Amazon Prime Air: Neues Modell der Lieferdrohne vorgestellt, soll dieses Jahr noch liefern


2013 hat Amazon zum ersten Mal Prime Air gezeigt, die Lieferung von Paketen per Drohne. Was seinerzeit natürlich auch ein guter Marketing-Stunt war, wurde über die Jahre weiter entwickelt. Nun gibt es eine neue Version der Drohne, die auf der re:MARS Conference präsentiert wurde. Sie hat eine größere Reichweite, ist mit sechs statt vier Propellern ausgestattet und soll schon so einsatzbereit sein, dass sie innerhalb von Monaten Lieferungen starten kann.

15 Meilen (24,14 Kilometer) kann die Drohne am Stück fliegen. Pakete können bis zu 5 Pfund (2,27 Kilogramm) wiegen. Die Auslieferungen sollen dabei innerhalb von 30 Minuten nach Bestellung erfolgen. Was immer noch wie ein PR-Stunt klingt, hat durchaus einen Hintergrund. Die Drohnen sind nämlich Teil von Amazons Umweltplan. Die Drohnen seien, vorausgesetzt man lädt sie mit Ökostrom, sehr viel umweltschonender als ein Fahrzeug auf der Straße.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://youtu.be/3HJtmx5f1Fc

Deshalb eignen sie sich vor allem für Kleinigkeiten, die man mal eben noch im Laden holen würde. Das ergibt durchaus Sinn. Die Drohnen sind zudem mit allerlei Algorithmen versehen, die dafür sorgen, dass sie auch sicher unterwegs sind. So werden Objekte in der Luft ebenso erkannt (und vermieden), wie Wäscheleinen oder Stromleitungen, die bei Start oder Landung als Störfaktor auftreten können.

„Innerhalb von Monaten“ möchte man Prime Air nun an den Start bringen, durch das bestehende Logistiknetzwerk sei dies ein realistischer Rahmen, wird von Amazon erklärt. Bis Lieferungen per Drohne zur Normalität werden, dürfte dennoch noch etwas länger dauern.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten ein.

23 Kommentare

  1. Soll der Unsinn von irgendetwas ablenken? Für D wird das niemals genehmigungsfähig.

  2. Herr Hauser says:

    In Deutschland wird so etwas nie kommen. Allein schon aus Sicherheitsgründen.

  3. Die Welt bereitet sich auf die Zukunft vor und German Angst schüttelt den Kopf.

    Ich hoffe, die Zukunft nimmt uns zumindest mit, gestalten tuen immer mehr andere.

  4. Was für ein Blödsinn. Am besten ignorieren.

  5. Niemand hat jemals vor das zum Instrument massenhafter Logistik zu machen. Es geht um PR und just jene Aufmerksamkeit, die auch hier Amazon geschenkt wird und die Aura, „die können einfach alles und haben noch viel im Köcher“, pflegt. Für eine börsennotierte Firma ist das sehr wichtig. Fakt ist, dass auch Amazon nur mit Wasser kocht und auch Dinge an die Wand fährt, man denke an das Fire Phone oder Amazon Fresh, das nicht wirklich auf die Beine kommt.

    Wer denkt, dass alleine die über 11 Millionen Pakete, die die Deutsche Post täglich in Deutschland zustellt, per Drohne zugestellt werden können, ist nicht „modern“ oder „un-german-ängstlich“, sondern lebt im Wolkenkuckucksheim. Aber Hauptsache auf die Kacke hauen..

    • Wer behauptet denn, es geht darum 11 Millionen Pakete mit Drohnen zu beliefern?

      Wie bei allen ist es erstmal notwendig Tests zu fahren. Auszuprobieren was geht. In den meisten Branchen nennt man das Proof of Concept. Die Tatsächlichen Anwendungsgebiete mögen da zwar im Hinterkopf vielleicht schon herrschen, doch das wahre Potenzial kommt meist erst im Nachgang, bei Marktreife… Und Wenns dabei gute PR gibt umso besser für Unternehmen.

      Die Logistik hat vor allem mit der letzten Meile zu kämpfen. In dicht besiedelten Ortschaften / Wohngebieten ist die Liferung per Drohne auf jeden Fall nach der aktuellen Situation nicht möglich und unrealistisch. Ich glaube das ist auch weniger das Ziel. Aber die Logistik befasst sich ja nicht nur mit dem Thema der letzten Meile, sondern benötigt auch für Ihre Nischen Lösungsansätze.

      Nehmen Sie z.B. die Alpen. Es gibt unzählige schlecht zu erreichende Ortschaften. Dort kann man z.B. Hubs einrichten, oder Packstationen, welche per Drohne aus beliefert werden können.
      Oder schnelle wichtige Medikamenten Lieferungen an Zentrale Ortschaften z.B. Krankenhausdach. Oder Oder Oder.

      Das Thema hat potenzial. Aber Sicherlich kann und sollte man nicht davon ausgehen, als Privatperson zukünftig per Drohne beliefert zu werden.

      Und was die Genehmigungen angeht. Auch Deutschland kann sich nicht immer gegen alles stemmen. Es wird auch hier bei uns Ausnahmen geben, da bin ich Optimist.

      • In den Bergen wird das längst gemacht – um festsitzende zu versorgen (z.B. mit Medikamenten) oder eingeschneite Hütten zu beliefern für Notfälle.
        Halligen werden auch schon so notversorgt wenn sie abgeschnitten sind.
        Dass sich größere Unternehmen, deren Produktionsstätten entsprechend angeordnet sind, künftig über selbstfahrende LKW oder Fluggeräte über eigenes Grundstück oder festgelegte Flugzonen just-in-time beliefern – wird/mag kommen wenn es schneller, günstiger und zuverlässiger ist.

        Das ist alles nicht neu.

        Dass sich Unternehmen ausprobieren, ist auch völlig in Ordnung. In diesem Fall schließe ich mich aber der Meinung: „Unfug“ an. Man überlege mal:
        – Wie viele Drohnen will man täglich um sich herum schwirren haben, wenn sich das mal in breiter Basis durchsetzen würde? Ständig Fluglärm weil sich jemand ein USB-Kabel oder Zahnpasta liefern lässt?
        – Wo sollen die die Ware denn absetzen? In der Stadt: Mehrpersonen-Haushalte. Der Empfänger muss dann wohl zu Hause sein… Ich kenne 16-Parteien-Mietshäuser und die Mieter sind nicht mal dann zu Hause, wenn sie selbst einen Handwerker für ihren Rohrbuch bestellt haben…
        – Wie soll das auf dem Land funktionieren, wo immerhin Landemöglichkeiten bestünden? 24km am Stück bedeutet so ca. 12km einfache Strecke. Hier auf dem Land bin da gerade in der nächsten Kleinstadt aber da ist kein Logistikzentrum. Würde dort wiederum ein riesiger LKW mit zig Drohnen stehen um „die letzte Meile“ anzufliegen, wären andere Lösungen vermutlich viel zuverlässiger und Kundenfreundlicher (zentrale Poststation oder eben doch ein Mitarbeiter der kurz über die Dörfer fährt)

        • Ich glaube da liegen wir mit unserer Meinung gar nicht weit von einander entfernt. Wie ich bereits sagte, halte auch ich eine Belieferung von Privatpersonen im großen und ganzen für unrealistisch. Und wenn dann nur über zentrale Hubs/Packstationen etc. an entlegenen Ortschaften.

          Was die 24 km angeht, so gibt es auch bereits Lösungsansätze von anderen Unternehmen.
          z.B,
          Starrflügler, die heben und landen senkrecht und fliegen wie ein Flugzeug effizienter nach vorn.
          Auch gibt es die Möglichkeit, dass diese nach z.B. 24 km ein Hub anfliegen und dort automatisch geladen werden.

          Als Anregung was bereits möglich ist. Ich glaube das ist aber auch bisher nur eine Teststellung. https://www.youtube.com/watch?v=tc-xBStWBxc

  6. Erst die Invasion der e-Scooter, demnächst die Invasion der Lieferdrohnen. Wo soll das noch hinführen?
    In D wird man schon einen Weg finden des Deutschen Lieblingskind, das Auto, an der Spitze zu halten. Wären da nicht diese Grünen und die Kids die an den „Fridays for Future“ auf die Straße gehen. Ach und Typen wie dieser Reezo, der via Youtube die Politikwelt aufmischt. Vielleicht wacht der Deutsche Michel mal auf, bevor es zu spät ist.

  7. Habe gerade voll Bock, da Obst in die Rotoren zu werfen und ne Schüssel drunter zu halten. 😀

    Massentauglich wird das vermutlich aufgrund der Kosten allein schon nicht. Ansonsten ja, warum nicht? Können ja mal sehen, wohin das führt. Wenn es zu viel wird, wird man da schon einschreiten. Nur bis 20 km/h und nur auf Radwegen oder so wird dann sicher von Scheuer eine Beschränkung sein. Kennt man ja.

  8. Scheuer wollte eRoller bis 12 km/h auf Fusswegen zulassen. Da passt dein Scheuer Bashing ja wohl nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.