Android: Google will Trennung zwischen Beruf und Privatleben vereinfachen

Google macht es in Zukunft etwas einfacher, das private und das Berufsleben auf einem Android-Smartphone zu trennen. Arbeitsprofile waren bisher nur auf Managed-Android-Geräten möglich, nun soll das aber auch mit normalen Android-Smartphones möglich sein, wie Google mitteilt. Ab 2022 soll die Trennung zwischen beruflichem und privatem Profil möglich sein, sofern der Nutzer über einen Workspace-Account verfügt. Noch ist nicht zu sehen, welche Workspace-Account genau gemeint sind. Sicherlich wird Google da zeitnah für Aufklärung sorgen. Danach solle die Funktion ausgeweitet werden, mit dem endgültigen Ziel, dass jeder, der Android-Geräte für die Arbeit nutzt, einen Schalter umlegen kann, um seine Geschäftsanwendungen „verschwinden“ zu lassen.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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9 Kommentare

  1. Oliver Müller says:

    Was sind denn „Managed-Android-Geräte“? Arbeitsprofile funktionieren mit Shelter oder Island bereits heute.

    • Mit Shelter ebenso null Probleme um zum Beispiel die Amazon Prime Video App vn Rest zu isolieren.. Amazon loggt sich snst überall automatisch mit dem Account ein welcher die Standard Amazon App drin hat.

  2. Managed und unmanged Geräte sind alle „normale Geräte“.
    Google schreibt doch, dass es zunächst für Workspace Nutzer ausgerollt wird und dann für andere ID Anbieter.
    Workspaces: https://workspace.google.com
    Was ist besonders an der Lösung? Man braucht kein MDM/EMM System für ein Work Profile. Kann sich somit weitere Lizenzen sparen und braucht für ein Kleinst-/Einzelunternehmen kein Managementsystem.

  3. Aus technischer und aus Datenschutzsicht finde ich die Idee schon super, und auch um Leute aktiv zum Abschalten zu kriegen wenn z.B. der Businessanteil samt all seiner Apps in Ruhezeiten einfach aus ist die Trennung natürlich sinnvoll.

    Persönlich werde ich damit bislang aber nicht warm.

    Kollegen schreiben mir Twitter-Links im Firmen-Slack mit der Bitte, die ganz supi Aktion doch bitte toll zu finden. Kleinigkeiten, „die Azubis durften heute das RZ besuchen und waren alle ganz happy“, da kann man als Ausbilder schon mal nen Like dalassen. Sollte man meinen. Das Firmen-Slack liegt natürlich im Arbeitsprofil. Twitter geht im Arbeitsprofil-Chrome auf. Meinen Passwortmanager habe ich natürlich nicht im Arbeitsprofil sodass ich mich leider nicht anmelden kann und die Twitterapp ist keine Arbeitsprofil-App. Gut, dann wird halt nicht gelikt.

    Kunde schickt mir einen Link per Mail mit der Bitte, den doch mal im Android-Firefox auszuprobieren, der sieht anders aus als im Android-Chrome. Geht halt nicht, den Link krieg ich von meinem Firmen-Outlook im Arbeitsprofil nicht in den privaten Firefox kopiert.

    Bring mal auf die Schnelle Fotos die Du im privaten Fotoarchiv gespeichert hast — ist immerhin ein privates Foto von der letzten Grillparty — in einen laufenden Teams-Call geteilt. Ja, hin und wieder möchte man eine kurze Verschnaufpause auflockern oder die Zeit vertreiben bis alle Pappnasen eingetrudelt sind. Teams darf auf die privaten Fotos aber leider nicht zugreifen, der Ordner-Button in Teams fällt aus. Der Umweg ist, die private Fotoapp zu öffnen, darüber Fotos zu teilen, über die Teilen-Funktion zum Arbeitsprofil zu wechseln und dann zu hoffen dass der laufende Teams-Call unter den Chats gelistet ist.

    Mag sein dass das anders zu konfigurieren ist. Ist bei uns halt nicht. Die Welt war ein Bisschen einfacher als ich Teams, Slack und Outlook noch ohne Arbeitsprofil einfach meinem Handy hatte. Aber wenn die Herren MDM das gerne über Arbeitsprofile haben wollen mach ich eben Arbeitsprofile.

    Cool Story übrigens:

    Ich nutze seit 100 Jahren den Apex Classic Launcher. Der lässt sich schön minimalistisch konfigurieren und beim Gerätewechsel muss ich keinen neuen Kram lernen.
    Leider versteht der Arbeitsprofile nicht und zeigt nur private Apps an.

    Deshalb bin ich neuerdings, extra wegen des Arbeitsprofils, auf den Nova umgestiegen. Der lässt sich mit ein paar Handgriffen vergleichbar minimalistisch konfigurieren und zeigt Arrbeitsprofil-Apps einfach in der alphabetisch sortierten Liste aller Apps da an wo sie alphabetisch hin gehören. Dass eine App zum Arbeitsprofil gehört sehe ich nur durch ein kleines Schloss. Jetzt habe ich zwar zwei Playstores und zwei Files aber damit kann ich leben.

    Gefühlt ist der Nova einen Ticken schlanker als der Apex. Die App ist schon mal nur halb so groß und in der Bedienung empfinde ich ihn als etwas zackiger. Ein Vorteil der mit dem Arbeitsprofil überhaupt nichts zu tun hat aber auf den ich nie gestoßen wäre, wenn ich mir das Arbeitsprofil nicht installiert hätte.

    Mein Gerät ist in Microsoft Intune als „persönliches Gerät mit Zugriff auf Unternehmensdaten“ geführt. Dazu gab es eine ausführliche Handreichung, was meine Firmen-IT explizit alles nicht mit meinem Handy machen kann. Apps lassen sich nur remote ins Arbeitsprofil pushen, Zugriff auf meine privaten Anrufe, Kontakte, Mails, Dateien und übrigen Apps sind nicht möglich. Womit sich dann auch meine Bedienprobleme erklären lassen: Wenn die Strategie ist dass das Unternehmen in meinen privaten Daten nichts zu suchen hat dann darf das Teams eben die privaten Fotos nicht durchsuchen und Slack nicht das private Twitter öffnen. Einzig die Option zum Remote Wipe muss man dann leider schlucken. Da bin ich aber auch so realistisch einzusehen dass die ein MDM-Tool ohne einfach kein MDM-Tool ist.

    Um den Bogen wieder zum Artikel zu spannen: Ich sehe auch nicht, was die Neuerung sein könnte.
    In der aktuellen Dokumentation ist bereits vermerkt, dass ich — vorausgesetzt ich habe „advanced management“ aktiviert — einfach Android-Geräte hinzufügen kann in dem ich den Googleaccount verbinde. Wenn ich die Checkbox „I own this device“ wähle (wobei „ich“ hier augenscheinlich der private Geräteeigentümer bin) wird ein Arbeitsprofil eingerichtet.

    Quelle:
    https://support.google.com/work/android/answer/9412115?hl=en

    Ich kann das nicht ausprobieren weil ich noch einen uralten, kostenfreien, 10 Lizenzen großen „Apps for Business“ habe. Da ist das „advanced management“ aus und ich habe Angst, wenn ich da an irgend was rumspiele will Google ab Morgen von mir Geld. Auf Grundlage der Doku würde ich aber sagen alles was hier im Artikel steht sollte bereits klappen.

    • Oliver Müller says:

      Genau das ist der Grund, warum ich getrennte Geräte habe. Ein Notebook und ein Smartphone für privaten Krams, ein Notebook und ein Smartphone für beruflichen Krams. Nach Feierabend mache ich die beruflichen Geräte aus, es sei denn ich habe Rufbereitschaft. Dann bleibt das Firmenhandy an, es plingen aber keine Nachrichten auf, sondern nur Anrufe von einer ausgewählten Anzahl an Kontakten.

      Das selbe gilt für irgendwelche Accounts, z.B. bei GitHub. Warum soll ich mit meinem privaten Account irgendwas von meinem Arbeitgeber toll finden? Oder warum sollte ich mit dem privaten Handy Bilder von einem beruflichen Termin machen, die am Ende vielleicht noch in irgendeiner Hersteller-Cloud landen? Was sagt denn der DSB dazu?

      Kollegen, die mich mit beruflichen Dingen auf privaten Kanälen belästigen, kommen direkt in die Blockliste. Es gibt ein paar wenige Kollegen, die über die Zeit sowas wie Freunde geworden sind. Mit denen kommuniziere ich auch nach Feierabend, ganz selten auch mal berufliche Themen. Aber von allen anderen will ich bis zum nächsten Werktag nix hören. Dass Privat- und Berufleben immer mehr ineinander greifen ist eine Legende der Arbeitgeber, am Ende geht das ausschließlich auf Kosten der Arbeitnehmer.

      BYOD ist eine Katastrophe. Tut das nicht. Wenn der Arbeitgeber will, dass ihr im Job telefoniert, dann soll er Euch ein entsprechendes Gerät dafür stellen. So einfach ist das.

    • Die Trennung zwischen privaten und beruflichen Apps klappt mit dem Microsoft Launcher sehr gut.
      Auch das Sichern und Wiederherstellung von den Settings (auch geräteübergreifend) ist möglich.

  4. Hallo, vielleicht falscher Ort, aber hat jemand auch das Problem, dass Euer Pixel 5 nun mit Android 12 einen deutlich höheren Energieverbrauch hat. Bei mir waren es 15% über die Nacht im Standbye. Sonst bin ich mit einer Akkuladung über zwei Tage gekommen. Das traue ich mir jetzt nicht mehr.

  5. Wenn es über Nacht war, vielleicht war es die „Private Compute Services“, die aktualisierten sich über Nacht.

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