Apple Quartalszahlen Q2/2019: Weniger Umsatz mit iPhones, dafür mehr mit Services

Quartalszahlen allerorten. Auch Apple legt diese nun vor, wobei man sehen muss, dass die Zahlen bei weitem nicht mehr so aussagekräftig sind wie früher, denn das Unternehmen nennt keine Stückzahlen mehr. Laut Apple seien diese Zahlen nicht aussagekräftig, womit man natürlich auch in gewisser Weise Recht hat. An der Börse scheint es egal, wie Apple sein Geld macht – Hauptsache Apple macht Geld.

Das Unternehmen verzeichnete einen Quartalsumsatz von 58 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Gewinn betrug 11,56 Milliarden US-Dollar, dies bedeutet einen Rückgang von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Dennoch schlägt man mit diesen Zahlen die Erwartungen der Analysten. Der internationale Vertrieb trug 61 Prozent zum Quartalsumsatz bei, so das Unternehmen aus Cupertino.

Trotz dieser Zahlen gibt man sich optimistisch. Man habe das stärkste iPad-Wachstum seit sechs Jahren erzielt und habe noch Hardware, Software und Dienstleistungen in der Pipeline. Man freue sich darauf, auf der 30. jährlichen Worldwide Developers Conference von Apple im Juni mehr mit Entwicklern und Kunden zu teilen.

Was Apple allerdings noch an Zahlen angibt, das sind die einzelnen Kategorien. So machte das iPhone in diesem Quartal 31,051 Mrd. Dollar aus (Vorjahresquartal 37,559 Mrd. Dollar), der Mac 5,513 Mrd. Dollar (Vorjahresquartal 5,776 Mrd.Dollar), das iPad 4,872 Mrd. Dollar (Vorjahresquartal 4,008 Mrd. Dollar), Wearables, Home und Zubehör 5,129 Mrd. Dollar (Vorjahresquartal 3,944 Mrd. Dollar) und die Services sind bei 11,450 Mrd. Dollar (Vorjahresquartal 9,85 Mrd. Dollar).

Wie andere Unternehmen auch wird Apple sicher mit dem Wettbewerb und der Tatsache kämpfen müssen, dass Menschen ihre Smartphones vielleicht eine Ecke länger behalten – oder eben nicht direkt auf die zweite Generation eines X aufgesprungen sind –  oder direkt zum XR griffen. Generell wird man zusehen müssen, dass man sich auch langfristig in den Bereichen Wearables und Services breit macht – oder sich ganz neue Ertragswege sucht.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten ein.

9 Kommentare

  1. Der am meisten in Anspruch genommene Service von Apple ist wohl das Tastatur Austausch Programm für MacBooks. 😉

  2. Es ist schon wirklich so naheliegend, dass es richtig wehtut zuzugucken, was Apple an Geld so liegenlässt.
    Schwarze Airpods bspw. Mehrkosten sind vermutlich nahezu null und sie würden sich verkaufen wie blöde.
    Oder ein Homepod mit einem App-store und Spotify-Unterstützung. Habe mir vor wenigen Tagen einen gekauft, hatte eh schon niedrige Erwartungen und wurde trotzdem maßlos enttäuscht. Kein Radio(gut das wusste ich vorher) aber kein Equalizer? Sry aber das ist einfach nur erbärmlich. Und das Ding ist zurecht nen Ladenhüter. Amazon zeigt wie es geht.

    • Kein Unternehmen kann immer alles richtig machen. Ich muss aber trotzdem für Apple eine Lanze brechen. Mit iPad, Airpods, Watch und Services, ist Apple definitiv auf einem sehr guten Kurs. Der Mac verkauft sich ebenfalls im Vergleich zum restlichen PC Markt ziemlich gut.

  3. „[…]wobei man sehen muss, dass die Zahlen bei weitem nicht mehr so aussagekräftig sind wie früher, denn das Unternehmen nennt keine Stückzahlen mehr.“

    „Laut Apple seien diese Zahlen nicht aussagekräftig, womit man natürlich auch in gewisser Weise Recht hat.“

    Also im ersten Satz zu sagen, dass die Zahlen nicht mehr Aussagekräftig sind, weil Stückzahlen fehlen – und im zweiten Satz dann zu sagen dass Apple recht hat und genau diese Zahlen unwichtig sind ist irgendwie….seltsam?

  4. Eigentlich ganz gute Zahlen, ein Unternehmen darf allerdings kein Minus machen. Nimmt man 1000$ Dollar für ein iPhone hat Apple 6,5 Millionen weniger Geräte verkauft, eine nicht unerhebliche Menge. Die Frage stellt sich ob der Kunde zur Konkurrenz gegriffen hat oder ob er einfach sein Gerät länger benutzt. Die iPad Sparte wächst aber auch nicht unendlich, der Preis der Pros ist viel zu hoch für so ein eingeschränktes Tablet. Wieviele Nutzer werden aufgrund der miesen Tastatur keinen Mac mehr kaufen?

    • Wolfgang D. says:

      @Legomio
      Ein Fünftel vom Umsatz als Gewinn auszuweisen, würde ich jetzt nicht unbedingt als „Minus machen“ bezeichnen.
      Gewisse Kreise müssen sich wohl noch daran gewöhnen, dass es ein Auf *und* Ab gibt. Die Börsianer bekommen eh nie den Hals voll, und es fehlt im Vorausblick immer noch der Goldesel für die nach-Iphone Zeit. Ein 7/8 Plus reicht den meisten Leuten (jedenfalls mir) wohl, und der Akkutausch kostet 49€, Original Apple. Updates gibt es auch.

    • René H. says:

      Der durchschnittliche Nettoerlös pro iPhone lag in den letzten Quartalen bei ca. 790 Dollar.

    • Zapperlot says:

      Also zur Konkurrenz greifen Apple Kunden eigentlich weniger, das ist auch bekannt, die sind recht markentreu. Wie ich aber an mir selbst sehe, nutze ich mittlerweile meine iPhones jetzt 4 Jahre, früher hatte ich spätestens nach 2 Jahren ein neues. Nach langem habe ich mir mal wieder ein iPad letztes Weihnachten gegönnt. Mein altes iPad 2 hatte ich damals verkauft, als ich mir ein iPhone 6s Plus zugelegt hatte, sollte aufgrund der Grösse mit als Tablet-Ersatz dienen, war mir aber dann doch immer zu klein. Mit dem günstigeren iPad 2018 aus dem Portfolio zusammen mit dem Apple Pencil bin ich jetzt sehr zufrieden, aber auch da rechne ich mit 4 Jahren Nutzung. Ich denke, mein Kaufverhalten entspricht da mittlerweile sehr vielen anderen, deshalb kein Wunder wenn die Verkaufszahlen der Hardware durch länger Nutzung rückläufig sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.