8,7 Milliarden Euro Förderung für E-Mobilität

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Im Zeitraum von Juli 2016 bis Juni 2022 ist die Elektromobilität in Deutschland mit 8,7 Milliarden Euro gefördert worden. Der Bund hat davon 5,7 Milliarden Euro getragen, vonseiten der Hersteller gab es 3 Milliarden Euro an Fördergeldern. Die Zahlen gab die Bundesregierung nach einer Anfrage der AfD bekannt. Die Fraktion hat sich ebenfalls erkundigt, ob die Bundesregierung Kenntnis davon habe, dass es einen Missbrauch von Fördergeldern gab. Die Frage, ob nach Ansicht der Bundesregierung ein Anfangsverdacht zur missbräuchlichen Inanspruchnahme von Subventionen gegeben sei, wenn elektrisch betriebene Fahrzeuge nach kurzer Haltedauer unter Gewinn ins Ausland verkauft werden, verneinte die Regierung – vorausgesetzt, die vorgeschriebenen Mindesthaltedauern würden eingehalten.

Elektrisch betriebene Fahrzeuge sind im Grundpreis oft teurer als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Ohne Subventionen fällt die Kostenbilanz von elektrisch betriebenen Fahrzeugen zugunsten des vergleichbaren konventionellen Modells aus. Um den Absatz von elektrisch betriebenen Fahrzeugen zu fördern, setzt die Bundesregierung auf eine Vielzahl von
Förderprogrammen, die auch untereinander kombiniert werden können.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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19 Kommentare

  1. Wieso sollte ein Verkauf ins Ausland ein Problem sein? Die erhobene Mehrwertsteuer beim neukauf ist immer höher als die Prämie die der Staat bezahlt.
    Somit hat der Ausländer der das gebrauchte Auto kauft sogar Geld in die Staatskasse gespült.
    Aber klar, dass das ein afdler nicht versteht.

    • Der Staat ist kein Wirtschaftsunternehmen. Missbrauch von Fördergeldern orientiert sich nicht daran ob am Ende auch was für den Staat hängen bleibt. Das sollte man schon wissen wenn man gegen irgendwen hetzt.

  2. Fehlinvestition der oberen Mittelschicht, die sich mit der Plug-in Förderung zusätzlich die Lederausstattung für den c63 amg leisten konnte.

    Die 9 Milliarden hätte man lieber in Hochschulen investieren sollen und Forschung oder Schienennetze

    Nein, auch ein 9 Euro
    -Wohlfühl-Sommmerticket für die Ferien ist keine Lösung für einen attraktiven Öpnv. Das ist was für die Ferien im Sommer gewesen, in dem sich die Mittelschicht an unsinnigen Subventionen erfreuen konnte.

    • Ja komm! Willst du etwa Stoffsitze im C63 AMG? Kannst dich ja gerne selbst reinsetzen, aber ohne Leder mit Sitzheizung und Sitzbelüftung ist das schon etwas spartanisch :/

  3. „Kostenbilanz ohne Förderung zugunsten der Verbrenner“ – das ist einfach falsch. Leider steht bei der Aussage nicht der Betrachtungszeitraum, so dass ich es nicht genauer widerlegen kann. „Kein Missbrauch“ – also Angebote wie 1J-Tesla-Umsonst gehen halt nur wegen der Förderung und des geringen Wertverlusts des Teslas in der Zeit. Politker, die Cum-Ex so lange zugelassen haben, finden das wohl auch keinen Missbrauch, sondern kreative Nutzung…

    • Es wird dabei vermutlich ausschließlich um den Anschaffungspreis gehen und der liegt nunmal derzeit bei Elektroautos noch über dem Preis eines vergleichbaren Verbrenners. Dass sich das nach einer bestimmten Laufzeit dreht, auch ohne den von dir genannten Weiterverkauf, ist bei der Anschaffung leider oft egal, da zählt bei vielen Leuten noch der geringere Preis.

  4. Der mit dem Waschbären tanzt says:

    Es gab massiven Missbrauch bei der Förderung, in dem in Deutschland Luxus E Autos mit Förderung zu niedrigen Preisen gekauft und als Neuwagen zu neuen Preisen in Dänemark, Norwegen etc. verkauft wurden.

    Es war von Anfang an ein Fehler nicht eine Mindestaltezeit (orientiert an die durchschnittliche Nutzungsdauer 6 bis 8 Jahre) einzuführen und die Förderung über die Einkommenssteuer jedes Jahr in gleichen Anteilen zu erstatten.

    Zusätzlich dazu waren gewisse Fahrzeugtypenklassen nicht förderfähig gewesen wie Sportwagen, Tuniningmarken (Amg etc.) und SUVs sowie in der Höhe der Förderung max. 35.000 Euro. Förderung hätte es nur gegeben für Kleinwagen für Pendler oder kompakt Wagen für Familien.

    Wer C63amg plugin fördert wie die Grünen, der lebt am Bedarf vorbei…. Ja der Wirtschaftsminister ist Grüner Politiker

    • Wo gibt es denn diesen C63 AMG Plugin für den es Förderung gibt? Bitte mach dich doch wenigstens etwas schlau bevor du was ins Internet bläst…

    • Wie oben steht, geht es um den Zeitraum Juli 2016 bis Juni 2022. Die Ampel ist erst seit Dezember 2021 im Amt. Die Mindesthaltezeit von 6 Monaten wurde schon oft kritisiert, unter anderem von Habeck, der die Zeit im Zuge der Förderänderungen 2023 auf voraussichtlich 1 Jahr verlängern will. Also wenn schon Fingerpointing, dann bitte richtig. Ob jetzt 1 Jahr reicht oder es mehr sein sollte, ist eine andere Frage. Meinetwegen könnte man da noch ein paar Jahre drauflegen.

    • Es wäre so einfach gewesen, diesen Misbrauch zu verhindern.
      Für Privatpersonen einfach nur eine einmalige Förderung!
      Wer in dem Zeitraum mehrere Neufahrzeuge kauft, braucht keine Förderung.

  5. Insgesamt hat die Industrie damit also 5,7 MRD netto eingestrichen und die 3 MRD die sie Auszahlen sollten, haben sie damit ausgeglichen indem sie den Neuwagenpreis in summa auf insgesamt 8,7 MRD erhöht haben….ein Schelm wer böses dabei denkt!

    • TierParkToni says:

      Ist ungefähr so wie die Förderung des Heizungsumbaus von Verbrennung auf Alternativen : die ersten tragbaren Förderungen wie bspw. der Pumpentausch mit 30% hatte eine Teuerung im Pumpenmarkt von – sie werden es nicht glauben – 30% ausgelöst.
      Nur wenn man Förderung NICHT mehr pauschal an den unmittelbaren Kosten festmacht, kann man eine erste sinnvolle Preisgestaltung dafür erwarten. Es wäre bspw. denkbar, ein Maximal-Limit für die Förderung im Nachgang des Kaufes festzulegen, bspw. nicht mehr als 2.500 kWh Jahresbedarf des reinen E-Autos als Fördergrund anzusehen, und dabei auch kontrollieren, dass dieser Strom zu mehr als 80% auf EE besteht.
      Oder bei PHEV die Ladeabrechnung mit den Tankrechnungen abzugleichen, und wenn dann -gestaffelt- nicht weniger als 10% Akku genutzt wird, gibt es keine Förderung.
      Klar, das macht das Leben nicht einfacher, aber das bisherige Modell hatte genau eines mit verursacht : die Verteuerung der Fahrzeuge, wie auch schon 2008 bei der Abwrackprämie geschehen – und mit der Gießkanne das Geld zu verschenken ist IMMER der falsche Weg als Anreiz, damit schafft man NUR Trägheit und Völlerei …

  6. „Die Frage, ob nach Ansicht der Bundesregierung ein Anfangsverdacht zur missbräuchlichen Inanspruchnahme von Subventionen gegeben sei, wenn elektrisch betriebene Fahrzeuge nach kurzer Haltedauer unter Gewinn ins Ausland verkauft werden, verneinte die Regierung“

    Ja, ich lach mich tot……. Was für Vollpfosten mittlerweile in der Politik das Sagen haben ist echt unglaublich…….

    • definiere Missbrauch. Das Programm wurde unter der Vorregierung aufgelegt und die Rahmenbedingungen erfüllt. Solange nicht dagegen verstoßen wird ist dies formell nicht gegeben.
      Kritik berechtigt, aber hier gleich auszuteilen wirkt nach plumpen Bashing

  7. „vonseiten der Hersteller gab es 3 Milliarden Euro an Fördergeldern“

    Ja klar. Wenn ich den Preis 40% höher ansetze fällt es ganz leicht 30% als Förderung „abzugeben“…….

    Wie blöd muss man eigentlich sein um das zu glauben ???

  8. Der Bund hat nichts getragen. Wir zahlen das in Form von Steuern. Das sollte mal in die Birnen der Leute rein. Wir zahlen soviel Steuern hier, während die Kommunen pleite gehen und Straßen und Brücken verrotten.
    Und dann kann man gut verstehen warum dieses Abgreifen der Fördermittel eine Frechheit ist.
    Aber Hauptsache wir retten die Welt 🙂

    • TierParkToni says:

      „Und dann kann man gut verstehen warum dieses Abgreifen der Fördermittel eine Frechheit ist.“

      Das unmoralische sicherlich, da „Tesla für 0 € fahren“ zwar im ersten Moment verführerisch klingt, aber eigentlich nur das Ausnutzen der Leistung von vielen für wenige entspricht. Das finde ich wie jeder andere als Beschiss der Allgemeinheit. Oder die oben erwähnte Lederausstattung als Extra für die erhaltenen 4.500 beim PHEV. Dass da die Kontroll-Mechanismen, die ich in einem anderen Post weiter oben erwähnte, nicht eingebaut wurden, verwundert übrigens nicht nur mich, zeigt aber, dass die Regierung zuvor selber nicht so wirklich an das Funktionieren trotz oder wegen EE daran glaubten…

      Wenn aber ein (reines) E-Fahrzeug angeschafft wird und weitestgehend mit EE geladen wird, ist das wohl ein Erfolg – nur wurden genau diese Kontroll-Faktoren komplett ausgeklammert, wohl auch deswegen, da die Politiker das selber nicht für möglich gehalten haben, wie ich schon erwähnte.

      Ich als Beispiel habe ich mich „gerade raus“ für (nicht nur für) ein E-Auto entschieden, da ich uns vor 2 Jahren eine große PV-Anlage aufs Dach geschraubt habe, aber nicht, um umweltbewusst zu leben, sondern um den kommenden extremen Energiekosten weitestgehend zu entgehen – bis heute ein voller Erfolg, wir sind inzwischen zu 85-90% Energie-autark . Da ich dabei immer noch noch unwirtschaftlich viel zu viel Strom eingespeist habe (ca. 8000kWh), war das (nicht nur eine) E-Auto für mich die logische Konsequenz, denn die bisherigen Verbrenner mit Ihren Schattenkosten für Unterhalt&Co. sind für mich heute einfach nicht mehr reell wirtschaftlich zu benutzen : Service, Ölwechsel, Ersatzteile sowie Spritkosten etc. sind über die Lebensdauer eines Autos (>2008) eigentlich in Summe ein zweites Auto, das macht doch reell keinen Sinn mehr.

      Also hab ich für uns hier die E-Fahrzeuge (2 Autos, 2 125 kmh-Motorräder und 2 45kmh-Roller, alles rein elektrisch) zugelegt und auch, wo es möglich war und ist, die Prämie und die THQ geholt. So haben wir letztes Jahr 6000€ direkt, 3000€ über den Hersteller und Anfang Mai diesen Jahres in Summe 2.400€ THQ erhalten.

      Dabei habe ich jedoch nur für mich auch darauf geachtet, dass deren Ladungen tatsächlich bei >90% EE-Strom erfolgten, denn das Umweltbewusstsein kam bei mir/uns ERST NACH DEM KAUF, das hat mir die Augen dann final geöffnet – und ehrlich gesagt, es lebt sich für uns tatsächlich genauso wie vorher, nur das Lächeln beim Vorbeifahren an Tankstellen (bei den aktuellen Preisen) oder in Nähe von Autohäusern ist neu und tut wirklich gut, denn das zuvor sauer verdiente Geld bleibt nun hauptsächlich bei mir und ich kann trotzdem genauso (weit) fahren wie mit dem Verbrennern zuvor …

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