Android One: Neustart mit noch günstigeren Geräten geplant

Android One wurde von Google vor etwas mehr als einem Jahr gestartet. Günstige Geräte für Entwicklungsländer, Android-Updates kommen direkt von Google, die Nutzer erhalten außerdem diverse Boni der Netzbetreiber, wenn sie sich für ein Android One-Smartphone entscheiden. Android One sollte die Serie aus Geräten werden, die die Massen günstig ins mobile Internet bringt. Mit Gerätepreisen von rund 100 Dollar gelang dies aber nicht ganz, deshalb sollen es nun noch günstigere Angebote richten.

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Rajan Anandan, verantwortlich für Indien und Südostasien, erklärt gegenüber der Financial Times, das man es mit einem Relaunch versuchen wolle. Die Geräte sollen noch günstiger werden, es noch mehr Menschen ermöglichen, Android One zu nutzen. Hierzu werden Preise zwischen 30 und 50 Dollar für ein Smartphone angestrebt, also rund die Hälfte des aktuellen Preises. Und somit auch günstiger als mancher Konkurrent.

Wobei es vermutlich weniger die direkte Konkurrenz ist, sondern einfach der zu hohe Preis. Google möchte natürlich auch in Indien seine Dienste vorantreiben, der Markt mit mobiler Werbung ist dort allerdings sehr klein. Insofern ist der Geräteabsatz nicht die einzige Hürde, die Google nehmen muss, um in Indien erfolgreich zu sein. Aber auch die digitale Infrastruktur ist nicht die Beste in Indien. Das veranlasste Google bereits dazu, angepasste Versionen der eigenen Apps zu veröffentlichen. YouTube kommt so zum Beispiel mit einem Offline-Modus.

Wie die neuen Android One-Angebote konkret aussehen werden, soll sich in den nächsten paar Wochen zeigen. Abschließend erklärt Anandan noch, dass Indien strategisch ein sehr wichtiger Markt sei. Zwar seien die Umsätze interessant, viel wichtiger sei aber, dass in 10 Jahren 1 Milliarde Inder online sein werden und dies einen großen Unterschied in der Webökonomie machen werde. Spannende Zeit, in die man sich aus einem in Smartphones ertrinkenden Deutschland gar nicht so richtig hineinversetzen kann.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

5 Kommentare

  1. Google erlaubt ja auch in Indien, Indonesien und ? (auf jeden Fall sind es 3 Länder) YOUTUBE-Videos OFFLINE zu speichern. Da diese anscheinend über eine schlechte Internetinfrastruktur verfügen und Youtube sehr viel konsumiert wird.

    Es ist ja auch eine Investition in die Zukunft, deshalb wollen sie auch diesen Markt der Tigerstaaten und Indien erobern. Ich meine, wie viel Investition und wie lange wurde hier in die Zukunft gelegt? Wieviel Geld wurde denn in Android-, Maps-, oder Youtube-Projekte investiert, bevor man damit Geld verdienen konnte?

  2. Und wieso Afrika eigendlich nicht ( ich kann mir die Frage beantworten)?!?

  3. Ich denke schon, dass sich das ganze auch an Menschen in Afrika richtet; nur ist Indien mit seiner gewaltigen Größe der Hauptmarkt dafür.

  4. Übrigens ist Afrika fast 10x so gross wie Indien. Einwohnerzahl ist ähnlich.

  5. lol_Boot_lol says:

    Afrika ist übrigens ein Kontinent mit einer zweistelligen Zahl an Staaten 😉
    Indien ist „nur“ ein großes Land.