Apple verbietet der App „Drafts“ die Nutzung von Buttons in einem Widget

Apple erlaubte mit iOS 8 erstmals Widgets in der „Heute“-Ansicht des Sperrbildschirms. Es folgten relativ schnell ein paar Apps, die sich diesen Umstand zu Nutze machen und praktische Verknüpfungen ermöglichen. Relativ schnell wurde „Launcher“ aus dem App Store geworfen, eine App, die per Widget Verknüpfungen zu anderen Apps bereitstellt. Nun geht es wieder einer App mit Widget an den Kragen. 9to5Mac berichtet, dass der Entwickler der App Drafts eine Nachricht von Apple erhalten hat, die besagt, dass Widgets, die eine Weiterleitung zu einer App per Button beinhalten, nicht erlaubt seien.

Drafts_Twitter

Aus Tweets des Entwicklers Greg Pierce geht hervor, dass Apple die Widgets nur für die Anzeige von Informationen erlaubt, sie dürfen keine Buttons anzeigen, die eine Weiterleitung in die App auslösen. Das widerspricht sogar dem, was Apple bei der Demonstration der Widget-Funktionalität während der WWDC zeigte. Craig Federighi demonstrierte ein eBay-Widget, das – oh Wunder – eine Verknüpfung zur App per Button bereitstellt. Auch bieten diese Funktionalität andere Apps auf gleiche Weise wie Drafts, so zum Beispiel Evernote, Fantastical, Box und Day One.

Für Entwickler ist eine solche uneindeutige Situation natürlich absoluter Mist, für den Nutzer ebenfalls. Apple wäre sicher besser beraten, die Widgets das machen zu lassen, was vom System aus möglich ist. Das ist anscheinend mehr als Apple lieb ist, sonst käme es nicht zu solchen Situationen. Wenn es schon Regeln gibt, sollten diese klar genug sein, damit Entwickler nicht vor dem Problem einer App-Löschung stehen, obwohl diese bereits von Apple durchgewunken wurden.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. Tja, es war ja schon immer so. Apple verbietet zuviel und Google erlaubt zuviel.

  2. Und genau wegen solcher Dinge + noch genug anderen Gründen nutze ich kein iOS 🙂

  3. Wir Entwickler sind doch alle gleich, nur Einige sind gleicher.

  4. @Alexander
    Ist bei Google auch nicht immer anders. Musste bereits eine Smartwatch App aus dem Play Store nehmen die Google Maps nutzte. Den Grund konnte ich sogar nachvollziehen, jedoch nicht wieso eine andere App mit noch schwerwiegenderen vergehen gegen die AGB noch immer im Play Store sein darf.

  5. Darum ist wohl auch TapToShare nicht mehr im Store, was hier mal vorgestellt wurde.

  6. Das ganze ist tatsächlich etwas undurchsichtig und in diesem Fall verstehe ich es auch nicht ganz. Aber zu sagen, dass Apple besser beraten wäre alles zuzulassen, was vom System aus möglich ist, ist totaler Humbug. Für Fortgeschritene Nutzer ist sowas toll, aber es geht immer auf Kosten der Konsistenz und Usability.
    Ich selbst ärgere mich durchaus häufig über die Restriktionen die Apple bei iOS (nicht bei OS X) hat, aber eben diese führen zu dem angenehmen und einfachen Nutzungserlebnis.
    Btw. um den Fanboy-Schreiern vorzugreifen: ich nutzte derzeit kein iOS, sondern ein Nexus 5 mir Lolipop.

  7. Apple ist halt eine geschlossene Diktatur. Aber die Leute, die so was kaufen und damit unterstützen, sind ja selber schuld.

  8. @lentille
    Du bist der neue Anti-Apple-Haustroll. Willkommen. Bin gespannt wie lange du bleibst. Weist du überhaupt was eine Diktatur ist? Ich bin in der DDR aufgewachsen und kann bei dem Müll nur mit dem Kopf schütteln.

    @Sascha
    Launcher wurde wegen Werbung rausgeworfen. Ein Spot war für Sponsoren vorgesehen. Siehst du hier auf dem Screenshot: http://im.ziffdavisinternational.com/t/pcmag_uk/opinion/a/apple-pulls-ios-8-launcher-app-from-app-store/apple-pulls-ios-8-launcher-app-from-app-store_159z.640.jpg

  9. @Kalle
    Du bist also hier der Apple-Haus-Fanboy, der Kritiker reflexhaft als Trolle diffamiert und selbst die Zensur von Apple aggressiv verteidigt. Ist dir eigentlich klar, dass Apple das nur wegen iSheep wie dir überhaupt durchsetzen kann? Weiter so, Apple braucht solche Kunden wie dich.

  10. @lentille
    Ich glaube du solltest mal nachschauen, was ein Troll ist. Wikipedia beschreibt ziemlich genau das was du hier gemacht hast. Kein sachlich konstruktiver Gehalt und mit der Absicht andere zu provozieren.
    Außerdem solltest du dich mal mit der Möglichkeit beschäftigen, dass es auch Leute gibt, die gar kein offenes System mit 1000 Einstellungsmöglichkeiten haben wollen, sondern lieber eines, das zwar beschränkt ist, aber dafür einfach zu bedienen ist und einfach funktioniert.
    Ich mag mein Nexus dafür, dass ich es anpassen kann, wie mir beliebt. Aber ich vermisse auch oft die konsistente Bedienung meines iPhones.

  11. @Sascha
    Bis jetzt war Google immer human zu mir und ich denke, dass Sie es auch zu anderen Entwicklern sind. Sie haben mich sogar auf einen entsprechenden Fehler hingewiesen und mir eine angemessene Frist gesetzt. UND das ohne Anwalt, Rauswurf und co:)

  12. @Alexander
    habe auch nichts anderes behauptet.
    Leider war in meinem Fall eine Lösung nicht so einfach machbar da die Google Maps Bedingungen nicht so ohne weiteres auf die Smartwatch anwendbar waren.
    Habe dann auf OpenStreetmaps gewechselt. Wobei mit den höheren Auflösungen der neueren Smartwatches Google Maps auch wieder eher möglich wird. Die API aber dennoch nicht so komfortabel ist wie andere.

    Wie hier berichtet scheint Apple aber auch nicht direkt die Anwälte auf den Entwickler gehetzt zu haben. Und ich bin bei leibe kein Apple fan. Das einzige Apple gerät das ich besitze habe ich geschenkt bekommen und noch nie in meinem Leben länger als 5 Minuten benutzt.

    Die Apple Philosophie ist einfach nichts für mich. Jeder der es gut findet, meinetwegen. Jedem das seine. Man sollte einfach aufhören wegen solcher unwichtigen dingen zu streiten.

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