Amazon Fire TV im iFixit-Teardown

Das Auseinandernehmen technischer Gerätschaften ist für alle interessant, die ein Gerät nicht nur nutzen, sondern eventuell bei einem Defekt auch einmal selber Hand anlegen wollen. Moderne Gadgets machen eine Reparatur oft unrentabel oder gar unmöglich, sodass nicht selten das komplette Gerät ersetzt werden muss. In der Regel ist es so, dass eine Reparatur mit abnehmender Größe des Gadgets immer schwieriger wird. Wie es mit Amazons neuer TV-Box, dem Amazon Fire TV, aussieht, zeigt uns iFixit wieder einmal ausführlich.

AmazonFireTV_iFixit_01

Wie man schon auf dem Bild der gesamten Einzelteile sehen kann, verbirgt sich in der kleinen, vorerst nicht in Deutschland erhältlichen, TV-Box nicht viel an einzelnen Komponenten. Außer dem Gehäuse sind nur ein Kühlkörper und ein Motherboard verbaut. Auf dem Motherboard befinden sich alle benötigten Bauteile, die allerdings auch alle verlötet sind. Ist eine Komponente defekt, heißt es die ganze Hauptplatine austauschen (oder Gerät neu kaufen).

Auf dem Board befinden sich 2GB LPDDR2 RAM von Samsung, darunter ist der mit 1,7 GHz getaktete Qualcomm Prozessor zu finden. Außerdem sieht man auch die 8 GB Flashspeicher von Toshiba. Auf der Rückseite befindet sich noch die Kombo-Einheit für WLAN und Bluetooth 4.0 (Qualcomm Atheros). Ebenfalls zu sehen: sämtliche Anschlüsse, mit der die Box verbunden werden kann. Wenig spanned, keine Abnormalitäten oder Überraschungen. Leider.

Amazon_Fire_TV_iFixit_02

Auch die Fernbedienung und den Game Controller hat sich iFixit vorgenommen. Für einen Einblick in das Innere der Fernbedienungen sicher ganz nett, aber auch an dieser Stelle keine besonderen Vorkommnisse oder bauliche Besonderheiten. Immerhin ist alles ohne Klebstoff verbaut, lediglich die Trikant-Schrauben des Controllers dürften nicht so leicht für jedermann zu öffnen sein.

Insgesamt erhält der Amazon Fire TV von iFixit eine Score von 6 auf der „Repairability“-Skala. Trotz der leichten Öffnung und der guten Erreichbarkeit der Teile, können einzelne Komponenten im Fall eines Defekts eben nicht einfach getauscht werden.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. Ui ui , die Hardware (also laut verbauten Chips) sollte man da doch problemlos ein Linux drauf zum laufen bringen können. Für den Preis + XBMC wäre es echt ein super Mediaplayer.

  2. Da kannst du auch nen Raspberry nehmen, da zahlst du noch weniger 😉

  3. @Peter Der RasPi ist aber lange nicht so leistungsstark wie die Amazon Box.

  4. @Peter
    Nun der Pi bekommt leider nicht einmal jedes 1080p Material in 3D problemlos in Original Qualität dargestellt.
    Ergo ist das wohl für mehr als Spielereien nicht zu gebrauchen.

  5. @Hans
    der RPi kann eigentlich alles bis auf 1080p 3D ! Für das kleine Ding schon ganz gut.
    Aber rein von der Power natürlich nicht so toll wie die Amazon Box. Optik und Anschlüsse machen es sehr Interessant.

  6. @Sascha
    Zitat: „Ebenfalls zu sehen: sämtliche Anschlüsse, mit der die Box verbunden werden kann. Wenig spanned, keine Abnormalitäten oder Überraschungen. Leider.“

    Was hast Du denn sonst noch erwartet? Einen Scart-Anschluss? Component?

  7. „Ist eine Komponente defekt, heißt es die ganze Hauptplatine austauschen (oder Gerät neu kaufen).“

    Von welchen Komponenten redest du eigentlich ???
    Das Ding besteht vereinfacht gesagt aus CPU und einem Chipsatz,der wiederum Netzwerk,LAN,Sound,USB und die GPU beinhaltet. Die Dinger sind schon seit Ewigkeiten auf der Platine fest verlötet, sei es in kleinen Computen wie diesem oder in größeren Formfaktoren.
    Also wenn es eines nicht gibt was man dem Ding vorwerfen kann, dann dass man die Komponeten nicht tauschen kann. Oder verlangst du nach steckbaren IC-Sockeln für die Chips damit man die einzeln kaufen und tauschen kann? Ich versteh es nicht…

  8. Paul Peter says:

    Eine Interpretation der „6“ auf der “Repairability”-Skala wäre hilfreich. Skala von 0 bis 10? 10 ist super reperabel? Oder nicht? Gibt es vergleichbare Geräte mit besseren/schlechteren Werten?

  9. @Peter
    Aber auch auf dem Cubietruck soll XBMC z.b. mehr Probleme machen als auf dem Pi. Mein letzter Stand ist, dass die Hardwarebeschleunigung nicht richtig läuft und daher selbst 1080p ruckeln kann.

    Habs aber länger nicht mehr verfolgt. Ich brauch kein 3D, daher reicht der Pi.

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