Amazon übernimmt wohl für 1,2 Mrd. US-Dollar das Self-Driving-Start-up Zoox

Amazon habe laut mehreren Berichten das Start-up Zoox übernommen. 1,2 Mrd. US-Dollar soll Amazon für Zoox hinblättern, welche auf Technologien für selbstfahrende Autos spezialisiert sind. Offenbar will Amazon da also in Zukunft kräftig mitmischen, wenn man nun die bisher höchste Summe in die Technik investiert. Zuvor hatte Amazon noch nicht derartige Beträge in autonomes Fahren gepumpt.

Die Website von Zoox findet ihr hier, dort ist noch nichts von der Übernahme durch Amazon zu lesen, dort werden aber die Pläne des Start-ups umschrieben. Grob gesprochen sollen autonome, emissionsfreie Fahrzeuge das Ziel von Zoox und dessen Technologien sein. Gerüchte dazu, was Amazon mit Zoox Errungenschaften vorhaben könnte, gibt es nun auch schon.

Demnach plane Amazon eine autonome Fahrzeugflotte, um damit in Zukunft Uber und Waymo gleichermaßen Konkurrenz zu machen. Vielleicht möchte Amazon die Techniken aber auch für seine Logistik nutzen. Selbstfahrende Trucks etwa wären da sicherlich nützlich für die Amazon Logistics. Zoox soll allerdings weiterhin eigenständig agieren dürfen – ähnlich wie beispielsweise auch Twitch.

Für Zoox arbeiten ca. 1.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen plant ein selbstfahrendes Auto ohne Lenkrad oder klare Vorder- und Rückseite. Somit könnte es in beide Richtungen genauso gut fahren – ohne klassisches vorwärts und rückwärts. Ursprünglich wollte Zoox schon in diesem Jahr mit eigenen Robo-Taxis starten, musste die Pläne aber verschieben, weil die Software noch nicht bereit gewesen ist. Amazon dürfte ausreichend finanzielle Reserven haben, um da nun unter die Arme zu greifen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. Interessant.

    Jetzt wo Daimler mit Nvidia kooperiert und Amazon sich auch einmischt, scheint der große Wettlauf eingeläutet zu werden.

    Bis auf Tesla habe ich in letzter Zeit nicht so viel mitbekommen.

  2. westernworld says:

    logistik ist gar kein ausdruck was damit denkbar wäre. selbstfahrende kioske/packstationen die dem kunden eine benachrichtigung schicken wenn sie vor dem haus stehen und der kunde holt sich per zugesandtem code die bestellte ware oder ware aus einem mobilen festsortiment aus der moblien packstation. 24h lebensmittellieferungen ohne lästige personalquerelen etc.

    man könnte da auch öfen oder herde einbauen und burger,pizza & co on demand zubereiten. bezahlung über telefonrechnung oder amazon gutschein etc.. . das könnte die götterdämmerung für paketlieferdienste, nachttankstellen und spätis werden.

    • therealThomas says:

      Trotzdem verursacht auch so ein autonomes Fahrzeug laufende Kosten und muss erstmal sicher vollständig autonom unterwegs sein.

    • Ich bin gespannt, ob autonomes fahren bei den Privatverbrauchern floppen wird. In der Logistik macht es noch Sinn, da man damit die vorgeschriebenen und notwendigen Fahrpausen der Kraftfahrer umgehen kann, sofern also die Technik am Ende tatsächlich unter realen Bedingungen ohne täglichen Unfall funktioniert, wird die dort kommen und für etliche Arbeitslose rund um den Globus sorgen.

      Andererseits glaube ich nicht wirklich an den Durchbruch bei Privatleuten, ausser sie sind schwerbehindert oder haben wegen Untauglichkeit den Lappen abgeben müssen. Das Automobil steht für Unabhängigkeit wie sonst nichts vergleichbares, und das gibt man nicht gerne wieder ab.

      Auch die von dir skizzierten Szenarien sind im echten Leben nur nervig, wer will denn dauernd die Treppe runterrennen, nur weil irgend ein behämmerter Lieferservice das so will? Bisher werden Hauslieferungen bis an die Tür getragen, wer rennt denn seinem Einkauf oder seiner Pizza hinterher (die Fahrzeuge warten ja nicht ewig).

      Ich glaube, dass endet wie 3D im Fernseher. Als Idee toll, aber im Alltag braucht es keiner und es macht keinen Spaß. Autonomes fahren macht auch keinen Spaß, dass wirft einen ins Kleinkindalter zurück, wo Mutti und Vati bestimmen, wos langgeht. Und jedesmal erst bei Mutti anrufen, wenn man abgeholt werden will, nee danke.

      Für Senioren und Behinderte mit sehr sehr eingeschränkter Motorik (die können mit Umbauten sehr gut alleine fahren, auch von denen braucht es eigentlich nur der Teil, der vermutlich ohne Hilfe nicht einmal einsteigen könnte) ist es eigentlich auch nichts. Die Senioren wollen wen zum quatschen haben, der ihnen den Einkauf reinträgt und die Behinderten, die trotz Umbauten nicht selbst fahren können, können ohne Hilfe auch nicht einsteigen.

      Ich bin ziemlich sicher, ein kurzer Hype und dann wars das. So wie Scheuers Verkehrswenderoller, die nutzt ja auch keine Wurst. Die klangen theoretisch ganz cool, aber unter Realbedingungen für niemanden so wirklich eine Verbesserung, nur mehr zum schleppen.

      • „Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.“

      • Es kommt sicherlich darauf an, warum du Auto fährst.

        Ich glaube, dass viele berufliche Autofahrten zur Arbeitszeit werden könnten. Dann verliert man nicht mehr seine Fahrt zur Arbeit oder Zeit auf Dienstfahrten, sondern kann frühstücken, arbeiten, schlafen,…

        Man könnte auf dem Weg in den Urlaub ein Buch lesen oder Film gucken. Eltern können sich um ihre Kinder kümmern.

        Im Alltag könnte das Auto auch schon den Einkauf oder das Paket abholen und wenn man von der Arbeit abgeholt wird liegt schon alles im Kofferraum…

        Ich glaube nicht, dass das mit City-Rollern vergleichbar ist.

        Solange mir das Auto nicht sagt wo ich hin muss, bin ich ja auch noch selbstständig. Mein Staubsaugerroboter saugt auch dann wenn ich will und nicht wie früher meine Mutter wollte.

        Ob die Technik in naher Zukunft so gut funktioniert, das werden wir dann sehen.

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