49-Euro-Ticket im Gespräch, Termin in Gefahr

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Heute und morgen geht’s in Bremerhaven rund, da treffen sich die Verkehrsminister der Länder. Da geht’s dann auch um den Nachfolger des 9-Euro-Tickets. Das steht schon lange im Raum, so ganz einig ist man sich aber weder beim Preis, noch bei einem Starttermin. Es scheint derzeit so, als würde jenes Ticket für den bundesweiten öffentlichen Nahverkehr monatlich 49 Euro kosten. Das ist natürlich nicht so einfach durchgewunken, denn es sind viele Fragen zu klären. Ist das Ticket finanzierbar? Und man bräuchte wohl zusätzlich ein verbilligtes Ticket, beispielsweise für Kinder und Bezieher von Bürgergeld. Derzeit heißt es, dass der geplante Start des Tickets zum 1. Januar 2023 in Gefahr sein könnte. Verkehrsminister Volker Wissing aber bleibt Optimist: „Wir sollten dieses Ziel nicht so schnell aufgeben. Ich werde das weiterhin mit Ehrgeiz vorantreiben.“

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48 Kommentare

  1. Was sicher nicht verschoben wird, die Preiserhöhung der normalen Tickets zum 01.01. um im Schnitt 5,44% im VRS
    In anderen Ländern ist Uber günstiger…

  2. Immer diese Finanzierung. In Deutschland ist alles Finanzierbar, man muss es politisch nur wollen. Nur wird man die Verkehrswende mit nen 49 € Ticket nicht hinbekommen. Das ist lediglich nen Entlastungspaket für Vielfahrer ÖPNV, was am Ende dem Staat viel kostet, aber beim einzelnen nichts bis überschaubare Beträge überbleiben. Wegen 200 € Mehrerparnis steigt doch keiner vom Auto um.

    • Es entlastet Vielfahrer und sorgt dafür das es mehr Vielfahrer gibt. Das ist das Ziel. Für Vielfahrer lohnt es sich Verbindungen auszubauen.

    • Das nicht Umsteigen liegt eher am bescheidenen Angebots des öpnv auf dem Land. Viele würden umsteigen, aber wenn die Bundesregierung für den Verkehrswegeplan 2023 wieder deutlich weniger für die Schiene gegenüber der Straße ausgegeben will, dann klappt es nicht mit der Verkehrswende.

      • Hallo Ich , „umsteigen, aber wenn die Bundesregierung für den Verkehrswegeplan 2023 wieder deutlich weniger für die Schiene gegenüber der Straße ausgegeben will, dann klappt es nicht mit der Verkehrswende.“ gut funktionierende Busse oder Sammeltaxis in der Fläche nutzen auch das Straßennetz und sind – gerade außerhalb von Städten und in deren Randbereichen – eine gut an die Bedarfe anpaßbare Variante eines ÖPNV. Der Überlandbus mit einem Einheitsfahrschein , wie man ihn z. B. aus den Niederlanden kennt , ist eine gut skalierbare Lösung. Ja ich weiß die Niederlande sind flächenmäßig nicht mit der bundesrepublik vergleichbar – dennoch ist der Bus und das AST in der Fläche als eigenständiges ÖPNV-angebot und Zubringer zum SPNV eine gute Lösung. In Städten noch als O-Bus mit Oberleitung , ggf. Hybridsystem mit Akku für Außenstrecken ohne Fahrdraht sogar für entkarbonisierung des ÖPNV sinnvoll und – man muß keine Schienen bauen – preiswerter und mit weniger eingriffen in den Verkehrsraum verbunden als eine Tram oder Stadtbahn.

        • Bartenwetzer says:

          AST ? Bei uns normale PKW. Mitnahme mehrerer Personen mit Kinderwagen, Rollator, Rollstuhl, kaum möglich. Besonders am Wochenende ein nUnding. Ast Zentrale nur zu eingeschränkten Zeiten erreichbar Morgens ab 7 Uhr, Abends bis 21 Uhr, Wartezeiten bis zu 90 Minuten, keine spontane Buchung da mindestens 30 min Vorlaufzeit, Linien nicht im Fahrplanbuch enthalten – weil sie keinen Takt haben,

    • musst bedenken wenn das Ticket wieder für gesamtes ÖPNV also auch Bus gilt wird das doch für mehrere Leute interessant 😉

    • Ein anderer Dirk says:

      Das bringt nur Pendlern was, die weiter vom Arbeitsort weg wohnen. Mich in der Stadt kostet mein Ticket aktuell 60 EUR und es ist übertragbar. Letzteres ist mit 10 EUR wert und viel wichtiger, als durch die gesamte Republik zu fahren.

      Daher ist alles unter 30 EUR pro Person für mich teurer als das aktuelle 60 EUR Ticket was wir zu zweit nutzen. Und ich bin da sicher nicht der einzige, dem das so geht.

      • Ich finde den Mehrwert extrem, es wären bei 2 Personen 40€ mehr, die können dann gleichzeitig damit fahren. Und man hat das gesamte Bundesgebiet, kann also auch zum Beispiel im Urlaub einfach den ÖPNV nutzen. Durch die gesamte Republik fahre ich auch nicht mehr , hab ich früher mit dem Schönen Wochenende gemacht

      • Ich kann mir vorstellen, dass du wirklich der einzige bist, dem es so geht. Ich zahle für Hamburg AB knapp 90 Euro – ohne irgendwelche Benefits wie du sie nennst und denke viel eher, dass es anderen auch wie mir geht.

        • Der kleine Muck says:

          Hmm das hört sich wie die Abo Monatskarte an. Damit kannst du am WE den HVV Gesamtbereich Nutzen und kannst kostenfrei 1 Erwachsenen und (glaube ich ) 2Kinder mit nehmen. So ein bisschen Benift hat das Ding doch. Wir nutzen die WE Regelung doch regelmäßig, spart einem die 9:00 Uhr Tageskarte 😉

    • Meisterlein says:

      Klar ist in Deutschland „alles“ finanzierbar. Irgendwie. Fragt sich nur, von wem. Vom Steuerzahler natürlich. Also auch von diejenigen, die in ländlichen Gegenden leben (wozu man auch kleinere Städte zählen muss), und denen ein Billig-Ticket für die Arbeit gar nichts nutzt, weil es kaum oder gar kein Angebot gibt. Meine Eltern leben in einer solchen Gegend. Dort fährt nur wenige Male am Tag ein Bus in die Kreisstadt, das ist alles. Abends und nachts fährt gar nichts (Schichtarbeit), am Wochenende wenig. Und in andere Richtungen: Absolute Fehlanzeige. Gar keine Verbindungen. Da bleibt nur das Auto.

      • Bartenwetzer says:

        Bei uns auch. An Sonn- und Feiertagen Bahnverbindung erst ab 7 Uhr. Als Job an Wochenenden nicht gearbeitet wird. Busse teilweise ebenso oder wenn früher, dann teilweise 90 Minuten für 25 km mit 2 x umsteigen. Teilweise gar keine Verbindungen.
        Ausgehen z. B. um Festspiele oder Kino zu ermöglichen, kaum umsetzbar.
        Fahrt zu Apotheke, Arzt, Zahnarzt ? Nur für Reiche möglich, da nur eingeschränkt Anbindung und der Zahnarzt wie bei mir letzte Woche erst um 18 Uhr am Sonntag öffnet – der letzte Bus aber schon früher von dort zurückfährt. Oder ein etwa 10 km Ort mit Vor Ort Verkauf : 2:30 hin und zurück die gleiche Zeit.
        Der Verkehrsverbund weitet sein Nacht- und Frühangebot besonders auf der Bahn. An den Haltestellen geht’s dann aber nicht weiter.
        Nennt sich dann aber Service.

        Abos nicht in der App sichtbar, Hessenticket Senioren nicht in der App und nicht im DB Navigator.

        Oh Mann. Was für glorreiche Führungskräfte uns das alles für viel Gehalt einbrocken.

      • Hektor Rottweiler says:

        Dafür zahl ich die für mich absurd niedrigen Asphalt-Kilometer, die dich aus deinem dünn besiedelten Fleckchen herausbefördern, mit meinen Steuergeldern, obwohl ich ganz bestimmt nicht in dein Dorf fahren möchte.
        Also alles ausgeglichen…

    • Sehe ich genau so, für 49€ werden nicht viele umsteigen, da Auto fahren günstiger bleibt. Viele vergessen bei dem Vorschlag: es sollen nicht die Leute angesprochen werden die sowieso schon Zug fahren, sondern die die das Auto aus verständlichen diversen Vorteilen bevorzugen. Desweiteren wird von der Fraktion „ich würde freiwillig mehr bezahlen“ vergessen, daß der Zuschuss über Steuergelder finanziert wird und nicht vom „Staat“, also ihr bezahlt es sowieso schon über die Steuer. So wird das nichts mit der Verkehrswende.

      • Es wird nichts mit der Verkehrswende, wenn immer alle dagegen sind wenn etwas beschlossen werden soll. Man muss irgendwie irgendwo anfangen. Vor allem @Meisterlein ist da ein Paradebeispiel…es bringt mir nichts, also darf es nicht eingeführt werden. Solidarisch geht leider anders. Aber mittlerweile will ja wirklich ein jeder nur noch auf seinen Vorteil bedacht sein habe ich das Gefühl. Miteinander? Fehlanzeige.

      • Hallo Bob, „vergessen bei dem Vorschlag: es sollen nicht die Leute angesprochen werden die sowieso schon Zug fahren, sondern die die das Auto aus verständlichen diversen Vorteilen bevorzugen. “ wieso denn das ? Es geht allgemein um einen besseren – und zu besser gehört auch niederschwelliger nutzbaren – ÖPNV. Und zu niederschwellig nutzbar gehört vor allem : einfach , simpel, ohne Kopfzerbrechen für die NutzerInnen: also möglichst vertaktet und Einheitstarif , ohne Zonen , ringe , Kreise und wie das alles heißt – und das einheitlich , auch wenn man mal in einem fremden bundesland / Verkerhsverbund unterweegs sein will. Warum wird immer auf diesem Junktim mit „Verkehrswende / Dekarbonisierung“ herumgeritten? Das ist nur ein Aspekt – und für mich als ÖPNV-Nutzer nicht der wichtigste . Ich will den einfachen möglichst überall zu gleichen Bedingungen nutzbaren Bus, Tram oder U- und s-Bahn – egal wo ich einsteige oder wann ich mich entschließe spontan ein öffentliches Verkerhsmittel zu nutzen. Erst denken – dann fahren – das ist m. E. die viel größere Hürde die viele vom ÖPNV abhält . ist wie mit dem Smartphone odr Internetzugang : keiner will volumentarife wo man mit dem Taschenrechner am PC sitzt : Flatrates – selbst wenn man den einen oder anderen Monat vielleicht mit ner Volumenrate oder gar einem einheiten-basiertem Tarif weniger gezahlt hätte – wünschen die Leute: man zahlt, und dann nutzt man ohne immer irgendeinen Zähler oder Tarif im Hinterkopf zu haben . Das ist Komfort .

        • Lieber Andreas, aus meiner Sicht geht es aber um eine Verkehrswende. Es geht darum weniger CO2 auszustoßen, Lebenswerte Innenstädte zu haben mit weniger Luftverschmutzung. Leider geht das in einem Niedriglohnland wie Deutschland nur über einen Preis, den ALLE sich leisten können und nicht nur die Gutverdiener. Der ÖPNV ist nicht dazu da Gewinne zu erzeugen, er muss lediglich kostendeckend arbeiten können, mit ebenfalls fairen Gehältern der Mitarbeiter. In der Tat muss ein Anfang gemacht werden, aber der wurde mit dem 9€ Ticket gemacht und er wahr erfolgreich und warum nicht auf den Erfolg aufbauen? Aus meiner Sicht z.b. unteranderem deswegen weil der Finanzminister dann auf die emensen Steuern aus dem Mineralölgeschäft verzichten müsste.

          Wer aber will der kann, dass haben zahlreiche Krisen der letzten Zeit gezeigt.

          • Aktuell geht das Thema wirklich nur rund um Pendler da Abo-Zwang!

            Das 9€ Ticket war ein wahrgewordener Traum den es wahrscheinlich so nie wieder geben wird (hoffe aber irgendwie doch, jedes Jahr 3 Monate im Sommer).

          • Hallo Bob, ein guter ÖPNV , egal ob auf der straße oder Schiene , ist ein Mehrwert für alle, also die gesamte Gesellschaft. Alles immer an Umwelt, CO2 und ähnlichem aufzuhängen und damit zu begründen, hilft nicht weiter. Denn gerade die Effekte des 9-Euro-ticket sind für diesen Teilaspekt nicht unumstritten. Unumstritten ist, daß ein bundesweiter , bezahlbarer Einheitstarif dem ÖPNV Vorschub leistet und den menschen mehr Mobilität ermöglicht. Das dafür neben dem Ticketpreis auch bessere Angebote , gerade in der Fläche , notwendig sind, ist auch mir (obwohl ich Stadtbewohner bin) klar. Nur halte ich diese Klimakathastropen-Argumentation für wenig hilfreich. Das liegt immer noch vielen Menschen – auch mir – zu weit weg. Dagegen bin ich für neue Heizung oder bessere Wärmedämmung und moderne Belüftungskonzepte weil sie den Wohnkomfort steigern. oder einen besseren ÖPNV weil er eben den Mobilitätskomfort steigert. So muß man den Leuten Änderungen „verkaufen“ dann funktioniert es besser als immer von „Vermeidung“, „Verzicht“ oder so zu reden das erzeugt fast schon automatisch Abwehrreeaktionen : denn nur sehr sehr wenige sind bereit zu verzichten – ich nehme mich da nicht aus. Wenn ich Fleisch beim Schlachter und nicht im Supermarkt kaufe tue ich das nicht wegen „Tierwohl“ sondern weil es schmackhafter ist. Dafür zahle ich dann auch gern mehr . Man sollte die Diskussion um den Wert des ÖPNV endlich vom Umweltjunktim trennen und ÖPNV als Beitrag für ein besseres Leben der Menschen begreifen. Daß das dann – wie von Dir angeführt – z. B. auch zu lebenswerteren Innenstädten führen kann ist deshalb ja nicht falsch , und eher der Blickwinkel unter dem man auch Menschen wie mich „einfängt“.

    • Für 49 € könnte ich mir schon überlegen früher aufzustehen und bei 35 Grad im Schatten oder wahlweise -10 Grad im Schneeschauer auf die nächste S-Bahn zu warten, weil die reguläre Bahn mal wieder ausgefallen ist wegen Weichenstörung.
      Für mich wären es im übrigen gute 100€ im Monat Ersparnis.

  3. Digital Native says:

    Das wäre doch mal was für die FDP. Ein Projekt was klappt. Anstatt immer nur mit einem Nein oder stille aufzufallen. Aber scheinen nach der NDS Wahl lieber auf Krawall aus zu sein, statt konstruktiv zu arbeiten…

    • Exakt!
      Die Finanzierung hängt rein vom politischen Willen ab, nicht vom Budget. Das Autoland Bayern will lieber 59€ durchsetzen.
      Was natürlich nicht hintenrunter fallen darf, ist die Frage des Angebots-Ausbaus. Woher kommt das Personal, die Züge, die Infrastruktur?

      • Ach ja, die Bayern. Im Sommer hat Söder noch ein 365€-Jahresticket gefordert, also deutlich weniger als 49€. Ein Fähnchen im Wind, wer soll das noch ernst nehmen…

  4. ich finds komisch. eine erhöhung der abgeordnetenbezüge scheint immer sehr schnell durchgewunken zu werden, da gibt es auch nie „streit ums geld“ bzw. die finanzierung *ironie off*

    • ?
      Die steigen automatisch, da wird nix mehr genehmigt. Tolles System für die über 700 Bundestagheinis.

      • bei dem Automatismus solltest du erwähnen, an welche Besoldung dies gekoppelt ist (es trifft dann nicht nur Abgeordnete). Dies fühte auch dazu, dass Bezüge während Corona sanken.

        Das System ziehe ich definitiv einem vor, in dem „Heinis“ sich selbst die Erhöhung selbst ermitteln und beschließen.
        So plump klingt es eher nach Neid

    • Sarkasmus war natürlich gemeint

  5. Ich rechne damit, dass in der Folge die Verbünde und Länder noch ein vergleichbares Ticket für ihre Gegend rausbringen, dass etwas ein Viertel weniger kosten wird. Das würde für viele Kunden reichen und die Länder müssen die Einnahmen mit niemandem teilen. Bei der bundesweiten Variante werden der Bund und die 15 anderen Länder oder Verbünde schon noch ihren Anteil vom Verkaufspreis einfordern.

    Damit wäre dann allerdings die Finanzierung der bundesweiten Variante in Gefahr, da für die Differenz auch eine Menge Sparpreise gekauft werden können.

    • Wieso gehst du zwingend davon aus, dass wenn man anderen Ländern was abgeben muss, nicht im Gegenzug das gleiche zurück kommt? Einen gerechten Schlüssel zu errechnen dürfte aber wohl nicht ganz einfach sein. Eine wenig genutzte Buslinie auf dem Land muss natürlich pro Nutzung mehr bekommen als eine stark genutzte S-Bahn in der Innenstadt.

  6. Bartenwetzer says:

    Der Streit bezieht sich nicht auf die Finanzierung insgesamt, sondern es geht um die Frage, wieviel der Bund und die Länder finanzieren.

    Vergessen wird dabei: Egal wer wieviel anteilig trägt, es sind unsere Steuergelder.

    Ich bin für 3 € am Tag bundesweit, Stadt oder Verkehrsverbund wenn austauschbar, 2 € wenn auf Land begrenzt; 1 € am Tag nicht austauschbar in Stadt oder Verkehrsverbund.
    Gültigkeit jeweils für 31 Tage ab dem Tag des Kaufs.
    Für Empfänger sozialer Leistungen 50 % maximal das was im Regelsatz angedacht ist. Kinder wie die Bahn es handhabt.

  7. Wann kommt die 49€ Tankflatrate?
    bei uns aufm Land bin ich in unter 30 Minuten mit dem Auto bei der Arbeit. Trotz ewiger Baustelle auf der Autobahn. mit den Öffis brauche ich von Haltestelle zu Haltestelle knapp 3 Stunden und muss dann noch die Wege zwischen Arbeit + Haltestelle und Haus + Haltestelle laufen.

    Also 1 Stunde hin + zurück vs. 6 Stunden hin + zurück.

    Ich würde gerne eine Tankflatrate für 49€ in Anspruch nehmen mit der ich meinen Weg zur Arbeit auch für 49€ bekommen kann. Wegen mir reich ich dafür auch Tankquittungen und sonstiges ein und bekomm das im Nachhinein erstattet. ich verzichte auch auf die komplette durch Deutschland fahren Flatrate.

    Ich würde nur gerne meinen Weg zur Arbeit auch für 49€ fahren können.

    • Jetzt geht das wieder los…nur weil du nicht davon profitierst darf so etwas nicht eingeführt werden. Egoismus par excellence.
      Wenn man nicht irgendwo anfängt wird sich nie etwas ändern. Oder warte…willst du etwa gar nicht, dass sich etwas ändert weil es heißt, dass du dich auf Veränderungen einlassen musst?

      Individualverkehr ist nun wirklich schwerlich mit ÖPNV gleichzusetzen…

    • Der kleine Muck says:

      Hmm du bist gegen Subventionen, kann ich verstehen wie wäre es denn wir kein 49€ Ticket nehmen aber dann konsequent sind und auch folgendes streichen:
      Subvention auf Dieselkraftstoff
      Dienstwagenprivileg
      Jegliche Zuschüsse des Bundes und Länder für den Straßenbau in den Kommunen
      Die kostenlosen Parkplätze an den Straßen
      Und ja die Entfernungspauschale ist auch nix anderes als eine Subvention.

      Was wir alle lernen müssen ist das gerade der PKW verkehrt meilenweit von den geplanten CO2 Einsparungen entfernt ist. Bis 2030 sollen der C02 Ausstoß Deutschlands auf 65% des Wertes von 1990 liegen, Bei den PKW / LKW liegen wir ab er erst bei 95% des CO2 Austoßes von 1995….
      Wir können uns noch nicht mal auf ein Tempolimit einigen, dann hoffe doch das über ein 49€ Ticket mehr Leute auf die Bahn umsteigen, um so CO2 einzusparen. Denn die Alternativen wären doch höhere Spritpreise bzw. Maut für Verbrenner. Ich weiß nicht wie deine finanzielle Lage ist aber für mich sind zur Zeit die E-Mobile kaum bezahlbar , Zumindest die, die zu meinem Anforderungsprofil passen.

      https://www.umweltbundesamt.de/daten/verkehr/emissionen-des-verkehrs#pkw-fahren-heute-klima-und-umweltvertraglicher
      https://www.europarl.europa.eu/news/de/headlines/society/20190313STO31218/co2-emissionen-von-pkw-zahlen-und-fakten-infografik

      • ich bin da bei dir! Steichen der von dir genannten Subventionen wird allerhöchste Zeit. Das würde Milliarden freimachen für die geforderten Investitionen, auch auf dem Land.
        Nur ist zu befürchten, dass das nix wird, solange solche Parteien wie FDP oder CUD mit am Ruder sitzen

    • @Arno Nuehm
      Tja, wie wäre es erstmal den Straßenbau für den Individualverkehr selber zu finanzieren über die KFZ Steuer und nicht immer den, auch Steuern zahlenden, ÖPNV Nutzern auf der Tasche zu liegen? 😉

      Für Straßenbau und instandhaltung wird massiv iviel mehr Geld aufgewendet von Kommunen, Ländern und Bund als in den ÖPNV gesteckt wird. Das geht weit über die Einnahmen der KFZ Steuer und der Steuern auf Treibstoff hinaus.

      Aber klar, sowas wollen einige dann nicht wahrhaben.

      • @woosa „Für Straßenbau und instandhaltung wird massiv iviel mehr Geld aufgewendet von Kommunen, Ländern und Bund als in den ÖPNV gesteckt wird. Das geht weit über die Einnahmen der KFZ Steuer und der Steuern auf Treibstoff hinaus.“

        …Auch die LKW-Maut mit durchschnittlichen Einnahmen von 7,2 Milliarden Euro pro Jahr und Teile der Mineralölsteuer finanzieren den Straßenbau und Erhaltung.

        Dieses Aufwiegen und Aufrechnen bringt nicht. Das Problem ist doch, dass der Bund letztendlich die Gelder nicht da verteilt, wo sie nötig und sinnvoll sind. Beispiel Bildung und Schulen. Wie sehen denn unsere Schulen aus, was werden Lehrkräfte ausgebeutet (viele) und von den Unis brauchen wir gar nicht reden. Alle kaputtgespart. …

      • Richtig so.

    • Helga aus dem Birkenwald says:

      Du hast keinen Anspruch darauf schnell (1 Stunde) UND billig (49€-Ticket) auf Arbeit zu kommen.

      Du hast einen Anspruch auf das Ticket, denn kannst du nutzen. Falls du das nicht möchtest, weil es zu lange dauert (ja, 3h ist sehr lang), dann hättest du drei weitere Optionen:

      1. Umziehen
      2. (E-)Fahrrad oder Roller fahren (jaja, es regnet manchmal)
      3. Auto fahren

      Du hast also Optionen, was du nicht hast ist der Anspruch darauf alles und immer zu bekommen. Du hast dir ausgesucht wo do wohnst und arbeitest.

      Das ist wie mit der GEZ, nur weil du keinen Fernseher hast/kein Fußball kuckst/keine Volksmusik magst/etcpp heißt das nicht, dass du keine GEZ zahlen musst. Denn darüber wird der öffentliche Rundfunk für alle gewährleistet.

      Das Ticket gewährleistet Mobilität für alle. Falls es mal in einem Fall nicht zutrifft, dann ist das so. Siehe Optionen oben.

      Aber ja, ich drücke dir die Daumen, dass deine Nahverkehrsanbindung besser wird, denn das klingt schon extrem. Wir brauchen hier unbedingt weitere Investitionen undzwar kontinurierlich. Die entsprechenden Parteien haben meine Stimme.

  8. ein Ticket für 49 oder 69 € wäre viel günstiger als das, was es aktuell in den meisten Verkehrsverbünden gibt. Hier in Essen zB kostet ein popeliges Monatsticket mal eben 71 €.
    und für Fernpendler wäre es sicher eine große ERsparnis, denn die Ticketpreise der Deutschen Bahn sind happig.

    und wie kommen immer nur welche darauf, das Autofahren für Pendler günstiger sei?? man muss doch den realen km-Preis nehmen, der liegt locker bei 20-40ct, je nach Fahrzeug.

    • Ne, die Bahnfahrten sind am günstigsten, und die Zeit in der Bahn kann man auch sinnvoll nutzen, z.B. ein Buch lesen, eine Serien gucken, was lernen etc.

  9. Bartenwetzer says:

    Eine Seite die bei Politikern wohl nicht im Blickfeld ist:

    Wie hoch sind denn die Gesamtkosten**,Verkauf bei Busfahrern einschl. der Kontrolleinrichtungen, Erfassung der Nutzung des Einzelnen, Datumsstempler; die Kosten der Kontrollen?

    Rechnet man die Einnahmen und deren Kosten dazu: Was bleibt netto in den Taschen bei den Angeboten die mann jetzt im Sinn hat?
    Verzichtet man auf diesen ganzen Apparat – wie hoch wären die zusätzlichen Kosten, wenn man die Gesamtkosten, die ja dann um diesen Betrag niedriger ausfallen ?
    Wäre es da nicht sinnvoller bundesweit kostenlos zu fahren?

    **Kauf von Automaten, Software, Reparatur, Ersatz, Wartung, Pflege, Strom, Verbrauchsmaterialien der Tickets, Verwaltungskosten, Versandkosten usw ?

    Würde das nicht auch besonders im Busverkehr zu Zeitgewinn/ Pünktlichkeit führen, was besonders im ländlichen Bereich häufig ein Problem ist

  10. Für mich ist es auch kein Anreiz. Ich brauche kein bundesweit gültiges Ticket für €49,00.
    Ich brauche ein günstiges Ticket für mein Umfeld im Radiuns von 10 – 15km.

    Aktuelles Beispiel: meine 3 Kinder gehen beide zur Schule bei einer Entfernung von ca. 2km. Die Entfernung ist zu gering als dass eine Schülerfahrkarte seitens der Stadt angeboten wird. Meisten gehen meine Kinder zu Fuß oder fahren mit dem Rad. In den Wintermonaten ist das nicht wirklich praktikabel wegen dem Wetter.

    Ich kann das Schülertichet zwar auch selbst bezahlen …. ist aber nur im Jahres – Abo erhältlich => 3 Kinder x €30,00 * 12 Monate = €1080,00

    Wenn ich nur für drei Wintermonate ein „normales“ Monatsticket à €58 ordere ergibt sich folgendes: 3 Kinder x €58,00 + 3 Monate = €522,00 und dafür kann ich sehr lange Auto fahren.

    Es muss endlich die Regel sein, dass Schüler generell den Bus kostenfrei benutzen dürfen. Auch deshalb damit die Eltern keinen Grund mehr haben ihre Kinder per Auto zur Schule fahren zu müssen.

    Auch wenn wir als Familie in die Innenstadt (ca. 9km eine Strecke) fahren wollen, sind wir mit @16,00 als EInzelfahrschein dabei. Dafür kann ich ebenfalls problemlos mit dem Auto fahren und lange in Parkhaus parken. Jetzt weren sicherlich einige kommen und dagen, dass man realistische Preise pro Kilometer beim Auto ansetzen muss und diese sind bei meinem Wagen aktuell ca. €0,85 ….. aber ein Großteil der Kosten wie Wertverlust, Versicherung, Tüv, Service u.v.a fällt auch an, wenn das Auto nur vor der Haustür steht.

    • @Christoph: 2 Kilometer kann man auch bei schlechtem Wetter laufen. In meinem Dorf war es zur Grundschule auch so weit, wir haben das immer so gehandhabt. Ohne Schaden davon zu tragen

      • Sehe ich genauso. Ich bin auch immer zur Schule gelaufen oder mit dem Fahrrad gefahren. Das waren auch etwa 2km pro Strecke. Meine Eltern wären überhaupt nicht auf die Idee gekommen mich da mit dem Auto hinzufahren, auch nicht im Winter. Und ich wäre auch nie auf die Idee gekommen zu fragen. Ich meine die Monatskarte hätte 27€ gekostet, aber die hatte ich auch nie.

  11. Immer dieses Aufwiegen von „Stadt gegen Land“ bzw. dieses sinnlose Aufzählen von Einzelfällen….

    Die Mehrheit der Menschen wohnt nun mal in den Städten und logischerweise treten dort auch die meisten Schadstoffemissionen auf. Also muss man Möglichkeiten schaffen das vor allem die Arbeitnehmer (Elternteil mit Kind kann kaum auf das Auto verzichten) ihre Autos stehen lassen und per Bus / Bahn / Tram etc in bzw durch die Städte fahren.

    Vor allem auch der Verkehr zwischen den Städten ist für den Arbeitsmarkt eine komplette Katastrophe. Beispielsweise Monatstickets zwischen Köln – Düsseldorf kosten aufgrund der Überschreitung von Verbundgrenzen 300€, PRO MONAT! Selbst ein Monatsticket von Düsseldorf nach Essen im selben Verbund kostet im günstigsten Fall >130€ pro Monat.

    Man erreicht also allein im Gebiet Rhein / Ruhr locker 10 Mio Menschen in den gut erschlossenen Bereichen die für dieses Ticket in Frage kommen. Von anderen Ballungsräumen wie Berlin, Hamburg, München, Frankfurt Stuttgart ganz zu schweigen die da noch dazu kommen.

    Allein dadurch das der Arbeitsmarkt durch ein 49€Ticket wesentlich flexibler werden würde, amortisiert sich schon ein wesentlicher Teil der Kosten. Dazu käme noch mal der Effekt das die Straßen in den Ballungsräumen spürbar entlastet werden würden.

    Lass dem Land seine Landstraßen und Autobahnanbindungen aber die Autobahnen zwischen den Städten benötigen keinen Ausbau mehr, das ließe sich alles per bezahlbarem ÖPNV bewältigen. Aber nee, den lobbygesteuerten Politikern fiel bislang nichts anderes ein als Autobahnen zu bauen.

  12. Als Pendler zahle ich aktuell für ein Monats-Ticket mit Jahres-Abo 211, 00 Euro (ca 70 km) + 50 Euro MVV für die U-Bahn, also gesamt 261 Euro/Monat. Für mich stellt auch ein 49 Euro Ticket eine Entlastung dar. Ferner würde ich ein solches Ticket auch vermehrt für Fahrten in meiner Region nutzen, die ich bisher mit dem Auto mache, weil nicht auf der Strecke des Job-Tickets. Und sicherlich käme die ein oder andere „Freizeit-Fahrt“ hinzu, wo ich das Auto auch stehen lassen würde.

    Für mich lohnt es sich auf jeden Fall. Das wäre eine echte Entlastung.

    Während mir persönlich schon ein Ticket langen würde, mit dem ich in meinem Bundesland alle öffentlichen Verkehrsmittel/Züge, wie MVV, Regionalbahn, DB, etc. nutzen kann.

  13. 49€ wäre zu viel für mich.
    Seit dem Wegfall des 9-Euro-Tickets am 1.9. bin ich auf’s Fahrrad umgestiegen.
    Ca. 1,5 Stunden, ca. 30 km pro Tag, die beiden Richtungen zusammen. Mit der Bahn würde es ca. 15-20 Minuten weniger dauern.
    Ich mache mir einbissel Sorgen über den Winter, brauche vielleicht noch neue Kleidung dafür.
    Früher habe ich zwar mehr für die Monatskarte bezahlt und in der Bahn dank dem Zero-Rating Netflix geguckt, das gibt es leider nicht mehr und ich will auch nicht mehr zahlen, ich betrachte das Radfahren nun als Fitnessstudioersatz.
    Mal schauen, wie lange ich aushalten kann.

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