Apple: Keine Entwicklung von eigenen Routern mehr

artikel_appleApple möchte mehr und mehr Produkte für die Massen machen. Das Zugpferd iPhone steht hier eindeutig an der Spitze, von anderen Bereichen trennt man sich hingegen. Apple hörte schon auf, eigene Monitore zu entwickeln, diese Aufgabe hat man nun an Partner abgegeben, angefangen bei LG und den neuen 4K- und 5K-Monitoren. Das ist aber nicht der einzige Bereich, der wegrationalisiert wurde, auch bei kabellosen Routern sinkt das Interesse von Apple, diese selbst zu entwickeln. Die Airport-Produkte waren bis 2013 immer auf neuestem Stand, was die Funktechnik anbetrifft, seither haben sie allerdings wenig Liebe erfahren.

Die dafür zuständige Abteilung soll laut Bloomberg bereits aufgelöst sein, die Teammitglieder in anderen Bereichen, zum Beispiel in den des Apple TV, untergekommen sein. Die Entwicklung sei zu sehr abhängig von dem, was Chiplieferanten wie Broadcom liefern können. Andere Hersteller wie D-Link, Netgear oder Belkin wurden hingegen immer schneller, was die Aktualisierung der Hardware angeht.

Auch finanziell lohnt sich das Router-Geschäft für Apple nicht wirklich. Die Airport-Angebote laufen in der gleichen Kategorie wie Apple Watch und Apple TV, die Gesamtkategorie macht gerade einmal fünf Prozent des Gesamtumsatzes aus. Ob Apple im Bereich Router nun ähnlich vorgeht wie bei den Monitoren, ist nicht bekannt, aber auch nicht sehr wahrscheinlich.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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15 Kommentare

  1. Apple verabschiedet sich doch schon lange von allen „Pro“ Bereichen. Das sieht man an der Software (z. B. Aperture) genau so wie an der Hardware. Der Mac Pro von 2013 ist hoffnungslos veraltet, und das neue MacBook ist kastriert, nicht erweiterbar und nur noch im Namen „Pro“. Noch nicht mal die SSD lässt sich mehr erweitern oder tauschen.

    Das Geschäftsmodell ist nun, mit billig produzierten und dann überteuerten Lifestyle-Einweg-Gadgets möglichst viel aus den Marken-Stammkunden herauszupressen. Ein Modelabel halt.

  2. Als nächstes werden gestrichen:
    Mac Pro
    alle iPods

    Und ich denke auch, das der mac mini oder der iMac wegfallen wird, jedenfalls einer von beiden.

  3. Aus Pro wird Profit.

  4. @Chris
    Das neue MacBook Pro bekommt die schnellste CPU die Intel herstellt, die schnellste SSD die es zur Zeit in einem Notebook gibt, eine eigentliche Workstation-GPU die gerade erst erschienen ist, usw.
    Aperture wurde eingestellt. Dafür wurde die Photos.app mit Plugin-Funktionalität ausgestattet von der auch rege von Entwicklern Gebrauch gemacht wird, zBsp von Affinity, DxO Optics, Pixelmator, Aurora, etc. Ausserdem gibt es alle paar Wochen RAW-Updates für neue Kameras am Markt.
    Final Cut Pro X, Motion und Compressor werden ebenfalls weiter entwickelt. FCPX 10.3 ist gerade erst erschienen mit zig neuen Features. Dazu gab es vor 3 Wochen ein Event für Pros auf dem Apple-Campus.
    Nicht der Mac Pro ist hoffnungslos veraltet sondern Intel’s aktuelle Xeons die immer noch auf Broadwell sind. Trotzdem schneidet der Mac Pro durch 4k-Inhalte wie durch Butter. Weil es auch auf die GPU ankommt. Davon sind gleich zwei verbaut, immer noch die schnellste die AMD herstellt wenn es um OpenGL geht.
    Warum du Consumer-Geräte wie das Angebot von Routern im Pro-Bereich ansiedelst weisst auch nur du selber.
    Warum laberst du nach was Trolle dir vorsagen und was sich leicht widerlegen lässt? Hast du auch eine eigene Meinung?

  5. Was wird dann eigentlich aus der Time Capsule? War ja bislang eine der elegantesten Lösungen zum Backup des Macs, nur der Preis hat mich abgeschreckt. Und offiziell unterstützen nur wenige andere NAS Time Machine (die FritzBox z.B. nicht)

  6. Dass Apple seit Steve Jobs Tod kein Interesse mehr an neuen, innovativen und hochwertigen Produkten hat, ist überdeutlich. Halbgare Beta-Versionen von Software, die das Marketing auf die Konsumenten loslässt, verlötete Arbeitsspeicher und nun auch noch verlötete SSDs, fehlende Innovationen bei einem ständig seitgendem Preisniveau.

    Statt sich auf neue Produkte zu freuen, fragt sich der Apple-Nutzer bei jeder Keynote nun, welches Produkt sie nun wieder abschaffen, verteuern oder verschlimmbessern. Wie toll waren doch Jobs „One more thing“ dagegen…

    Der Konzern verwaltet nur noch sein Vermögen und will aus Geld Geld machen. Die alten Produkte lässt man unverändert jahrelang laufen oder peppt sie hin und wieder geringfügig auf und versucht sie immer teurer mit Marketing in den Markt zu drücken. Wenn das nicht mehr klappt, fliegen sie halt aus dem Katalog. Egal. Abzocken oder Abschaffen, das ist die Produktstrategie der derzeitigen Apple AG.

    Ich gebe zu, ich habe jahrelang viele Apple-Produkte gekauft. Ich war kein Fanboy, sondern war von der Qualität überzeugt und habe daher auch bereitwillig mehr Geld ausgegeben. Aber wenn ich mir heute den Apple Store angucke, ist dort nichts, was ich unbedingt haben will. Ich kaufe nichts, was nicht upgradebar ist, was maßlos überteuert ist oder wo ich mit einem Sack Adapter durch die Gegend rennen muss. Apple, ihr seid unsexy.

  7. Ich finde Apple sollte sich wieder mehr auf sien Kerngeschäft konzentrieren, also Computer, Notebooks und Smartphones/Tablets und die entsprechenden Betriebssysteme. Den gerade da ist die Qualität in letzter Zeit auf dem absteigenden Weg und Innovativ auch schon längst nicht mehr.

    Alles anderen sollten die besser Firmen überlassen, die mehr Knowhow darin haben und schon jahrelang in den Bereichen erfolgreicher sind.

  8. @Kalle: Was nutzt die schnellste SSD in einem Laptop, die dann halt auch rasend schnell voll ist? Ach ja, ich soll TB-Platten mitschleppen, wenn ich 4K ediere? Oder kann 2000 EUR für die größte SSD im MB ausgeben. Vielleicht ist das Pro(fit). Mindestens Pro Pro Pro, wenn der Standard Photo.app ist. Aber es ist weder kundenfreundlich noch nachhaltig. Andererseits, die Leute kaufen’s ja offenbar, alles gut 😉

  9. Schade, waren die AirPort TimeCapsule lange Zeit die einzigen guten AC Router zu einem entsprechend super Preis.
    TimeMaschine – guter Punkt.
    Aber warten wir ab – vlt geht Apple den Weg den Google gegangen ist – Hardware mit Partner…

  10. Time Capsule und Airport? Laut dem Bericht von Bloomberg wird es von diesen Geräten keine Updates mehr geben. Damit wird ein zentraler Bestandteil der Backup-Infrastruktur aufgegeben.

  11. @paradoxus
    Sieh dich mal am Markt um was PCIe SSDs in der Grösse kosten die von den Specs her mithalten können (Intel 750er Serie zum Beispiel, die kommt fast an die Performance ran), und vergleiche die Preise mit denen von Apple.

  12. @Kalle: Mal wieder ein Nebelkerzen-Scheinargument. Es geht bei festverlöteten SSDs nicht darum, dass man sie JETZT nicht austauschen oder erweitern kann. Sondern dass der Kunde gezielt daran gehindert wird, sie SPÄTER auszutauschen oder zu erweitern.

    Apple konzipiert ein tausende Euro teures MacBook offensichtlich gezielt als kastriertes Einweg-Wegwerfprodukt. Dann sollten sie aber ehrlicherweise wenigstens das „Pro“ aus dem Namen streichen.

  13. Wirklich schade wäre es nur um die Timecapsule, weil sie halt die einfachste Netzwerk-Backup Lösung darstellt, die man für den Mac bekommen kann.
    Bei den anderen Geräten habe ich mir schon länger gedacht, ob zb. eine Airport Extrem noch eine Daseinsberechtigung hat. Jeder hat einen Router zuhause und somit braucht man einfach kein zusätzliches Gerät mehr.

    @matze
    Unter Steve Jobs wurde schon die Server-Hardware eingestellt. Und das letzte und erst recht das vorletzte Macbook Modell waren wirklich nicht qualitativ besser als das aktuelle. Im Gegenteil, das aktuelle macbook ist so viel besser als das vorletzte Modell… habe beide Seite an Seite.
    Und mit Apple Software hatte ich unter Steve Jobs noch echte Probleme… Totaler Datenverlust unter iOS, MobileMe Debakel, nervige Probleme mit OSX…. nun hatte ich seit Jahren keine ernsthaften Probleme mehr mit iOS und MacOS.

  14. @Kalle … Christ nimmt mir die Worte von der Tastatur. Selbiges gilt für das RAM (auch wenn da das Scheinargument ist mehr als 16GB hätten die mäßige Akkulaufzeit weiter reduziert). Und wo Photo.app Pro ist, weiß ich immer noch nicht.
    Disclaimer: Eigentlich ist mir Pro sch…egal. Ich achte bei meinen Rechnern, deren Innereien zu ziemlich das ökologisch und teilweise ethisch (Ausbeutung in chin. Fabriken) schädlichste sind, was man kaufen kann, eben deshalb auf Nachhaltigkeit, weil ich die Geräte in der Regel etwas länger als die steuerliche Abschreibefrist nutze/nutzen will. Und das war bis 2012 bei Apple eigentlich weitgehend der Fall.

  15. @Chris
    Deine krampfhaften negativ-Ausdrücke wie „Einweg-Wegwerfprodukt“ entlocken jedem der halbwegs für sich selbst denken kann ein müdes Lächeln. Kleiner Tipp: links und rechts an der Maschine sind Highspeed I/O Ports, damit greifen Leuten wie Videocutter schon heute auf die grossen Datenmengen zu die sie benötigen.
    Apple hat eigens einen SSD-Controller entworfen um auf die Geschwindigkeit zu kommen. Da ist eh nichts mit austauschen.
    Dass andere Hersteller ebenfalls Bauteile verlöten um schlanke und leichtere Geräte zu bauen ignorierst du ebenfalls wie ein Profi-Troll.

    @Paradoxus
    Hast du mal in nem Designstudio, Druckerei etc gearbeitet? ich schon, und zwar seit den frühen 90ern. Da hat kaum einer Zeit oder Knowhow sich mit den Innereien zu beschäftigen. Die Geräte werden für den Anwendungsfall konfiguriert, 2-3 Jahre genutzt und dann gehen sie zurück an die Leasing-Bude oder den Hersteller (zumindest Apple bietet Leasing an, k.A. wer noch). Bei den kleineren Butzen (10-30 Leute) wird auch kein IT-Hausmeister angestellt, weil der die meiste Zeit eh nichts zu tun hätte. Wenn was kaputt geht wird ein Garantiefall daraus.
    16 GB sind kein Scheinargument sondern Fakt. Apple verbaut LPDDR um auf die Akkulaufzeit zu kommen. Wie andere auch. Warum kommt wohl das Surface Pro ebenfalls nur auf max 16 gigs? Richtig geraten, wegen der Akkulaufzeit.
    Eine CPU kann schlafen, RAM nicht, LPDDR kann aber 90% Strom sparen wenn er nicht benutzt wird. Mit Low Power RAM (DDR3L/DDR4L) kommst du maximal auf 15% Ersparnis.
    Das MacBook Pro kommt locker auf 10 Stunden. Vergleiche mit XP 15 das DDR4 verbaut und auf 5 Stunden kommt. Und das mit 1080p Bildschirm und 16 gigs. Konfigurier es mit 32 gigs und 4K und es wird schlimmer. Das ist der Grund warum Dell externe Akkupacks anbietet. Damit man mit einem mobilen Gerät auch lange genug mobil arbeiten kann.

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