AMD Ryzen 9 3950X sowie neue Threadripper sind ab sofort im Handel zu haben

AMD hatte seine neuen Ryzen-Prozessoren für gehobene Ansprüche bereits vor einigen Wochen vorgestellt. Ab dieser Woche sind die neuen Chips dann aber tatsächlich im Handel zu bekommen. Unter anderem zählt dazu auch der Ryzen 9 3950X mit 16 Kernen aus dem 7-Nanometer-Verfahren. Mit diesem High-End-Prozessor visiert AMD nicht nur Gamer, sondern auch Kreative an.

Laut AMD stelle der Ryzen 9 3950X die aktuell leistungsfähigste CPU im Segment für Privatkunden dar. Er eignet sich aber eben nicht nur zum Zocken, sondern dürfte etwa auch bei der Videobearbeitung gern gesehen sein. Ergänzt wird dessen Veröffentlichung im Übrigen auch von der Verfügbarkeit der neuen 3rd Gen Ryzen Threadripper, des 24-Kern 3960X und des 32-Kern 3970X. Diese beiden CPUs sind jedoch eher für professionelle Anwender gedacht, die z. B. mit CAD, Codierung, Code Compiling, Simulation und Raytracing arbeiten.

Zusätzlich will AMD aber auch noch in Kürze den Ryzen Threadripper 3990X auf den Markt bringen, der dann mit stolzen 64 Kernen und 128 Threads im Prosumer-Bereich auftrumpfen soll. Wer also ganz hoch hinaus will und über das notwendige Kleingeld verfügt, kann auch noch auf jenen Chip warten.

Wo wir bei „Kleingeld“ sind: AMD verlangt für seinen Ryzen 9 3950X ca. 820 Euro. Die massive Leistung hat also ihren Preis. Das gilt auch für den nochmals potenteren Ryzen Threadripper 3960X, der von 16 auf die erwähnten 24 Kerne erhöht und mit einer Verlustleistung von 280 Watt (TDP) zu Buche schlägt. Für diesen Prozessor fallen 1.400 Euro an. Wer 600 Euro drauflegt, also 2.000 Euro ausgibt, kann den Ryzen Threadripper 3970X mit 32 Kernen mitnehmen.

Wie ihr also herauslest, sind die neuen AMD-Prozessoren nichts für Gelegenheits-Anwender, sondern spielen eben denjenigen in die Hände, die entweder wirklich extreme Gaming-Enthusiasten sind oder am PC rechenintensive Arbeiten bewältigen.

Technische Daten des AMD Ryzen 9 3950X

  •  CPU-Kerne: 16
  • Threads: 32
  • Basis-Takt: 3,5 GHz
  • Boost-Takt: bis zu 4,7 GHz
  • L1 Cache: 1 MByte
  • L2 Cache: 8 MByte
  • L3-Cache: 64 MByte
  • Unlocked: Ja
  • Herstellung: 7-Nanometer-FinFET-Verfahren
  • Plattform: AM4 (Desktop)
  • PCI-Express-Version: 4.0 (x16)
  • TDP: 105 Watt
  • RAM-Unterstützung: DDR4 mit bis zu 3.200 MHz, Dual-Channel
  • Preis: ca. 820 Euro

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. Andre, WO ist denn der neue Ryzen 3950X im Handel zu haben, hier, jetzt und heute noch? Ich sehe überall nur „bestellt“, „LIefertermin unbekannt“, etc. Quelle: https://geizhals.de/amd-ryzen-9-3950x-100-100000051box-a2073697.html

    • André Westphal says:

      Er ist halt formal ab jetzt im Verkauf – die praktische Verfügbarkeit ist ja, gerade bei neuen CPUs manchmal eine andere Sache. Das kann sich aber quasi jederzeit ändern.

      • Schon, aber ich fürchte so schnell werden wir da keine tatsächliche Verfügbarkeit sehen. Zumal die heute aufgerufenen Preise (ab 939 EUR) auch noch deutlich über der Preisempfehlung von AMD liegen, Vielleicht dann ab Januar….?

      • Die praktische Verfügbarkeit mag bei brandneuen Artikeln ein Problem sein.
        Aber gerade beim 3950X darf man dabei nicht übersehen, dass der Launch bereits um zwei Monate verschoben wurde und man auch schon Erfahrungen aus dem Launch des 3900X hatte (der bis heute knapp auf dem Markt ist, obwohl sich die Situation etwas verbessert hat).

        Ich vermute, dass das Binning derzeit einfach noch nicht genug Chips in der für die 12- und 16-Kern-Prozessoren erforderlichen Güte abwirft.
        Ursächlich dafür dürfte auch sein, dass das 7nm-Herstellungsverfahren noch etwas reifen muss, da kann man eben noch nicht auf viele Jahre Erfahrung wie bei den älteren Verfahren zurück greifen.
        Vermutlich ist beim 7nm-Verfahren auch die Ausschussquote noch ziemlich hoch,

        Immerhin haben die neuen AMD-Prozessoren bewirkt, dass Intel die Preise bei den Highend-Desktop-Prozessoren um bis zu 50% gesenkt hat. Das ist zwar auch schon mal etwas, hilft einem aber nicht wenn man einen AMD 3950X kaufen möchte und keinen bekommt.

        Ich warte mal ab, mein derzeitiges System ist nicht sooo schlecht und läuft stabil, vielleicht kann ich in ein paar Wochen doch auf einen 3950X upgraden. Ich bin aber auch nicht bereit, die derzeitigen Preisaufschläge der Shops zu zahlen.

    • Geizhals nervt seit gestern, zumindest mich gewaltig, aber auch andere Preissuchmaschinen. Da werden Preise von NICHT MEHR EXISTENTEN Dinge angegeben und schleichen sich so als Verkaufsschops in der Suchmaschinenliste nach oben. Das man das nicht unterbindet, da sind Shop + Suchmaschinenbetreiber gleichermaßen schuld. Es nervt nur noch. Dauernd NICHT MEHR EXISTEN, Nicht mehr vorhanden, Ausverkauft… Was soll der FUCK! Oder Preis XXX aber nicht Vorrätig, Liefertermin unbekannt oder sonstigen SHIT. Das nutzt einem Käufer nix. Wenn ich was verkaufe dann soll es da sein und versandbereit. Nicht im Produktion das in 3 Jahren aus China mit Camele rüber transportiert wird und sich in der Zeit der Preis fufzig mal ändert.

  2. „Wie ihr also herauslest, sind die neuen AMD-Prozessoren nichts für Gelegenheits-Anwender, sondern spielen eben denjenigen in die Hände, die entweder wirklich extreme Gaming-Enthusiasten sind oder am PC rechenintensive Arbeiten bewältigen.“

    Tja dann kann der Verfasser dieses Posts kein Gamer sein, zumindest kein PC Gamer. Soviele Kerne werden einfach nicht unterstützt. Sinnlos heiße Luft verbraten. Selbst bei 8 Kernen können nur die allerwenigsten Games, wenn überhaupt was damit anfangen. Manche Games lasten immer noch nicht alle 4 Kerne bei nem relativ aktuellem PC (max. 5-8 Jahre alt) aus. Laut Umfrage bei PC Games entscheiden sich immer mehr auf 6 Kerne zu gehen, auf 8 wesentlich weniger. Von mehr ist derzeit, und das auch nicht allzuviele mehr, ONLY für Streamer vielleicht von Vorteil, mehr aber auch nicht.

    Die Genannten CPUs sind eigentlich für Bild & Videobearbeitung & CAD WENN aber auch nur WENN die genutzen Programme die Kerne auch ausnutzen. Dürfte bei 0 8 15 Hobby oder SemiProf nicht ins Gewicht fallen, die Entscheidung solch eines überteuerten Boliden anzuschaffen.

    Aktuell läuft mein Power PC nicht, will gucken was nicht passt, hatte damit lange gewartet. Als ich mich bei gebraucher Hardware die Passend sein könnte falls CPU, RAM oder Mainboard zu ersetzen sind, staunte ich nicht schlecht. CPU teils wesentlich höherer Preis wie vor Jahren (2013/14 rum gekauft).
    Komisch, ähnlich, nein sogar schlimmer ists bei meinem Drucker, noch im Sommer bei 50€ derzeit nicht unter 100€, sogar deutlich drüber, wieder zu bekommen. Von wegen Technik wird günstiger…

    Bei den Wucherpreisen die Teils abverlangt werden für Altgeräte, braucht man sich nicht zu schämen sich nach billigeren Neuen umzuschauen die Preislich dem ähnlich waren, wie man diese damals erstanden hatte.
    Kann sich gar bei PCs lohnen, auch wenn da Mainboard + CPU + Ram nötig sind, finde dort als Upgradekits leistungsfähigeres als das Altgerät… schade um den sinnlos wachsenden Müllberg.
    Nicht jeder kann sich den Luxus Leiten etwas reparieren zu lassen oder überteuerte Altteile (Teils mit hohem Risiko da gebraucht oder unbekannten Importquellen). Druckerkopf aus China (jeder verwendet da selbe Bild von verschmutzen Düsen, gleiche Stelle die Markanten Farbsammelstellen) egal ob angeblich Original (D-Verkäufer, der kein Plan hat was er verkauft nur weil er es billiger aus China gekauft hat und hier teuer verscherbelt, PEINLICH) oder nicht mit weit über 65€ wo doch der Drucker komplett MIT Originalkartuschen für Teils unter 50€ verkauft wurde….

  3. AMD hat Intel nicht nur zu Preissenkungen genötigt, sie wischen mit ihnen regelrecht den Boden auf. Ich meine, einige Tests haben beim 3970X gegenüber seinem direkten Vorgänger 2990WX eine sage und schreibe 181% höhere Geschwindigkeit ergeben. So einen Leistungssprung von einer Generation zur nächsten hat es die letzten zehn Jahre nicht mehr gegeben. Und dabei ist das Ende der Fahnenstange noch nicht in Sicht, wie der angekündigte 64-Kern-Ripper verspricht. Der hastig vorgezogene 10980XE ist schon jetzt, nur drei Tage nach Release, im Grunde obsolet: Gaming-Enthusiasten sowie Creators, die auf mittlere Leistung und Preis-Leistungs-Verhältnis in dem Preisbereich schielen, greifen zum günstigeren, aber trotz zwei Kernen weniger genauso schnellen Ryzen 9 3950X; und Profis mit höherem Workload greifen zu den Rippern, mit denen sie den höheren Anschaffungspreis schnell wieder reinholen können.

    Im Übrigen ist es Blödsinn, zu behaupten, 16 Kerne seien für einen Gaming-PC völlig sinnlos. Mal davon ab, dass die Unterstützung für höhere Kernzahlen bei künftigen Spielen weiter wachsen wird, reicht eine einzige Anwendung, die davon profitiert, völlig aus, damit sich das lohnt. Auch auf einem Gaming-PC kann man schließlich noch andere Sachen machen, was die meisten wohl auch tun werden, und auch kleinere Streamer und Content Creators bekommen, wenn sie ihre AAA-Spiele in Full HD oder noch höheren Auflösungen mit durchgehenden 60 fps streamen wollen, die 16 Kerne schnell ausgelastet.

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