WhatsAppSpy: 50.000 Dollar Gewinn mit einer Fake-App

Ihr habt Euch schon immer gefragt, wer die Leute sind, die WhatsApp-Kettenbriefe erfolgreich machen? Vermutlich die gleichen, die einem Scammer zum Opfer gefallen sind und diesem über 50.000 Dollar in die Kasse gespült haben. Mit der Neugier der Menschen lässt sich schnell Geld verdienen, das ist nicht neu. Ein 23-jähriger Spanier machte sich diesen Umstand zu Nutze und bot eine App an, die es gar nicht gibt.

whatsappspy
WhatsAppSpy versprach in der Werbung, dass man die WhatsApp-Nachrichten seiner Freunde lesen könne. Im Prinzip die gleiche Masche wie „Schau, wer Dein Facebook-Profil besucht hat“, die Leute glauben es und folgen den Anweisungen. In diesem Fall mussten sie sich für den Service registrieren und im Anschluss ihre Handynummer angeben, an die dann ein Download-Link für die WhatsAppSpy-App geschickt werden sollte. Dort verbarg sich aber ein Premium-Messaging-Service, der mehrmals kostenpflichtige Werbung an die Registrierten verschickte.

[werbung] Warum sich niemand bei der Polizei beschwerte? Dazu gibt es zwei Theorien. Zum einen waren vielleicht die Beträge zu gering, zum anderen war es vielleicht die Angst, mit einer möglichen WhatsAppSpy-App selbst gegen das Gesetz zu verstoßen. Mittlerweile hat die Polizei dem Ganzen einen Riegel vorgeschoben und untersucht die Geschichte detaillierter.

Ich weiß nicht, wie es Euch bei so einer Geschichte geht, ich fand sie eigentlich schon ziemlich witzig, aber auch gleichzeitig traurig, wenn man bedenkt, wie viele gute Entwickler um jeden Cent Einnahmen kämpfen müssen. Und wer auf so etwas herein fällt, nun, wie soll man es ausdrücken? Karma is a bitch trifft es wohl ziemlich gut.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. Was heißt „kostenpflichtige Werbung“?

  2. Dummheit at work. 😉
    Aber ist wohl das Selbe wie z.B. bei den PS3 „Jailbreaks“. Massenweise Youtube-Videos, Blogeinträge usw. die „beweisen“, dass man die Konsole auch mit neuester Firmware einfach per USB-Stick kinderleicht aufbrechen kann. Dazu muss man „nur“ Handyabos abschließen um an den Download-Link zu kommen. Die positiven Fake-Bewertungen überzeugen dann wohl die einfacheren Gemüter, und das Unheil nimmt seinen Lauf…

  3. Das „clevere“ an solchen Missbrauchsmethoden ist dass sie eine Zielgruppe anvisieren die auf ihrem „vermeintlichen“ Weg zum Ziel wohl alles installieren oder anklicken würden. Das ist wie mit den Nutzern illegaler Software, die klicken auch bewusst jede mögliche (Viren-)-Warnung weg weil es schon passen wird.

    @Mathias
    So lange die Nutzer keine Drittanbieter Sperre durchführen lassen wird diese Masche sicher noch lange versucht. Bei den meisten Providern ist es maximal ein Anruf oder eine kurze Mail und schon ist man vor solchen Dingen geschützt.

  4. Auch wenn es schade und der Programmierer ein Arschloch ist, finde ich es nicht schlimm. Solche Dinge muss jeder einmal machen, bis man merkt, dass man zu leichtgläubig ist.

    Sei es bei Tele5 Gewinnspielen, Zeitungsgewinnspielen, Lotterieanrufen etc. etc.
    Das Problem ist nicht Android, sondern leicht-gläubige Menschen. Die kann man technisch nicht verhindern. Da hilft nur Informationen und manchmal Lernen durch Schmerz.

  5. rallimann says:

    Mir sind im übrigen Whatsapp Messages als SMS versendet worden, ich habe mal gesucht, das ist in und wieder bei einigen andern auch vorgekommen. Nur waren die Antworten auf die Foreneinträge unisono im Tenor „das kann nicht sein, das geht nicht“. Tja, es geht doch. Auch eine krasse Sache.

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