2015 wurden 1,44 Milliarden Smartphones verkauft, Wachstum schwächt ab

artikel_smartphone1,44 Milliarden Smartphones wurde laut Strategy Analytics 2015 weltweit verkauft. Ein großer Markt, auf dem es natürlich viele Wettbewerber gibt, die ihn sich teilen müssen. 1,44 Milliarden Smartphones bedeuten im Vergleich zu 2014 einen Anstieg von 12,3 Prozent, im Vorjahr wurden noch 1,28 Milliarden der Geräte abgesetzt. Samsung ist immer noch globaler Spitzenreiter, 2015 konnten die Südkoreaner 319,7 Millionen Smartphones absetzen und sicherten sich so einen Marktanteil von 22,2 Prozent. Hinter Samsung rangiert Apple, 231,5 Millionen abgesetzte Smartphones bedeuten 16,1 Prozent Marktanteil. Auf Platz 3 landet Huawei mit 107,1 Millionen verkauften Smartphones und einem Marktanteil von 7,4 Prozent.

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Was hier deutlich wird: Android ist in Samsungs Hand. Der Hersteller mit den meisten Verkäufen, liefert fast dreimal so viele Smartphones aus wie Platz 2 der Android-Hersteller. Diesen Platz schnappte sich Huawei übrigens von Lenovo-Motorola, die kein gutes Jahr hatten. Wurden 2014 noch 92,7 Millionen Smartphones durch die beiden zusammengehörenden Unternehmen verkauft, waren es 2015 nur noch 73,9 Millionen. Ein ordentlicher Rückgang, der nun nur noch 5,1 Prozent Marktanteil bedeutet. Komplettiert werden die Top 5 der Smartphone-Hersteller durch Xiaomi. Der fast ausschließlich im Heimatland China verkaufende Hersteller wurde 2015 72 Millionen Smartphones los. Glatte 5 Prozent Marktanteil bedeutet dies.

Das 4. Quartal 2015 erreichte im Vergleich zum Vorjahresquartal nur 6 Prozent Wachstum, das schwächste Wachstum jemals. Strategy Analytics sieht die Schuld daran bei den gesättigten Märkten, vor allem in China wird aktuell eine Sättigung erreicht, da kann der Markt selbst noch so groß sein. Das wird sich dieses Jahr fortsetzen, möchte man neues Wachstum erreichen, muss man neue Märkte erschließen. Wobei man auch klar festhalten muss, dass wir immer noch von Wachstum reden, nicht etwa von rückläufigen Zahlen.

Was mit Windows Phone ist? Weder in den Tabellen, noch im Begleittext ist davon zu lesen. Waren wohl nicht allzu viele Geräte und ich behaupte einfach einmal, dass sich das dieses Jahr nicht so sehr ändern wird.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. Wolfgang Denda says:

    Das ist wirklich der Hammer, dass Xiaomi nur mit seinen *lokalen* Verkäufen in einem einzigen Land fünf Prozent *Weltmarkt*anteil erreicht. Da können wir lange betteln, komplettes LTE zur Nutzung hierzulande interessiert die wegen der winzigen Stückzahlen überhaupt nicht.

    Der andere Hammer ist, außer Samsung laufen alle schon lange hier etablierten Hersteller unter ’sonstige‘. Die Details in dieser Rubrik würde ich auch gerne sehen.

  2. Wie kann Apple den Marktanteil steigern obwohl sie gleichviel verkauft haben als letztes Jahr aber insgesamt mehr Smartphones verkauft wurden?!

  3. Oh falsch geschaut sry =)

  4. Mister Bombastic says:

    Die nächsten Jahre wird es zu großen Verschiebungen bezüglich des Marktanteils kommen.

    Federn lassen werden Samsung und Apple (der iOS-Marktanteil wird sich Apples Marktanteil im PC-Bereich annähern).

    Huawei ist außerhalb Chinas momentan nur ein Schatten seiner selbst, da kann man sich noch viel erwarten.

    Xiaomi wird nach Indien und Lateinamerika auf seinem Weg zu einem diversifizierten Elektronikunternehmen in naher Zukunft seine Komfortzone verlassen und aggressiv nach Europa und die USA expandieren müssen.

    In der zweiten Reihe warten schon zahlreiche andere hungrige Anbieter wie Oppo, Meizu, Elephone, Vivo, etc.

  5. Beeindruckende Zahl, 1,44 Mrd. Smartphones, das wären theoretisch 19,6% der Weltbevölkerung (7,336 Mrd. Menschen)… Da ist klar, dass sich irgendwann der Markt sättigt…

  6. @HansF

    Es sind schon mehr, laut Wikipedia beim Jahreswechsel 2015/16 rund 7,39 Milliarden Menschen.

    Und in den nächsten Jahren kommen jedes Jahr etwa 78 Millionen zukünftige Smartphone Benutzer dazu 😉

  7. Church of Market Share. Viele ignorieren daß eine andere Metrik für eine Firma viel wichtiger ist: Gewinn. Für viele Grosse sind Smartphones Loss-Leaders die sich nur mit anderen Geschäftsbereichen ausgleichen lassen (Microsoft, Moto/LG und HTC zBsp). Das führt dazu daß sich Apple und Samsung mehr als 100% der Gewinne einstreichen (weil viele andere sich in den roten Zahlen befinden). Xiaomi konnte in China Samsung verdrängen, aber eben auch nur was Marktanteil betrifft. Es hat einen Grund daß Xiaomi keine Profite bekannt gibt, die existieren fast nicht. Irgendwann ändert sich das aber nachdem die Investoren auf IPO drängen.

  8. Mister Bombastic says:

    Für die Lebensfähigkeit von Unternehmen ist nicht das obszöne Anhäufen von Profit entscheidend, sondern dass man zumindest eine schwarze Null erreicht.

    Alle relevanten Akteure sind gut aufgestellt und können notfalls durch andere Unternehmenssparten (zB ist Huawei in erster Linie ein Netzwerkausstatter) quersubventionieren.

    Diese Unternehmen legen ihr Hauptaugenmerk auf Wachstum und Verdrängung der Konkurrenz. Das können sie nahezu unbegrenzt durchhalten.

    Treffen wird es nur die fetten Gänse unter den Anbietern, allen voran Apple. Die werden stark gerupft werden die nächsten Jahre und tiefe Einschnitte in ihre fetten Gewinnmargen erleben.

  9. Kein Unternehmen ist auf eine schwarze Null aus. Das ist lächerlich. Schliesslich ist es ein Unternehmen und keine Charity. Profit ist auch nicht obszön. Das ist ebenfalls lächerlich. Profit ist Selbstzweck jedes Unternehmens. Schliesslich ist es ein Unternehmen und keine Charity. Mit ner schwarzen Null kann man in Richtung R&D und so weiter auch nichts bekleistern. Aber damit fahren viele ja auch ganz gut. Bei Xiaomi klappt zBsp das hervorragend. Und wenn die nächsten Jahre für Apple genau so gut/schlecht verlaufen wie es seit ner Ewigkeit von Hobby-Analysten vorausgesagt wird kann es so schlecht nicht kommen.

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