Adobe will Lightroom für iOS veröffentlichen

Lightroom dürfte die meisten Fotografen von euch kennen. Die Software von Adobe hat sich einen guten Namen bei der Optimierung und Verwaltung von Fotos gemacht, die als Rohdaten vorliegen. Wer solche RAW-Fotos auch unterwegs mobil betrachten und verarbeiten wollte, hat bisher gewisse Einschränkungen. Hier will Adobe mit Lightroom für iOS ansetzen, wie der Produktmanager Tom Hogarty bei einem ersten frühen Prototyp zeigte.

Lightroom für iOS

[werbung] Das in diesem Bereich eine Lücke klafft erkennt man recht gut an den bisherigen Angeboten. Apples eigene Lösung iPhoto beispielsweise zeigt nur die JPEG-Version des Bildes an und Bearbeitungen werden auch nur am JPEG-Format abgespeichert. An diesem Punkt will Hogarty ansetzen und präsentierte erste Funktionen des Prototyps.

  • Fotos können direkt im RAW-Format bearbeitet werden
  • Typische Lightroom Optionen, wie Belichtung, Schatten Weißabgleich u.v.m. kann direkt über die App vorgenommen werden
  • Anbindung an Adobes Creative Cloud um direkt am PC weiterzuarbeiten
  • Zoom an jede Stelle des Bildes (im Beispiel an einem 36 Megapixel-Foto)

Weitere Funktionen sind geplant, jedoch wollte er diese für die erste Version nicht versprechen. So will Adobe unter anderem einige Funktionen aus der Bibliothek übernehmen, damit z.B. Fotos schon von unterwegs in Kategorien einsortiert werden können. Allerdings muss man auch bedenken, dass es rein von der Geschwindigkeit her auch Einschränkungen geben wird. Er musste eingestehen, dass in der aktuellen Version einige Regler das iPad 2 in die Knie zwingen, bzw. die Bildrate generell sehr langsam sein kann.

Prinzipiell dürften sich aber viele Fotografen über die neuen Möglichkeiten freuen, sodass auch kleineren Arbeiten an RAW-Fotos unterwegs nichts mehr in Wege steht. Leider gibt es noch keine konkreten Veröffentlichungstermine, wir halten euch aber auf dem laufenden. [via, via]

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11 Kommentare

  1. Christoph B. says:

    Hui, geiler Scheiß. Aber bitte auch für Android Tablets.
    Auf so einem kleinen Display macht das nicht so viel Sinn, glaube ich.

  2. Ich frage mich ob sich das für Adobe noch so richtig lohnt diese Apple Exklusivität. Mittlerweile sollte doch auch jeder 2. Klassige Fotograf mitbekommen haben das Photoshop + Apple nicht mehr das Nonplusultra ist.

  3. Das wird eh (noch) nicht wirklich was bringen, lightroom ist viel zu sehr auf einen starken Prozessor angewiesen. Außerdem Frage ich mich wie ich meine Raw-Bilder auf das Tablet bekommen soll, Wlan in der Kamera haben schließlich die wenigsten. Dann wohl doch eher was für Profis, und die brauchen wiederum eine schnelle und vollwertige Applikation und haben das Kleingeld für ein kompaktes Notebook mit viel Rechenleistung.

  4. [Troll]Per SD-Karte ;-)[/Troll]

    Wenn ich sehe was Lightroom auf dem PC für eine Verschwenderische Anwendung ist was CPU und RAM angeht dann wage ich zu bezweifeln das es derzeit auf irgendeinem Tablet sinn macht.

  5. Christoph B. says:

    Was ich mir gut vorstellen könnte:
    Auf dem Tablet nach rechts wischen um die Bilder zu wechseln und nach oben/unten für die Belichtung. Das darf auch ruhig mit Low-Res-Previews passieren.
    Schon hat man „on the fly“ die Helligkeiten angepasst und kann die weitere Bearbeitung (am PC) auf der gleichen Basis fortführen.

    Wie die Bilder auf dem Tablet angezeigt werden… andere Geschichte, evtl. dann die ominöse Adobe-Creative-Cloud.

    Wenn das dann aber alles richtig zusammenarbeitet, evtl noch Touchsteuerelemente für After Effects und Photoshop hinzu kommt, wäre das ein guter Grund zum Kauf, bzw. Creative Cloud Zugang.

  6. Ohne Farbmanagement und Monitorkalibrierung macht Lightroom überhaupt keinen Sinn.

  7. @Namerp: …und trotzdem ist es die Kombination die Fotografen und Graphiker nutzen… als wenn Windows eine Alternative wäre…..

  8. Auf meinem 27″ quadcore i5 iMac mit 16GB RAM, läuft das schon zufriedenstellend, aber auf einem Tablet??? Wollt Ihr wirklich Eure Bilder auf 10″ ‚vergewaltigen‘??? …und für die übliche ‚Mobile-Fotografie‘ braucht man kein RAW etc….
    Sinn macht das nur für Adobe, denn die App wird nicht kostenlos sein! 😉

  9. Christoph B. says:

    Blabla. Was spricht denn gegen meinen Vorschlag?
    Belichtung kann ich auch auf 7″ in die richtige Richtung biegen.
    Und wenn das Anhand kleiner Vorschauen und mit intuitiven Touchgesten funktioniert, bin ich so eventuell sogar schneller.

  10. @timobeil das war vielleicht vor 10 Jahren noch so. Apple schielt nur noch auf Consumer, nicht mehr auf die Pros, was viele zum Wechsel getrieben hat.

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