Android-Warez: drei Seiten dicht

Ist ja mittlerweile nichts Neues, dass die eine oder andere Seite, die Warez anbietet, geschlossen wird. Doch der aktuelle Fall ist mal wieder eine Erwähnung wert, handelt es sich doch um Webseiten, die dafür anscheinend bekannt sind (waren), die eine oder andere geknackte Android-App dem geneigten Nutzer feilzubieten. Die US-Strafverfolgunsgbehörden haben meines Wissens nach damit zum ersten Mal explizit Seiten „beschlagnahmt“, die sich gezielt mit dem Austausch von Android-Apps beschäftigten. Involviert in die Aktion war neben dem Justizministerium auch das Federal Bureau of Investigation (FBI) nebst dänischen und französischen Strafverfolgungsbehörden.

applanet.net, appbucket.net und snappzmarket.com sind demnach dicht, besonders AppPlanet war bei den Leuten sehr beliebt, bot man doch einen eigenen Market an, der die Apps zum Nulltarif aufs Smartphone brachte. Verständliche Maßnahme? Natürlich! Ob nun Film, Musik, oder Software – digitale Güter sind ein großer Teil der Volkswirtschaft und gerade im Fall von Software im App-Format trifft es oftmals kleine Entwickler, was schade ist. (via, via)

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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22 Kommentare

  1. Brotkruemel says:

    Super! Ich mag zu einer Minderheit gehören, aber ich hatte auf meinem Androiden noch nie irgendwelche gecrackte Apps installiert. Auch alternative „legale“ Markets, die eigentlich kostenpflichtige Apps für umme anbieten, haben nie den Weg auf mein Smartphone geschafft. Früher war das vielleicht alles mal cool. Jeder hatte Raubkopien auf dem PC. Aber man wird älter, reifer und finanzkräftiger. Daher kaufe ich mir meine Apps allesamt. Einerseits weil die Beträge lächerlich klein sind und andererseits, weil ich so die Entwicklung und den Support von Apps unterstütze, bei denen die Entwickler großartige Arbeit vollbracht haben. Nichtsdestotrotz muss man sich teilweise immer noch rechtfertigen, wenn man Apps legal kauft. Und wenn ich dann noch erwähne, wie viel Euros ich schon im Play Store gelassen habe muss ich in entsetzte Gesichter starren…

  2. Kloputzer-007 says:

    Früher hatte ich bei meinem iPhone auch sämtliche Apps gecrackt. Heute kaufe ich Sie und muss mich wie Brotkruemel dafür rechtfertigen… bin der gleichen Meinung.

  3. Gerade auf mein Handy geguckt und konnte spontan keine App finden, die ich nicht aus dem Play Store hätte (abgesehen von Apps von XDA).
    Die einzige App, die ich raubmordkopieren würde, ist eine App die der Entwickler zu unverschämten Preis (für was die App im Vergleich zur Lite Version mehr kann) anbietet, weils zur Zeit die einzige App ist die das wirklich kann. Zu seinem Pech und meinem Glück ist aber eine Opensourcevariante in Entwicklung. Würde die App 1-2€ kosten wäre sie längst gekauft.

    Natürlich sind die „Preise“ bei den meisten Apps ein Witz, wenn man sie sich sparen will, um sie auf seinem 3-500€ Handy zu installieren. Aber Warez wird es immer geben, gabs zu BBS Boxen Zeiten schon, wie auch heute. Sei es Sammlertrieb, der Robin Hood Gedanke, oder rein finanzieller und krimineller Natur.

  4. Ich habe vor 2 Jahren angefangen sämtlichen Raubkopierten Content abzubauen, bis jetzt mit Erfolg. Alles was man mich kaufen lässt ist gekauft. So ganz zu 100% klappt es aber auch noch nicht, wenn man zufälligerweise Asiatische Musik mag kommt man manchmal nicht ganz drum herum (leider).

    @Gabe App einfach nicht benutzen, und nur weil die Lite version nicht deutlich weniger kann heißt das nicht zwangsläufig das die App ihr Geld nicht wert wäre.

  5. Kampf gegen Windmühlen.

  6. Bei wem „müsst“ Ihr Euch denn rechtfertigen?
    A: „Ich kaufe meine Apps legal“
    B: „Wieso das denn?!?!?“
    A:“STFU!“
    Fertig.

  7. @Brotkruemel
    Solche Meinungen kann ich auch schlecht nachvollziehen. Der große Teil der Apps kostet weniger als nen Kaffee, und selbst die etwas höherpreisigen sind noch immer ein Witz im Vergleich zu den Preisen denen wir früh am Desktop begegnet sind. Dies zeigt aber auch wie haltlos vor Jahren teilweise die Kommentare waren das alles nur vom Preis abhänge, den dies Argument zieht nun wahrlich nicht mehr. Wobei die Hürde zum Kaufen auf Grund der niedrigen Preise schon stark gesunken ist. Schon allein aus Sicherheitsgründen würde ich mir nur Apps aus dem App Store installieren. Sideloads sind bei mir höchstens mal Beta Updates oder Apps von offiziellen Beta Test Plattformen wo die Developer sie gezielt an einzelne Nutzer ausgeben, aber selbst dort schau ich dann lieber zweimal hin. Das es Applanet getroffen hat freut mich, denn diese hatten schon ein wirklich dreistes Angebot inklusive eigener Market App. Hat mich eh gewundert dass diese sich so lange gehalten haben.

  8. Seit dem ich die Apps via Mobilfunkrechnung bezahlen kann, kaufe ich diese App auch. Zuvor teste ich, wenn Verfügbar, die Liteverston.

  9. Klasse! Wer mir das Einkommen klaut, klaut mir das Essen und spricht mir damit die Existenzberechtigung ab. Völlig unakzeptabel.

    Wem eine App zu teuer ist, der soll sie nicht nutzen. Punktaus. Es gibt dann immer noch null Berechtigung zum klauen. Wenn sie tatsächlich zu teuer ist, wird es über kurz oder lang günstigere Konkurrenz geben. DAS ist dann mein Problem, nicht, dass es so viele moralisch verkommene Subjekte gibt. Wer schon wegen ein oder fünf oder zehn Euro kriminell wird, wie soll ich dann glauben, dass so einer standhaft bleibt, wenn es um echtes Geld geht? Natürlich beklaut mich so einer, wenn er damit 1.000 oder 10.000 Euro bekommt. Natürlich wird der jede Möglichkeit der Steuerhinterziehung nutzen. Was für ein Mensch er ist, hat er bewiesen. Er hat sogar den Preis genannt, zu dem er es wurde. Jeder hat seinen Preis, natürlich, aber mit jemandem, der ihn so niedrig ansetzt, möchte ich auf keiner Ebene etwas zu tun haben. Man ist kein guter Mensch, nur weil man mal nicht schlecht gehandelt hat. Im Gegenteil bestimmt die schlechteste Tat den Charakter, und sei sie eine einzelne.

  10. Ihr vergesst etwas: Leute ohne Kreditkarte konnten bestenfalls nur Cracks nehmen. Seltener boten die Entwickler direkt eine PayPal-Option an. Und Jüngere können selbst davon keinen Gebrauch machen.

    Die Google-Play-Gutscheinkarten tun wirklich Not!

  11. Ich habe keine KK und verzichte deshalb auf kostenpflichtige Apps.
    Das man keine KK nutzen möchte heißt nicht auch automatisch, daß man sich deshalb gecrackte Apps auf das Gerät lädt (so wie Caschy es ja kürzlich gerne andeuten wollte, von wegen keine KK als Ausrede…)

    Bitte Google, bring die Gutscheinkarten endlich da raus, wo sie auch gebraucht werden!

  12. ps. Die Gutscheinkarten werden nicht für weniger Raubkopien sorgen (siehe Apple, Nintendo, MS, Sony).
    Aber sie werden es Leuten ohne KK ermöglichen, sich Apps auf die bisher verzichten mussten endlich auch zulegen zu können.

  13. @Lawwe, über AndroidPit habe ich auch schon nachgedacht. Ich möchte die Apps aber weiterhin nur über den Google Market beziehen.

  14. MolokoVelocet says:

    War ja klar, dass man meist nur undifferenzierte Beiträge zu diesem Thema findet. Viel möchte ich dazu nicht sagen, außer: http://www.androidpolice.com/2012/07/31/editorial-just-how-bad-is-app-piracy-on-android-anyways-hint-were-asking-the-wrong-question/
    Sehr lesenswert.

  15. Wer gecrackte Software installiert, muss sich nicht wundern, wenn das Gerät zwischendrin auch mal komische Dinge tut. Ich wünsche es jedem.

  16. Jeder hat seine Gründe – solange es einfach und risikofrei ist, apps ohne Kosten zu bekommen, und diese gut funktionieren werden es viele machen. Ich tue es auch. Gibt es Probleme bei der Installation, muss man viel frickeln, wird kaufen wieder interessanter.
    Es ist immer eine Marktentscheidung: was kostet mich mehr? Habe ich gerade gut Kohle, dann wiegen die Kosten sehr klein, ich habe das Gefühl, das Schicksal meint es gerade gut mit mir oder bin ich vielleicht selbst Entwickler, dann überwiegt der Wert des „guten Gewissens“ über den Eurowert.
    Ab einem bestimmten Europreis, ist aber der Solidaritätsgedanke nicht mehr wichtig … das gute Gewissen hat auch seinen Preis.
    Also, die langen, objektiven Erklärungen sind relativ müßig.
    Die Gründe sind sehr subjektiv.

  17. Seltsam, applanet.net ist weiterhin erreichbar…

  18. Korrekt!
    Ich bin erwachsen genug, meine Käufe zu rechtfertigen – was ich aber auch noch nie machen mußte.
    Allerdings verwende ich gerade mal von 2 oder 3 Apps, die Kaufversion.
    Zum einen reicht es meist, zum anderen mangels PayPal-Unterstützung.

    Raubkopien waren noch nie auf meinem Handy.

  19. Ich habe schon einiges Geld für Apps gezahlt, und jede App war es mir wert. (Dafür rechtfertigen musste ich mich aber nie. Wer es muss, sollte sein Umfeld austauschen.)

  20. Immer wieder Lustig, keiner geht zu McDonalds aber immer ist der Laden voll. Ich muss bei so manchen Kommentaren echt schmunzeln. Keiner benutzt die Seiten aber jeder kennt Sie nun ja lassen wir einfach so stehen.

  21. Ich habe mal den Schritt mit Androidpit gewagt.
    Tja, ich wurde noch mehr enttäuscht als ich befürchtet habe. Bei vielen Apps, die ich suchte, verwies Andropit auf den Google Market (bei zu Vielen).
    Was heißt das für mich als zahlungswilligen Android Nutzer? Weiter auf die Google Gutscheine warten…

  22. Gut so, wer kein Geld für seine Apps ausgeben möchte, soll es eben sein lassen.

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