Apple Music und die Telekom: Das Medienformat wird nicht unterstützt

artikel_applemusicApple Music ist der Musikstreamingdienst meiner Wahl, die Telekom darf bei uns dafür sorgen, dass Bits und Bytes das Haus verlassen und auch wieder ankommen. Seit gestern Abend mögen nun die beiden nicht mehr so wirklich zusammenspielen. Während sich dies über iTunes auf dem Mac gestern Abend durch jede Menge geskippter Lieder äußerte, ist das iPhone da heute etwas freundlicher und spuckt eine Fehlermeldung aus, bevor das fröhliche Skippen losgeht und eventuell einmal ein Lied doch abgespielt wird. Die Fehlermeldung teilt mit, das Öffnen sei fehlgeschlagen. Das Medienformat wird nicht unterstützt.

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Prüft man das Ganze einmal ein bisschen weiter, betrifft es nicht nur die Verbindung über DSL, auch im Mobilfunknetz gibt es derartige Fehlermeldungen. Das wiederum funktioniert mit einer Vodafone-SIM ohne Probleme, sodass es sich eigentlich nur um einen Fehler seitens der Telekom handeln kann. Auffällig ist eben auch, dass es sowohl den Zugang über DSL als auch den Zugang via Mobilfunknetz betrifft.

Eine Suche zu diesem Problem ist nicht allzu aufschlussreich, seit Anfang März gibt es wohl Probleme mit Sonos und Apple Music im Netz der Telekom und 1&1. Hilft mir in dem Moment nicht weiter, da ich die Probleme unabhängig vom verwendeten Endgerät habe. Was genau die Ursache ist, ist bisher nicht bekannt. Immerhin ist der Fehler bekannt und wird hoffentlich auch bald behoben.

Falls Ihr selbst auch betroffen seid, hilft aktuell nur aussitzen. Oder Ihr versucht, Musik über Apple Music für den offline-Gebrauch zu speichern. Allerdings scheint dies aktuell ebenso nur sporadisch zu klappen. Komische Geschichte, da es eben auch nicht alle Inhalte betrifft. Keine Rolle spielt es allerdings, was Ihr bei Apple Music hört, der Fehler zieht sich durch das gesamte Angebot.

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Sascha Ostermaier

*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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35 Kommentare

  1. Ja, same here. Nervig.

  2. Wer Apple und Telekom nutzt ist ja doppelt bescheuert

  3. Ich habe momentan ein Google Play Probeabo und bekomme in letzter Zeit in der Sonos App öfter mal die Meldung, dass die Netzwerkgeschwindigkeit nicht ausreicht. Eher unwahrscheinlich bei 50MBit VDSL. Andere Meldung für das gleiche Problem oder was ganz anderes? Anschluss ist von 1&1.

  4. Ich hatte mal Probleme mit iTunes und der Telekom, nachdem ich die schnellen Google DNS-Server in meiner Fritzbox eingetragen hatte. Da iTunes über Akamai ausgeliefert wird und es wohl Probleme bei der Lokalisierung gab, wurde mir immer ein entfernter Server zugewiesen. Vielleicht hat die Telekom hier einfach ein Routing-Problen mit Akamai.

  5. Ich wunderte mich schon warum es auf einmal nicht mehr lief alles, weder Zuhause noch im Betrieb…ganz toll…

    @Petr: Jedem das seine, wers nicht mag der soll sich mit anderem beglücken 😉

  6. Hat schon mal wer bei der Telekom angerufen?

  7. Vielleicht verwurschtelt die Telekom ja auch einfach die Datenpakete beim Mitschneiden der Daten 😉

  8. Da hilft nur eines sich für die Stärkung der Netzneutralität einsetzen.

    Statt Nameserver von irgendwelchen ISPs/dritten nutze ich schon lange einen eigenen caching Resolver der gleich auch noch DNSSEC enabled ist.

  9. @Bärti: Genau das wolle ich auch schreiben. Dies ist ein Fall, warum auch Ottonormalverbraucher ganz klar erkennen sollte, warum er von einer starken Netzneutralität profitieren würde.

  10. Christian says:

    Ein Schelm der dabei böses denkt. Mit der Thematik Netz Neutralität hat das nix zu tun?

  11. derlinzer says:

    Die Telekom wird da ganz einfach ein neues kostenpflichtiges Service-Paket für Musik-streaming basteln.

    @Petr: geh wieder in deinen Sandkasten spielen

  12. Bastlwastl says:

    Und das ist genau der Grund warum ich meine Musik immer lokal dabeihabe……

  13. @Thomas
    Ich habe ebenfalls kürzlich ein Abo zur Probe abgeschlossen. Allerdings habe ich am 5 MBit/s Anschluss der Telekom keine Probleme, sofern ich das bisschen Internet nicht dauerhaft ausreize.

  14. @Bärti: Was spricht dagegen den DNS-Cache des Routers (z.B. der Fritzbox) zu benutzen?

  15. jemand222 says:

    Die Telekom macht ja Deep Packet Inspection, um damit sogar im VPN noch VOIP-Dienste zu erkennen und diese dann zu drosseln. Vielleicht denkt die Telekom bei den Apple-Musik-Dateien, es handelt sich um VOIP und drosselt dies.

  16. @Rogge

    Dafür hast du sicherlich eine seriöse Quelle, oder?

    Apple ist kein Network Provider, sondern Content Provider und würde daher von Netzneutralität natürlich profitieren. Entsprechend unsinnig wäre es, wenn sie sich gegen Netzneutralität einsetzen würden.
    Von einer Einschränkung der Netzneutralität profitieren nur Network Provider, da sie mit einzelnen Content Providern Service-Verträge abschließen können. Apple hat dies in der Vergangenheit häufiger getan und würde sicherlich gerne von solchen Knebelverträgen wieder Abstand nehmen.

    Der Hase läuft in eine ganz andere Richtung.
    Die Telekom versucht schon seit 2010 von Google, Apple, Facebook, etc. so genannte „Premium-Verträge“ abzuschließen, um so die Netzneutralität zu untergraben. Spotify und Apple sind nicht zum ersten Mal davon betroffen, dass die Telekom deren Daten nicht mehr zuverlässig durchstellt. So was macht der Laden leider häufiger.

    Das große Vorbild ist hier die USA. Dort gibt es so was wie Netzneutralität schon seit Jahren nicht mehr wirklich. Die großen CDNs „erpressen“ dort schon länger die Dienste-Anbieter. Das geht dort so weit, dass Apple tatsächlich darüber nachdenkt, ein eigenes CDN aufzubauen. Vielleicht daher das Gerücht, Apple wäre gegen Netzneutralität.

    Das Gegenteil dürfte aber eher der Fall sein. Guckt man sich bspw. Apples Geräte an, wie bspw. das aktuelle Apple TV, so sind die großen Content Provider (sofern sie ihre Apps schon fertig haben) gleichberechtigt implementiert. Sucht man bspw. einen Film, wird einem als Abspielquelle eben nicht nur iTunes, sondern auch, je nach Verfügbarkeit, Netflix, Hulu, etc. pp. angeboten.
    Tim Cook hat einmal in einem Interview im Rahmen der 215er WWDC gesagt, dass mediale Inhalte nicht das Kerngeschäft Apples sind. Man verdiene in dem Segment wohl ohnehin kein Geld und man hätte kein Problem damit, wenn andere Plattformen parallel existieren.

    Ein Gegner von Netzneutralität würde anders agieren.
    Nämlich so, wie die Telekom grad….

  17. Vielleicht hat die Telekom kein Pairingabbo mit Akamai abschließen können und deswegen geht es nicht. Das ganze Pairing ist bei der Telekom ja ein einzige Scheiße um mal freundlich zu bleiben.

  18. Das gleiche Problem hier mit iTunes Match und 1&1.

  19. Bambino13 says:

    @Micha: Nein, gerade die großen Unternehmen würden davon profitieren. Es würde ihre Vormachtstellung noch mehr festigen, da kleine aufstrebende StartUps jede menge Geld in die Netzqualität investieren müssten. Das schafft nicht jeder und so müssen dann die Großen nur noch die passenden Ideen abholen und mitnehmen.

  20. @Bambino13
    Kannst du das noch mehr verallgemeinern, ala die grossen gegen die kleinen? Die Qualität der Anbindung eines Servers hat nichts mit Neutralität zu tun.

    Micha hat schon Recht. Anbieter von Inhalten und Cloud-Diensten wie Google, Facebook, Netflix oder Apple können nur von Netzneutralität profitieren. Die haben schon aus Prinzip kein Interesse einen Deal mit jedem Netzanbieter abzuschliessen.

    Davon abgesehen ist das in den USA seit ca. einem Jahr geregelt. Die FCC behandelt nach einem Voting das Netz weiterhin neutral und hat verschiedene neue Regelungen eingeführt, u.a. ist es verboten, Dienste von Dritten gegen Bezahlung bevorzugt zu behandeln: http://www.bbc.com/news/technology-31638528
    In Europa und Deutschland haben wir in diesem Bereich noch etwas nachzuholen.

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