Aktuelle Android-Verteilung: Marshmallow im Aufschwung

android artikel kleinGoogle hat frische Zahlen zur Android-Verteilung veröffentlicht. Erhoben wurden diese in der Woche bis zum 2. Mai, gezählt werden Geräte, die in dieser Zeit den Google Play Store besucht haben. Gerade bei Android schaut man ja einmal genauer hin, bekommen es viele Hersteller seit Jahren doch nicht in den Griff, von Google bereitgestellte Updates auch an den Kunden auszuliefern. Das ist einerseits verständlich, da man eben nicht nur das Update einfach verteilen, sondern erst einmal anpassen und dann noch durch Netzbetreiber-Kontrollen schicken muss.

Auf der anderen Seite sind so viele Nutzer – auch im Hinblick auf die Sicherheit – mit älteren Android-Versionen unterwegs. Ein Lichtblick sind da vielleicht die monatlichen Sicherheits-Updates, die ja auch von einigen Herstellern übernommen wurden. Doch lasst uns zu den Zahlen kommen.

zahlen android mai 2016

Vorletzten Monat übernahm Lollipop die Führung, was den reinen Anteil der damit ausgestatteten Geräte angeht, 16 Monate nach Release. Das bleibt auch erst einmal so, mit einem aktuellen Anteil von 35,6 Prozent lässt man KitKat (32,5 Prozent) langsam hinter sich. Marshmallow wächst leicht, hat man noch einen weiten Weg vor sich. Denn trotz Verdoppelung des Anteils im Vergleich zu den letzten zwei Monaten, sind gerade einmal 7,5 Prozent der Geräte mit der aktuellen Android-Version ausgestattet (Monatsvergleich + 2,9 Prozent).

Android Jelly Bean (4.1.x – 4.3) ist mit 20,1 Prozent Anteil ebenfalls weiterhin stark vertreten. Für Android 2.2 Froyo wird hingegen wohl bald Schluss sein mit den Statistiken. Google zeigt Anteile unter 0,1 Prozent nicht an, in diesem Bereich hält sich das betagte Android-Urgestein bereits eine Weile. Sollte dann bald mal rausfallen, neue Geräte dürften da ja nicht mehr hinzukommen.

Es wird interessant zu sehen sein, wie es mit Android N läuft. Google hat bereits zwei Vorschau-Versionen veröffentlicht, theoretisch können die Hersteller also schon damit herumprobieren, allerdings sind noch nicht alle Schnittstellen final, was natürlich auch wieder ein Problem darstellt. Oftmals ist es auch nicht einmal die Zeit, die das Problem ist. Vielmehr haben einige Hersteller offensichtlich kein Interesse daran, Updates für bereits verkaufte Geräte zu liefern.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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14 Kommentare

  1. Ich versteh dabei eins nicht….. Hauptursache ist ja mit unter anderem das Branding durch Netzbetreiber?

    Wie macht Apple das? Da gibts meines Wissens schlicht kein Branding? Warum lassen die anderen sich auf den scheiss ein? Weil man da 2 EUR für bekommt? Wenn ich mein Firmenhandy mit lauter Telekom-Apps seh… da wird einem ja schlecht.

    Es liegt also an der Profitgier der Hersteller, sich mit den Betreibern ins Bett zu legen? Warum dann aber nicht Updates für die Vanilla-Geräte fix…!?

  2. Auf der Liste erkennt man gut wie die Kundschaft über viele Versionen verteilt ist. Mit weiteren Versionen wird die Streuung (Fragmentierung) nur noch schlimmer.
    Google schafft es nicht seine Kunden im Keller abzuholen. Oder, wie wir es ja besser wissen, schaffen es die Geräte-Hersteller nicht Updates für Ihre Kunden zu liefern.
    Somit kann Google nicht direkt etwas dafür.
    Würde man sich eine Apple Versionsliste dazu zum Vergleich anschauen…. Klar, ist ja nur 1. Hersteller…aber trotzdem….meine ja nur… irgendwie unschön (lol)

  3. @Yves: nein das liegt nicht nur an dem Branding.

    1. Es gibt einen Hersteller von Einzelteilen bspw. Bosch, toshiba, sony, Samsung
    Diese müssen jedes teil zu jedem neuen Release testen.
    2. Es gibt Google. die Android Versionen werden nur für bestimmte Kombinationen freigegeben (offiziell)
    3. Dann den Handyhersteller. der gerne Testen muss. Sony, HTC, und co
    4. Es gibt in bestimmten Fällen die Netzbetreiber die auch testen müssen. Hier geht es nicht nur um Apps, sondern auch voice mail, lte Konfigurationen und und und. Bei einigen Branding geräten hat man Funktionen, die bei einem freien geräten nicht verfügbar sind.

    und jede diese Parteien kann eine Änderung verlangen, die von jedem im schlimmsten Fall wieder getestet werden und angepasst werden muss.

  4. Karl Kurzschluss says:

    Eine neue Android-Version ist auch nicht immer die ultimative Anleitung zum Glücklichsein. „Lollipop“ hat mein Nexus 7 (2012) in eine neue Leistungsklasse befördert – in die Leistungsklasse „unbenutzbar, weil schnarchlangsam“. Auf das Update hätte ich gerne verzichtet.

  5. @Kurzschluss: Ganz Deiner Meinung. Wie der Zufall so will, habe ich vorgestern (begonnen und gestern beendet) mein „Nexus 7 WiFi (2012) grouper“ (Katastrophe, diese Typenbezeichnungen der Hersteller) zunächst auf Cyanogenmod12.1, dann auf Cynogenmod13 geUPGRADEt. Läuft gut und schneller als mit dem von Dir geschilderten Release. Das Gerät lag nun seit Monaten unbenutzbar herum, kann jetzt aber wieder brauchbar genutzt werden. Google mal nach „Nexus 7 WiFi (2012) grouper“. Die CM12.1-Version benutzt das eigene Recovery-IMaGe, die CM13-Version benutzt TWRP3. Ich hatte zunächst die 12er-Version gefunden und geflasht, danach die CM13. Letztere hat sogar alle Daten UND die installierten APPs belassen.

    Übrigens kommen selbst die Chinesen langsam auf den Trichter, dass sie Updates liefern müssen. Meine Elefone P9000 hat gerade ein „kleines“ Update erhalten, ASUS schaffte das beim Zenfone 2 bisher nicht, daher läuft dort ebenfalls ein Cyanogenmod13.

  6. Karl Kurzschluss says:

    @friddes Ich hab‘ eine andere Lösung gefunden. Einfach und ohne Bastelei. ebay. Und weg mit dem Scheiss.

  7. Ich finde diese Fragmentierung bei Android katastrophal!
    Durch die Upgrade-Policy der Hersteller wird das Problem leider nur immer schlimmer und als Entwickler darf man sich dann mit völlig veralteten Versionen rumschlagen. Das erinnert fast an die Webentwickler-Probleme mit veralteten IE-Versionen.

  8. Viel interessanter wäre doch mal eine Statistik wieviel Android Geräte Sicherheitslücken aufgrund nicht vorhandener Updates haben. Cyanogenmod kann und darf nicht die Lösung sein. Gesetzliche Verpflichtung zur Lieferung sicherheitskritischer Updates für x Jahre ! Aber damit verdient man halt kein Geld. Und so langsam frage ich mich als Androider , ob ich wechseln sollte.

  9. @Kurzschluss: Klar – hatte ich ja auch getan. Aber das „arme Teil“ lag so traurig da rum…
    @Thomas: Wohin willste denn wechseln? Software reift nun mal beim Kunden. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Es gibt KEINE 100%ig ausgetestete, d.h. fehlerfreie Software!

  10. Naja das Problem ist bei mir z.B. es gibt keine Alternative. iOS und WP können einfach viele Sachen die Android kann nicht. Gerade wenn man z.B automatisierte Synchronisationen über sein Telefon zu FTP oder SSH usw. fährt. stösst man super schnell an die grenzen der beiden Konkurrenten, bzw. sagen wir mal iOS, WP kann man aktuell ja nicht mehr ernst nehmen.

    Ich schau mir die Situation immer wieder mal auf meinem iPad an, aber zu machen ist da nicht viel, man müsste quasi zum JB greifen um solche Aufgaben gut abzubilden auf iOS.

  11. Automatisierte Synchronisieren zu ftp oder ssh ist ja auch voll der normale Anwendungsfall. Furt 99 von 100 Leuten bietet Android nicht mehr als iOS. Windows Phone steht ein wenig hinten an, weil die Apps weder in der Anzahl vorhanden sind noch ich den Funktionsumfang bieten.

  12. „Viel interessanter wäre doch mal eine Statistik wieviel Android Geräte Sicherheitslücken aufgrund nicht vorhandener Updates haben. “

    interessanter wäre wie viele ausgenutzt werden. Angeblich müsste ja jeder schon ein gekapertes Android Teil haben. Wenn man immer wieder die Horror Meldungen hört.

    Schon komisch. Nie Patches immer neue Lücken aber passieren tut irgendwie nix.

    Offenbar mehr Hype als Probleme.

  13. @Fly

    Das ist schon klar 😉 die meisten nutzen WA und FB und gut ist, das kann man auf allen Systemem-Problemlos.

    Windows-Phone wird meiner Meinung nach ganz klar wegen dem Design gemieden, es ist einfach keine hübsche Oberfläche. Das heißt nicht das sie schlecht ist, sondern das sie einfach nicht ankommt auf den ersten Blick. Sieht man z.B. gut wenn man mal im MediaMarkt steht mit einer großen Handyabteilung, viele legen das Lumia sofort wieder weg, nachdem sie den Homescreen sehen und einmal zur Seite gescrollt haben.

    Die APPs machen tatsächlich weniger aus, die Hauptapps sind vorhanden und laufen, und neue Kunden kennen das APP-Ökosystem gar nicht.

  14. Das Absurde ist, dass die Fragmentierung Android vielleicht gerade davor bewahrt, bis zur Oberkante mit Schadsoftware geflutet zu werden. Zu so vielen verschiedenen Versionen kann kein Virus kompatibel sein 😉

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