3sat-Dokumentation: „Inklusion dank Technik“? läuft am Freitag um 11:30 Uhr

In der kommenden Woche zeigt 3sat eine Dokumentation unter dem Titel „Inklusion dank Technik?“. Die Erstausstrahlung der Doku, welche unter anderem am Beispiel des querschnittsgelähmten André van Rüschen die Unterstützung technischer Hilfsmittel im Alltag aufzeigt, ist am Freitag, dem 5. Februar 2021 um 11:30 Uhr:

André van Rüschen, nach einem Unfall querschnittsgelähmt, gab die Hoffnung nie auf, wieder gehen zu können. 2012 hat er als erster Deutscher an einem Test für Laufroboter, sogenannte Exoskelette, teilgenommen. Inzwischen benutzt er das Exoskelett täglich bis zu vier Stunden und ist für die Herstellerfirma als Außendienstmitarbeiter tätig. Bertolt Meyer kam ohne linken Unterarm auf die Welt und benutzt seit seiner Kindheit Prothesen. Wenn er heute in seiner Freizeit als DJ unterwegs ist, benutzt er ein ganz besonderes Modell, das er ständig weiterentwickelt: Er hat seine Hightech-Prothese zu einem Controller für Synthesizer umfunktioniert, und kann so die Musik mit seinen Gedanken steuern.

Auch Apps und Betriebssysteme legen inzwischen großen Wert auf Barrierefreiheit. Über entsprechende Neuerungen dazu berichten wir hin und wieder auch hier im Blog. Ebenfalls Teil und Thema der Doku sind „Navigationsgürtel für Blinde“. Da gibt es inzwischen dank „Wunderwerk Smartphones“ bekanntlich auch einige hilfreiche Apps, welche beispielsweise das durch die Kamera gesehene Beschreiben und so beim Wocheneinkauf unterstützend tätig sind.

Ich gehe davon aus, dass die Dokumentation im Nachgang auch über die 3sat-Mediathek zur Verfügung steht.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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3 Kommentare

  1. Mit Inklusion hat das doch nichts zu tun. Der Typ mit dem Exoskelett ist eine lebende Werbetafel, aber Inklusion würde bedeuten, dass er im ersten Arbeitsmarkt einen Job bekommt. Bei 4 Stunden Arbeitsfähigkeit dürften seine Chancen in Deutschland gegen null tendieren.

    Auf der einen Seite alle Behinderten aus den Schulen und Kindergärten fernhalten, aber von Inklusion faseln. Wenn schon die Ausbildung oft nicht ermöglicht wird, bringen auch Prothesen nichts.

    Wieder mal typisches Brainwash TV, dass die Realität ausspart.

    • Ich bin immer wieder beeindruckt, was manche über eine Doku so wissen, bevor sie sie gesehen haben…

    • Was ist für dich so unrealistisch an einem Außendienstler, der 4 Stunden am Tag draußen bei Kunden ist und die anderen 4 Stunden des Arbeitstages an einem Schreibtisch sitzt? Ja nach Branche kann das Verhältnis auch deutlich weniger zu „draußen beim Kunden“ gehen.
      Und das alles ist ja auch noch sehr neu, freue dich doch, wenn es da Fortschritte gibt und auch Menschen die nicht direkt betroffen sind erfahren, was da teilweise schon möglich ist. Der Chef, der sich heute nicht vorstellen kann einen Querschnittsgelämten einzustellen, denkt vielleicht anders, wenn er sieht, was mit Exoskelett möglich ist. So blöd es klingt: Manchmal ist es billiger, die 5%-Quote zu erfüllen, als das finanziell zu erledigen… man muss aber auch wissen, welche Möglichkeiten es gibt.

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