Apple soll ab 2019 mit elektrischen Autos aufwarten

apple car

Mit CarPlay hat Apple bisher schon ein paar Berührungspunkte zur Automobilindustrie: CarPlay ermöglicht im Grunde das jeweilige Auto mit einem iPhone zu vernetzen und dann etliche, smarte Funktionen über den Bildschirm bzw. die Eingabemöglichkeit des Fahrzeugs zu verwenden. Offenbar ist Apple die Partnerschaft mit Herstellern wie BMW, Ford und Toyota aber noch nicht genug. So heißt es aktuell, dass Apple bis 2019 mit einem eigenen Elektroauto auftrumpfen wolle.

Neu sind diese Gerüchte per se erstmal nicht. Nachdem die Gerüchteküche bereits 2014 eine Kooperation zwischen Apple und Tesla bemerkt haben wollte, prasselten Anfang dieses Jahres erneut Meldungen auf uns ein. Damals hieß es, Apple wolle ein eigenes Elektroauto unter dem Codenamen „Project Titan“ ins Leben rufen. Nun schenkt das Wall Street Journal die nächste Runde Gerüchte aus: Apple habe seine Entwicklung eines Elektroautos stark beschleunigt und visiere jetzt mit aller Macht 2019 als Veröffentlichungsjahr an.

Als Name des Projekts gilt immer noch Titan. Apple habe zudem Experten für selbstfahrende Automobile ins Boot geholt, habe aber nicht vor sein erstes, eigenes Auto mit jenen Techniken auszustatten. Vielmehr plane das Unternehmen aus Cupertino langfristig. Denn bei einer Generation des iCars solle es keinesfalls bleiben. So möchte Apple auch seine Stärken ausspielen, die man sich in anderen Marktsegmenten erarbeitet hat. Apples Know-How zu Akkus, der nahtlosen Integration von Hard- und Software sowie Sensoren solle auch in die Fahrzeuge der Firma einfließen.

Einige Fragen bleiben jedoch noch offen: So stellen die meisten Autohersteller, wie der Name schon sagt, ihre Fahrzeuge selbst in eigenen Werken her. Apple wiederum setzt aber für seine anderen Produkte auf Auftragsfertiger in Asien. Wie wird das Unternehmen nun im Bezug auf ein Elektroauto vorgehen? Zudem ist es alles andere als eine leichte Aufgabe, ein Elektroauto zu entwickeln – speziell für einen Neueinsteiger wie Apple, dem mit Fahrzeugen die Erfahrung fehlt. Entsprechend sind Marktbeobachter und Analysten skeptisch. Sie zweifeln daran, dass Apple bis 2019 mit einem eigenen Fahrzeug aufwarten könnte.

apple car play

Dazu kommt, dass die Konkurrenz nicht schläft: Neben Herstellern wie Tesla entwickeln auch General Motors, Audi VW und Co. neue Hybrid- und Elektroautos, die ihren Strom immer effizienter nutzen und längere Strecken bewältigen. Gene Munster, ein Analyst der Firma Piper Jaffray hat bereits Anfang September erklärt, dass die Chance, dass Apple an einem eigenen Auto arbeite, so bei 50 bis 60 % stehe. Sollten die Gerüchte der Wahrheit entsprechen, werde ein Apple-Auto sich durch drei Merkmale auszeichnen (müssen): 1. Ein einzigartiges Design 2. Die Möglichkeit sich umfangreich mit anderen Apple-Produkten zu vernetzen 3. Die Option in irgendeiner Form auch autonom Vorgänge auszuführen.

Apple selbst enthält sich (wie für den Hersteller üblich) zu den Gerüchten eines Kommentares. Allerdings ist es kein Geheimnis, dass über soziale Netzwerke und Sites wie LinkedIn bereits durchgesickert ist, dass Apple Mitarbeiter aus der Automobilindustrie angeworben hat – etwa einen Ingenieur, der sich auf Fahrzeugkarosserien spezialisiert hat.

Kommt nun ein Apple iCar oder wie auch immer Apple ein Elektroauto aus eigenem Hause nennen könnte? Nun, wie bereits erwähnt, tauchen die Gerüchte nicht zum ersten Mal auf. Bis 2019 ist es noch eine ganze Weile hin, so dass sich an Apples Plänen viel ändern kann. Ich denke schon, dass Apple den Markt beobachtet und einen Einstieg abgewägt hat – darauf deuten einfach zu viele Informationsschnipsel hin. Ob die Firma aber am Ende nun wirklich ein Auto entwickelt und 2019 veröffentlichen will…Nun gut, das sollte man mal abwarten.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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15 Kommentare

  1. Als Brancheninsider kann ich bestätigen, dass Apple an einem Transformer arbeitet und alle anderen Autohersteller zu simplen Apps im Car-Store degradieren möchte. So kann man sich dann bspw. einen Lamborghini wie eine Art Watchface auf den Apple-Transformer laden. Release ist 2020 und als keyless go muss man ein rose goldenes Macbook am Körper tragen.

  2. Ich habe hier noch weitere Infos, exklusiv von einem Insider:

    Vorab das Wichtigste: This changes everything! Das Auto wird total macial und awesome.

    Kosten wird es etwas das vierfache anderer Elektro-Autos, dafür aber mit patentierten neuartig designten Rundungen ausgestattet sein.

    Die ersten Jahre wird es allerdings nur in schwarzer und weißer Farbe erhältlich sein. Dann wird jedes Jahr mit enormem Forschungsaufwand eine neue Farbe erfunden, beginnend mit rosa.

    Laden kann man nur mit einem Ladekabel, das inkompatibel zu allen bisherigen Standards ist, ca. ein Viertel des Autos kostet und beim Nachfolgemodell einen Adapter benötigt, der etwa wieder soviel kostet, jetzt aber mit Magneten befestigt wird, damit man beim Darüberstolpern nicht gleich auch die Ladebuchse beschädigt.

    Eine neuartige Technologie erkennt den verwendeten Ladestrom und lässt aus Qualitätssicherungsgründen nur den Strom von durch Apple lizenzierten Stromanbietern zu.

    Der Betrieb des Fahrzeugs funktioniert auf allen Straßen, Apple übernimmt die Garantie allerdings nur auf Fahrstrecken von von Apple lizenzierten Betreibern.

  3. Ich finde Caschys Politik, Gerüchte so gut es geht aus dem Blog zu halten, sehr gut und würde es begrüßen, wenn das auch seine Co-Autoren befolgen würden. Nur, weil das Wort „Apple“ fällt, wird die Geschichte nicht interessanter.

    Dass eine branchenfremde Firma ohne jegliche Erfahrung in vier Jahren ein Auto (für den Massenmarkt?) entwickelt und produziert, ist absolut utopisch. Selbst Tesla hat von der offiziellen Gründung bis zum Launch 5 Jahre gebraucht, wobei hier noch einige Jahre Entwicklung zuvor stattgefunden haben. Und Tesla ist ansich auch ein Wunder, das man nicht so leicht kopiert.

  4. @Insider Quelle?

  5. @Peterchen: Ist sicher nur ein Zufall, aber du klingst ein bisschen so wie die Leute von Nokia, Palm usw. im Herbst 2006… 😉

  6. @peterchen
    so denken derzeit einige autofirmen… also dass apple das nicht auf die reihe bekommt bzw dass autonomes fahren nur ein hype ist.
    und wie du selber sagst… tesla hat es mit sehr viel weniger geld und leuten auch hinbekommen in wenigen jahren ein solches auto zu bauen. apple hat vor 1-2 jahren bekonnen und will in 4-5 jahren starten. die grundlagen müssen nicht mehr wie bei tesla entwickelt werden und das geld geht denen auch nicht aus, wie es bei tesla der fall war. warum sollte das also quatsch sein? p.s. tesla ist heute ca. 30 millarden wert, volkswagen etwas mehr als 50 millarden.

    @insider
    vieles klingt richtig was du schreibst 🙂 aber das mit dem strom ist übertrieben 🙂

    und das mit dem ladekabel ist und bleibt realität bei elektroautos, denn nur der anschluss an der ladestation ist genormt, das kabel bringt hingegen ja jeder selber mit.

  7. Opel hat bestätigt, dass sie eng mit Google und Apple zusammenarbeiten und der Auftragsfertiger für die beiden Firmen auftreten möchte.

  8. At Maike

    Opel ist nicht Opel sondern GM. Zu diesem Zeitpunkt in der Zukunft ist es fraglich, ob es von Opel überhaupt noch bedeutend mehr als das Markenzeichen geben wird.

  9. Naja Google kann das auch….warum solls Apple nicht auch machen. Tesla haut auch überteuerte Karren raus die nichts besonders bringen und die Umwelt verschmutzen. Apple hat das Geld entsprechende Leute zu kaufen 🙂

  10. @Peterchen
    Ich musste bei Deinem Text auch an Nokia und Co denken :).
    Keine Frage, es ist sicherlich nicht einfach ein Auto zu bauen, aber es ist eben auch kein Hexenwerk und auch für einen Quereinsteiger nichts unmögliches. Erst recht nicht wenn man über die Ressourcen und finanziellen Mittel von Apple verfügt. Wenn Apple das wirklich durchziehen will, dann werden die es auch sicherlich schaffen. Es ist naiv zu glauben, dass ihnen das nicht gelingen kann.

  11. Gerade von Apple würde ich endlich mal eine vernünftige Technologie beim Treibstoffersatz erwarten. Brennstoffzellen, oder in der Art. Akkubetriebene Fahrzeuge bleiben Nische weil für Leute, wo der Ersatzakku dann einfach per Hubschrauber eingeflogen wird.

  12. André Westphal says:

    Zumal man bedenken sollte, dass eines der Talente des Apple-Managements ist sich die richtigen Leute anzuwerben. Es sollen ja nicht die iPhone-Entwickler nun an Autos tüfteln ;-). Klar ist das trotzdem ein anspruchsvolles Ziel. Aber man darf sich das auch nicht so vorstellen, dass Apple von einem Tag auf den anderen anfängt jetzt ein Elektroauto zu entwickeln. Sollten die Gerüchte hinkommen, haben sie sich vielmehr schon mindestens ein Jahr mit dem Thema befasst.

    Und wenn ein Konzern die finanziellen Ressourcen für sowas hat, dann aktuell Apple. Die haben genug Geld auf der hohen Kante. Das heißt alles nicht, dass die Gerüchte korrekt sind. Aber unmöglich sind sie eben auch nicht gerade.

  13. @wollid
    dir fehlt etwas der weitblick. schon jetzt gibt es einige elektroautos mit 500km reichweite und es gibt auch jetzt schon bzw nächstes jahr ladesäulen, die das auto in 15min zu 80% vollladen.
    die brennstoffzelle steht derzeit nicht ansatzweise vor dem durchbruch und selbst wenn, dann kann sie ohne große fahrzeugneuentwicklung zu einem elektroauto hinzugefügt werden… es bleibt ja trotzdem ein elektroauto. zudem gibt es keine wasserstofftankstellen und die produktion von wasserstoff ist auch noch unglaublich teuer.

  14. @HO

    Das bringt gar nichts, da die Akku-Herstellung mehr Schadstoffe als das Auto nachher bringt, die Akkus müssen auch wieder erneuert werden. Dazu kommt das die Energie in den meisten Ländern immer noch über 70% aus fossilen Brennstoffen kommt…also auch fail da hier auch Schmutz erzeugt wird.

    Ich einem Beitspiel für Deutschland habe ich vor einem Jahr gelesen, das ein Diesel deutlich umweltschonender ist als ein E-Auto im Moment, das E-Auto lag nur ganz knapp über dem Benziner, bis dann der Akku-Tausch kommt.

    E-Autos sind eine Milchmädchen-Rechnung der Industrie, solange wir nicht auf erneuerbare Energien setzen sowieso, und da sieht der Kapitalismus keine großen Vorteile drin, darum wird das ewig dauern.

  15. @HO
    Danke für die Blumen. Jedenfalls denke ich weiter als ihr Ideologen, mit euren PKW die nur bei schönstem Wetter nutzbar sind. Ich möchte die Tesla und wie sie alle heissen, mal im winterlichen Berufsverkehr sehen.

    Welche Unmengen nicht recyclebare Ressourcen für diesen Selbstfahrquatsch verbraten werden, und auch für Elektrokarren, wirst du sicher merken sobald das Öl mal wirklich knapp geworden ist.

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