1700 Chromebooks für die Bildung

Während Microsoft in diversen Ländern extrem gute Angebote für Bildungseinrichtungen in Sachen Surface anbietet, will man im amerikanischen Manchester wohl doch eher zu Chromebooks greifen. Highschool-Direktor Matthew Geary präsentierte dem Board of Education seine Pläne. Er würde gerne die Schüler mit einem Chromebook ausgestattet sehen. Laut Geary sei es sein erklärtes Ziel, mit dem Chromebooks die Art des Lehrens und des Lernens an der High School zu revolutionieren. Die Chromebooks würden allen Studierenden Zugang zum Internet für die Hausaufgaben, die Forschung und die Kommunikation mit Lehrkräften in die Hand geben.

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„Wir wollen, dass diese interaktive Arbeit jeden Tag in den Klassenzimmern stattfindet“, sagte der Geary Schulbehörde. Geary kommt mit der doch komisch wirkenden Aussage daher, dass das iPad für diese Zwecke nicht geeignet wäre. Er sieht die Problematik, dass das iPad wohl zuviel ablenken und Spiele und andere nicht-relevante Anwendungen dominieren würden. Laut Geary beträgt der Aufwand 270 Dollar pro Gerät, inklusive Anschaffung und Einrichtung. 1700 Geräte sind geplant, die dann die Studierenden vier Jahre begleiten sollen. In Ermangelung eines schulpflichtigen Kindes im näheren Umfeld: wie sieht das eigentlich heutzutage in den Schulen in Sachen digitales Arbeiten aus? Sind wir in Deutschland schon soweit, oder humpeln wir noch hinterher?

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

28 Kommentare

  1. An Deutschen Schulen ist die Digitalisierung kaum spürbar. Gibt max. einen oder zwei Computerräume und die dann mit WinXP und DSL 2000…

    Die Lehrer sind meistens komplett überffordert und verlassen sich auf Proxys, die ohne Schutz im Firefox einfach eingestellt sind. Einfach wieder auf „Kein Proxy“ eingestellt und alle Seiten gehen….

    Einfach nur noch PEINLICH!

  2. In der Uni Kassel gibt es in einem Fachbereich ein Forschungsprojekt, was in diese Richtung geht. Dort bekommen die Studenten ein iPad, dass während der Vorlesung die Folien des Dozenten anzeigt (und evtl. weitergehende Informationen). Ich bin mir nicht sicher, ob man diese Folien auch mit eigenen Notizen ergänzen kann, halte das aber für wahrscheinlich. Weitere Funktionen waren/sind geplant, wie weit diese implementiert sind, weiß ich aber nicht.
    Es gibt sicherlich hier und da noch andere Bemühungen den Unterricht interaktiver und digitaler zu gestalten, aber die USA sind da doch noch eine Ecke weiter.

  3. @Performer: da geb ich dir vollstens Recht, hab 2008/09 in einer Grundschule gearbeitet. Absolut Steinzeit was man da sieht. Problem ist einfach der Förderalismus – jede Schule muss sehen wo sie bleibt. Und Null Kompetenz. Unser Bildungssystem ist diesbezüglich leider mehr als peinlich. Dabei gehöre u.a. Themen wie Datenschutz / Soziale Netzwerke in den Unterricht!

    Das Chrome-Book würd ich auch nehmen, ich muss mich ja auch noch weiter-bilden. 🙂

  4. Ich kann @Performers Aussage nur bestätigen. Momentan zwei Computerräume mit jeweils ca. 15 funktionierenden Computern + ca. 5 kaputte mit Windows XP, DSL 2000 und ohne Updates. Soll heißen, Firefox 10, veralteter Virenschutz und zur Krönung noch Office 2000.

    Für die Kontrolle dient das Programm INIS.

    Auf Nachfrage, wann die Systeme denn Updates erhalten mit Hinweis auf Ende des XP-Supports kam als Antwort „frühestens 2015“.

  5. Ich bin persönlich gegen digitale Medien an Schulen. Die Kinder können schon heute kaum richtig lesen und schreiben ohne eine Tastatur bzw. Monitor vor sich zu haben, weil Sie zu Hause nur vor dem Rechner sitzen. Ich bin selbst Informatiker, aber ein Kind sollte lernen vorerst den sozialen Kontakt zu wahren bevor er stundenlang auf den Monitor starrt (dies gilt auch im Unterricht). Die Mediale Umgebung in den Schulen ist völlig ausrechend, nicht jeder Mensch ist reich und kann sich ein iPad, Notebook oder sowas leisten, die Grundlagen können auch an älteren Computern gelehrt werden. Weiterhin fällt die Bildung aufgrund Wikipedia & Co. zurück, weil die Hausaufgaben mehr oder weniger abgeschrieben werden, statt diese mit eignen Worten zu verfassen. Außerdem bevor man überhaupt beginnt produktiv zu arbeiten, sollte man die Grundlagen lehren: Soziale Kontakte und Netzwerke, Rechte, Weltweite Bedeutung diese hat auch mit Politik zu tun, Pseudo Freaks etc. anschließend sollte man erst produktiv beginnen mit Computern zu arbeiten… man könnte ja über das Thema ein Roman schreiben, ich befürworte Moderne Medien, doch es scheitert meist an der Bildung.

  6. Ich arbeite momentan an einer sehr modernen Schule (gibt viel schlimmere) und habe in jedem Klassenzimmer n XP-Rechner und n Beamer, teilweise Dokumentenkameras. Smartboards sind in der Projektphase. Dazu gibt es noch 2 Laptopklassen, allerdings muss zur Kommunikation auf eine extrem altbackene Moodle-Plattform zurückgegriffen werden. Als Hauptprobleme sehe ich die mangelnde Bereitschaft, Admins für Schulen einzustellen und nicht nur Lehrer, die sich die Kenntnisse (u.a. Netzwerk- und Serveradministration) mit „Stundenanrechnungen“ (=lächerliche 1-2 Stunden die Woche, keine Sonderzahlungen) abzuspeisen. Es scheitert wie immer am Geld. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass es kaum sinnvoll (unter diesen Bedingungen) umsetzbare Konzepte für digitalen Unterricht gibt. Das Kultusministerium ist technisch mindestens 2 Jahrzehnte hintendran, aber was will man auch erwarten, wenn Frontfrau Merkel dieses Internet als „Neuland“ bezeichnet.

  7. wo ist der edit Button? soll natürlich „…die sich die Kenntnisse in ihrer Freizeit aneignen müssen.“ heißen…

  8. @Matze.B Was hat das denn bitte mit Föderalismus zu tun? Outsourcing könnten die Schulen schon betreiben, aber häufig ist es so, dass sich irgendwelchen freakigen Informatiklehrer in dem Aufbau der Schul-IT selbstverwirklich statt was für jeden leicht zu nutzendes auf die Beine zu stellen. Z.B. mit der von dermaze genannten hochintuitiven (NICHT) moodle-plattform…
    @dermaze hört sich wie meine alte schule an 😀 steht die irgendwo in niedersachsen? 🙂 Ja, wäre gut wenn die professionelles Personal einstellen würden, könnte ja auch outgesourct werden um Kosten zu sparen. Dann gibt es landkreisweit oder was auch immer gut passt (meistens eben keine dogmatischen Verwaltungsebenen) mehrere Schulen die sich zusammentun und einen Dienstleister beauftragen. Schließlich braucht nicht jede Schule ständig ihren eigenen Admin, wenn die IT einmal sinnvoll, professionell und vernünftig aufgebaut wurde. Daran scheitert es jetzt aber wie gesagt an oberschlauen sich selbstverwirklichenden Lehrern oder vielleicht auch an mangelhaften Lösungen für Schulen. Weiß das jemand genauer?

  9. Ich sehe das Ganze ein bisschen wie „dermaze“. Ich finde man sollte erst einmal den Umgang mit einem solchen Medium lernen befor man es aktiv nutzt.
    Was ich aus dem Bekanntenkreis so mitbekomme wir in der Tat ein Fach Namens „Informatik“ gelehrt, hier „programmieren“ die SchülerInnen ein Homepage und müssen Textdokumente erstellen bzw. auch kleine Zeichnungen anfertigen.
    Das Problem was ich hierbei sehe ist, dass die LehrerInnen (zumindest in Bekanntenkeis) keine Ahnung haben von der Materie, irgendwelche Sachen machen lassen, die auch keine rechtlichen Grundlagen beachten (gerade Homepage) und dann die Programme teilweise nur festgelegt sind auf ein Betriebssystem. Zudem sehe ich auch, dass es für viele Eltern einfach auch nicht nachvollziebar ist warum das Kind in der 5 Klasse einen eigenen Laptop/Rechner braucht nur um seine Hausaufgaben zu machen. In einem Fall (wieder aus dem Bekanntenkreis) arbeiten die Eltern beruflich an den Rechnern. Da ist mal nicht einfach den Rechner hergeben und das Kind die Hausaufgaben machen lassen.

    Was ich dann aber wieder traurig finde, nachdem die Kinder ja „Informatik“ lernen, Maschinenschreiben können sie nicht….

  10. Ehefrau: Grundschullehrerin
    einfach nur peinlich: Kollegium alles Frauen 40+ Keine Ahnung von nix und nur Angst vor den Kisten (läuft ohnehin – deshalb? – auch keine mehr richtig)…

    Sohn: 17 Jahre – örtliches Gymnasium
    Computerraum vorhanden, wird auch genutzt. Niveau erbärmlich – Schüler machen sich über Lehrer und Ausstattung – zu Recht – nur noch lustig, Im „Informatikunterricht“ wurde die Bedienung von MS-Produkten geübt (Schriftauswahl/Größen in Word usw.)….

    Schwägerin: Realschullehrerin
    weiß wie man PC – buchstabiert und kann auf das icon für Ihr Zeugnisprogramm klicken, sofern die Kiste nicht durch update-Meldungen beim hochfahren Panikanfälle auslöst.

    Schwiegermutter: hat Handarbeit unterrichtet – die Ehemaligen schwärmen noch heute davon…. 😉

  11. Ich kenne es von der Schule meiner Kinder sehr ähnlich, wie dermaze es beschreibt.
    Smartboards sind dort der Projektphase bereits entwachsen: Alle Mittel- und Oberstufen-Klassenzimmer sind bereits damit ausgerüstet, die Ausdehnung auf die restlichen Klassenzimmer ist geplant. Ohne eine Handvoll engagierter Lehrer, die als Admins oder Vorreiter beim Einsatz der digitalen Whiteboards viel Freizeit investieren, sähe es aber nicht so gut aus.

  12. @dirtdiver2010 naja, in der 5. konnte ich zwar schon maschinenschreiben, aber auch noch lange nicht so schnell wie später mit 14, als meine hände halbswegs die größe hatten um überhaupt eine tastatur abdecken zu können. dann geht das auch gleich viel einfacher 😉
    sonst geb ich dir recht, dass manche lehrer vorraussetzen ihre kinder an ihre beruflich genutzten rechner ranzulassen, wundert mich auch. aber sooo teuer ist ein computer nun auch nichtmehr.
    die erfahrung konnte ich hier auch machen, dass wir uns im informatikunterricht über die lehrer und die ausstattung lustig machten und word bedienen lernten. „wow, ich brauchte das schon in der 6., warum soll ich es jetzt nochmal lernen?! …“
    als schüler ist mir aufgefallen, als ich eine ausarbeitung in der 8. klasse komplett handschriftlich angefertigt habe, wurde ich viel weniger abgelenkt. für die ausarbeitung erhielt ich ne 1 🙂 lag aber vielleicht auch am thema 😀
    bei uns konnte niemand mit den smartboards umgehen, was aber auch an der schlechten einrichtung und schlechten softwareauswahl liegt (windows XP ist nicht mehr dafür geeignet). naja, mir solls egal sein, so schnell werde ich keine schulen mehr betreten 😀

  13. Ich habe das Thema zwar schon etwa 10 Jahre hinter mir, aber auch wenn die Computerräume damals auf Steinzeit-Niveau waren gab es bereits in allen neueren Klassenzimmer Beamer. Da zwischenzeitlich die komplette Schule saniert wurde, gehe ich davon aus dass mittlerweile alle Klassenzimmer entsprechend ausgestattet sind.

    Generell fände ich wichtig, dass in der Grundschule Mashinenschreiben gelehrt wird (weiß nicht ob das heute der Fall ist). Ansonsten finde ich die klassischen Methoden so schlecht nicht (ein Kind muss eine Handschrift entwickeln und Kopfrechnen können). In Maßen könnte ich mir aber schon einen sinnollen Multimedia-Einsatz vorstellen.

  14. @ Matze.B:
    „hab 2008/09 in einer Grundschule gearbeitet. Absolut Steinzeit was man da sieht.“

    Was haben Computer für Schüler in der Grundschule verloren? Die Kinder sollten erst mal ordentlich mit der Hand schreiben lernen, bevor sie auf Touchscreens oder Tastaturen herumklimpern. Rechtschreibung und mathematische Fertigkeiten werden dadurch auch nicht schneller gelernt, von Feinmotorik ganz zu schweigen.

  15. kleiner Nachtrag: ich unterrichte an einem Gymnasium im Norden Bayerns. Von örtlichen IT-Unternehmen gab es ein Angebot, einen Supportvertrag zu einem mMn sehr günstigen monatlichen Grundbetrag abzuschließen. Homepage, Server- und Rechnerwartung, Verwaltung, etc. Der Antrag wurde vom großen Arbeitgeber Regierung abgelehnt, offiziell wegen „Datenschutzbedenken“ und mangelnder Notwendigkeit.

    Ich persönlich finde den Medieneinsatz an sich im Unterricht sehr praktisch, ob die Schüler nun alle einen eigenen Laptop brauchen – das wage ich zu bezweifeln. Hier fehlt -bisher- der Mehrwert. Teil des Problems sind die Verlage mit ihrem steinzeitlichen Geschäftsmodell. Ich will die Schulbücher in digitaler Form, am besten mit der Möglichkeit, die Aufgaben interaktiv zu gestalten und auch mal Text markieren zu können bzw. sich Notizen zu machen. Geht nicht! Maximal bekommt man mal ein mit DRM zugemülltes und schlampig programmiertes Windows-only Produkt, für das die Schule neben einer horrenden jährlichen Gebühr auch noch „Anschaffungskosten“ bezahlen soll. Ich habe nichts gegen DRM und Kopierschutzmaßnahmen. Aber die Schulen zahlen den Preis sowieso, da hat man doch seine Lizenzgebühren. Die Nutzung könnte man ja an einen Authentifizierungsserver koppeln, der in der Schule steht oder beim Verlag. Always-on finde ich zwar nicht gut, fände ich allerdings immer noch besser als die Beschränkung auf eine Plattform. Sehr viele meiner Schüler haben ein Tablet (die meisten Android, einige iPads, keine Windows Geräte) und würden gerne die Angebote nutzen.

    Liebe Verlage,

    ihr könntet in den diversen App Stores einen Haufen Kohle verdienen!
    – Das Schulbuch zum digitalen Download auf mein iPad für 9,99€? gekauft!
    – Sinnvolle, interaktive Übungsprogramme mit der Möglichkeit, die gelösten Übungen per Mail zu verschicken? Das würde ich als Lehrer aus eigener Tasche für die Schüler zahlen!
    – eine App mit der ich mich schuljahresübergreifend auf das Abitur vorbereiten kann? Nehmt ruhig 20€, daran solls nicht scheitern.

    -> wenn das mir als relativem Laien schon möglich ist, in iBook Author ein Kapitel des Schulbuches (zu Versuchszwecken) nachzu“bauen“, kann das doch nicht so schwer sein.
    Ja, ich weiß, die bösen App Store Betreiber wollen auch Geld für die Verteilung. Dann machts halt zusätzlich zu den Büchern. Gebt mir ein ebook!

    Sowas wie das hier: http://www.klett.de/digitales-schuelerbuch ist ein Anfang. Aber es setzt sich eben kein Schüler an den PC und klickt sich durch ein Buch.

    TLDR:
    Ich wünsche mir plattformübergreifende, interaktive digitale Lehrmaterialien.

    Und nachts träume ich davon, dass sich die Länder mal zusammentun und gemeinsam OpenSource-Lehrbücher für alle Fächer entwerfen.

  16. @Caschy:
    ist mein Kommentar, für den ich gerade ne halbe Stunde investiert habe von WordPress geschluckt worden oder muss der erst (wg. d. Länge) von dir freigeschaltet werden?

  17. kleiner Nachtrag: ich unterrichte an einem Gymnasium im Norden Bayerns. Von örtlichen IT-Unternehmen gab es ein Angebot, einen Supportvertrag zu einem mMn sehr günstigen monatlichen Grundbetrag abzuschließen. Homepage, Server- und Rechnerwartung, Verwaltung, etc. Der Antrag wurde vom großen Arbeitgeber Regierung abgelehnt, offiziell wegen „Datenschutzbedenken“ und mangelnder Notwendigkeit.

    Ich persönlich finde den Medieneinsatz an sich im Unterricht sehr praktisch, ob die Schüler nun alle einen eigenen Laptop brauchen – das wage ich zu bezweifeln. Hier fehlt -bisher- der Mehrwert. Teil des Problems sind die Verlage mit ihrem steinzeitlichen Geschäftsmodell. Ich will die Schulbücher in digitaler Form, am besten mit der Möglichkeit, die Aufgaben interaktiv zu gestalten und auch mal Text markieren zu können bzw. sich Notizen zu machen. Geht nicht! Maximal bekommt man mal ein mit DRM zugemülltes und schlampig programmiertes Windows-only Produkt, für das die Schule neben einer horrenden jährlichen Gebühr auch noch „Anschaffungskosten“ bezahlen soll. Ich habe nichts gegen DRM und Kopierschutzmaßnahmen. Aber die Schulen zahlen den Preis sowieso, da hat man doch seine Lizenzgebühren. Die Nutzung könnte man ja an einen Authentifizierungsserver koppeln, der in der Schule steht oder beim Verlag. Always-on finde ich zwar nicht gut, fände ich allerdings immer noch besser als die Beschränkung auf eine Plattform. Sehr viele meiner Schüler haben ein Tablet (die meisten Android, einige iPads, keine Windows Geräte) und würden gerne die Angebote nutzen.

    Liebe Verlage,

    ihr könntet in den diversen App Stores einen Haufen Kohle verdienen!
    – Das Schulbuch zum digitalen Download auf mein iPad für 9,99€? gekauft!
    – Sinnvolle, interaktive Übungsprogramme mit der Möglichkeit, die gelösten Übungen per Mail zu verschicken? Das würde ich als Lehrer aus eigener Tasche für die Schüler zahlen!
    – eine App mit der ich mich schuljahresübergreifend auf das Abitur vorbereiten kann? Nehmt ruhig 20€, daran solls nicht scheitern.

    -> wenn das mir als relativem Laien schon möglich ist, in iBook Author ein Kapitel des Schulbuches (zu Versuchszwecken) nachzu“bauen“, kann das doch nicht so schwer sein.
    Ja, ich weiß, die bösen App Store Betreiber wollen auch Geld für die Verteilung. Dann machts halt zusätzlich zu den Büchern. Gebt mir ein ebook!

    Sowas wie das hier: http://www.klett.de/digitales-schuelerbuch ist ein Anfang. Aber es setzt sich eben kein Schüler an den PC und klickt sich durch ein Buch.

    TLDR:
    Ich wünsche mir plattformübergreifende, interaktive digitale Lehrmaterialien.

    Und nachts träume ich davon, dass sich die Länder mal zusammentun und gemeinsam OpenSource-Lehrbücher für alle Fächer entwerfen.

    if=Doppelpost then=profuse_Entschuldigung

  18. @Tchooe
    Hast du da Erfahrungen? Wir haben z.B. gesehen dass Schüler welche große Schwierigkeiten beim Lesen hatten, durch den Einsatz spezieller Programme deutliche Fortschritte erzielen konnten. Mathematik dito. Auf dem Gebiet gibt es inzw. einige Erfahrungen. Es kommt ja gerade darauf an wie und wo ich digitale Medien und Möglichkeiten einsetze! Wohldosiert und von Leuten die Fachkentnisse haben – digitale sowie pädagogische.
    Ab wann sollte man denn Kindern/Jugendlichen (Grundschule geht bis 12/13 Jahre!) Kompetenzen für soziale Netzwerke u.a. beibringen, wenn heute z.B. schon mit unter 10 Jahren gechattet wird.

    @blub Weil es wie immer dabei auch ums Geld geht, jedes BL u. jede Kommune kocht ihr eigenes Süppchen, abhängig von finanziellen Möglichkeiten. Mir fehlt es an einem übergreifendem Konzept im Bildungssystem.

  19. @dermaze
    @Matze.B Was muss man Kindern und Jugendlichen für Kompetenzen im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken beibringen? ich glaube, wenn Kinder ein gewisses Abstraktionsvermögen entwickeln, erledigt sich das von selbst, so blöd sind die nicht. War jedenfalls bei mir so.
    Der Zentralstaat wurde vor 60 Jahren in Deutschland aus guten Gründen auseinander genommen. Deshalb gibt es auch kein „übergreifendes konzept im Bildungssystem“ mehr. Wie sollte das überhaupt aussehen?
    Meiner Meinung nach sollte das Bildungssystem hingegen liberalisiert werden. Damit meine ich keine Abhängigmachung von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern, die Liberalisierung und Wettbewerb im Bildungssystem könnte über Bildungsgutscheine (und Akkreditierung von Schulen für Sicherstellung der Lehrpläne, könnte aber auch aufgehoben werden, die meisten Eltern schicken ihre Kinder sowieso nicht auf Schulen mit intelligent design, mindert schließlich langfristig die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und wenn nicht so what? diese leute glauben da jetzt trotz staatlichem lehrplan auch dran ;)). Dann könnten kleinere Schulen entstehen, ihre verwaltung könnte leichter ausgelagert werden, da sie der staatlichen Bürokratie weniger unterstünden, was wiederum Kosteneinsparungen verursachen kann, die für den eigentilchen Zweck, Bildung verwendet werden könnten; neue Konzepte könnten leichter ausprobiert werden;
    die verfügbarmachung von opensource-software könnte leichter ermöglicht werden, da die bildungsgutscheine z.b. für diesen zweck verwendet werden könnten, usw.

  20. @blub: „übergreifendes Konzept im Bildungssystem“ ist politisch gewollt -> siehe Einführung eines gemeinsamen Abiturs für alle Länder ab 2014

    Die angesprochene Liberalisierung sehe ich eher kritisch und verweise gerne auf den Fall FOS Schweinfurt, der jetzt gerade in den Medien breitgetreten wurde (alle 27 Kandidaten wurden an einer neuen Privatschule „ausgebildet“ und sind ALLE durchs Abitur gefallen).

    Die Gefahr besteht immer, dass Schulen wie Unternehmen geführt werden und das zu Lasten der Kunden/Schüler geht.

    Liberalisierung widerspricht absolut den allgemeinen Bildungstrends, die auf Vergleichbarkeit der Leistungen, gefestigte und gemeinsam beschlossene Grundkenntnisse und Grundlagen für eine spätere Ausbildung/ein Studium, etc. ausgelegt sind.

    Ich stelle mir einen gemeinsamen Lehrplan für alle vor, der genug Freiräume lässt, um individuell zu fördern/fordern bzw. eigene Schwerpunkte zu setzen. G8 hat sich das auf die Fahnen geschrieben und damit mMn absolut versagt…

    Und zum Thema Bürokratie möchte ich noch erwähnen, dass ich ca. 20% meiner (Arbeits)zeit damit verbringe. Ich glaube kaum, dass das in einem zersplitterten, liberalisierten System weniger komplex wäre. Wenigstens krieg ich momentan als Beamter alle Formulare auf einer Website.

  21. @dermaze naja, da gibt es bestimmt auch gegenbeispiele mit besseren ergebnissen von privatschülern. die gefahr das schulen schlecht sind, besteht auch schon ohne unternehmerische führung 😉
    universitäten sind sind auch liberalisiert, trotzdem lassen sich die leistungen vergleichen.
    und nicht jeder schüler kommt mit jeder lehrart klar, also sind komplett einheitliche schulen nicht zielführender und damit am ende teurer. betroffene schüler erhalten aber keinen schadensersatz, und deshalb bemerkt niemand den schaden. „schlechte Schulausbildung ist Unbildung, und sollte einen Marktwert haben“ – frei nach peter brabeck, chef des nestlé-konzerns 😉
    g8 ermöglichte keine ganzheitliche auswahl ohne individualisierung, ist also mehr eine pseudoindividualisierung. es soll schließlich auch schüler geben, die gerne alles mögliche querbeet lernen und dann trotz mehrbelastung, bessere leistungen erbringen. mir erging es in der 10. klasse so, im abi war ich dann schlechter.
    warum machst du als lehrer in 20% deiner arbeitszeit überhaupt bürokratiequark?! ich dachte lehrer werden fürs lehren und nicht fürs formulare ausfüllen bezahlt 😀 naja, sind diese bürokratischen tätigkeiten wirklich wirklich vernünftig und notwendig? um was für bürokratische arbeit geht es? und ließen sich diese tätigkeiten jetzt schon einfacher gestalten? ein vater eines mitschülers konnte erleben, wie unsere schulleiterin während einer elternratsversammlung keinerlei ahnung von betriebswirtschaft hatte. das braucht sie schließlich auch nicht, sie ist schließlich schulleiterin und nicht bwler, aber dass es in dem laden niemanden gibt, der soetwas kann, ist schon erschreckend. in frankreich gibt es an schulen zwei direktoren, einen der sich um die verwaltung kümmert und einen der sich um die bildung kümmert. so oder ähnlich ginge das hier auch.
    unternehmen funktionieren, trotzdem es viele verschiedene gibt, ganz wunderbar und meistens effizienter als der staatliche beamtenapparat. warum sollte das nicht auch für schulunternehmen gelten? die liberalisierung des telefon- und postmarktes hat auch günstigere preise hervorgebracht und darunter musste die qualität nicht leiden. ich kenne noch die erzählungen meiner eltern und habe es teilweise selbst dunkel in erinnerung wie früher unfreundliche postbeamte in wahnsinnig überdimensionierten postämtern saßen und briefmarken einzelnen abzählten. schulen sollen nicht kleiner sein, aber auf unfreundliche, schlechtgelaunte lehrer und lächerliche sekretärinnen, die mir weiß machen wollen was für ein hochwichtiges dokument doch spendenzettel der eltern seien und dass ich sie ja nicht zerknicken dürfe, schließlich seien es urkunden und überhaupt, kann ich gut verzichten 🙂 dank niedrigerer kosten, kann die qualität steigen.

    lehrer werden im moment nur intransparent von angemeldeten schulprüfern bewertet. diese bewertungen und kontrollen sollten meiner meinung nach ganzheitlicher ablaufen, und die ergebnisse der schüler in die bewertung des lehrers einfließen. mir kann keiner erzählen, dass nur schüler an ihren ergebnissen schuld sind.

  22. An meiner alten Schule wurden die altbackenen Computer mit WinXP mal auf ein LinuxMint geupdatet. Fand ich schon eine vernünftige Sache. Peinlicherweise hat man das Ganze von ein paar Schülern umsetzen lassen und da gab es wohl allerlei Dinge, die dabei nicht so ganz glatt liefen…
    Wir haben damals eindeutig zu wenig mit Computern gearbeitet und das wird wohl so manchen noch begleiten, dass er damals nicht einen besseren Umgang mit den Geräten gelernt hat. Persönlich hätte ich mich damals über eine bessere Heranführung an’s Programmieren gefreut..

  23. @fr3d wenigstens hattet ihr windows xp auf den meisten computern, wir durften meistens mit windows 2000 rumgurken :\
    ohja, wir haben zwar gelernt mit delphi zu programmieren, webtechnologien haben wir aber außer eine zeile javascript nicht kennengelernt… darüber hätte ich mich sehr gefreut, und wer braucht bitte delphi?

  24. @blub: das Unterrichten war für mich der Grund für die Berufswahl. Die Stundenvorbereitung kann man sich ja frei einteilen, da dachte ich mir – super, das mache ich dann entweder in der Schule und bin wie die meisten anderen Arbeitnehmer um 18:00 spätestens raus aus dem Laden, wenn ich um 8 Uhr anfange. naja, mittlerweile weiß ich, dass das nicht so einfach ist. Wenn ich wesentlich länger als 45 Minuten zur Vor- und Nachbereitung einer Stunde brauche kommt das aus meinem Freizeitkontingent. Aber ist ja ok, dafür hat man ja Ferien. Wenn ich jetzt noch die Erstellung und Korrekturen von Exen/Schulaufgaben (nein, bin kein Mathelehrer) dazunehme und Lehrerkonferenzen, Klassenkonferenzen, Fortbildungen, Elternsprechabende, Lehrersprechstunden (alle unbezahlt und nicht im Stundenkontingent)… Kurz: ich hab gut zu tun und wenn ich mir das Lehrer-Gebashe so anschaue, immer wieder mit dem Ferienargument… da würde ich manchmal gerne für ne Woche tauschen.

    Entschuldige, ich wollte eigentlich deine Fragen beantworten. Ist mir so rausgerutscht. Zur Bürokratie: Elternbriefe, Mitteilungen, Noteneintragungen ins „System“ (fast ausschließlich per Hand), Notenberechnungen, Stundenabrechnungen, diverse Anträge, Trennungsgeld- Reisekosten-, Fortbildungs- und andere Abrechnungen. Und dann natürlich ewige Fachschafts-, Klassen- und Lehrerkonferenzen, immer mit Protokollen und neuen „Ideen“ vom Ministerium, das gerne irgendwelche Konzepte ausgearbeitet hätte. Man bekommt nie eine Rückmeldung, was damit dann passiert. Ich schätze mal Ablage „P“.

    Zur Bewertung der Lehrer möchte ich nur kurz anmerken, dass das nicht von Schülern gemacht werden sollte – somit wäre der Lehrer notentechnisch erpressbar bzw. gerade Schüler mit schlechten Noten tendieren dazu, die Schuld nicht unbedingt bei sich zu suchen. Wie fair wäre so ein System gegenüber einem Lehrer, der hauptsächlich die Mittelstufe mit pubertär instabilen Jugendlichen betreut, das am besten noch in einer größeren Stadt? Im Vergleich zu einem Lehrer der Unterstufe und an einem kleinen Gymnasium unterrichtet, hat der dann nichts mehr zu lachen.

    Ich will nicht leugnen, dass es auch hier (wie überall) schwarze Schafe gibt. Gerade wenn du die Rektorin erwähnst, die keine Ahnung von BWL hat. Dafür würde ich ihr gar nicht mal die Schuld geben, wann soll sie denn das gelernt haben? Hier fehlt einfach eine effiziente Schulverwaltung, die Schulleiter und Lehrer unterstützt und entlastet. Ich dachte eigentlich auch, dass ich nach einem abgeschlossenen Hochschulstudium und 2 Jahren Praxisausbildung (Referendariat) nicht mehr Stunden mit unsinnigen Formularen verbringen muss und dachte, dass das die Sekretärinnen für mich machen, damit ich mich aufs unterrichten konzentrieren kann….

    Ach ja, frag mal Gymnasiallehrer, die in der Nähe einer Waldorfschule wohnen, was sie davon halten (kleiner Tipp: das Abitur der Waldorfschüler muss von einer „richtigen“ Schule abgenommen und korrigiert werden – bye, bye Pfingstferien)…

    Ich glaube man muss heutzutage ziemlicher Idealist sein oder extrem naiv, um den Lehrberuf zu ergreifen. Und keine Angst, die Zeit, die ich hier mit Kommentieren verbringe geht nicht zu Lasten meiner Schüler.

  25. @ Matze.B:
    „Wir haben z.B. gesehen dass Schüler welche große Schwierigkeiten beim Lesen hatten, durch den Einsatz spezieller Programme deutliche Fortschritte erzielen konnten.“

    Wir hätten erst die Rahmenbedingungen festlegen sollen. 😉

    Mein Kommentar bezog sich auf die leider viel zu oft gehörte Annahme, man müsse nur alle Schüler mit Computern ausstatten und alles wird gut, und nur so könne man heutzutage noch guten Unterricht machen. Und außerdem müssten die Kinder möglichst früh mit dem Computer umzugehen lernen.

    Flötepiepen!

    Letztlich hängt doch der Löwenanteil des Lernerfolgs vom Lehrpersonal ab, das gut ausgebildet, motiviert und willig sein muss. Hinzu kommt, dass die Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, guten Unterricht zu machen. Dazu zähle ich beispielsweise Zeit für das Wesentliche, nämlich das Lehren (Thema „Bürokratie“, wie ja bereits mehrfach angesprochen), sinnvolle Klassengrößen, sinnvolle Lehrpläne, gute technische/räumliche/etc. Ausstattung und sicher noch einiges mehr, was dermaze uns aufzählen könnte.

    Dazu gehört dann auch eine technische Aussattung, die so genutzt wird, wie du es beschreibst, d. h. Nutzung durch das Lehrpersonal bzw. Nutzung für spezielle Lernziele. Jedem Kind einen Computer zur Verfügung zu stellen, damit es schon in der (4-jährigen) Grundschule für seine Hausaufgaben recherchiert usw. halte ich hingegen definitiv für verfrüht.

    @blub:
    Wer braucht bitte Webtechnologien?
    Mal ernsthaft, wieviel Prozent der Bevölkerung braucht(!) Webtechnologien?
    Und bezüglich Delphi: Es geht nicht darum, eine Programmiersprache zu lernen, sondern darum, programmieren und strukturiert denken zu lernen. Siehst du den Unterschied?

  26. @dermaze
    bewertung der lehrer durch schüler muss ja nicht zwangsläufig in die bewertung einfließen. aber wenn sich über jahre hinweg, immer wieder die selben beschwerden häufen, dann kann man einen blick auf den unterrichtsstil des lehrers wagen. dafür wären häufiger erhobene meinungen von schülern schon hilfreich. ein lehrer hat bei uns soetwas freiwillig gemacht und daraufhin seinen unterricht angepasst (ich find die anpassungen nicht gut, kam danach schlechter mit dem unterricht klar, aber nagut …). wir haben als schüler, obwohl die meinungen anonym abgeben wurden, wohl alle recht objektiv geschrieben. schüler wissen schon, wie das geht, man muss sie nur lassen 🙂

    rlternbriefe und mitteilungen könnte die verwaltung übernehmen. noteneintragungen und notenberechnung könnten damit überflüssig gemacht werden, dass ständig alle noten erfasst werden. stundenabrechnungen dann im grunde auch (geht doch um die inrechnungstellung einzelner unterrichtsstunden, oder geht es um unterrichtsutensilien?). die abrechnungen und anträge sind halt nötig. diese prozesse könnte man aber auch vereinfachen, z.B. indem man Rechnungen scannt und analysiert (nagut, das gibt’s zwar teilweise schon, aber ist nicht wirklich toll, soweit ich weiß, aber in zukunft … :)). die verschiedenen konferenzen sind halt auch notwendig. danke aber, jetzt weiß ich endlich mal wie die 20% bürokratie (hätte nicht gedacht dass das soviel ist :D) bei lehrern zustanden kommen 🙂

    genau so ist es. die rektorin kann das nicht, und sollte es auch nicht können müssen. in unternehmen trennt man diese aufgaben auch. soetwas meine ich auch mit unternehmerischerer führung. wie das jetzt abläuft
    das mit den waldorfschülern kenn ich 😀 hab sogar exwaldorfschüler kennengelernt, die waren wirklich gelinde gesagt verdammt weltfremd 😀 das man darauf als lehrer keine lust hat, kann ich gut verstehen. warum werden die abiturprüfungen der waldorfschulen denn nicht landesweit aufgeteilt? dann wird die belastung pro lehrer geringer. oder man stellt lehrer extra nur für waldorfschüler ab, sodass sie sich darauf vorbereiten und einlassen können.
    dazu fällt mir gerade eine idee ein. warum werden prüfungen nicht (anonymisiert) in einer datenbank gesammelt, und lehrer von verschiedenen schulen korrigieren und bewerten (das könnte schwierig werden, weil bewertungen klassenweise stattfinden, dann übernimmt die bewertung halt doch der klassenlehrer) diese prüfungen. das ließe sich mit einem anreizsystem verbinden, sodass lehrer gleich viel mehr lust haben waldorfschülerprüfungen zu kontrollieren ;D dann würden prüfungen von z.b. schulen, die besonders ungern kontrolliert werden mit höherer anreizvergütung versehen werden, etc. weiterhin würde das die willkür mancher lehrer eindämmen. unfug könnte insofern eingedämmt werden, dass der prüfende lehrer im nachhinein aufgedeckt werden könnte, was sowieso für zwar selten vorkommende, aber mögliche rechtliche auseinandersetzungen nötig wäre.
    oder hab ich irgendwas übersehen und meine idee ließe sich nicht wirklich umsetzen? 🙂 sonst kannst du das ja vielleicht einbringen 😀

    @Tchoee das argument ließe sich auch auf delphi beziehen. wer braucht bitte delphi? das ist doch sowieso überholt.
    mit webtechnologien lassen sich die selben sachen machen, wie mit delphi, nur plattformübergreifend, und warum sollte man das notwendige (programmieren und strukturiert denken lernen) nicht mit dem angenehmen (eine programmiersprache lernen, die man auch wirklich nutzen kann) verbinden? was schreibst du hier überhaupt? webtechnologien sind doch total blöd, die braucht doch ehh keiner …

  27. @ blub:
    Anscheinend hast du mich nicht verstanden. (Wenn ich mir deine beiden letzten Sätze ansehe, klingt es sogar mehr danach, als wolltest du mich auch gar nicht verstehen.)

    1. Es ist relativ egal, welche Programmiersprache du heranziehst, um Programmieren zu lernen. Es geht ums Prinzip, nicht die spezielle Syntax.

    2. Ich habe nicht gesagt, dass Webtechnologien uninteressant sind. Aber, um einen Vergleich heranzuziehen: Kaum jemand weiß, wie man ein Auto repariert, geschweige denn wie man eines konstruiert. Dennoch fahren geschätzt 50 Millionen Deutsche mehr oder weniger problemlos Auto. Genauso ist es mit den Webtechnologien: kaum jemand muss wissen, was „hinter der bunten Oberfläche des Monitors“ tatsächlich passiert.

    Ich hoffe, du verstehst jetzt, was ich meinte.

    BTW: Wie kriegst du die Klammern getippt ohne Shift-Taste?

  28. @Tchooe
    ich hab dich sehr wohl verstanden. du aber anscheinend nicht diesen satz: „warum sollte man das notwendige (programmieren und strukturiert denken lernen) nicht mit dem angenehmen (eine programmiersprache lernen, die man auch wirklich nutzen kann) verbinden?“ 🙂 ich weiß, es ist einfach mit den kenntnissen einer progammiersprache eine andere zu erlernen. trotzdem hätte ich es persönlich schöner gefunden webtechnologien, die ich praktisch anwenden kann, in der schule zu lernen, anstatt delphi mit dem ich kaum etwas praktisch anfangen kann. ich wollte/will webtechnologien nicht im unterricht wiederfinden, um zu wissen was „hinter der bunten Oberfläche des Monitors“ passiert, das braucht man nicht, um surfen zu können. ich glaube in einem anderen kommentar schrieb ich, dass meiner meinung nach das näherbringen von abstraktem denken etc. jedem schüler mehr bringt, als konkretes durchkauen von facebookprivatsspähreeinstellungen. das gilt für mich auch für die bedienung des webs.

    ps. garnicht1