Adobe entwickelt beeindruckenden Algorithmus zur Übertragung von Bildstilen

Adobe spielt in der Welt der Bildbearbeitung eine sehr große Rolle. Logisch, dass sich Leute bei einem solchen Unternehmen mit neuen Bearbeitungsmethoden auseinandersetzen. Ziemlich beeindruckend ist allerdings das Ergebnis, das zusammen mit Wissenschaftlern der Cornell University entstanden ist. Zwei Bilder werden so zu einem vereint, das von einem das Motiv und vom anderen der Stil übernommen wird. Vollautomatisch versteht sich. Kann man sich im Prinzip vorstellen wie bei Prisma, nur mit einem viel klareren Ergebnis.

Am Beispiel oben seht Ihr, was der Algorithmus leistet. Eine Tag- und eine Nachtaufnahme einer Stadt mit unterschiedlichen Silhouetten wird so zusammengerechnet, das der Tag zur Nacht wird. Selbst Fenster in den Hochhäusern werden beleuchtet, ich finde das wirklich klasse. Am „Motiv“ des Originalfotos wird dabei nichts verändert, es wird nur der Stil des Referenzbildes auf das Original angewandt.

Deep Learning heißt das Zauberwort, das solche Bildmanipulationen ermöglicht. Aus dem Referenzbild werden Farben und Lichtinfomationen gezogen, während die Wissenschaftler gleichzeitig dafür sorgten, dass diese Informationen auf natürliche Weise auf das Originalbild gebracht werden. Wie man den Bildern entnehmen kann, ist das ganz gut gelungen.

Wer sich genauer in die Arbeit der Wissenschaftler einlesen möchte, findet an dieser Stelle den Forschungsbericht. In den Code kann man bei Github schnuppern. Fehlt eigentlich nur noch, dass ein solches Tool für den normalen Anwender zur Verfügung steht. Ist ja nicht so, dass Adobe da nicht das ein oder andere Programm zur Verfügung hätte. Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass solche Manipulationen aufwändig sind und jede Menge Rechenpower benötigen, die normalerweise via Cloud ermöglicht wird.

(via TNW)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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5 Kommentare

  1. Wieso soll das aufwendiger sein als jeder andere Photoshop Filter? Die Rechenarbeit wurde doch gerade beim deep learning im Vorfeld schon längst erledigt

  2. Dazu passen dgibt es für alle https://deepart.io/ . Funktioniert auch sehr gut.

  3. @werner
    Aha Site ohne Sicherheitszertifikat. In welche Falle willst du die Leute denn schicken?

  4. @Kasupke: Also bei mir kommt „Sichere Verbindung, Verifiziert von Let’s Encrypt“. Aber Du kannst Dich gerne an das Team an der Uni Tübingen wenden: admin@deepart.io
    +49 7071 29 89017

  5. wie bei werner 67 -alles sicher- (also kein aprilschwerz;-)

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