Western Digital: Festplatte mit 10 TByte und Helium-Füllung aus PMR-Verfahren

3. Dezember 2015 Kategorie: Backup & Security, Hardware, geschrieben von: André Westphal

western digital logo

Der Hersteller Western Digital bringt eine neue Festplatte mit satten 10 TByte Kapazität auf den Markt. Auf den ersten Blick scheint das nichts Neues zu sein, denn bereits im Juni 2015 hatte der Hersteller erste Modelle mit dieser Kapazität vorgestellt. Allerdings handelte es sich damals noch um HDDs mit dem „Shingled Magnetic Recording“ (SMR). Dadurch waren die Festplatten nur für einen kleinen Adressatenkreis geeignet. Denn SMR-Festplatten nutzen Magnetscheiben, auf denen sich die darauf geschriebenen Informationen sozusagen überlappen. Entsprechend sind zur fehlerfreien Nutzung sowohl spezielle Controller als auch spezielle Firmware notwendig. Jetzt hat Western Digital jedoch seine erste HDD mit 10 TByte und mit „Perpendicular Magnetic Recording“ (PMR) angekündigt.

Die WD Ultrastar He10 nutzt das herkömmliche PMR-Verfahren zur Beschreibung mit Daten und kann daher auch in einer deutlich größeren Bandbreite von Systemen zum Einsatz kommen. Wie bei vielen derartigen HDDs mit hoher Kapazität erreicht dieses Modell von Western Digital die hohe Speicherdichte dadurch, dass das Innere mit Helium statt mit Luft gefüllt ist. Durch das Helium sinkt der Laufwiderstand der Magnetscheiben und die einzelnen Platten können dichter aneinander liegen. Auf diese Weise konnte Western Digital also mehr Platter in ein kompaktes Gehäuse quetschen.

western digital ultrastar-he10

Was die Spezifikationen betrifft, so arbeitet die Western Digital Ultrastar He10 mit 7200 Umdrehungen pro Minute und ist optional statt mit 10 auch mit 8 TByte zu haben. In Systeme lässt sich die HDD entweder per SATA mit 6.0 Gb/s oder SAS mit 12 Gb/s integrieren. Der Data Buffer beträgt 256 MByte. Western Digital nennt als Gewicht für die Festplatte 660 Gramm. Wer eine komplette Übersicht über die Spezifikationen der WD Ultrastar He10 wünscht, findet sie hier direkt beim Hersteller.

Die Festplatte soll ab sofort verfügbar sein. Wie hoch der Preis ausfällt, lässt Western Digital in seiner Ankündigung aber noch offen. Da sich die  Ultrastar He10 aber weiterhin an Geschäftskunden richtet, ist damit zu rechnen, dass der Spaß nicht gerade günstig sein dürfte. So spekulieren die Kollegen von Ars Technica beispielsweise auf rund 800 US-Dollar.


 

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Über den Autor: André Westphal

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