem Gerät, Browser-Anbieter bekommen keine Daten mehr vom Nutzer.

Das Feature kann ab sofort in der Safari Technology Preview 82 über das Menü aktiviert werden.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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