App-Umsätze: Das größte Stück vom Kuchen geht an Games

Smartphones haben seinerzeit ein neues Zeitalter eingeläutet. „There is an app for that“ wurde sehr schnell Realität – heute hat der Nutzer eine schier unendliche Auswahl an den kleinen Helferlein für das Smartphone. Populär wurden Apps auch durch ihren einfach Bezug über App Stores, sei es Google Play oder der App Store von Apple.

Springen wir ins Jahr 2018, ins dritte Quartal. In jenem wurden nach Daten von Sensor Tower über Google Play und Apples App Store 18,2 Milliarden Dollar Umsatz erzielt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet dies eine Steigerung um 22,7 Prozent.

Spannend ist hier immer ein Blick, wie sich die Umsätze und Downloads auf die beiden Stores verteilen. Denn Google hat zwar mit Android einen riesigen Marktanteil, das spiegelt sich aber nicht in den Ausgaben im Play Store wider. 19,5 Milliarden App-Downloads gab es im dritten Quartal im Play Store, dahingegen nur 7,6 Milliarden Downloads im App Store.

Schaut man nun auf den Umsatz, dreht sich das Bild. 6,2 Milliarden Dollar Umsatz erzielte der Google Play Store im dritten Quartal. Der App Store von Apple konnte aber 12 Milliarden Dollar umsetzen.

Netflix liegt hier in Sachen Umsatz an der Spitze, 243,7 Millionen Dollar soll der Anbieter allein durch In-App-Abos generiert haben. Direkt dahinter kommt Tinder, gefolgt von Tencent Video. Bei den kostenlosen Downloads ist auffällig oft Facebook vertreten. Vier der Top 10 Apps stammen von Facebook, WhatsApp, Facebook Messenger und Instagram belegen Platz 1 – 3 der Downloads.

Spiele sind allerdings diejenigen, die einen Großteil der App-Umsätze generieren. 76 Prozent im dritten Quartal, das entspricht 13,8 Milliarden Dollar, die mit insgesamt 9,5 Milliarden Downloads erreicht werden. Welche da die Nase vorn hatten, könnt Ihr der folgenden Grafik entnehmen.

Interessant ist an diesen Zahlen vor allem, dass Dinge wie Abos oder In-App-Käufe scheinbar keinerlei negative Auswirkung haben. Gerade der hohe Umsatz mit Spielen zeigt dies deutlich. Weiterhin ist eben deutlich zu sehen, dass sich der Google Play Store eben in einer anderen Liga befindet als der App Store mit seinen „Premium“-Kunden. Logisch, dass in Entwicklungsländern keine riesigen Umsätze erzielt werden. Das sind auch Gebiete, in denen Apple keine App-Umsätze generiert, aber auch keine Hardware dort in dem Maße verkauft, dass sich das auf App Store Umsätze auswirken würde.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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5 Kommentare

  1. Den riesigen Markt in China sollte man auch nicht vergessen. Dort bekommt Google ja nichts vom Kuchen ab.

  2. Also bei In-App Käufen halte ich Deine Interpretation für gewagt. Ich meine, es gäbe bereits Studien, die ein anderes Bild zeichnen, nämlich einen Anstieg des Umsatzes bei einem Rückgang bei Nutzerzahlen.

  3. Tinder…ich lach mich schlapp. Aus den Ergbnissen lässt sich wohl auch ableiten, wie stark Sexsucht und Spielsucht verbreitet sind. 😀

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