Android Verteilung: Lollipop bleibt stärkste Kraft, Nougat kaum vorhanden

artikel_android_nEs gibt wieder neue Zahlen zur aktuellen Android-Verteilung. Erhoben wurden die Daten über Besuche im Google Play Store über einen Zeitraum von sieben Tagen, der am 7. November endete, also ganz frisch, was Google hier liefert. Android 7.0 Nougat – die aktuelle Version des Android-Betriebssystems – macht sich weiterhin rar. Gerade einmal auf 0,3 Prozent der Geräte findet man diese Version. Das ist allerdings nicht verwunderlich, außer Google hat bisher noch kein Hersteller ein Update auf Android 7.0 Nougat verteilt. Bei Android 6.0 Marshmallow sieht es schon ein wenig freundlicher aus, immerhin auf 24 Prozent der Geräte ist die Version zu finden.

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Bedenkt man jedoch, dass Marshmallow nun auch schon seit über einem Jahr verfügbar ist, ergibt sich ein doch eher trauriges Bild. Android 5.0 und 5.1, beide mit dem Zusatz Lollipop ist die aktuell am meisten verbreitete Version, 34,1 Prozent fallen auf diese beiden Versionen. Allerdings ist selbst Android 4.4 KitKat mit 25,2 Prozent noch stärker vertreten als Marshmallow.

Bei den noch älteren Android-Versionen gibt es dann aber keine Ausreißer mehr, Android Jelly Bean (4.1 – 4.3) befindet sich auf 13,7 Prozent der Geräte, Ice Cream Sandwich (4.0.x) auf 1,3 Prozent – ebenso häufig wie Gingerbread (2.3.x). Und selbst mit Android 2.2 Froyo-Geräten wird der Play Store noch besucht, 0,1 Prozent der Geräte sind mit diesem Android-Urgestein ausgestattet.

Um das Ganze einmal ein bisschen positiver klingen zu lassen: Android 7.0 Nougat ist dreimal so häufig auf Geräten anzutreffen wie Android 2.2 Froyo. 😉 Aber Android Nougat dürfte in den kommenden Monaten ordentlich zulegen. Dann werden nicht nur neue Smartphones mit der aktuellen Android-Version ausgestattet, sondern auch ältere mit einem Update versehen. Mal sehen, wie sich das dann auf die Verteilung auswirkt, theoretisch müsste Marshmallow in den

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

16 Kommentare

  1. Bei der Update-Politik der Hersteller braucht man sich nicht wundern.

  2. Bei der Upgrade Politik von Google braucht man sich nicht wundern.
    Die Versionsnummern werden zu schnell zu hoch getrieben. Würde Google Android so aktualisieren, daß nicht die Hersteller andauernd ihre Treiber anpassen müßten, wäre es ein geringeres Problem.

  3. Ist und wird auch immer das größte Problem von Android bleiben insofern man kein Nexus bzw. Pixel hat !!

    Allerdings, und das muss man halt auch sagen ist es vielen bzw den meisten egal was für eine Version des Betriebssystem sie drauf haben.

    Kenne viele die eine „alte“ Androidversion drauf haben obwohl es ein Update gibt……

  4. Bin inzwieschen wieder bei iOS, habe aber immer noch ein Android Handy, sowie ein Tablet, beide laufen noch mit Android 4(!) obwohl erst 2 Jahre alt und leistungstechnisch absolut ok! Es ist zum kotzen, deswegen auch den Schritt zurück zu iOS, obwhol es Android mitlerweile deutlich unterlegen ist!

  5. Frickel-Pit says:

    Man muß schon lange suchen, bevor man einen Menschen außerhalb von Internetforen trifft, der sich für die Problematik interessiert. Abgesehen davon machen Updates nicht alles viel schöner, bunter und besser. Hat man beim Nexus 7 gesehen. Nach dem letzten erhältlichen Update war es unbenutzbar, weil auf einmal schneckenlangsam. Gibt genug darüber in Foren zu lesen, und ich habe es selbst erleben „dürfen“. Dann lieber: gar keine Updates, das Teil nach 4 Jahren entsorgen und neu kaufen.

  6. Wolfgang Denda says:

    @Frickel-Pit
    Da ist was Wahres dran. Erst wenn Whatsapp nicht mehr die vorhandene OS Version unterstützt, muss man sich nach was Neuem umsehen. Hab das neulich bei einem XCover erlebt. Ok, mit Gebastel wäre es möglich gewesen, aber irgendwann muss mal Ende sein.

    Diese Zwangs-Updates wie bei IOS sind auch nicht der Weisheit letzter Schluss, wenn ich die Bugs sehe.

  7. Die Zahlen geben meiner Meinung nach keine verlässlichen Informationen über die tatsächliche Verteilung der jeweiligen Android-Versionen wieder. Die Besitzer von älteren Geräten besuchen garantiert nur noch sehr selten wenn überhaupt den Playstore, das tun vor allem die mit neuen Geräten.

  8. Mit dem großen Zuwachs der billigen Chinaklitschen wird sich das noch verschärfen.
    Da kommen „neue“ Geräte jetzt noch mit Lollipop raus, die nie auch nur ein Update sehen werden.

    Aber auch vermeintlich größere Hersteller wie Huawei lassen ihre europäischen Vorjahresflaggschiffe gern bereits nach einem halben Jahr (Mate S) links liegen und machen noch nicht mal Sprünge innerhalb der Major-Version, also etwa von 6.0 auf 6.0.1.

    Zugegeben: den meisten ist das egal, die Geräte funktionieren dank der PlayServices auch sehr gut mit älteren Versionen. Wer sich aber etwas Hoffnung für den Sprung auf eine neurere Version von Android erhalten möchte, muss weiterhin zu den Branchenriesen greifen, Huawei nachdrücklich ausgenommen.

  9. @Caschy:

    Leider nicht.
    Außer von Google habe ich dazu keine weiteren Zahlen gefunden.
    Ist also nur mein Bauchgefühl. Eventuell findest du noch eine Statistik, die nicht von Google ist.

  10. keine „normale“ Firma könnte sich so ein Update-Desaster leisten, wie Google mit Android. Aber mit 90% Marktanteil ist halt alles ein wenig anders…

  11. Google sollte es eigentlich anders machen. Google bringt das Original Hauptsystem als Update für alle Geräte raus, dazu dann evtl. Infos über Geräte die nicht mehr unterstützt werden. (siehe Apple)
    Die Hersteller bekommen vorab Beta Versionen um ihre eigenen Dinge anzupassen falls überhaupt nötig.
    Sollten die Hersteller es nicht schaffen bis zum Veröffentlichungstermin ein Update bereit zu haben, sollte Android beim Updaten selbst feststellen ob es hier ein Kompatibilitäts Problem mit der App des Herstellers gibt und stattdessen das entsprechende Android Default App installieren. (Vergleichbar mit Firefox AddOns wenn nicht angepasst)
    Im Google Play Shop gibt es dann Sektionen der einzelnen Hersteller wo Updates zu deren Apps nachgeladen werden können (wenn überhaupt gewünscht).
    …und der ganze sinnlose Bloatware Mist bleibt einfach draußen.

  12. Der wahre Hannes says:

    Weiß nicht was ihr habt, auf meinem G4 läuft 7.1 und das wirklich extrem gut. 😉
    Aber stimmt schon, Android- und auch Linux-Updates sind fail by design. Warum müssen da immer Treiber angepasst? Warum müssen die in den Kernel kompiliert werden?
    Würde Google den Shit mal so lassen, das zumindest alte Treiber och funktionieren, wäre schon viel getan. Außerdem müsste die Software so gestaltet sein, das man das Betriebssystem installieren kann und kein fertiges Image mehr für jedes Gerät braucht. Somit könnte der Hersteller außen vor bleiben und jeder der möchte kann sich ein neues System rauf kloppen.

  13. Solange der aktuelle desaströse Zustand der allergrößten Teil der Android Anwender nicht stört, wird sich daran auch nichts ändern.

  14. Tannenpflaum says:

    Was ich mir bislang nicht ganz erklären kann, ist wieso setzt Google weiterhin aus dieses Deployment-Model? Sie haben ja mit der Zeit immer mehr Funktionalität in die Google Play Services ausgelagert die sie auf fast alle Geräte via OTA push verteilen können. Alle Google enabled Geräten haben dann die selbe code base. Was hindert Google daran noch mehr Update wie z.B. Core/Kernel Systemupdates ähnlich zu verteilen? Gibt es dort Einschränkungen aus dem AOSP Distribution Guidelines oder sind das eher technische Gründe? Also „muss“ ein echtes OS-Update/Firmwareupdate via OTA und reboot deployed werden?

  15. Wolfgang Denda says:

    @Tannenpflaum „Was hindert Google daran noch mehr Update wie z.B. Core/Kernel Systemupdates ähnlich zu verteilen?“

    Die Systemkonstruktion. Und ich sag absichtlich nicht „dumm“, mobile Systeme sind nun mal Kompromisse.