Apple baut zwei umweltfreundliche Rechenzentren in Europa

Apple hat heute den Bau zweier Rechenzentren in Europa bekanntgegeben. Diese werden in Irland und Dänemark gebaut und werden ausschließlich auf erneuerbare Energien setzen. 1,7 Milliarden Euro sind für die beiden Einrichtungen veranschlagt, deren Nutzung von erneuerbaren Energien nicht der einzige Umwelt-Aspekt sein wird.

Apple

In Athenry (Irland) wird Apple eine Fläche nutzen, die bisher für die Holzgewinnung durch fremde Arten genutzt wurde und im Gegenzug einheimische Bäume im Derydell Forest anpflanzen. Außerdem wird die Einrichtung so gestaltet sein, dass Schulen die Außenanlagen für Bildungszwecke nutzen können und ein öffentlicher Wanderweg angelegt wird.

In Viborg (Dänemark) wird der Bedarf an zusätzlichen Generatoren eliminiert, indem die Anlage in Nachbarschaft zu einem der größten Umspannwerke Dänemarks errichtet wird. Überschüssige Wärme des Rechenzentrums wird nicht einfach abgeleitet, sondern dafür genutzt, um benachbarte Gemeinden mit Wärme zu versorgen.

Beide Rechenzentren sollen 2017 ihren Betrieb aufnehmen und für europäische Nutzer den iTunes Store, App Store, iMessage, Maps and Siri bereitstellen. Während der Umwelt-Aspekt von Herstellern gerne angeführt wird, um die Firmen in ein positives Licht zu rücken – und das betrifft nicht nur Apple – sollte man sich auch im Klaren sein, dass die Hardware-Herstellung und auch Entsorgung ebenfalls eine große Umweltbelastung ist. Zwar bieten die meisten Hersteller diverse Recycle-Programme an, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Produktion der zahlreichen Komponenten in Computern, Smartphones und Tablets die Umwelt sehr stark belasten.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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5 Kommentare

  1. plantoschka says:

    Klasse das Apple ihr Geld in die Verbesserung ihrer eigenen Services steckt. Ist mir lieber als Dividendenauszahlungen oder ähnliches.
    Da sieht man auch mal das man durch gute Margen auch wieder gutes tun kann (grüne Energie).
    Oder denkt ihr die ganzen +20ct Marge pro Geräte Hersteller sparen nicht wo sie können?

  2. Yeah, Sascha hat mal wieder eine Pressemitteilung übersetzt. Klasse.

  3. @bo
    der letzte absatz stand bestimmt nicht in der pressemitteilung 😉

    an diesem vorhaben kann man wenig kritisch sehen. natürlich beleibt es dabei, dass die herstellung und die gewinnung der rohstoffe nicht sehr umweltfreundlich ist… aber das steht ja auch so in etwa im artikel. und dann ist da natprlich noch die frage, ob nun unsere daten wirklich besser vor der nsa geschützt sind, weil sich apple nun an europäische Gesetze halten muss. ich möchte mal meinen, dass die geheimdienste so gut zusammenarbeiten, dass auch in zukunft die daten von bösen buben zur verfügung stehen… das massenhafte überwachen dürfte jetzt aber schwerer werden.

  4. Sascha Ostermaier says:

    Yeah, Bo hat mal wieder einen qualifizierten Kommentar hinterlassen. Klasse.

  5. lentille ist vor allem gut im Apple-Bashing. Das ist sein grösstes Hobby. Zu jedem Apple-Thema hat er nichts zu sagen. Aber immer einen Link parat. Mehr dazu in den Kommentaren auf stadt-bremerhaven.de.

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