Apple: Corning und weitere US-Unternehmen profitieren von 1-Milliarde-Fonds

Im Jahre 2017 dürfte es nicht mehr allzu viele Smartphonebesitzer geben, denen nicht schon einmal die Bezeichnung „Corning Gorilla Glass“ beim Gerätekauf über den Weg gelaufen ist. Das Unternehmen Corning mit Sitz in Harrodsburg, Kentucky ist vor allem für seine besonders kratz- und stoßfesten Smartphone-Displaygläser bekannt und findet bei vielen Herstellern Verwendung. So gehört auch Apple mittlerweile seit 10 Jahren zu den Unternehmen, die auf die Technologie setzen.

Nun informiert Apple in einer Mitteilung darüber, dass man unter anderem auch Corning mit einer finanziellen Spritze aus einem Fonds (Advanced Manufacturing Fonds) unterstützt, welcher dazu gedacht ist, „um innovative Produktion und hoch qualifizierte Arbeitsplätze zu fördern und [er] soll dazu beitragen, die Grundlage für eine neue Ära an technologiegetriebener Fertigung in den USA zu schaffen„.

Satte 200 Millionen US-Dollar kann Corning nun dafür verwenden, seine Forschung und Entwicklung voranzutreiben, sowie seinen Kapitalbedarf zu unterstützen.

„Apple hat sich verpflichtet, mindestens 1 Milliarde US-Dollar in US-basierte Unternehmen als Teil des Fonds zu investieren. Der Fonds ist ins Leben gerufen worden, um innovative Produktion und hoch qualifizierte Arbeitsplätze zu fördern und soll dazu beitragen, die Grundlage für eine neue Ära an technologiegetriebener Fertigung in den USA zu schaffen.“

Generell scheint es Apple vor allem um die Schaffung und vor allem Erhaltung zahlreicher amerikanischer Arbeitsplätze zu gehen – so zumindest lesen sich die Zeilen und Zahlen zu bisherigen Ausgaben und Investitionen des Unternehmens.

 

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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8 Kommentare

  1. PeterPanf says:

    Ich komme mir zwar jetzt wie n Verschwörungstheretiker vor, aber irgendwie riecht das nach Eingeschleime/Deal bei/mit Trump …

  2. Nur so nebenbei: Vielleicht auch erwähnenswert dass Corning einer der ältesten Unternehmen in der heutigen US Techbranche ist. Gründung von Corning war 1851.

  3. Apple geht es nur darum, Trump in den Arsch zu kriechen. Als eines der profitabelsten Unternehmen der Welt lässt es dennoch fast alles in China produzieren. Das nun ist ein PR-Gag, damit sie weiter unbehelligt billig in Asien produzieren können und von Steuerzahlungen weitgehend verschont bleiben.

    By the way:
    „Gorilla-Glas“ ist eine jahrzehntealte Technologie und mitnichten erst für Smartphones entwickelt worden. In der DDR waren die meisten Gastronomie-Gläser (für Bier und Brause) aus genau diesem Material gefertigt und unter dem Markennamen „Superfest“ bekannt. Bei eBay erziehlen diese 5x länger haltbaren nahezu bruchfesten Gläser noch heute gute Preise.

    Zur Technologie:
    Alumosilikatgläser werden bei 400 Grad Celsius mit Kaliumnitrat behandelt. An der Oberfläche des Glases werden so Natriumionen durch größere Kaliumionen ersetzt, wodurch die Oberflächenspannung steigt und eine Rissbildung verhindert wird. Das nennt sich „chemisch vorgefestigtes bzw. CV-Glas“.

    Das DDR-Patent wurde mitsamt der Fabrik (VEB Glaswerk Schwepnitz) nach der Wende privatisiert (Saxonia-Glas GmbH). 1992 wurde die Fabrik stillgelegt und der Patentschutz aufgegeben. Schön dämlich, wie sich heute zeigt. Die Amis verdienen sich ne goldene Nase dran.

  4. Hendrik Seliger says:

    Moin!

    Noch ein Hinweis zu Corning (tolle Firma übrigens): Firmensitz ist nicht in Kentucky, da ist nur ein Werk, sondern in … Corning, NY. Ein idyllisches Städtchen im Nordwesten des Bundesstaates. Die unterhalten extra einen Shuttle per Flugzeug Richtung NY City, damit man da überhaupt sinnvoll hinkommt. Wenn man den Ort kennt (ich war schon ein paar Mal da), versteht man die langfristige Orientierung der Firma, die so Entwicklungen wie Gorilla Glas möglich machen. Und das Zeug ist echt cool: man kann dort im Demo Center drauf rum hämmern und es biegen, bis die gegenüberliegenden Seiten zusammenkommen, und nichts passiert. Also nichts zum Abbau von Aggressionen!

    Schönen Sonntag Euch allen!

    Hendrik

  5. @Matze
    Hast du nett gelabert. „Nahezu bruchfest“. Musste lachen. Ich komme zufällig aus der DDR und kann mich gut erinnern wie ich als bei einem Besuch in einem Landgasthof drei der Superfest-Gläser mit Fassbrause drinnen geschrottet habe. So verbreitet wie du behauptest waren die auch nicht. Mache Häuser hatten sie, viele hatten sie nicht. Gehärtetes Glas ist auch nicht mehrere Jahrzehnte alt sonder ein paar Jahrhunderte. Eines der ältesten gehärteten Gläser dürfte Blei“kristall“ sein.

    Corning stellte in den frühen 60ern Windschutzscheiben für Autos her bei denen die äußere Schicht chemisch gehärtet wurde (Ionenaustausch). Die selbe Technologie wird heute für Gorilla-Glas verwendet. Eine vergleichbare Technologie wurde in den frühen 70ern in der DDR zum Patent angemeldet. Nicht vom VEB Glaswerk Schwepnitz, sondern vom VEB Kombinat Technisches Glas Ilmenau. Der Grund warum das Werk Schwepnitz stillgelegt wurde waren nicht vorhandene Investoren. Mit festeren Gläsern läßt sich nicht so viel Umsatz erzielen. Was das mit Apple zu tun hat würde ich auch gern wissen.

  6. Mathias B says:

    Unfassbar, welche Details die Leute hier in den Kommentaren kennen 😀

  7. @Kalle: Apple investiert mit einem neuen Fonds in die Firma. Sollte eigentlich relativ klar aus dem Artikel hervorgehen.

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