Android M bringt native Unterstützung für Bluetooth-Styli

Android M bekommt von Google wieder jede Menge Neuerungen spendiert. Während der Google I/O-Keynote wurden einige genannt, aber längst nicht alle. So zum Beispiel auch die Unterstützung für Bluetooth-Eingabestifte. Das kannte man von Android bisher hauptsächlich von Samsungs Galaxy Note-Reihe. Der koreanische Hersteller bietet spezielle Funktionen bereits seit geraumer Zeit für Smartphones und Tablets an.

samsung07

Da es mit Android M die native Unterstützung gibt, können Entwickler in ihren Apps nicht nur die Druckstärke einsetzen, sondern verbundene Styli auch über einen Button-Press agieren lassen. Auf diese Weise kann man neue Menüs hervorbringen oder andere sekundäre Funktionen ansteuern. Wie man das gut umsetzen kann, hat Samsung in den letzten Jahren bereits gezeigt. Der Stylus der Note-Geräte eignet sich nicht nur vorzüglich zum Kritzeln, sondern kann auch direkt Aktionen herbeiführen, ohne dass man vorher eine App öffnen müsste.

Auf jeden Fall eine begrüßenswerte Ergänzung, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass es einen großen Markt für einen zusätzlichen Stylus gibt, auch wenn Wacom und Co durchaus bereits Styli für Touchscreens anbieten. Eher ist für mich vorstellbar, dass nun mehr Hersteller auf Geräte setzen, die direkt mit einem Eingabestift ausgeliefert werden. Lässt sich dieser im Gerät verstauen und praktikabel einsetzen, kann er durchaus einen Mehrwert bieten, selbst auf einem vergleichsweise kleinen Smartphone.

Im Tablet-Bereich kann die Unterstützung vor allem für Menschen interessant sein, die viel zeichnen müssen / wollen. Auch eine präzise Bildbearbeitung ist mit einem solchen Stylus möglich, auf hochauflösenden, großen Tablets gut vorstellbar. Wie Entwickler die Unterstützung in ihre Apps integrieren können, kann auf der Android Developer-Seite nachgelesen werden.

(via AndroidPolice)

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

7 Kommentare

  1. Ich denke, nein, ich hoffe, es werden sich eher günstigere und bessere Lösungen finden in Form von Stiften, mit denen man auf normalen Papier schreiben kann und es gleich digitalisiert wird. Auf einem kapazitativen Bildschirm mit einem Stift zu arbeiten ist nämlich alles andere als gesund und angenehm. Bisherige Lösungen setzen aber auf Spezialpapier, das erworben werden muß (oder Laserdrucker zuhause).
    Wie auch immer, gibts vielleicht findige Techniker hier, die ein Kickstarterprojekt starten könnten, bei dem quasi ein Klemmbrett verwendet wird, auf dem man beliebige Papier einklemmt und die Position des Stiftes auf dem Brett erkannt wird um aufgezeichnet zu werden? Druckstärke etc kann ja wieder wie beim BT-Stift aus dem Artikel vom Stift erkannt werden.

  2. „So zum Beispiel auch die Unterstützung für Bluetooth-Eingabestifte. Das kannte man von Android bisher hauptsächlich von Samsungs Galaxy Note-Reihe.“

    Naja, das hat recht wenig mit Bluetooth bei Samsung zu tun.

    Was Samsung nutzt (wie auch Wacom, etc.) ist ein induktiven Stift, und damit eine Hardwarelösung, die sich nicht einfach per „Blutooth“ aufrüsten lässt.

    Diese ganzen „Bluetooth“ Stifte die es für Apple z.B. gibt, wie auch rein kapazitive Stifte, sind doch ziemlich unbrauchbar.

    Ich kann auf induktiven Lösungen wie z.B. von Wacom besser und schneller schreiben, als auf Papier …

  3. earmaster says:

    Bonuspunkte für den kreativen (aber trotzdem falschen) Einsatz des Plurals.

  4. @earmaster: Weder kreativ noch falsch. Styli oder styluses – geht beides.

  5. Hab ein Note 8.0, als Labor Notizblock ideal… wenn mehr Auswahl in der Richtung käme, würde ich es begrüßen. Beim Smartphone hingegen war ich auch erst sehr von angetan (als alter Palm Besitzer), aber hab den Stylus vom Note 2 praktisch nie benutzt, weshalb ich dann auch wieder zu was kleinerem gewechselt bin.

  6. FriedeFreudeEierkuchen says:

    Auf dem 10“ Tablet nutze ich den Stylus sehr intensiv. Dank Handschriftenerkennung schreibe ich bei Kundengesprächen auf dem Tablet direkt in Evernote rein. Das funktioniert sehr gut.
    Auf meinem alten Note 1 Phablet musste ich wegen meinem Nicht-Samsung OS bisher auf die Handschriftenerkennung verzichten. Seit es diese von Google gibt, schreibe ich auch dort.
    Schön wäre es, wenn Techniken auf den Markt kommen, die mich endlich von Samsung unabhängig machen. Die Update-Politik, der blöde KNOX-Counter und die massive Behinderung der freien OS-Varianten kotzt mich einfach an.

  7. Bluetooth bei der Note-Reihe für den SPen? Hahah, ohhman, informiert euch doch mal bevor ihr was schreibt. Der Spen der Note-Reihe arbeitet wie auch bei den Wacoom Dingern, mit einem induktiven Stift in verbindung mit einem Digitizer Display. Die Stifte mit Bluetooth sind zwar nicht schlecht, aber niemals so komfortable wie die Stiftet mit einem Digitizer Display…